Gold-Ausblick 2011: Enormer Aufwärtsdruck und der China-Effekt

Die mittelfristig dominierenden Trends und die unumkehrbaren Langzeittrends garantieren, dass Gold in 2011 und darüberhinaus weiter im Preis steigen wird

Nick Barisheff, BMGBullion.com, 06.01.2011

Vortrag vor dem Empire Club of Canada

Ich weiß, einigen von Ihnen mag es vielleicht wie eine beneidenswerte Aufgabe vorkommen – über eine Anlageklasse zu sprechen, die fortwährend Jahr für Jahr alle anderen Anlageklassen auszustechen scheint, aber es handelt sich hierbei um ein zweischneidiges Schwert.

Ich hatte ganz schön damit zu tun, ein passendes Gleichnis zu finden. Das Beste, was mir einfiel, ist, dass über Gold zu sprechen, ungefähr so ist, wie einer dieser gute Nachrichten/schlechte Nachrichten Witze, also die der Arzt zu erzählen pflegt, wenn er Sie anruft. „Die gute Nachricht ist, dass sie eine neue unheilbare Krankheit nach Ihnen benennen werden.“

Die gute Nachricht ist, dass Gold im Wert steigt. Die schlechte Nachricht ist – nun ja, praktisch alles andere bezüglich der Wirtschaft.

Dieses Jahr reisten wir in den Nahen Osten, nach Fernost, Süd- und Mittelamerika, um über Gold zu sprechen. Die unterschiedlichen Einstellungen zu Gold, die uns dort begegneten, waren für alle von uns sehr überraschend. Die meisten Menschen in diesen Ländern erachten Gold als einen Vermögensschutz, wohingegen der Westen es als ein Rohstoff zum Spekulieren ansieht.

Die westlichen Wirtschaften behandeln den Goldkauf so, als würde es sich dabei um das Eingeständnis einer Niederlage handeln, während die Versuche, den fortwährenden Anstieg des Goldpreises zu verunglimpfen, im vergangenen Jahr spärlicher waren als je zuvor. Im Folgenden einige dieser Verunglimpfungen:

Trotz dieser Proteste hat Gold ein weiteres bemerkenswertes Jahr verzeichnen können. In 2010 stieg Gold um 25%, und erzielte somit seinen 10. Jahreszuwachs in Folge.

Obwohl wir heute über Gold sprechen, wäre es eine Nachlässigkeit von mir, die Performance von Silber außen vor zu lassen. Silber stieg in 2010 um 78% und beginnt gerade, genau wie Gold, seine Rolle als monetäres Metall wiederaufzunehmen. Platin stieg ebenfalls um 17%.

Wenn wir uns den 10-Jahreschart des US-amerikanischen und kanadischen Dollars, des Euros, des britischen Pfundes und des Yuans anschauen, dann können wir erkennen, dass diese 5 bedeutenden Währungen innerhalb dieses zehnjährigen Zeitraums gegenüber Gold zwischen 70% und 80% ihrer Kaufkraft eingebüßt haben. In Wahrheit steigt Gold aber überhaupt nicht, vielmehr sind es die Währungen, die im Wert fallen. Gold kann im Wert nur so stark steigen, wie dies durch den Fall der Währungen erlaubt wird.

Drei kurz- und mittelfristige Trends

Ich würde gerne dort wiederanknüpfen, wo wir vergangenes Jahr aufhörten, und zwar mit einem Überblick über die drei dominierenden mittelfristigen Trends, die 2010 für einen Aufwärtsdruck beim Goldpreis sorgten, und dies wahrscheinlich auch in 2011 tun werden. Danach würde ich gerne kurz auf drei langfristigere, unumkehrbare Trends schauen, die in Form eines fortwährenden Abwärtsdrucks auf die Währungen einwirken, was Gold in den kommenden Jahrzehnten wiederum verstärkt Auftrieb bescheren dürfte.

Zunächst einmal die drei maßgeblichen mittelfristigen Trends, die wir bereits im vergangenen Jahr besprachen:

Goldkäufe durch die Zentralbanken

2009 war das erste Jahr seit über 20 Jahren, wo monetäres Gold oder auch Zentralbank- und Investmentkäufe die Käufe zum Zwecke der industriellen Verwendung oder Schmuckherstellung überflügelten. Die Zentralbanken von China, Russland, Iran und Indien traten alle als bedeutende Goldkäufer auf, da sie ihre Geldreserven zugunsten des gelben Metalls umschichteten.

