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„Untergangsszenarien“? Nein, die Welt, wie wir sie kennen, bricht wirklich zusammen

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The Economic Collapse, 15.01.2011

Haben Sie auch schon mitbekommen, dass die meisten Amerikaner mehr Ahnung von Fernsehshows, TV-Stars und ihren Lieblingssportmannschaften zu haben scheinen, als darüber, was sich gerade in der Welt abspielt?

Die meisten Amerikaner sind noch nicht einmal in der Lage, Tunesien oder Algerien auf einer Karte zu finden, und wenn Sie ihnen erzählen würden, dass in diesen Ländern gerade Nahrungsmittelaufstände stattfinden, würden sich die meisten von ihnen ohnehin nicht darum scheren. Wir haben uns in eine extrem egozentrische und selbstsüchtige Nation verwandelt.

Eine ganze Reihe von Menschen hat die Internetseite The Economic Collapse beschuldigt, dass wir Untergangsszenarien verfallen wären, aber Fakt ist, das die Welt da draußen wirklich gerade zusammenbricht.

Und was sollen wir jetzt tun? Sollen wir jetzt alle unsere Köpfe in den Sand stecken und einfach so tun, als würde alles irgendwie wieder gut werden? Sollten wir nicht alle versuchen, andere zu warnen, so dass sie sich auf das Kommende vorbereiten können?

Bevor die Menschen nicht begreifen, dass wir absolut gigantischen Problemen gegenüberstehen, werden sie auch nicht motiviert sein, Maßnahmen zu ergreifen, die auch der Rede wert sind. Hoffentlich machen diejenigen unter uns, die „Untergangszenarien“ verbreiten, ihre Arbeit gut genug, wenn sie beschreiben, was hier wirklich vor sich geht, so dass einige Leute aufwachen und dann auch tatsächlich anfangen, Veränderungen einzuleiten.

Die meisten Amerikaner scheren sich überhaupt nicht darum, aber gegenwärtig kommt es überall auf der Welt zu Ausbrüchen von ernsthaften Nahrungsmittelaufständen. Erinnern Sie sich noch daran, was im Sommer 2008 geschah?

Das war der Sommer, wo der Ölpreis auf das Allzeithoch von USD 147 pro Barrel schoss, was bedeutende weltweite Preisanstiege im Nahrungsmittelbereich mit sich brachte. Plötzlich waren Millionen armer Menschen nicht mehr länger in der Lage, sich Lebensmittel leisten zu können, und es kam zu weltweiten Nahrungsmittelaufständen.

Nun ja, jetzt ist 2011 und der Ölpreis hat noch nicht einmal die USD 100 Marke erreicht, und dennoch haben die Nahrungsmittelaufstände bereits begonnen. Aus Tunesien, Algerien, Chile und Mosambik werden gewaltsame Nahrungsmittelaufstände gemeldet.

In Tunesien waren die Aufstände so intensiv gewesen, dass der tunesische Präsident Zine El Abidine Ben Ali aus dem Amt gejagt wurde und um sein Leben flüchten musste. Ja, so ernst ist die Situation mittlerweile.

Und bedauerlicherweise sieht es auch nicht danach aus, als würde sich die weltweite Nahrungsmittelversorgung verbessern.

Australien ist einer der großen Nahrungsmittelproduzenten und erlebt gerade eine Flut biblischen Ausmaßes. Es ist sogar berichtet worden, dass die Fluten eine Fläche bedeckten, die größer ist als Frankreich und Deutschland zusammengenommen.

In Brasilien, ein weiterer großer Nahrungsmittelproduzent, kamen bei entsetzlichen Überschwemmungen bisher bereits über 500 Menschen ums Leben. Die Überschwemmungen werden als die „allerschlimmste Naturkatastrophe“ bezeichnet, die Brasilien jemals erlebt hat.

Unterdessen sorgen Kälte- und Schneerekorde auf der nördlichen Halbkugel für Verwüstungen bei den Winterernten.

Aber die Preise für Lebensmittel sind bereits vor diesen Wetterkatastrophen beträchtlich angestiegen. Die Vereinten Nationen verkündeten jüngst, dass die weltweiten Nahrungsmittelpreise im Dezember vergangenen Jahres auf ein neues Allzeithoch kletterten, während die politischen Führer auf der ganzen Welt besorgt darüber sind, was 2011 noch so alles bringen könnte.

Die traurige Wahrheit ist, dass der Trend steigender Lebensmittelpreise bereits eine ganze Weile anhält. Laut Forbes stieg der Preis für Mais seit Juni vergangenen Jahres um 94%, bei Sojabohnen waren es 51% und bei Weizen 80%.

Wie einer der Leser jüngst anmerkte, braucht es gewöhnlich rund 6 Monate, bevor sich die Preise bei Rohstoff-Terminkontrakten dann auch in den Supermärkten bemerkbar machen. Die sehr hohen Rohstoffpreise, die wir jetzt gerade beobachten können, sollten also weltweit bis Mitte dieses Jahres richtig zu spüren sein.

Darüberhinaus gibt es gegenwärtig auch einen fortwährenden Nachrichtenstrom, dass ganz plötzlich überall auf der Welt zigtausende Vögel und Millionen Fische sterben, und keiner weiß, was die wirkliche Ursache dafür ist.

