Das Platzen der Dollarblase: Kaufen Sie Gold, solange es noch erhältlich ist!

Mike Krieger, ZeroHedge.com, 21.10.2010

„Ich glaube, Bankinstitutionen sind für unsere Freiheiten gefährlicher als stehende Armeen. Wenn das amerikanische Volk es den Privatbanken jemals erlaubt, die Ausgabe ihres Geldes zu kontrollieren, zuerst durch Inflation, dann durch Deflation, dann werden die Banken und Konzerne, die heranwachsen, den Menschen ihren ganzen Besitz wegnehmen, bis ihre Kinder obdachlos aufwachen, auf dem Kontinent den ihre Vorväter erobert haben. Die Macht der Geldausgabe sollte den Banken entzogen und dem Volk zurückgegeben werden, dem diese Macht eigentlich zusteht.“ – Thomas Jefferson

Gold wird explodieren und die US-Dollarblase wird platzen

Ich habe mir in den letzten Tagen nicht die Zeit genommen ausführlich über Gold zu schreiben, da es ehrlich gesagt aktuell sehr viele qualitativ hochwertige Artikel zum Thema gibt. Darüberhinaus ist das Verständnis für das Geldsystems und die Gefahren von Fiatgeld mittlerweile bedeutend besser, als dies noch vor einem Jahr der Fall war. Doch auch wenn das Verständnis dafür jetzt besser ist, ist es immer noch schwach ausgeprägt.

Während die Aussage – „Gold geht nicht rauf, sondern der Dollar geht runter“ – ein wenig zu einem Klischee wurde, handelt es sich hierbei dennoch um das allerwichtigste Konzept, das jeder Investor und jeder Bürger verstehen muss. Dieses Konzept gänzlich zu verinnerlichen, könnte in den kommenden Jahren den Unterschied ausmachen, ob man wirtschaftlich überlebt oder völlig zerstört wird. Wenn man diese Auffassung gänzlich verinnerlicht hat, hört man auch damit auf über Gold im Hinblick auf dessen Preisentwicklung nachzudenken und sieht sich dadurch in die Lage versetzt rationale Entscheidungen zu treffen.

Gold ist dieses Jahr nicht um 23% auf USD 1.345 pro Unze gestiegen, vielmehr ist der US-Dollar gegenüber der neutralen Weltwährung, Gold, um 23% gesunken. Wie wir alle wissen, gibt es kein Limit für den Betrag, den Banana Ben Bernanke drucken kann oder drucken wird. Daher ist der theoretische Anstieg bei Gold in einer reinen Papiergeldwelt nach oben völlig offen. Wenn man das erst einmal verstanden hat, dann begreift man auch, dass Gold sich nicht in einer Blase befindet, sondern der US-Dollar die allergrößte Blase auf dem ganzen Planeten darstellt.

Die Dollarblase wächst, während die weltweiten Währungsreserven stark ansteigen

Voltaire, der französische Gigant der Aufklärung, erklärte bereits im 18. Jahrhundert, dass „Papiergeld am Ende zu seinem ihn innewohnenden intrinsischen Wert zurückkehrt – null.“ Hierbei handelt es sich in Wirklichkeit jedoch vielmehr um grundlegende Wirtschaftsgeschichte als um eine tiefgreifende Aussage, und dennoch haben die meisten Menschen in den Vereinigten Staaten heutzutage überhaupt keine Vorstellung davon, gegen welche Art von unverrückbarer Macht sie ankämpfen, wenn sie versuchen ihr „Vermögen“ durch zunehmend wertloser werdende und durch nichts gedeckte Papierfetzen zu bewahren, die wir US-Dollars nennen.

Einer der entscheidenden hinter dem aktuellen Goldbullenmarkt stehenden Faktoren, der den jetzigen Preis noch um ein Vielfaches ansteigen lassen wird, erhält viel zu wenig Beachtung. Während man dem Umstand, dass nur ein ganz geringer Prozentsatz der Währungsreserven der BRIC-Länder und anderer schnell wachsender Länder in Gold gehalten wird, noch viel Aufmerksamkeit zollt, wird überhaupt nicht darüber gesprochen, wie schnell diese Währungsreserven eigentlich anwachsen.

Während die Tatsache, dass Chinas Währungsreserven bis Ende September dieses Jahres auf USD 2,65 Billionen emporschnellten, noch zahlreiche Schlagzeilen zur Folge hatte, wiesen die wenigsten darauf hin, dass es sich hierbei im Jahresvergleich um eine Wachstumsrate von 17% handelt. Die sich daraus ergebenden Implikationen sind klar. Jeder weiß, dass die BRIC-Länder und viele andere Länder nur einen kläglichen und völlig unzureichenden Anteil an Gold halten – und zwar nicht nur im Hinblick auf die tatsächliche Menge, sondern auch als Prozentsatz ihrer Gesamtbestände an Währungsreserven.

