12 Anzeichen, dass sich an den Finanzmärkten aktuell wieder Unheilvolles zusammenbraut

The Economic Collapse, 06.10.2010

Kann sich irgendjemand das komische Verhalten erklären, dass wir aktuell an den Finanzmärkten vorfinden? Die Konzerninsider fliehen mit alarmierender Geschwindigkeit aus dem US-Aktienmarkt, Investoren bewegen Berge an Geld in Gold und andere Rohstoffe und es gibt bei diesem Goldrausch tatsächlich bereits erste Bereiche, wo man beginnt über eine Goldverknappung zu berichten.

Unterdessen zeigen sich erste sehr ungewöhnliche Aktivitäten am Optionsscheinmarkt. Im Besonderen schließen einige Marktteilnehmer gegenwärtig unglaublich große Wetten darüber ab, dass der Aktienindex S&P 500 während des Monats Oktober völlig einbrechen wird. Die Zentralbanken auf der ganzen Welt sind dabei erwischt worden, wie sie dem Rausch des lockeren Geldes erlegen sind und anscheinend darauf hoffen, eine neue Flut an Papiergeldern würde die Weltwirtschaft wieder ins Leben zurückholen. Zur selben Zeit droht eine Aufruhr über die Missbräuche bei Zwangsvollstreckungsmaßnahmen großer US-Hypothekenanbieter für weitere Verwerfungen in der US-Immobilienwirtschaft zu sorgen.

Es gibt einige sehr unheilvolle Zeichen, dass in den Weltfinanzmärkten gegenwärtig irgendetwas am brodeln ist. Einige der unten aufgeführten Anzeichen könnten damit in Zusammenhang stehen, bei anderen muss das nicht zwingend der Fall sein, darüber sollten Sie selbst richten.

Bevor etwas Schlimmes passiert, ist es oftmals so, dass man in der Tat dabei zuschauen kann, wie die Ratten das sinkende Schiff verlassen, wenn man nur weiß, wo man nachzuschauen hat. Fakt ist, dass, sollte der Finanzmarkt erneut wieder deutlich abtauchen, die Insider dies zuerst vor allen anderen Personen wissen.

Gibt es also Anzeichen dafür, dass uns in den kommenden Monaten etwas bevorsteht? Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Aber zum jetzigen Zeitpunkt wird es immer schwerer zu leugnen, dass es eine ganze Reihe ernster Hinweise gibt, die auf eine sehr unheilvolle Entwicklung deuten:

1. Die Konzerninsider flüchten aktuell mit einer gigantischen Geschwindigkeit aus dem US-Aktienmarkt. Es ist gemeldet worden, dass das sich das Verhältnis von Konzerninsiderverkäufen zu Konzerninsiderkäufen vergangene Woche auf 1.411:1 belief und diese Woche sogar weiter auf 2.341:1 explodierte.

2. Viele der reichsten Menschen der Welt kaufen gegenwärtig gigantische Mengen Gold.

3. Es wurde gemeldet, dass J.P. Morgan aktuell alles daran setzt um so viel physisches Gold als möglich einlagern zu können.

4. Die US-Münzprägeanstalt, US Mint, hat bekanntgegeben, dass keine American Buffalo 1-Unze Feingoldmünzen mehr vorrätig sind und in 2010 keine weiteren dieser Münzen mehr in den Verkauf gehen.

5. Es wird immer schwieriger das gegenwärtig ungewöhnlich hohe Volumen an Optionsscheinen erklären zu können.

6. Einige der größten Investoren schließen aktuell massiv Wetten darauf ab, dass der S&P 500 Index im Monat Oktober ernsthaft ins Schlingern gerät.

7. Am Dienstag schockte die japanische Zentralbank die Finanzmärkte, indem sie den Leitzins auf null setzte und einen JPY 5 Billionen (USD 60 Milliarden) Fonds zur quantitativen Lockerung auflegte.

8. Der Präsident der Federal Reserve Bank of New York und der Präsident der Federal Reserve Bank of Chicago drängten beide in der Öffentlichkeit darauf, dass die FED mehr tun müsse um die US-Wirtschaft anzuregen, wozu auch eine neue Runde der quantitativen Lockerung gehören würde – selbst wenn dies einen bedeutenden Anstieg der US-Inflationsrate mit sich brächte.

9. Der Ökonom und Nobelpreisträger Joseph Stiglitz erklärte am Dienstag gegenüber Reportern, dass die lockere Geldpolitik der Federal Reserve und der Europäischen Zentralbank die Welt in ein „Chaos“ stürzt.

