Silber soll in Idaho wieder gesetzlich anerkanntes Zahlungsmittel werden

Der „Idaho Silver Gem Act“, ein Gesetzentwurf, der Silber wieder zu einem gesetzlichen Zahlungsmittel machen würde, hatte bereits das Repräsentantenhaus des Bundesstaats Idaho passiert, scheiterte jedoch im Senatsausschuss. 2011 soll der der Gesetzentwurf erneut eingebracht werden

Cassandra Anderson, MORPHcity, 30.09.2010

Phil Hart, Abgeordneter des Repräsentantenhauses des US-Bundesstaats Idaho, hatte zu Beginn dieses Jahres einen Gesetzentwurf ausgearbeitet, der es der Finanzverwaltung von Idaho erlauben würde Silbermünzen auszugeben und sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Bevölkerung könnte diese Münzen dann für alle Zahlungsangelegenheiten verwenden und hätte auch die Möglichkeit ihre Steuern mit Silber zu zahlen.

Die Vorteile des Idaho Silver Gem Act sind:

Das Gesetz dient auch als Modell für andere Bundesstaaten und Kommunalregierungen, die es dann später übernehmen könnten. Sollte der Gesetzentwurf verabschiedet werden, könnten die Menschen Silber als Zahlungsmittel verwenden und darauf vertrauen, dass die Regierung von Idaho es als Zahlungsmittel akzeptieren wird. Der Idaho Silver Gem Act wäre auch ein Beitrag um eine mögliche Edelmetallbeschlagnahme durch die US-Bundesregierung zu verhindern.

Laut G. Edward Griffin basiert das amerikanische Geldsystem aktuell auf Fiatgeld, also beliebig vermehrbaren Papiergeld, das über keinen inhärenten Wert verfügt und nicht wertgedeckt ist. Die Banknoten der Federal Reserve verfügen jedoch über einen Wert, da die Gesetze der Regierung, die Vorschriften über die gesetzlichen Zahlungsmittel, die Verwendung dieser Banknoten unter Androhung von Strafzahlungen oder Gefängnisstrafen vorschreiben.

Die Regelungen über die gesetzlichen Zahlungsmittel verlangen es den Menschen und den Unternehmen ab, dass sie die Banknoten der Federal Reserve akzeptieren, wenn ihnen diese Banknoten als Zahlungsmittel zur Begleichung von Forderungen offeriert werden. Nichtsdestotrotz haben die Menschen, Unternehmen und sogar die Regerungen die Möglichkeit Zahlungen in Form von Gold, Silber oder irgendetwas anderem Werthaltigem zu akzeptieren – sie sind nicht daran gebunden, ausschließlich Banknoten der Federal Reserve zu akzeptieren.

Herr Griffin erklärte, dass die Banker nicht das meiste Gold besitzen – das meiste Gold liegt immer noch unter der Erde! Und selbst wenn die Banker all das Gold besäßen und das Geldsystem auf Gold beruhte, würde ein solches wertgedecktes Geldsystem es ihnen trotzdem nicht ermöglichen vom Prinzip des fraktionalen Reservesystems Gebrauch zu machen, um Kredite aus dem nichts zu schaffen und dafür dann Zinsen einzustreichen, was ihre Haupteinnahmequelle einschränken würde.

Der vom Abgeordneten Hart eingebrachte Gesetzentwurf wurde von G. Edward Griffin vollumfänglich befürwortet. Es ist ein erster kleiner Schritt in Richtung einer konkurrierenden Währung. Anstatt eine umfassende Bankenreformen ins Leben zu rufen, handelt es sich bei Harts vorgeschlagener Gesetzgebung um einen praktischen Ansatz, der schrittweise und umgehend in die Tat umgesetzt werden kann.

Im Gegensatz dazu wurde beispielsweise im US-Bundesstaat Georgia ein Gesetzentwurf eingebracht, der bei allen geschäftlichen Tätigkeiten der Regierung des Bundesstaates vorgeschrieben hätte Silber und Gold zu nutzen. Dieser Gesetzentwurf scheiterte, weil der Arbeitsaufwand bei der Einführung des Gesetzes viel zu umfangreich gewesen wäre – alle Unternehmen und Geschäftspartner des Staates Georgia hätten ihre Zahlungen auf Edelmetalle umstellen müssen, was mit enormen Schwierigkeiten verbunden gewesen wäre.

Der Idaho Silver Gem Act wurde vom Repräsentantenhaus Idahos mit 51 zu 14 Stimmen verabschiedet, kam aber nicht durch den Senatsausschuss. Zwei der schärfsten Kritiker des Gesetzentwurfes unter den Senatoren des Bundesstaats haben jedoch bereits die Vorwahlen 2010 verloren, was die Chancen auf eine Verabschiedung des Gesetzes in 2011 erhöht.

Der Idaho Silver Gem Act ist der einzige Gesetzentwurf über konkurrierenden Währungen, der in einem Bundesstaat überhaupt so weit gekommen ist. Sofern Phil Hart wiedergewählt wird, hat er vor das Gesetz im nächsten Jahr wieder einzubringen.

Sehen Sie sich die gemeinsame Stellungnahme von Phil Hart und G. Edward Griffin zu dem Gesetzentwurf an:

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