Staatsschuldendebakel: Wenn ein Land fällt, ist das Spiel vorbei

Durch die EU-Rettungspakete erkauft man sich lediglich ein wenig mehr Zeit. Die Rettung der europäischen Pleiteländer ist unmöglich, sie würde USD 3 Billionen bis USD 5 Billionen kosten. Bereits Ende 2011 könnten die ersten Eurozonen-Länder in den Staatsbankrott rutschen. Auch die USA und Großbritannien haben mit gigantischen Schuldenproblemen zu kämpfen. Am Ende wird es zu multilateralen Schuldenabwertungen kommen und eine goldgedeckte Reservewährung geben

Bob Chapman, The International Forecaster, 26.03.2011

Der US-Dollar steht weiter unter heftigem Druck, während die Welt nach einer alternativen Reservewährung Ausschau hält. Die Jahre der Manipulation, des Betrugs und kriminellen Verhaltens neigen sich immer schneller ihrem Ende. Es entwickeln sich neue Allianzen, da es zahlreiche Verfechter gibt, die sich offen für eine neue Weltreservewährung aussprechen.

Das führt dazu, dass immer mehr Ausländer US-Staats- und Behördenanleihen und in US-Dollar denominierte Vermögenswerte meiden. Wir beobachten gegenwärtig, wie andere große Nationen weiter Gold anhäufen. Wir gehen davon aus, dass die nächste Weltreservewährung goldgedeckt sein wird.

Während der letzten 11 Jahre haben die FED und andere Zentralbanken die Geld- und Kreditmenge mithilfe verschiedener Mechanismen weiter ausgedehnt. In den vergangenen 3 Jahren taten sie dies durch das aggressive Aufkaufen von Anleihen und über Swapgeschäfte. Die durch die erste Runde der quantitativen Lockerung (QE1) geschaffenen Gelder haben nun damit begonnen, die gesamte Kosten- und Preisstruktur zu beeinflussen.

Da die Gehälter weiter stagnieren, wird die Inflation die Mittelklasse – also die Struktur, welche die amerikanische Gesellschaft zusammenhält – auslöschen. Während der Steuerzahler die Finanzinstitutionen rettet, wird die Mittelklasse vernichtet. Sie finanzieren ihren eigenen Untergang.

Wir sind der Meinung, dass die US-Inflation aktuell bei 8% liegt und bis Jahresende bei 14% liegen dürfte. Der Grund dafür ist QE1 sowie das erste Konjunkturpaket. Nächstes Jahr wird die US-Wirtschaft unter den Auswirkungen von QE2 und dem zweiten Konjunkturpaket zu leiden haben. Wenn wir QE3 und ein drittes Konjunkturpaket bekommen sollten, dürften deren Auswirkungen in 2013 zu spüren sein. Die Inflation könnte dann bei 25% bis 50% liegen, vielleicht sogar noch höher. Das hängt davon ab, was die Elitisten für uns noch in petto haben.

Während all diese Maßnahmen für eine Zunahme der Arbeitslosigkeit sorgen, werden auch die Regierungseinahmen weiter einbrechen – und das bei bereits gigantischen Schuldenständen der US-Regierung. Das bedeutet, dass der prozentuale Anteil des Konsums am Bruttoinlandsprodukt bis Ende 2013 von aktuell 70% auf vielleicht 64,5% absinken wird, sollte es QE3 und ein drittes Konjunkturpaket geben.

Die Menschen werden sich dann nur noch die grundlegendsten Dinge kaufen können. Das bedeutet auch, dass die Unternehmensgewinne gemeinsam mit den Aktienpreisen fallen werden. Das wird natürlich auch davon abhängen, in welchem Maße die „Arbeitsgruppe des Präsidenten über die Finanzmärkte“ in der Lage sein wird, den Aktienmarkt oben zu halten und dessen Einbruch zu verhindern.