Die aktuellsten Daten über den chinesischen Goldbestand stammen aus April 2009, wobei die gehaltene Menge mittlerweile mit Sicherheit bedeutend höher sein dürfte, was jedoch an der Sache vorbeigeht, auf die ich hier hinzuweisen versuche. Der entscheidende Punkt ist, dass die Währungsreserven in China um 17% angewachsen sind, so dass der Anstieg bei den Goldreserven mindestens um diesen Betrag zugenommen haben müsste, um den Prozentsatz Gold/Währungsreserven auf DEMSELBEN Niveau zu halten, von dessen Erhöhung mal ganz abgesehen.

Aber nicht nur China hat dieses Problem. Die ganze Welt ist davon betroffen. Jüngst wurden die Daten zu den russischen Währungsreserven veröffentlicht. Und raten Sie mal…Die Währungsreserven sind im Jahresvergleich um 19% auf USD 503 Milliarden hochgeschossen. Russland lieferte auch aktuellere Zahlen zu seinen Goldreserven – diese sind im Jahresvergleich um 27% angestiegen. Ungeachtet dessen hatte Russland zuvor bereits angekündigt den Goldanteil auf 10% der Währungsreserven erhöhen zu wollen. Trotz der gewaltigen Goldkäufe ist der Prozentsatz nur langsam auf aktuell 6% angewachsen. Dies ist ein Ergebnis der Dollarblase und ihrer Auswirkungen auf die russischen Währungsreserven.

Was die Investoren nicht wahrzunehmen scheinen, ist die Tatsache, dass, wenn Länder in diesem hochzerstörerischen Währungskrieg zurückschlagen, sie dabei ihre eigenen Währungen drucken und damit dann US-Dollars kaufen, um einen allzu raschen Anstieg ihrer eigenen Währungen zu verhindern.

Schauen wir auf Brasilien. Brasilien war jüngst in den Nachrichten, da der brasilianische Finanzminister die Strategie der US-Notenbank, den US-Dollar zu schänden, als Skandal betrachtete. Die Brasilianer sprangen dann überall in den Märkten herum, um eine bedeutende Aufwertung des Reals zu verhindern. Und nun raten sie mal…Laut den jüngsten Daten besitzen sie aktuell USD 283 Milliarden an Währungsreserven, was einen jährlichen Anstieg von unglaublichen 21% darstellt. Zum Leidwesen Brasiliens verfügen sie im Grunde genommen über keinerlei Goldbestände und es scheint auch nicht so, als würden sie Gold kaufen. Vielleicht haben ihre Führer überhaupt keine Ahnung oder vielleicht liegt es auch daran, dass sie über keine Atomwaffen verfügen.

Wenn man sich die Länder anschaut, die über riesige, weiter anwachsende Währungsreserven verfügen und aktiv und aggressiv Gold kaufen, dann handelt es sich bei ihnen entweder um Länder mit Atomwaffen oder um Länder mit irgendeiner anderen Art wirksamer militärischer Abschreckung gegenüber den USA.

Schauen wir auf die Kehrseite: Japan und Südkorea. Japan hält rund 3% und Südkorea 0,2% der Währungsreserven in Gold. Noch wichtiger ist jedoch, dass gegenwärtig keines der beiden Länder Gold hinzukauft. Obwohl Südkorea einige Kommentare dazu abgab, dass man vielleicht doch Gold kaufen möchte, werden sie sich dies angesichts der Soldaten in ihrem Hinterhof sicherlich noch einmal überlegen müssen.

Es ist traurig genug, dass die am schnellsten wachsenden Länder dieser Welt einfach nicht über die geopolitische Macht verfügen, Teile ihrer anwachsenden Dollarbestände in Gold einzutauschen – zumindest offiziell in aller Öffentlichkeit. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sie über die US-Dollarpolitik so erbost sind. Im Grunde genommen stopfen wir ihre Währungsreserven mit Zeitbomben in Form von Dollars und in Dollar denominierten Vermögenswerten zu, während sie dazu gezwungen sind diese Dinge, die schon bald Konfetti-„Vermögenswerte“ darstellen werden, als Zahlung zu akzeptieren.

Jim Rickards schrieb vor einer ganzen Weile einen exzellenten Artikel darüber und verglich die US-Staatsanleihen mit dem Opium, das die Briten den Chinesen während des 19. Jahrhundert als Zahlungsmittel aufzwangen.

Kaufen Sie physisches Gold, solange es noch möglich ist

Glücklicherweise haben wir als amerikanische Bürger zum gegenwärtigen Zeitpunkt das Recht, so viel physisches Gold zu kaufen, wie wir möchten, und es ist an der Zeit, dies auch zu tun. Wenn ich dies sage, dann bedeutet das nicht, dass Gold nicht im Preis sinken könnte. Wenn die Märkte nach den Wahlen einen riesigen Krampf erleiden oder nach dem nächsten Treffen der US-Notenbank, könnte Gold selbstverständlich auch mit Gewalt zurückkommen.