Wollen Sie noch mehr „Untergangszenarien“?

Unterdessen wir die US-amerikanische Infrastruktur weiterhin Stück für Stück auseinandergenommen. Die Vereinigten Staaten verlieren immer mehr Arbeitsplätze an China. Fakt ist, dass die Vereinigten Staaten sogar die „grünen Jobs“ an China verliert.

Evergreen Solar, ein Solaranlagenhersteller, schließt jetzt seine Fabrik in Devon im US-Bundesstaat Massachusetts und verlagert die Produktionsanlagen nach China. Ergebnis: Der Verlust von 800 guten amerikanischen Arbeitsplätzen. Hier ist, was die Firma in einer Erklärung zu dieser Entscheidung sagte:

„Die Solaranlagenhersteller haben in China beträchtliche staatliche und finanzielle Unterstützung erhalten und sind so, gemeinsam mit ihren niedrigen Herstellungskosten, zum Preisführer in der Branche geworden.“

Angesichts dessen ist es dann auch nicht mehr verwunderlich, dass jetzt 47% aller Amerikaner der Meinung sind, China sei die weltweit führende Wirtschaftsmacht, während nur noch 31% davon ausgehen, dass die Vereinigten Staaten diese Position innehätten.

Während die Amerikaner weiterhin ihre guten Arbeitsplätze verlieren, finden sich Millionen US-Bürger in einer Situation wieder, wo sich nicht mehr länger in der Lage sind, ihre Rechnungen zu bezahlen. Tatsache ist, dass aktuell jeder 6. Amerikaner in irgendeinem staatlich geleiteten Armutsbekämpfungsprogramm ist.

Während die Vereinigten Staaten gerade in sich zusammenbrechen, haben viele Privatbürger Initiative ergriffen, und tun, was sie nur können, um anderen Menschen zu helfen. In vielen Gebieten des Landes mischt sich nun aber die Regierung ein und schiebt diesen privaten Engagements einen Riegel vor.

Beispielsweise hat ein Pärchen namens Bobby und Amanda Herring in Houston im US-Bundesstaat Texas für über ein Jahr Obdachlose Menschen mit Essen versorgt. Dabei haben sie nie irgendwelchen Müll hinterlassen oder irgendwelchen Ärger gemacht. Die Stadt Houston hat das nun verboten. Und warum? Weil sie keine Erlaubnis hatten.

Und werden sie so eine Erlaubnis bekommen? Nun ja, wie sich herausstellte, erklärten die Beamten der Stadt bereits, dass diese Aktivitäten höchstwahrscheinlich nicht genehmigt werden.

Offensichtlich sind die „Beamten“ der Stadt der Meinung, dass Obdachlose „gegenüber Lebensmittelvergiftungen am empfänglichsten“ seien und die warmen Mahlzeiten, mit denen sie von den Herrings versorgt wurden, daher wohlmöglich eine Gefahr darstellen könnten.

Können Sie das glauben?

Das ist genau das, was passiert, wenn Political Correctness und Bürokratie völlig außer Kontrolle geraten. Ist es jetzt schon illegal, das Haus zu verlassen und Obdachlose mit Essen zu versorgen? Wo sind wir hier in Amerika eigentlich hingekommen?

Und während die Wirtschaft weiter auseinanderfällt, ist es auch wahrscheinlich, dass die eiserne Faust des Staates immer härter zuschlagen wird, während die Regierung hoffnungslos versucht, die Ordnung aufrechtzuerhalten.

Doch muss die Regierung deshalb 6-jährigen Kindern Bußgelder verpassen? Ja Sie lesen richtig. Laut einem jüngst erschienenen Bericht, hat die texanische Polizei in den letzten 6 Monaten „1.000 Bußgelder an Grundschüler in 10 Schuldistrikten“ verteilt. Wer mehr Beispiele dafür haben möchte, dass sich die USA gerade in einen Polizeistaat verwandeln, kann dazu meinen Artikel „Heutzutage ist in den USA fast alles eine Straftat: 14 der lächerlichsten Dinge, für die Amerikaner verhaftet werden“ lesen.

Amerika verwandelt sich gerade ganz schnell in eine sehr düstere Gegend. Fakt ist, dass einen Grund dafür gibt, warum zahlreiche Internetseiten so viel über „Untergangszenarien“ berichten. Die Situation wird nämlich wirklich schlimm da draußen.

Bedauerlicherweise haben die meisten Amerikaner während ihres Lebens ausschließlich Zeiten wirtschaftlichen Wohlergehens erlebt, so dass sie noch nicht einmal in der Lage sind, sich vorstellen zu können, wie es wäre, schlechte Zeiten durchzumachen. Die meisten Amerikaner wurden konditioniert zu glauben, dass sich, obwohl es vielleicht ab und zu einmal zu einer kurzen Rezession kommen könnte, die Wirtschaft letztendlich immer wieder bessern würde und die guten Zeiten dann wieder weitergehen.

Die gute Nachricht ist jedoch, dass immer mehr Amerikaner gerade aufwachen und versuchen ihre Familien und Freunde vor den kommenden Dingen zu warnen.

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