10. Ende September gaben US-Beamte bekannt, dass die US-Genossenschaftsbanken mit USD 30 Milliarden gerettet werden.

11. Bank of America, JPMorgan Chase und GMAC Mortgage haben in zahlreichen US-Bundesstaaten alle Zwangsvollstreckungen ausgesetzt, da es ernsthafte Bedenken bezüglich ihrer Zwangsvollstreckungspraktiken gibt. Der texanische Generalstaatsanwalt Greg Abbott fordert jetzt sogar, dass alle Hypothekenfirmen ihre Zwangsvollstreckungsmaßnahmen, die Zwangsversteigerungen und Zwangsräumungen der Menschen aus diesen Häusern im US-Bundesstaat Texas umgehend aussetzen, bis man eine vollständige Überprüfung ihrer Zwangsvollstreckungspraktiken durchgeführt hat.

12. Nicht nur das, Nancy Pelosi und 30 weitere Mitglieder des US-Kongresses verlangen nun sogar eine Bundesuntersuchung über die Zwangsvollstreckungspraktiken der US-Hypothekenanbieter. Selbstverständlich hat diese Kontroverse das Potential die US-Hypothekenbranche gänzlich im Chaos zu versenken.

Stehen den weltweiten Finanzmärkten also noch schwere Zeiten bevor? Natürlich, aber es ist nicht gerade einfach genau zu bestimmen, wann alles wie ein Kartenhaus zusammenbricht. Fakt ist, dass es in den kommenden Jahren noch zu einer ganzen Reihe weitere „Zusammenbrüche“ kommen wird.

Wie gestern beschrieben wurde, ist es entscheidend, dass Sie immer auch die langfristigen Entwicklungstrends im Auge behalten.

Die US-Wirtschaft befindet sich unbestreitbar im Niedergang. Das einzige, was die Wirtschaft aktuell noch davor bewahrt auf Grund zu laufen, ist ein gigantischer See aus roter Tinte. Die Schulden sind buchstäblich allgegenwärtig. Im Grunde sind Schulden das, worauf unser gesamtes Finanzsystem des Jahres 2010 beruht.

In den kommenden Monaten und Jahren, werden die großen Akteure alles daran setzen den Ball im Spiel zu halten und ihr gigantisches Hütchenspiel weiter fortzusetzen – am Ende wird die ganze Sache jedoch wie ein Kartenhaus zusammenbrechen. Bedauerlicherweise haben wir die US-Wirtschaft jedoch seit Jahrzehnten vernichtet und diese Geschichte wird keinen glücklichen Ausgang nehmen.

Weitere Artikel zu diesem Thema


  • 100 Jahre Herrschaft über Amerika: US-Notenbank kehrt nach Jekyll Island zurück
  • Es war ein von den Bankern für die Banker geschaffenes System. Jetzt wird das System durch die Bürokraten gesteuert, die nun nach Jekyll Island zurückkehren, um sich selbst zu beglückwünschen. Zu den Teilnehmern der Konferenz am 05. und 06. November gehören der Vorsitzende der Federal Reserve, Ben Bernanke…
  • Noch mehr schlechte Nachrichten: Die Wahrheit über die aktuellen US-Wirtschaftsdaten
  • Am Freitag fand sich überall in den Vereinigten Staaten die Meldung, dass „die Arbeitslosigkeit unverändert bei 9,6% bleibt“. Viele Analysten freuten sich darüber und begrüßten diese Meldung als ein Zeichen, dass die USA den Tiefpunkt erreicht haben und es bald wieder aufwärts geht. Aber ist das auch die Wahrheit?
  • Quantitative Lockerung: Der größte Raubzug aller Zeiten
  • Die US-Notenbank Federal Reserve bereitet sich gerade darauf vor eine weitere gigantische Rettungsaktion bei den Großbanken durchzuführen, doch wird dieses Mal so gut wie niemand in den Massenmedien den Begriff „Rettung“ verwenden, weshalb das amerikanische Volk darüber auch wesentlich weniger verärgert sein wird.
  • US-Zwischenwahlen: Ruhe vor dem Sturm
  • Am Dienstag werden die Investoren begierig die Ergebnisse einer der am sehnlichsten erwarteten Zwischenwahlen der gesamten US-Geschichte beobachten und am Mittwoch wird damit gerechnet, dass die Federal Reserve Monaten des Spekulierens ein Ende bereitet, indem sie formell die Details für eine neue Runde der quantitativen Lockerung bekannt gibt.
  • US-Wirtschaft: Helikopter Ben meint, alles wird gut
  • Es gibt für niemanden Grund zur Sorge. Der Vorsitzende der Federal Reserve, „Helikopter Ben“ Bernanke, erklärte, dass die US-Wirtschaft bald wieder laufen würde und, sollte doch irgendeine Panne eintreten, die Federal Reserve zur Hilfe eilt. Das ist im Grunde genommen die Botschaft, die Bernanke am Freitag auf dem jährlichen Treffen der Zentralbanker in Jackson