Die Defizite werden völlig außer Kontrolle geraten. Dasselbe wird auch für die Privatinsolvenzen gelten. Die Ausgaben für Bildung werden auf das absolute Minimum beschränkt werden. Anstatt dass 18 bis 21 Kinder in einer Klasse sind, werden es dann 36 bis 42 Kinder sein. Staatliche Zuwendungen wie die Sozialhilfe werden um die Hälfte gekürzt werden. Die verlängerten Arbeitslosengeldzahlungen werden auslaufen und durch keinerlei neue Programme ersetzt werden.

Es ist überhaupt nicht verwunderlich, dass die US-Notenbank aktuell 80% der US-Schulden aufkaufen muss. Es gibt ja ansonsten kaum jemanden, der noch bereit wäre, diese Schulden zu kaufen. Der überwiegende Teil der ausländischen Käufer sitzt in England und auf den Kaimaninseln. Handelt es sich hierbei in Wirklichkeit um Aufkäufe der FED, was wir bereits seit Jahren vermuten, oder sind es echte Käufer?

Wir wissen es nicht, aber sollte der Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses Ron Paul mit seinen Bemühungen, die US-Notenbank eingehend zu durchleuchten, Erfolg haben, könnten wir dies am Ende herausfinden. Dabei dürften dann auch jede Menge anderer Gesetzesübertretungen bekannt werden.

Wir sollten nicht vergessen, dass all die Maßnahmen der FED nichts weiter als eine Steuererhöhung für jeden einzelnen Amerikaner darstellen. Sie sind ein weiterer Versuch, den Konsumenten in die Knie zu zwingen, um ihn zu bearbeiten und gefügig zu machen, damit er die Weltregierung akzeptiert.

Darüberhinaus steht der US-Dollar kurz davor, neue Tiefststände zu erreichen, und es könnte sein, dass der US-Dollar Index bereits in nächster Zeit die Marke von 71,18 Punkten durchbrechen und sich in Richtung seines alten Allzeittiefs im Bereich von 40 bis 55 Punkten aufmachen wird.

Zahlreiche der Waren, die aktuell von den US-Verbrauchern gekauft werden und 70% des US-BIP repräsentieren, könnten sich im Preis verdoppeln, was den Konsum massiv beeinträchtigen würde. Bei einer derart einschneidenden Entwicklung zu diesem kritischen Zeitpunkt könnte es sich um einen Plan der Elitisten handeln, Amerika, so wie wir es kennen, zu zerstören. Es stellt sich die Frage, ob die Weimarer Republik oder Zimbabwe noch weit weg sind.

Wir haben aufgrund der jüngsten Rückgänge am Aktienmarkt bei den Anleihen bereits eine Rally beobachten können. Die Rendite für 10-jährige US-Staatsanleihen ist von 3,74% auf 3,23% gesunken. Angesichts der Aufruhr im Nahen Osten und der Probleme in Japan sind jedoch nicht besonders viele ausländische Marktteilnehmer an US-Staatsanleihen interessiert. Fakt ist, dass sie eher noch als Verkäufer auftreten anstatt als Käufer.

Diese Ereignisse werden bei der FED für massiven Druck sorgen und sie dazu zwingen, QE3 einzuleiten. Sollte sich die US-Notenbank gegen eine dritte Runde der quantitativen Lockerung entscheiden, wird es zu einem Anstieg des Realzinses kommen. In diesem Falle dürfte die Rendite für 10-jährige US-Staatsanleihen auf 4% bis 4,5% steigen, später dann auf 5,5%.

Im Verlaufe des Jahres 2011 wird der US-Gemeindeanleihemarkt unter enormen Druck stehen. Bereits heute ist es in diesem Markt praktisch unmöglich, vernünftige Kaufangebote zu erhalten, wenn man überhaupt ein Angebot erhält. Man könnte sagen, dass es sich hierbei um eine schöne Bescherung handelt.

