NIA: Die Wahrheit über Silber und die Inflation

Das nominelle Allzeithoch von Silber läge heute inflationsbereinigt bei USD 140 pro Unze. Legt man die wirkliche Inflation zugrunde, beliefe sich das Allzeithoch auf USD 400 pro Unze. Das Gold/Silber-Verhältnis wird in den nächsten paar Jahren mindestens auf 16 absinken, wohlmöglich auch auf 10

National Inflation Association, 15.04.2011

Silber-Futures kletterten heute mit USD 42,80 pro Unze auf ein neues 31-Jahreshoch. Seit die National Inflation Association (NIA) am 11.12.2009 Silber zu einem Kurs von USD 17,40 pro Unze als das beste Investment des kommenden Jahrzehnts bezeichnete, hat sich das weiße Metall um 146% verteuert. Jetzt ist nur noch ein weiterer Preisanstieg von 15,5% nötig, damit Silber sein Allzeithoch des Jahres 1980 in Höhe von USD 49,45 pro Unze erreicht.

Sie sollten immer daran denken, dass das Silber-Allzeithoch mit USD 49,45 pro Unze aus dem Jahre 1980 unter Zugrundelegung des Verbraucherpreisindexes heute inflationsbereinigt bei rund USD 140 pro Unze liegen würde. Legte man die reale Inflation zugrunde, entspräche das Allzeithoch des Jahres 1980 heute einem Silberpreis von rund USD 400 pro Unze.

Trotz der enormen Zugewinne, die Silber in den vergangenen Monaten verzeichnen konnte, haben wir immer noch nicht erlebt, dass Silber an einem Handelstag um USD 2 oder noch stärker zulegen konnte. Wenn eine wirkliche „Silber-Manie“ einsetzt, bei der die Investoren weltweit aus dem US-Dollar fliehen und in Panik Silber kaufen, können wir mit einem Tagesgewinn von USD 5 bis USD 10 pro Unze rechnen, und zwar nicht nur einmal, sondern an mehreren Handelstagen.

Im Februar des Jahres 2010 machte der Silberpreis einen Kursrücksetzer auf unter USD 15 pro Unze. Zu diesem Zeitpunkt veröffentlichten wir eine Warnung: „Die NIA glaubt, dass es sich hierbei für all jene, die wünschen, Silber zu einem Schnäppchenpreis zu halten, um einen einmaligen Einstiegszeitpunkt handelt.“

Im Februar 2010 empfahlen wir darüberhinaus Silber-Call-Optionen, die am Ende über 1.000% Gewinn verbuchen konnten. Die letzte Silberminen-Empfehlung der NIA konnte seit unserer Kaufempfehlung Zugewinne von 175% verbuchen.

Bei den Top 10 Vorhersagen für 2010 prognostizierten wir, dass es zu einem bedeutenden Rückgang des Gold/Silber-Verhältnisses kommen würde, das sich zu jenem Zeitpunkt auf 64 belief. Das Gold/Silber-Verhältnis ging im Verlaufe des Jahres 2010 dann auch bis auf 46 zurück.

Zu den Top 10 Vorhersagen für 2011 gehörte auch die Prognose, dass es zu einem weiteren bedeutenden Rückgang des Gold/Silber-Verhältnisses kommen würde. Wir veranschlagten den Rückgang für 2011 auf 38.

Die NIA ist die Organisation, die in der Vergangenheit bezüglich der Silberpreisentwicklung am positivsten gestimmt gewesen ist, dennoch haben die jüngsten Zugewinne bei Silber selbst unsere kurzfristigen Erwartungen noch übertroffen. Das Gold/Silber-Verhältnis ist aktuell bis auf 35 abgesunken, und wir gehen davon aus, dass es innerhalb dieses Jahrzehnts mindestens bis auf 16 zurückgehen wird, und wohlmöglich auch einen Stand von 10 erreichen könnte.

Das künstlich hohe Gold/Silber-Verhältnis des vergangenen Jahrhunderts wird im historischen Rückblick als eine Unregelmäßigkeit erachtet werden, welche auf die Silberpreisdrückung der US-Notenbank Federal Reserve zurückzuführen ist, die mit Bear Stearns gemeinsame Sache gemacht hat und nun mit JP Morgan unter einer Decke steckt.

In dem wichtigen NIA-Dokumentarfilm namens „Meltup“ wurden diese Machenschaften vom NIA- Präsidenten Gerard Adams enthüllt. Mittlerweile haben über 1 Millionen Menschen die Doku gesehen, und 96% aller Zuschauer fanden den Film gut, was für eine Wirtschafts-Doku einen Weltrekord darstellt.

Laut Herrn Adams hatte sich die Federal Reserve dazu entschieden, Bear Stearns zu retten anstatt Lehman Brothers, da Bear Stearns riesige Silber-Short-Positionen gehalten hatte und kurz davor stand, diese glattstellen zu müssen.