Im 3. Quartal des Jahres 2010 stiegen die Goldreserven der russischen Zentralbank um 7% auf 756 Tonnen. In 2010 kaufte die russische Zentralbank zwei Drittel der gesamten russischen Goldproduktion auf.

Im Dezember 2010 erfuhren wir, dass China in den ersten 10 Monaten des Jahres 209,7 Tonnen Gold importiert hatte. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stellt dies einen 500%igen Anstieg dar, der zur inländischen Goldproduktion Chinas noch hinzuzuzählen ist.

Die Inder importierten bis Ende des 3. Quartals 2010 insgesamt 624 Tonnen Gold für private wie auch gewerbliche Zwecke, und lagen somit zu diesem Zeitpunkt bereits über der Gesamtjahreszahl von 2009, die sich auf 595 Tonnen belief. Mit den Goldkäufen des vierten Quartals könnte Indien in 2010 insgesamt auf 750 Tonnen kommen.

China und Russland müssen Gold kaufen, um ihr Gold/Währungsreserve-Verhältnis stärker an die Quote westlicher Zentralbanken anzugleichen. Russland muss mindestens 1.000 Tonnen und China mindestens 3.000 Tonnen Gold erwerben, um gegenüber den USA auf Augenhöhe zu kommen. Chinesische Beamte haben öffentlich bekundet, dass China gerne eine Mindestmenge von 6.000 Tonnen erwerben würde. Inoffiziell haben sie Zahlen von bis zu 10.000 Tonnen genannt.

Die Abkehr vom US-Dollar

Vergangenes Jahr zitierten wir eine vom altgedienten Journalisten Robert Fisk im November 2009 veröffentlichte Geschichte, in der behauptet wurde, dass Russland und China gemeinsam mit Frankreich ein Abkommen aushandeln würden, um den Ölhandel mit den arabischen Staaten unter Verwendung anderer Währungen als dem US-Dollar durchzuführen. Wie erwartet, haben die Zentralbanker diese Gerüchte mit aller Vehemenz abgestritten.

Seit 1973 ist der US-Dollar die einzige Währung, mit der man Öl handeln kann. Es ist der einzige Grund, warum die USA in der Lage gewesen sind, Schulden in Höhe von fast USD 14 Billionen anzuhäufen. Der Verlust dieser Petrodollar-Hegemonie hätte für die USA verheerende Auswirkungen, da dies für andere Länder in der Vergangenheit der wichtigste Grund war, Dollarbestände zu halten.

Am 24.11.2010 verkündeten China und Russland offiziell „den Dollar aufzugeben“ und kamen überein, beim bilateralen Handel die eigenen Währungen zu verwenden – auch beim Ölhandel. Am 15.12.2010 begann der offizielle Handel mit dem Moskauer MICEX-Index.

In 2009 verfasste Robert B. Zoellick den breit veröffentlichten Kommentar, dass die USA

„sich irren würden, die Rolle des Dollars als vorherrschende Weltreservewährung als selbstverständlich anzusehen…es ist davon auszugehen, dass es noch zunehmend andere Alternativen zum Dollar geben wird.“

In 2010 machte er weitere Andeutungen bezüglich einer neuen Reservewährung, die aus 5 Währungen und Gold als einem „Referenzpunkt“ bestehen soll. Zoellick forderte in diesem Jahr auch eine neue Bretton Woods Vereinbarung. Herr Zoellick ist kein verrückter Goldbug, sondern der Präsident der Weltbank.

China

Vergangenen Monat war ich Redner und Podiumsgast auf der Shanghaier Gold- und Edelmetallkonferenz. Ich kann bestätigen, dass die chinesischen Goldkäufe, die staatlichen wie die privaten, einen bedeutenden Trend darstellen, der nicht nur bereits voll im Gange ist, sondern sich in 2011 sogar als der allerbedeutendste Faktor für den Goldpreis herausstellen könnte.

