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Quantitative Lockerung: Der größte Raubzug aller Zeiten

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Die „quantitative Lockerung“ der FED ist ein Hintertürchen zur Rettung der Großbanken, ohne dass man dazu den US-Kongress hinzuziehen müsste

The Economic Collapse, 18.10.2010

Die US-Notenbank Federal Reserve bereitet sich gerade darauf vor eine weitere gigantische Rettungsaktion bei den Großbanken durchzuführen, doch wird dieses Mal so gut wie niemand in den Massenmedien den Begriff „Rettung“ verwenden, weshalb das amerikanische Volk darüber auch wesentlich weniger verärgert sein wird.

Wie Sie sehen, hat man während der letzten Runden an Bankenrettungen dazugelernt, dass das amerikanische Volk es absolut nicht ausstehen kann, wenn der US-Kongress zustimmt den Großbanken Gelder zukommen zu lassen. Also haben die finanziellen „Machthaber“ nun einen anderen Weg gefunden, dies zu tun. Anstatt sich groß den Kopf zu zerbrechen und mit dem US-Kongress abzumühen, wird die Federal Reserve einfach mehr Geld drucken und es direkt an die Banken verteilen. Genauer gesagt wird die Federal Reserve eine Gelddruckmethode einsetzen, die unter dem Begriff „quantitative Lockerung“ bekannt ist, was nichts weiter heißt, als Geld aus dem nichts zu schaffen um dann damit von den größten US-Banken riesige Mengen an „notleidenden Vermögenswerten“ wie hypothekarisch besicherte Wertpapiere (MBS) weit über Marktpreis aufzukaufen.

Einige fragen sich schon in aller Öffentlichkeit, ob es sich bei der nächsten Runde der quantitativen Lockerung nicht um den größten Banküberfall in der Geschichte handeln wird. Die meisten Amerikaner werden diese „Rettungen durch die Hintertür“ nicht gut genug verstehen um sich darüber zu ärgern, was jedoch nicht bedeutet, dass diese nicht genauso schlimm, wenn nicht noch schlimmer als die letzten Rettungsaktionen sein werden. Am Ende wird all die Inflation, die durch die neuen Runden quantitativer Lockerung verursacht wird, eine „versteckte“ Steuer für alle US-Bürger darstellen.

Die neuen Rettungen durch die Hintertür, werden ungefähr so funktionieren:

Matt Taibbi von der Zeitschrift Rolling Stone war jüngst zu Gast bei MSNBC und erklärte dort sehr gut, wie die Sache funktioniert. Sehen Sie sich den Videoclip dazu an:

Aber das ist nicht die einzige Art, wie die Federal Reserve den großen US-Banken riesige Mengen an Geld zukommen lässt. In einem vorangegangenen Artikel beschrieb ich, wie die Federal Reserve sehr große Mengen praktisch zinsfreier Gelder an große US-Banken verleiht, die dafür im Gegenzug in US-Staatsanleihen investieren, die rund 3% Rendite bringen. Im Grunde handelt es sich hierbei um einen legalisierten Weg für die großen US-Banken riesige Berge kostenlosen Geldes anzuhäufen.

Die Wahrheit ist doch, dass die Federal Reserve alles in ihrer Macht stehende tut um sicherzustellen, dass die großen US-Banken fett und glücklich bleiben. Und was ist mit den kleinen Banken? Was passiert mit denen? Nun ja, die meisten der kleinen Banken werden als „für Rettungen nicht groß genug“ erachtet und man erlaubt ihnen räudig zu verrecken.

Lassen Sie sich nicht zum Narren halten und zu dem Glauben verleiten, dass es sich bei dem US-Bankensystem um eine faire Veranstaltung halten würde.

Seit Wochen gehen die Beamten der Federal Reserve nun schon an die Öffentlichkeit und geben Hinweise darauf, wie wichtig es ihnen ist „Maßnahmen“ zu ergreifen und eine weitere Runde der quantitativen Lockerung einzuleiten, um dabei zu helfen die US-Wirtschaft zu beleben.

So konnte man am Freitag während einer Rede des Vorsitzenden der Federal Reserve, Ben Bernanke, förmlich hören, wie er von der Idee angetan war neues Geld zu drucken. Aber niemand fragt wirklich nach, wer die ersten sein werden, die ihre Hände auf all das neue Geld legen dürfen, das die FED in die Wirtschaft pumpen wird. Die Antwort darauf ist natürlich offenkundig. Die Gelder werden an die Großbanken gehen – dieselben Banken, denen die Federal Reserve in Teilen gehört und die einen tiefgreifenden Einfluss auf die Politik der FED haben.

Aber selbst wenn all dies ein wenig zwielichtig ist, ist es denn wirklich so eine schlimme Sache für den Rest von uns, wenn die Federal Reserve die Großbanken rettet und etwas mehr von der so stark benötigten Stabilität zurück ins Finanzsystem bringt? Schließlich könnte „Foreclosuregate“ wohlmöglich zu einer albtraumhaften Kernschmelze des Finanzsystems führen. Ist es da nicht besser, dass die Federal Reserve eingreift und große Mengen dieser Giftmüllpapiere aufsaugt? Das sind berechtigte Fragen.

Sicherlich hat die Federal Reserve die Macht einzugreifen und alle möglichen Arten von kurzfristigen Problemen abzumildern, indem sie diese mit Geld bewirft, am Ende wird das Drucken weiteren Geldes die langfristigen Probleme jedoch nur noch schlimmer machen. Immer wenn ein neuer Dollar ins System eingebracht wird, ist jeder bereits existierende Dollar etwas weniger Wert. Wenn man Billionen neuer Dollar ins System bringt, dann birgt dies in sich die Möglichkeit zu einem inflationären Albtraum zu werden.

Eine ganze Reihe oberster FED-Beamter erklärt bereits öffentlich, dass die Inflation „zu niedrig“ sei und wir absichtsvoll mehr Inflation schaffen müssten um die US-Wirtschaft „wiederzubeleben“. So verrückt sich das auch anhören mag, das ist tatsächlich, was diese Leute aktuell vorschlagen.

Offenkundig sind zahlreiche der obersten Beamten der Federal Reserve allen Ernstes der Meinung, dass sie Billionen in die Wirtschaft pumpen und die Inflation bedeutend anheizen können, ohne dass dabei großer Schaden entsteht.

Aber selbst vor dem Beginn von „QE2“ sehen wir bereits, wie sich im Finanzsystem alle möglichen Arten kleiner Blasen entwickeln. So sind aktuell beispielsweise die Rohstoffpreise durch die Decke geschossen, was sich schon bald in den Preisen, die wir für Lebensmittel im Supermarkt bezahlen müssen, niederschlagen wird.

Wir befinden uns bereits auf der Straße in Richtung gravierender Inflation und das, obwohl die Federal Reserve die Geldschläuche noch garnicht aufgedreht hat. Was wird also passieren, nachdem sie weiter Billionen in die Wirtschaft gepumpt haben? Einfach mehr Geld zu drucken und es den Banken zu geben, wird unsere Wirtschaftsprobleme nicht lösen, sondern sie nur noch bedeutend verschlimmern.

Aber bedauerlicherweise hat der amerikanische Wähler auf all das überhaupt keinen Einfluss. Unsere nationale Geldpolitik befindet sich in den Händen nicht gewählter Zentralbanker, die mehr oder weniger schalten und walten können, wie es ihnen beliebt.

Uns erwartet ein wirtschaftlicher Albtraum und Sie bereiten sich besser darauf vor.

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