Es ist kein Zufall, dass Bear Stearns exakt an dem Tag zusammenbrach, als Silber ein Vieljahreshoch in Höhe von USD 21 pro Unze erzielte. Bear Stearns stand kurz davor, die ungedeckten Leerverkäufe glattstellen zu müssen, was Silber mit einem Schlag von USD 21 pro Unze auf USD 50 pro Unze katapultiert hätte.

Durch die Rettung von Bear Stearns und die Erlaubnis, dass JP Morgan die Vermögensbestände von Bear Stearns übernehmen durfte, bei dem gleichzeitigen Versprechen, dass jegliche daraus entstehenden Verluste übernommen würden, war JP Morgan in der Lage, die Silber-Short-Positionen weiter aufrechtzuerhalten und den manipulativen Absturz des Jahres 2008 von USD 21 pro Unze auf USD 8 pro Unze zu orchestrieren.

Im Verlaufe der Menschheitsgeschichte wurde gerade einmal 10 Mal mehr Silber gefördert als Gold, und von dem Jahre 1000 bis zum Jahre 1873 – also einem Zeitraum von 873 Jahren – pendelte das Gold/Silber-Verhältnis immer zwischen 10 und 16.

Mit dem US-Münzprägegesetz des Jahres 1834 wurde ein Gold/Silber-Verhältnis von 16 festgelegt. Nachdem Silber im Jahre 1873 entmonetisiert wurde, stieg auch das Gold/Silber-Verhältnis. Und trotz der Entmonetisierung sank das Gold/Silber-Verhältnis im 20. Jahrhundert dreimal auf 16 ab: 1919, 1968 und 1980.

Im Juni 2010 – also gerade einmal vor 10 Monaten – lag das Gold/Silber-Verhältnis noch bei 70. Dass das Verhältnis nun bei 35 liegt, bedeutet, dass Silber-Investoren ihre Kaufkraft innerhalb der vergangenen 10 Monate verdoppelt haben, während jene, die in US-Dollars sparen, erleben mussten, wie ihre Kaufkraft während desselben Zeitraums um 20% zurückgegangen ist.

Ja, das ist richtig. Vergessen Sie die NIA-Silber-Call-Option mit einem Zugewinn von über 1.000%, und vergessen Sie auch die jüngste NIA-Silberminenempfehlung, welche Zugewinne von 175% verzeichnen konnte – die NIA-Mitglieder, die lediglich der grundlegendsten NIA-Empfehlung gefolgt sind und ihre US-Dollars abgestoßen und dafür Silber gekauft haben, konnten ihre Kaufkraft innerhalb der letzten 10 Monate verdoppeln, während Nichtmitglieder der NIA zur selben Zeit 20% ihres Vermögens verloren haben.

Die Federal Reserve kann ja gerne den lieben langen Tag behaupten, dass es keine Inflation gäbe, aber während wir gerade diesen Artikel schreiben, essen wir Ben & Jerry´s Eiscreme, die wir uns in einem Fast Food Restaurant für USD 5 den Becher gekauft haben. Vor drei Jahren kostete derselbe Becher Eiscreme noch USD 3.

Vor drei Jahren konnte man sich mit einer Unze Gold 295 Becher von Ben & Jerry´s Eiscreme kaufen, und auch heute kann man sich für eine Unze Gold immer noch 295 Becher von Ben & Jerry´s Eiscreme kaufen. Vor drei Jahren hätte man für eine Unze Silber 5,7 Becher der Eiscreme bekommen, und heute bekommt man 8,5 Becher dafür.

Die Amerikaner, die ihre Ersparnisse in US-Dollars halten, können sich heute nur noch 60% der Eiscreme leisten, die sie sich vor drei Jahren hätten kaufen können, aber jene, die ihr Vermögen in Gold halten, konnten ihre Kaufkraft bewahren, während diejenigen, die ihre Ersparnisse in Silber halten, ihre Kaufkraft sogar noch bedeutend steigern konnten.

Die NIA geht mit 100%iger Sicherheit davon aus, dass das Gold/Silber-Verhältnis innerhalb der nächsten paar Jahre mindestens bis auf 16 absinken wird, was bedeutend, dass die Halter von Silber ihre Kaufkraft erneut mehr als verdoppeln werden.

Angesichts der Tatsache, dass das Gold/Silber-Verhältnis im Jahre 1991 nach oben hin übers Ziel hinausschoss und einen Stand von 100 erreichte, gehen wir davon aus, dass es beim Gold/Silber-Verhältnis auch nach unten hin zu einer Überkorrektur kommen wird, und es dieses Jahrzehnt wohlmöglich noch den Stand von 10 erreichen könnte. Im Vergleich zum jetzigen Stand von 35 würde dies bedeuten, dass Silber seine Kaufkraft noch mehr als verdreifachen würde.

Als der Silberpreis im Jahre 1980 auf USD 49,45 pro Unze anstieg, behauptete die Regierung, die Gebrüder Hunt seien daran Schuld gewesen, da sie versucht hätten, den Silbermarkt in die Enge zu treiben. Die Wahrheit ist jedoch, dass Silber im Jahre 1980 aufgrund der enormen Inflation, die während der 70er Jahre seitens der US-Regierung geschaffen wurde, einen Stand von USD 49,45 pro Unze erzielte, und die Hunts lediglich als Sündenböcke herhalten mussten.

