Ron Paul: Die Reglementierung von Waffenbesitz setzt uns alle bedeutend höheren Gefahren aus

Ron Paul, Campaign For Liberty, 17.01.2011

Das entsetzliche Gewaltverbrechen vergangene Woche in Arizona sorgte landesweit für eine Menge an Gesprächsstoff über eine Vielzahl an Themen. Alle Amerikaner waren dabei geeint in ihrem Mitgefühl für die Opfer und ihre Familien. Alle fragten sich, was die Ursache für eine derart schreckliche Tat gewesen sein konnte.

Aber einige versuchten diese Tragödie auch dazu zu nutzen, ihre philosophischen Feinde zu diskreditieren oder politisch zu punkten. Diese Art von Opportunismus ist einfach verabscheuungswürdig.

Wir haben das Glück, in einer Gesellschaft zu leben, wo die Gewalt universell abgelehnt wird. Kein einziger Regierungsvertreter oder Kommentator hat versucht, diese verwerfliche Tat zu rechtfertigen, und dennoch sind die Zeitungen, das Internet und das Radio voll von Leuten, die versuchen zu behaupten, dass die Tat irgendwie auf die politische Rhetorik von Dritten zurückzuführen sei.

Am meisten beunruhigen dabei die Forderungen, die Macht der Regierung dazu einzusetzen, um bestimmte Formen der Rede zu zensieren, was sogar soweit reicht, dass bestimmte Arten der Kritik gegenüber Staatsbediensteten verboten werden sollen.

Die Tat war völlig apolitisch und wurde seitens eines gewaltsamen und verstörten Mannes verübt. Es ist ein Jammer, dass versucht wird, die Ermordung einer Kongressabgeordneten – die jüngst erst den Ersten Verfassungsnachtrag der US-Verfassung im Plenarsaal des Repräsentantenhauses vorgelesen hatte – zum Kaltstellen der Redefreiheit zu nutzen.

Vielleicht würden sich einige sicherer fühlen, wenn die Alien and Sedition Acts [US-amerikanische Zensurgesetzgebung v. 1798 bezüglich „falscher, skandalträchtiger oder boshafter Schriften“ gegen US-Amtsträger] wieder eingeführt würden.

Ebenso beunruhigend sind die erneuten Forderungen nach einer strengeren Waffenkontrollgesetzgebung und die Forderungen, dass die Regierung „etwas tun soll“, um in Zukunft ähnliche Vorfälle zu verhindern. Das scheint immer die reflexhafte Reaktion auf jegliche Art von Straftaten mit Waffen zu sein.

Sinnlose Vorschläge bezüglich eines Waffenverbots in der Nähe von Regierungsvertretern und der Installation kugelsicherer Barrieren auf der Empore des US-Kongresses stärken nur noch die immer weiter zunehmende Auffassung, dass die Politiker ihrem eigenen Leben höhere Bedeutung zuschreiben, als dem Leben des gewöhnlichen Bürgers.

Politiker und die mit ihnen verbandelten Medien haben zahlreiche Bürger dergestalt konditioniert, dass sie die Regierung nun als Beschützer ansehen, was dazu führt, dass immer, wenn Tragödien stattfinden, weitere Forderungen bezüglich irgendwelcher staatlicher Maßnahmen an die Regierung herangetragen werden. Aber dieser Impuls steht den besten amerikanischen Traditionen der Eigenverantwortlichkeit und des Individualismus entgegen und führt darüberhinaus zu schlechten Gesetzen und dem Verlust der Freiheit.

Wir sollten uns daran erinnern, dass Freiheit nur dann Bedeutung hat, wenn wir auch dann noch an sie glauben, wenn schreckliche Dinge passieren und mehr Sicherheit seitens der Regierung gefordert wird. Die Regierung kann uns nicht schützen, indem man die Sicherheit ihrem Mandat unterstellt, genausowenig wie sie unser wirtschaftliches Wohlergehen gewährleisten kann, indem sie das Ende der Armut anordnet.

Wir müssen den zentralen amerikanischen Wert der individuellen Verantwortung erneut bekräftigen und wiederaufleben lassen. Denken Sie nur an den jungen Mann, der den Mut besaß, sich dem Schützen entgegenzustellen, um weiteres Blutvergießen zu vermeiden, da er selbst eine Lizenz besaß, verdeckt eine Waffe tragen zu dürfen. Ohne eine Waffe wäre er nur ein weiteres wehrloses Opfer gewesen. Wenn friedfertige Menschen bewaffnet sind, verfügen sie gegenüber bewaffnete Straftäter wenigstens über eine Chance.

Die Verfechter der Waffenkontrolle möchten uns gerne dazu drängen, dass wir unsere Sicherheit den Strafverfolgungsbehörden anvertrauen – Augenzeugenberichte legen aber vielmehr nahe, dass es an diesem Tag mehr als 20 Minuten dauerte, bis die Polizei vor Ort war! Da unsere Polizei nicht immer überall sein kann, hängt ein großer Teil unserer persönlichen Sicherheit von der Fähigkeit ab, dass wir uns selbst verteidigen können.

Unser verfassungsmäßiges Recht, Waffen tragen zu können, schafft keine Gesellschaft, in der es nicht auch das Risiko von Gewaltverbrechen gäbe – das würden die strengsten Waffenkontrollgesetze jedoch auch nicht erreichen. Waffen und Gewalt sind eine Tatsache des Lebens. Die Frage ist, ob man es vorzieht wehrlos zu sein und auf die Polizei zu warten, oder ob man die Möglichkeit haben möchte, sich selbst zu bewaffnen. Wir können mit Sicherheit sagen, dass Kriminelle ersteres vorziehen.

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