Das US-Haushaltsdefizit wird sich auf 10% des BIP oder auf USD 1,6 Billionen belaufen. Es ist somit das dritte Jahr in Folge mit derart entsetzlichen Defiziten. Unterdessen weigern sich der Präsident, das Repräsentantenhaus und der Senat, die Ausgaben zu reduzieren. Die Vorherrschaft der Vereinigten Staaten wird aufgrund all dieser Verschwendungssucht am Ende nicht mehr aufrechterhalten werden können.

China und Deutschland wetteifern in diesem Prozess um die Führungsrolle, wobei beide Länder selbst mit bedeutenden Problemen zu kämpfen haben. China befindet sich fast im Stadium der Hyperinflation, verfügt über eine riesige Arbeitslosigkeit, einen sich abschwächenden Aktienmarkt, eine Immobilienblase und ja, über in US-Dollar denominierte Wertpapiere im Wert von USD 1,17 Billionen. Deutschland, Europa und den Problemen der Eurozone wenden wir uns ein wenig später zu.

Japan ist aus dem Rennen. Nach 20 Jahren Depression ist ihr Schulden/BIP-Verhältnis gigantisch, obwohl die japanischen Staatsschulden von der eigenen Bevölkerung gehalten werden. Und ihre Exporte werden (wie bei allen anderen Ländern auch) weiter einbrechen, wobei die Japaner nun zusätzlich noch mit den Folgen einer Naturkatastrophe zu kämpfen haben.

Nach unserer Auffassung wäre der nächste logische Schritt, dass die USA Handelsbarrieren und Schutzzölle auf Waren und Dienstleistungen einführen. Da die amerikanischen Auslandsengagements wie Kriege nicht mehr länger finanziert werden können und angesichts der US-Schuldenlast auch nicht mehr akzeptiert werden, dürfte dies als Isolationismus interpretiert werden. Wann diese Entwicklung genau eintritt, bleibt abzuwarten – es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass sie kommen wird.

Die Feinde werden es Protektionismus nennen, aber die USA haben dem Rest der Welt ja über Jahre hinweg freien Zugang zur US-Wirtschaft gewährt. Sie haben dem Rest der Welt erlaubt, die Währungen zu manipulieren. Darüberhinaus hat man die US-Arbeiterschaft nicht vor den billigen Sklavenarbeitern in aller Welt geschützt, was die US-Wirtschaft ausgehöhlt hat. Innerhalb der vergangenen 11 Jahre sind so über 8,7 Millionen gutbezahlte Arbeitsplätze und über 42.500 Unternehmen verloren gegangen. Umso länger die USA mit der Einführung von Schutzzöllen warten, desto gravierender werden die Schäden sein. Dasselbe gilt für die Senkung von Staatsausgaben.

Die beiden großen Parteien haben darauf bisher immer nur dieselben Antworten gehabt. Wir haben ja gesehen, wie man im Dezember vergangenen Jahres ein Konjunkturpaket in Höhe von USD 862 Milliarden verabschiedet hat. Es ist ein tollkühner Widerstand gegenüber der Realität. Darüberhinaus gab es zwei Jahre an Geldverschwendung und immer stärker steigender Militärausgaben für den militärisch-industriellen Komplex und die widerwärtige Auslandspolitik.

Womit wir nun auch bei Deutschland und Europa wären. Deutschland hat sich innerhalb der vergangenen 50 Jahre stark verändert. Eine der deutschen Städte, in der wir eine ganze Zeit lang lebten, hat sich sogar so stark verändert, dass wir uns in der Tat darin verliefen und nach dem Weg fragen mussten.

Deutschland musste für die Wiedervereinigung einen schrecklichen Preis zahlen und hat diese Schwierigkeiten am Ende überwinden können – aber der Preis dafür war enorm. Noch einmal: Deutschland steht kurz davor, seine europäische Führungsrolle erneut geltend zu machen, vielleicht übernimmt Deutschland sogar weltweit die Führungsrolle. In den letzten Jahren haben sie im Rahmen einer Politik der Mitte die keynesianischen Strategien teilweise aufgegeben, vielleicht genau zur rechten Zeit.