Die Gebrüder Hunt häuften Silber an, um sich vor dem zusammenbrechenden US-Dollar zu schützen, genauso wie es die NIA innerhalb der vergangenen zwei Jahren ihren Mitglieder in zahlreichen Artikeln und Videos nahelegte.

Als die Gebrüder Hunt seitens der US-Regierung beschuldigt wurden, sie würden versuchen, den Silbermarkt in die Enge zu treiben und die Preise künstlich nach oben zu manipulieren, besaßen sie lediglich eine konzentrierte Long-Position von rund 100 Millionen Unzen Silber. JP Morgan hält heute ungedeckte Silber-Short-Positionen in Höhe von rund 122,5 Millionen Unzen, aber die US-Regierung scheint dies überhaupt nicht zu stören.

Das Problem bei der von den Gebrüdern Hunt verfolgten Strategie, eine solch konzentrierte Long-Position bei Silber anzuhäufen, bestand darin, dass diese nach dem Anstieg des Silberpreises einfach viel zu groß war, als dass die Hunts sie jemals hätten abverkaufen können, ohne dabei den Silberpreis zum Einsturz zu bringen.

Als der Silberpreis zu Beginn des Jahres 1980 auf USD 49,45 kletterte, stand die Welt kurz davor, das Vertrauen in den US-Dollar zu verlieren, was zum Ausbruch einer Hyperinflation geführt hätte.

In einem desperaten Versuch, den US-Dollar zu retten, erhöhte die Terminbörse CBOT einfach die Eigenkapitalanforderungen der Marktteilnehmer und beschränkte die Menge an Silber-Futures, die von ihnen maximal gehalten werden durften, auf gerade einmal 3 Millionen Unzen. Die COMEX schränkte die maximal zulässige Menge an Silber-Futures, die von den Händlern gehalten werden durfte, ebenfalls ein, und zwar auf 10 Millionen Unzen.

Aber nicht nur das – die COMEX und die CBOT verfügten zu diesem Zeitpunkt nur noch über 120 Millionen Unzen physischen Silbers, und die COMEX stand kurz davor, die Kontrakte der Halter von Silber Futures, welche die physische Auslieferung verlangten, nicht mehr bedienen zu können. Die COMEX war daher gezwungen, die Liquidierung einzuleiten, und setzte alle Käufe von Future-Kontrakten aus.

In Kombination mit dem rasch steigenden Leitzins der Federal Reserve setzte daraufhin der Einbruch des Silberpreises ein, während die Gebrüder Hunt mit Margin Calls, also riesigen Nachschussaufforderungen, konfrontiert wurden.

An einem einzigen Tag im März des Jahres 1980, als die Gebrüder Hunt gezwungen waren, einen großen Teil ihre Positionen zu liquidieren, verlor Silber ein Drittel seines Werts und ging im Preis um über USD 5 auf USD 10,80 pro Unze zurück. Im Vergleich zu seinem Allzeithoch, das zwei Monate zuvor erreicht worden war, stellte dies einen Einbruch von 78% dar.

Die NIA hat zahlreiche E-Mails erhalten, wo wir gefragt werden, ob es nun an der Zeit sei, Silber zu verkaufen, und ob Silber wieder um 78% einbrechen könnte, wie es im Jahre 1980 der Fall war. Fakt ist, dass die Gebrüder Hunt eine konzentrierte Silber-Long-Position in Höhe von 100 Millionen Unzen hielten, wohingegen JP Morgan aktuell eine konzentrierte Silber-Short-Positionen in Höhe von rund 122,5 Millionen Unzen hält.

Während es für die Hunts nicht möglich war, ihre Long-Position zu verkaufen, ohne dabei einen Crash des Silberpreises zu verhindern, ist es nun für JP Morgan nicht möglich, ihre ungedeckten Short-Positionen glattzustellen, ohne dass dies eine Explosion des Silberpreises zur Folge hätte.

Angesichts der Tatsache, dass die US-Aufsichtsbehörde für Termin- und Optionsscheinhandel, CFTC, 1980 so schnell reagierte, als es darum ging, die Einführung von Positionslimits an der COMEX und der CBOT zu befürworten, würde es die NIA nur für fair halten, wenn die CFTC heute dieselben Einschränkungen anordnet.

Das ist natürlich unwahrscheinlich, da der US-Regierung die Silbermanipulation von JP Morgan entgegenkommt. So wird nämlich der fälschliche Eindruck erweckt, dass der US-Dollar noch über Kaufkraft verfügen würde. Der freie Wille des Markts wird sich am Ende jedoch durchsetzen, und der Silberpreis wird dann durch die Decke schießen und sich dort wiederfinden, wo er gemäß der zugrunde liegenden Angebots-Nachfrage-Situation auch hingehört.

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