Wie ich bereits sagte, haben die Chinesen eine andere Auffassung von Gold als wir. Wenn wir die Richtung des Goldpreises für 2011 und darüberhinaus verstehen wollen, dann ist es, so glaube ich, von entscheidender Bedeutung, die „Einstellung“ der Chinesen zu verstehen, die sie gegenüber Gold haben.

Wirtschaftliche Einstellungen und Gold

Obwohl die Entstehung wirtschaftlicher Einstellungen ein komplexes Thema darstellt, würde ich ganz gerne in einem Satz zusammenfassen, wie finanzielle Auffassungen entstehen: Was uns unsere Regierung, unsere Banken und unsere Medien über Geld erklären, ist auch das, was die meisten von uns als unsere finanzielle Auffassung und unsere finanzielle Realität akzeptieren.

Sollte irgendjemand die Macht der Wirtschaftspolitik der Regierung im Hinblick auf die Formung der wirtschaftlichen Realität der Massen anzweifeln, dann braucht er sich bloß anzuschauen, wie sich unsere Auffassungen zu Schulden, Ersparnissen und dem wirtschaftlichen Wert innerhalb der vergangenen 40 Jahre verändert haben.

Unsere aktuelle auf Schulden basierende Denkart führte dann auch zu jenem Tag, an dem die Weltreservewährung US-Dollar im Jahre 1971 von ihrer internationalen Goldbindung abgekoppelt wurde.

Unterschiedliche Auffassungen über Gold

Obwohl der Westen und Asien über zahlreiche gemeinsame ökonomische Prinzipien verfügen – so ähnelt sich beispielsweise das kapitalistische Bankenwesen – gibt es einen Bereich, wo man einen ganz deutlichen Unterschied feststellen kann, und zwar, wie die Asiaten die Funktion von Gold als Geld wahrnehmen.

Die westlichen Regierungen haben Angst vor Gold. Es schränkt ihre Fähigkeiten ein, Währung zu schaffen. Im Westen leihen sich die Regierungen Geld und ermutigen gleichzeitig ihre Wählerschaft, ihrem Beispiel zu folgen. Banken ermutigen uns, für Allesmögliche von Reisen bis hin zu in China gefertigten Flachbildschirmen Kredite aufzunehmen. Sie erklären uns, dass wir durch den Konsum die Wirtschaft „ankurbeln“ würden.

Ganz allgemein lässt sich sagen, dass die investierende Öffentlichkeit im Westen Gold als eine vermögensbildende Anlageklasse erachtet, die genauso wie Aktien oder Anleihen gehandelt wird. Das ist auch der Grund dafür, warum sich die Leute im Westen ständig über den in Währung ausgedrückten Wert des Goldes ärgern.

Im Gegensatz dazu respektiert die chinesische Regierung Gold. Das ist offenkundig, wenn man sich die verabschiedeten Gesetze ansieht, die den Goldabbau und den Privaten Goldbesitz fördern. China führt aktuell beim weltweiten Goldabbau.

Die chinesische Regierung ermutigt die Öffentlichkeit, 5% ihrer Ersparnisse – ja genau, die chinesische Regierung fördert Ansparungen – in Gold zu investieren. Das ist von Bedeutung, da die Chinesen bis zu 40% ihres Jahresgehalts sparen können. Im Westen sind die meisten Familien der Mittelschicht bereits glücklich, wenn sie keine Schulden machen müssen. Die Chinesen erachten Gold als eine Anlage zum Vermögensschutz, das sich auch in stürmischen Zeiten zu behaupten weiß.

Ich glaube, dass dieser Unterschied von jedem, der daran interessiert ist zu verstehen, warum der Goldpreis steigt, vollumfänglich verinnerlicht werden muss. Die Bewohner älterer Länder, die bereits die Verheerungen einer durch Inflation angeheizten Währungskrise miterlebt haben, muss man nicht extra daran erinnern, dass Gold die wirksamste Absicherung gegen Inflation und gegen eine Währungskrise darstellt.

Der frühere Geschäftsführer von Newmont Mining, Pierre Lassonde, ist ebenfalls der Meinung, dass es die Käufe der chinesischen Öffentlichkeit sein werden, welche den Goldpreis am Ende durch die Stratosphäre jagen werden.