Dann gibt es aber auch noch die Probleme der südeuropäischen Länder, wo nirgends eine Lösung in Sicht ist. Die Probleme werden aktuell durch die Vorgänge im Nahen Osten vernebelt – auch die Finanz- und Wirtschaftsprobleme der USA werden dadurch verdeckt. Die Elitisten haben durch die Katastrophe in Japan noch einen kleinen zusätzlichen Bonus erhalten.

Alle haben ihre Schulden übergerollt, und bis auf Griechenland und Irland hatte der Rest der Länder nach eigenem Bekunden keine Probleme bei der Refinanzierung. Zumindest ist nichts vorgefallen, was eine Intervention notwendig gemacht hätte.

Wirtschaftlich gehören die nachfolgenden Länder in der aufgeführten Reihenfolge auf die Liste für EU-Hilfsmaßnahmen, da sie ansonsten in die Pleite abrutschen: Griechenland, Irland, Portugal, Belgien, Spanien und Italien.

Ihre Probleme gleichen denen der USA. Alle haben sie zu viele öffentlich Beschäftigte, eine kaum oder nicht wettbewerbsfähige Wirtschaft, lächerlich niedrige Zinssätze, geringe Sparquoten, eine geringe Produktivität, anhaltend große Haushaltsdefizite und Banken, die aufgrund mieser Immobilienkredite buchstäblich pleite sind. Was das Bankenwesen betrifft, müssen die Zinsen schlussendlich steigen – und wenn das passiert, werden die Kosten der Schulden untragbar.

Diese Rahmenbedingungen zerstören die Einlagen der Banken und beschneiden ihre Möglichkeiten, neue Anleihen auf den Markt zu bringen, was zur Folge hat, dass sie nur über sehr wenig Kapital verfügen. Die vorübergehende Lösung bestand darin, dass die Banken Kredite der Europäischen Zentralbank und der US-Notenbank erhielten. Die Gelder für diese Kredite wurden aus dem nichts geschaffen, damit das Schneeballsystem aufrechterhalten werden konnte.

Die Eurozonen-Pleiteländer zahlen auf ihre Anleihen Renditen von 5% bis 12%. Was passiert wenn die Renditen um weitere 2% steigen? Dann können sie die Zinsen auf ihre Schulden nicht mehr bedienen, von einer Rückzahlung der Schulden ganz zu schweigen.

Die europäischen Banken haben diesen sechs Ländern der Eurozone mehr als USD 2 Billionen geliehen – Gelder, die zum Teil natürlich aus dem nichts geschaffen wurden. Das ist auch der Grund dafür, warum uns bereits seit langem klar ist, dass man zwischen USD 3 Billionen und USD 5 Billionen braucht, um das Chaos in der Eurozone zu beseitigen. Derartige Summen können aber schlichtweg nicht bereitgestellt werden, ohne dass die Banken und Zentralbanken in die Pleite gehen.

Für einen Teil dieser Schulden die Haftung zu übernehmen – wofür sich die solventen europäischen Länder aktuell entschieden haben – wird nicht funktionieren. Sie haben sich nur Zeit gekauft, um das scheiternde System noch ein wenig länger aufrechtzuerhalten. Am Ende werden die Kreditnehmer zusammenbrechen und in die Insolvenz gehen, was auch für die Kreditgeber zutreffen könnte.

Die Kreditgeber hätten besser eine Rückzahlung von 50% akzeptieren sollen, was ihnen zwar angeboten wurde, sie jedoch ablehnten. Künftig werden sie bestenfalls 30% erhalten, vielleicht werden sie auch überhaupt nichts bekommen.