Die Menschen, die ich hier zu erreichen versuche, sind diejenigen, die bisher noch keine vernünftige Menge physischen Goldes (Kein Papiergold!!!) gekauft haben. Der Grund dafür ist meine Überzeugung, dass sich das Möglichkeitsfenster zum Kauf bei den gegenwärtigen Preisniveaus recht schnell schließen dürfte.

Sehen Sie es doch mal so: Es gibt gegenwärtig rund 230 Millionen volljährige US-Amerikaner. Was ist, wenn jeder von denen feststellt, dass das, wovor uns Thomas Jefferson in dem vorangegangenen Zitat warnte, bereits eingetreten ist? Schauen Sie sich ruhig noch mal das Zitat an und denken Sie dabei an die US-Notenbank, die Bankenrettungen und den Zwangsvollstreckungsskandal.

Es handelt sich hierbei um den ältesten Trick überhaupt und wir fallen immer noch darauf rein, während wir uns im Fernsehen irgendwelche Spinner in Casting-Shows reinziehen. Was passiert, wenn dieses Erweckungserlebnis dann dazu führt, dass jeder Erwachsene loszieht und nur EINE Unze physischen Goldes kauft? Die Menge beliefe sich dann auf über 7.000 Tonnen!!! Das liegt leicht über dem, was die US-Regierung angeblich in Fort Knox und sonstwo lagert. Es ist das 2,8-fache der Menge an Gold, die jährlich geschürft wird.

Während ich durchaus weiß, dass dieses Szenario unwahrscheinlich ist, ist es dennoch so, dass wir hier gerade einmal von einem einzigen Land und einer Unze für jede Person sprechen. Selbst wenn nur die reichsten 10% eine Unze kauften kämen wir immer noch auf 720 Tonnen Gold oder 30% der jährlich geförderten Menge. Wie Sie sehen, funktioniert die Rechnung bei diesen Preisen überhaupt nicht.

Die Menschen erklimmen gerade die Lernkurve und sie sind recht schnell dabei. Wenn Sie warten, bis der Höhepunkt dieser Kurve erreicht ist, dann besteht eine ziemlich gute Wahrscheinlichkeit darauf, dass Sie Ihre Hände niemals an die Ware legen werden, nach der Sie verlangen. Viel Erfolg und nutzen Sie Ihren Kopf, wofür er da ist!

Weitere Artikel zu diesem Thema


  • Chinesische Zentralbank: US-Staatsanleihen nur noch schwer zu verkaufen
  • Nach Meinung der chinesischen Tageszeitung ShanghaiDaily.com sind die chinesischen Zentralbanker in ihren Formulieren grundsätzlich sehr zurückhaltend, was sich dadurch begründet, dass ein Großteil der chinesischen Geldreserven an den Wert des US-Dollars gekoppelt ist und andere Marktteilnehmer die chinesischen Reaktionen genau beobachten.
  • Gold & Silber: Nachfrage nach physischen Edelmetallen weiterhin riesig
  • Kein Wunder also, dass sich die Preise für die beiden ältesten Währungen der Welt gegenwärtig auf hohen Niveaus befinden. Gold ging am Freitag mit einem Kassapreis von USD 1.354,10 pro Feinunze aus dem Handel, gerade einmal USD 60 unter dem Allzeithoch des gelben Metalls, das im Verlaufe dieses Monats erzielt wurde.
  • China: Führende Ökonomen drängen darauf US-Staatsanleihen abzustoßen und Gold zu kaufen
  • Bekannte chinesische Ökonomen fordern ihre Regierung auf riesige Bestände von US-Staatsanleihen auf den Markt zu werfen und handfeste Vermögenswerte wie Gold zu kaufen, eine Maßnahme, die weitreichende Folgen für die Wirtschaft mit sich bringen würde.
  • James Turk: Achten Sie auf das Gold/Silber-Verhältnis!
  • Bei Edelmetallbullenmärkten liefert Silber immer die bessere Performance ab. Der Silberpreis steigt dabei schneller als der Goldpreis. Das Gegenteil ist der Fall, wenn wir uns in einem Bärenmarkt befinden – dann fällt der Silberpreis schneller als der Goldpreis. In der unten stehenden Grafik wird dieses Phänomen des Gold/Silber-Verhältnisses (GSV) verdeutlicht.
  • Tief dürfte jetzt da sein – ausgebombter Goldmarkt bildet gerade seine neue Basis aus
  • Zurzeit ist Kriegsgerassel zu vernehmen. Das hat dafür gesorgt, dass Gold wieder gestiegen ist, und die Tiefs des Monats Juni sehen mittlerweile wie eine klassische Bodenbildung aus. Gold ist schon das ganze Jahr über gefallen, doch …