Drei unumkehrbare Trends

Die drei mittelfristigen Trends, die wir bereits vergangenes Jahr beobachten könnten, sind immer noch voll im Gange. Jetzt würde ich mich gerne drei längerfristigen und irreversiblen Trends zuwenden, von denen ich glaube, dass sie den Preis von Gold und den Wert von Währungen auf Jahrzehnte hin beeinflussen werden:

Die alternde Bevölkerung

Die alternde Bevölkerung ist eine Kombination aus einer immer älter werdenden Bevölkerung und den Auswirkungen der Boom-Generation, also einer riesigen Welle an „Baby Boomern“, die zwischen 1946 und 1963 geboren worden sind, und nun gerade damit anfangen ins Rentenalter einzutreten.

Wenn die Menschen älter werden, geben sie auch weniger aus und nehmen Einschränkungen in Kauf. Das Bruttosozialprodukt und die Steuereinnahmen gehen zurück, während der Generation der Baby Boomer eine wesentlich kleinere Arbeiterschaft folgt – sozusagen ein Dreifachhammer.

Es handelt sich hierbei um ein weltumspannendes Problem. In China wird dieses Problem durch die Ein-Kind-Politik noch zusätzlich angeheizt. Die Regierungen haben gar keine andere Wahl, als noch mehr Währung zu schaffen, und diese dadurch weiter zu entwerten.

Die Auslagerung

Die Auslagerung hat das produzierende Gewerbe in zahlreichen Industrieländern wie den USA, Kanada und in weiten Teilen Europas fast vollständig zerstört. Die chinesischen Arbeiter, die Ihr iPhone hergestellt haben, erhalten USD 287 pro Monat – und zwar nach den breit veröffentlichten Gehaltserhöhungen.

Der Westen kann ganz einfach nicht mehr gegen diese Arbeitskosten konkurrieren. Die Vereinigten Staaten waren nach dem Zweiten Weltkrieg der weltgrößte Produzent und trieben seitdem die Weltwirtschaft immer weiter voran. Da die US-Verbraucher nun aber ihre Arbeitsplätze verlieren, können sie auch nicht mehr länger irgendwelche Sachen kaufen, und da die Fabriken verlagert werden, verwandelt sich die hohe Arbeitslosigkeit in ein systemisches Problem.

Ohne Arbeitsplätze fallen auch das Bruttosozialprodukt und die Steuereinnahmen der USA. Es wird immer schwerer, die Schuldenberge der Bundesregierung, der einzelnen Bundesstaaten und der Gemeinden zu bedienen. Am Ende wird die US-Regierung gezwungen sein, sich noch stärker zu verschulden und die Währung einer noch stärkeren Abwertung zu unterziehen.

Das Ölfördermaximum

Das Ölfördermaximum, „Peak Oil“, ist der Zeitpunkt, an dem die weltweit maximale Ölförderrate erreicht ist und ab dem es nur noch zu einem Produktionsrückgang kommt. In den USA, Alaska und der Nordsee ist dies bereits passiert. Mexiko wird in den nächsten paar Jahren zu einem Rohölimporteur werden, wodurch die USA ihren drittgrößten Lieferanten verlieren werden.

Unsere zerbrechliche, hochverschuldete Wirtschaft ist auf billiges, landgefördertes Öl angewiesen, um weiter aufrechterhalten zu werden, und würde dem Schock einer Umstellung in Richtung anderer teurerer Alternativen nicht standhalten.

Im September 2010 berichtete eine deutsche Militär-Denkfabrik, dass die deutsche Regierung das Ölfördermaximum nun ernst nehmen und sich entsprechend vorbereiten würde. Zahlreiche Studien aus der ganzen Welt kamen zu dem Schluss, dass wir kurz vor dem Ölfördermaximum stehen und sich die Annäherung an Peak Oil durch die Bohrverbote im Golf von Mexiko nur noch mehr beschleunigen würde.

Dies wird bei den meisten Waren eine Preisinflation zur Folge haben. Es wird der zerbrechlichen US-Wirtschaft einen weiteren Schlag versetzen, die für Benzin und Erdgas gegenwärtig weniger zahlen muss, als dies in irgendeinem anderen Industrieland der Fall ist. Nehmen wir hier noch die Auswirkungen der dahinschwindenden Macht des Petro-Dollars hinzu, dürften die Resultate verheerend sein.