Bisher haben die solventen Staaten der Eurozone Hilfsgelder in Höhe von rund USD 1 Billionen zugesagt, was, wie wir bereits in der Vergangenheit anmerkten, lediglich dazu führt, dass sich ihre eigenen Bonitätsnoten verschlechtern werden.

Die Bürger Deutschlands, Frankreichs, der Niederlande und Österreichs werden für all das zahlen müssen. Und das alles aufgrund dieser irren Idee einer Einheitswährung für alle und schlussendlich einer Weltregierung – was schlichtweg nicht funktionieren wird.

Griechenland und Irland sind hoffnungslose Fälle, und sollten sie es schaffen, finanziell zu überleben, dann werden sie mindestens 50 Jahre in Armut all ihre aus dem nichts geschaffenen Bankschulden zurückzahlen. Die Rettungsaktionen für diese Länder haben kaum Vertrauen wiederherstellen können. Jeder, der begreift, was sich hier abgespielt hat, weiß auch, dass es nicht funktionieren wird.

Sicher, diese zwei Pleiteländer haben Schulden verkauft – aber die Schulden mussten ja auch erst einmal von anderen Ländern gekauft werden, da der Euro ansonsten zusammengebrochen wäre.

Nebenbei sei angemerkt, dass der Euro mit all seinen schrecklichen Problemen zurzeit mit über USD 1,41 gehandelt wird. Das zeigt uns den wahren Umfang der Probleme des US-Dollars. Wir sollten uns auch noch einmal vergegenwärtigen, dass der US-Dollar die vergangenen 11 Jahre gegenüber Gold jährlich fast 20% im Wert gefallen ist. Gegenüber Silber belief sich der Wertverlust in den vergangenen 11 Jahren auf mehr als 24% jährlich.

Diese Zahlen verraten Ihnen, dass sich Gold und Silber gegenüber allen Fiatwährungen in starken und langanhaltenden Bullenmärkten befinden. Sie sollten daher keinerlei Fiatwährungen halten, außer dem Geld, welches sie zum Bestreiten ihrer Ausgaben brauchen.

Wenn ein Land untergeht, ist das Spiel aus. Das ist dann der Zeitpunkt, wo es ein neues großes Treffen der Länder geben wird, um die Währungen neu- und abzuwerten, die multilaterale Zahlungsunfähigkeit auf Schulden zu erklären und sich auf eine Weltreservewährung mit einer 25%igen Golddeckung zu einigen.

Europa geht genau in die verkehrte Richtung, ebenso wie die USA. In Europa fordert man die Ausweitung des Kredits für dahinsiechende Nationen. Man fordert eine stärkere Integration und eine gemeinsame Fiskalpolitik, damit alle zur selben Zeit untergehen.

Das sensible Deutschland will das jedoch nicht, und die deutschen Bürger wollen auch nicht noch näher an die Verlierer in Südeuropa heranrücken. Fakt ist, dass zwei Drittel der Deutschen aus der Eurozone herauswollen. Sie haben keine Lust, den Eurozonen-Pleiteländern Geld zu leihen und für den größten Teil des USD 1 Billion Rettungspakets oder eines Gesamtrettungspakets in Höhe von USD 2 Billionen einzustehen.

Das sind nichts weiter als Zusagen, um die Weltregierung weiter voranzutreiben, hat mit der Rettung insolventer Partner jedoch überhaupt nichts zu tun. Es handelt sich um die Finanzierung eines irrsinnigen Traums der Megareichen und der Mächtigen, die Welt vollständig zu kontrollieren und die Weltbevölkerung zu unterwerfen, indem man sie in fortwährender Knechtschaft hält. Die ganze Veranstaltung ist pervers und hinterlistig.

Das Scheitern einer zweiten Rettungstranche für die insolventen Eurozonenländer in Höhe von USD 1 Billion würde zu einem Auseinanderbrechen des Euros führen, da diese sechs Länder in den Staatsbankrott abrutschen würden. Sie sollten auch immer daran denken, dass selbst diese USD 2 Billionen nicht ausreichen würden, um das Problem zu lösen, die Kreditgeber, vornehmlich Deutschland, dadurch aber bereits vernichtet wären.