Wenn ich Sie noch einmal an China erinnern dürfte, ein Land, das gegenwärtig pro Kopf über zehn Mal weniger Autos verfügt als die Amerikaner. Würden die Chinesen mit den USA beim Autobesitz gleichziehen, bräuchten wir, so eine Schätzung, sieben weitere Saudi-Arabiens, um ihren Energiebedarf zu decken.

Diese drei Megatrends werden dafür sorgen, dass das Bruttosozialprodukt künftig weiter absinkt, die Steuereinnahmen zurückgehen und es zu höheren Handelsdefiziten sowie einer höheren Arbeitslosigkeit kommen wird, was wiederum zu der Notwendigkeit einer weiteren Geldschaffung führt. Das wird einen Anstieg der Inflation zur Folge haben, da die Währungen immer weiter abwerten und weltweit immer mehr Schulden geschaffen werden. All dies bedeutet für den Goldpreis, dass er auch in Zukunft weiter steigen wird.

Der weltweite Wettstreit um Gold

Aufgrund der weltweiten Verschuldung und der Währungsabwertung werden letztendlich immer mehr Menschen um das weltweit verfügbare Gold konkurrieren. Wir sprachen bereits über das Ölfördermaximum, aber auch Gold erreicht ein Maximum, da immer weniger neue Lagerstätten gefunden werden.

In Zukunft werden aus reiner Verzweiflung auch kleinere Lagerstätten mit geringeren Goldvorkommen, die nicht über die „Massenproduktionsvorteile“ größerer Lagerstätten verfügen, in Betrieb genommen werden. Seit dem Jahre 2000 ist Versorgung aus den Goldminen rückläufig.

Und während die Nachfrage nach sicheren Häfen weiter zunimmt, wird es auch zu einer Verlagerung der Finanzwerte in Höhe von USD 200 Billionen in Richtung der weltweit existierenden Goldbestände in Höhe von USD 3 Billionen kommen.

Von dem bereits abgebauten Anlagegold im Wert von USD 3 Billionen wird eine Hälfte durch Zentralbanken und die andere Hälfte privat gehalten. Das privat gehaltene Gold befindet sich größtenteils in den Händen der reichsten Familien dieser Welt und wird für kein Geld der Welt verkauft werden.

Die Zentralbanken agieren aktuell als Nettokäufer. Würden die weltweiten Pensionsfonds und Hedge Fonds damit beginnen, einen Betrag von gerade einmal 5% ihrer Vermögenswerte in Gold umzuschichten – was heutzutage als eine ziemlich konservative Annahme erachtet werden kann – würde Gold mit über USD 5.000 pro Feinunze gehandelt werden.

Abschließend lässt sich meines Erachtens also sagen, dass die mittelfristigen wie auch langfristigen Trends bereits ohne neue Finanzkrise völlig ausreichend sind, um sicherzustellen, dass Gold und Silber auch in 2011 und weit darüberhinaus im Kurs steigen werden.

Für diejenigen unter Ihnen, die gerne eine Preisprognose hätten…Vergangenes Jahr sagte ich im Empire Club voraus, dass der Goldpreis bis Ende 2010 auf USD 1.300 bis USD 1.500 pro Unze steigen würde. Wir endeten dann genau in der Mitte bei USD 1.405 pro Unze. Für 2011 prognostizierte ich jüngst, dass der Goldpreis – basierend auf der Preisentwicklung der vergangenen 5 Jahre sowie den hier heute präsentierten Faktoren – auf USD 1.700 bis USD 2.000 pro Unze klettern könnte.

Ich möchte Sie dazu ermutigen, dem Beispiel all jener, die darüber Bescheid wissen, wie verheerend eine Währungskrise sein kann, zu folgen und Gold zu kaufen, um das Vermögen zu schützen, anstatt es wie ein Spekulationsobjekt zu behandeln.

Ich würde gerne mit einen Zitat schließen, dass all dies in Perspektive setzt. Es stammt aus einem Buch von Norm Franz mit dem Titel „Geld und Vermögen im Neuen Jahrtausend“: „Gold ist das Geld der Könige; Silber ist das Geld der Ehrenmänner, Tauschhandel ist das Geld der Kleinbauern; Schuld ist das Geld der Sklaven.“

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