Die Deutschen wollen keine Weltregierung, warum sollten sie sich also derartigen Regelungen unterwerfen? Zwei Drittel der Deutschen wollen keinen Euro, sie wollen einfach nur in Ruhe gelassen werden. Der europäische Stabilitätsmechanismus, ESM, ist ein Versuch der europäischen Bürokraten, den Widerstand Deutschlands gegenüber den endlosen Unterstützungsmaßnahmen der Pleiteländer zu brechen.

Die Bürokraten haben den ESM sogar in einem Nachtrag im Vertrag von Lissabon festgeschrieben, oder zumindest die ersten in diese Richtung gehenden Maßnahmen in den Vertrag einfließen lassen. Damit wird Deutschland natürlich herausgefordert, da man dem Land erklärt, dass es zu tun hat, was von ihm verlangt wird.

Begleitet wird das Ganze durch kollektive Handlungserfordernisse, welche die Kreditgeber zwingen, die Verluste zu akzeptieren, ganz egal, wie steil die Anleihen in den Keller rauschen. Das ist die irrsinnigste Finanzveranstaltung aller Zeiten. Die Kreditgeber sind der Gnade der Schuldner vollständig ausgeliefert, und wenn die Schuldner ihre Schulden nicht bezahlen können, dann hören sie einfach damit auf. Derartige Strategien verdeutlichen Ihnen, wie verrückt die Anhänger der Neuen Weltordnung in Wirklichkeit sind.

Es ist die Auffassung, dass die Schulden niemals wieder zurückgezahlt und die Käufer durch die geldgebenden Länder auf immer und ewig an der Nase herumgeführt werden. Damit erkauft man sich zwar ein paar Jahre – aber man legt auch die Saat des Bankrotts.

Es gibt keine Möglichkeit, wie Griechenland und Irland die Sache finanziell überleben könnten, und am Ende werden sie aus dem Euro austreten. Portugal und Belgien werden wahrscheinlich folgen. Für Spanien und Italien hat man überhaupt nicht genügend Geld, um sie zu retten. Das könnte bereits Ende dieses Jahres soweit sein. Das Timing ist nicht klar, hier kann sich jeder seinen eigenen Reim darauf machen.

5 der 6 Eurozonen-Pleiteländer müssen dieses Jahr fällig werdende Schulden von über USD 500 Milliarden überrollen und brauchen darüberhinaus neue Kredite. Die Privat- und Konzernschulden, die im selben Zeitraum übergrollt werden müssen, belaufen sich auf USD 1,2 Billionen. Und jetzt fragen wir Sie: Sieht das vielleicht danach aus, als würden alle Schulden refinanziert werden können?

Wir glauben es jedenfalls nicht, und das bedeutet, dass es noch vor Ende des Jahres 2011 jede Menge neuen Ärger geben wird. Es bedeutet auch, dass es wenig oder kein Wachstum, höhere Arbeitslosigkeit und vielleicht auch Staatsbankrotte geben wird.

Wenn wir zu diesen ganzen Problemen noch die Schwierigkeiten Großbritanniens und der USA hinzunehmen, dann ist auf einmal auch völlig klar, warum die Ereignisse im Nahen Osten als Ablenkung stattfinden mussten. Wir haben von Anfang an erklärt und sind auch immer noch der Meinung, dass dies der Hauptgrund dafür ist, warum die weitreichenden Veränderungen im Nahen Osten stattfinden.

Ja, die hinter den Regierungen stehenden Mächte wollten ganz offensichtlich Regimewechsel in Tunesien, Ägypten, Libyen und anderen Ländern. Darüberhinaus wollten sie auch Chaos in der gesamten Region, da sie höchstwahrscheinlich gerade mit Hilfe Israels die Invasion des Irans planen.

Der Schuldendienst wird Europas Wirtschaftsperformance maßgeblich beeinträchtigen, was bedeutet, dass auch die Exporte nach Europa, speziell aus China und den USA, davon betroffen sein werden. Die chinesische Währung ist aktuell um 35% unterbewertet, und selbst wenn Europa Probleme hat, wird China seine Währung keiner Neubewertung unterziehen, wie es das Land eigentlich tun müsste. Zur selben Zeit werden die in US-Dollar denominierten Produkte dank eines wesentlich billigeren Dollars wieder wettbewerbsfähiger werden. Für Europa und die europäischen Märkte ist dies jedoch unvorteilhaft, und auch für andere internationale Märkte wird dies von Nachteil sein.

China hat in letzter Zeit aggressiv Staatsanleihen von einigen sich in Schwierigkeiten befindenden europäischen Ländern gekauft. Zur Finanzierung dieser Anleihen haben die Chinesen US-Staatsanleihen veräußert.

Diese Entwicklungen werden gemeinsam mit den jetzt neu hinzugekommenen Problemen in Japan zu tiefgreifenden Verwerfungen der Wirtschaften und Finanzmärkte führen. Es bedeutet, dass es in Europa, Großbritannien und den USA noch mehr quantitative Lockerung geben wird. Damit fallen sie in die Grube, die sie selbst gegraben haben. Das wird für alle drei Wirtschaften zu neuen Belastungen führen, da eine höhere Inflation auf sie einschlagen wird.

Die Probleme in den USA, Großbritannien und besonders in Europa werden absichtlich mithilfe der geplanten Ereignisse im Nahen Osten vertuscht und unter der Decke gehalten. Noch stärker werden sie durch die ungeplanten Ereignisse in Japan überschattet. Die jüngsten Vorschläge, die Rettungsgelder zu erhöhen, sind nicht akzeptiert worden, besonders Deutschland sträubt sich dagegen.

Worüber weder die Kreditgeber noch die Medien sprechen, ist, dass die Kreditgeber mit eigenen Schuldenproblemen zu kämpfen haben. Das Schulden/BIP-Verhältnis beläuft sich bei Frankreich auf 92%, bei Deutschland auf 80%, bei Spanien auf 72% und bei Italien auf 131%. Ihre Bilanzen sind also alles andere als sauber.

Wenn die Märkte das Vertrauen in die EU-Rettungsmaßnahmen verlieren, dann dürfte sogar ein auf USD 2 Billionen erweitertes Rettungspaket nicht funktionieren. Unserer Meinung nach werden die sechs Pleiteländer in den Staatsbankrott rutschen und der Euro wird dann Geschichte sein.

Dies würde eine weltweite Bankenkrise herbeiführen. All das ist das Ergebnis des fraktionalen Reservesystems, der ungezügelten Gier der Banker sowie ihres Verlangens, alles und jeden zu kontrollieren. Ein gigantisches durch Schulden finanziertes Sozialsystem wird keine Abhilfe schaffen. Hierfür ist dem Euro und den Bankern die Schuld zu geben. Ein Einheitszinssatz für alle funktioniert einfach nicht.

Der Euro hat nicht für wirtschaftliches Wohlergehen und politische Einheit gesorgt. Europa ist stark durch seine unterschiedlichen Völkerstämme geprägt und kann niemals verschmolzen werden. Die niedrigen Zinssätze für Länder, welche diese überhaupt nicht verdienen, ermutigen nur zur Schaffung unhaltbarer Boomphasen und Eigenheimblasen, so wie wir es in Griechenland, Irland und Spanien beobachten konnten.

So, da haben wir´s. Der vor uns liegende Weg ist voller unlösbarer Probleme. Deswegen sollten Sie auch keinerlei Währungen halten, sondern vielmehr in mit Gold und Silber in Zusammenhang stehenden Vermögenswerten investiert sein.

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