Inflationäre Depression: USA, Großbritannien und Europa sind am Ende ihrer Kräfte

Die westlichen Wohlfahrtsstaaten brechen gerade in sich zusammen. Da die Regierungen bedeutend mehr ausgeben, als sie über Steuereinnahmen einnehmen, wird es zu einer erheblichen Absenkung des Lebensstandards kommen, was in den USA, England und Kontinentaleuropa bereits beobachtet werden kann. Normalerweise stürzen sich die Regierungen in einer solchen Phase in einen Weltkrieg, um den wirtschaftlichen und finanziellen Systemzusammenbruch zu vertuschen. Einer der Rivalen der USA, China, hat bereits angekündigt, gigantische Mengen an Devisenreserven auf den Markt zu bringen und wird in Zukunft als Dollar-Verkäufer auftreten

Bob Chapman, The International Forecaster, 07.05.2011

Während die US-Wirtschaft strauchelt, geht der Lebensstandard der Amerikaner immer weiter zurück. Aktuell erhalten 44 Millionen US-Bürger Lebensmittelmarken, eine Zahl, die sich in einem Jahr auf 60 Millionen belaufen wird. Washington und Wall Street sagen unterdessen: „Was schert es uns?“ Natürlich interessiert sie das nicht, denn sie sind ja die Herren und Meister über das Universum.

Seit 24 Monaten befinden wir uns nun bereits in einer inflationären Depression, und es hat immer noch keiner mitbekommen. Wen schert es schon, dass die Ausgabe von Lebensmittelmarken in den Vereinigten Staaten um 80% explodiert ist, solange bei Wall Street und dem Bankenwesen die Boni fließen und die Bürokraten höhere Gehälter und Vergütungen bekommen?

Die meisten US-Bürger können sich die Kostensteigerungen bei der Gesundheitsversorgung nicht mehr länger leisten, und die Zahl derer, die auf staatliche Krankenversicherungsleistungen (Medicaid) angewiesen sind, ist um 17% angestiegen, während die Kosten für das Programm um 36% nach oben gingen. Die Zahl der Amerikaner, die nun Sozialhilfeleistungen erhalten ist um 18% gestiegen, die Kosten dafür um 24%.

Für viele Menschen ist es mittlerweile völlig offenkundig, dass es sich bei den Frühpensionierungen Ende der 90er Jahre, wo die Leute mit 52 oder 59 Jahren in Rente gingen, um einen riesigen Fehler gehandelt hat. Viele müssen nun mit weit über 70 Jahren noch arbeiten gehen, da sie ansonsten kein Essen auf den Tisch bekommen. Zahlreiche Pensionäre sehen sich aktuell gezwungen, wieder eine Arbeit aufzunehmen.

Jüngst wurden beispielsweise 2.000 Stellen ausgeschrieben, auf die sich 75.000 Menschen beworben hatten. Soviel zum Thema Wirtschaftsaufschwung. Die staatliche Berechnungsmethodik ist reiner Betrug, die reale Arbeitslosigkeit beläuft sich auf 22%. Die US-Wirtschaft braucht jährlich 2 Millionen neue Arbeitsplätze, es ist eine unlösbare Aufgabe. Stattdessen werden die gut bezahlten Arbeitsplätze ins Ausland verlagert. Und was ist mit den zig Millionen US-Bürgern, die nun schon seit Jahren keine Arbeit mehr haben?

Während sich all das abspielt, rettet die Federal Reserve das Bankenwesen, Wall Street und die US-Regierung. Den enteigneten und verarmten Massen wirft man nur ein paar Krumen zu.

Es ärgert uns immer, wenn die von den Medien anerkannten Autoren gezierte und euphemistische Formulierungen verwenden, um den schleichenden Staatssozialismus in Amerika zu beschreiben. Die Gesamtsituation ist katastrophal, aber die Regierung, Wall Street und die Massenmedien werden Ihnen das nicht mitteilen. Die Wahrheit ist nicht ihre Sache. Sie tischen Ihnen viel lieber eine Lüge nach der anderen auf, genauso wie wir es jüngst mit der Geburtsurkunde von Obama und dem Tod von Osama bin Laden miterleben konnten. Das erinnert einen sofort an den alten Song „Anything Goes“.

Diejenigen, die in Washington hinter den Kulissen die Fäden ziehen, wissen, dass Amerika seine Schulden niemals wird zurückzahlen können. Darum gibt es auch kaum Bemühungen in diese Richtung. Das wirkliche Konzept besteht vielmehr darin, dass ganze System zu vernichten. Es erinnert einen an Argentinien im Jahre 1999, kurz bevor das Land auf zwei Drittel seiner Staatsschulden die Zahlungsunfähigkeit erklärte, nur mit dem Unterschied, dass die Angelegenheit, mit der wir es heute in den USA zu tun haben, bedeutend größer ist.

Da der Dollar als Weltreservewährung fungiert und die Länder in aller Welt aktuell 60% ihrer Devisenreserven in Dollar halten, betrifft die gegenwärtige Entwicklung die gesamte Welt. Wall Street, das Bankenwesen und die US-Regierung hatten eine Party, die über 66 Jahre anhielt und für die nun alle die Rechnung bezahlen müssen.

Der nächste Schritt wird nun nicht etwa Austerität sein, vielmehr wird man alle oder zumindest Teile der Rentenersparnisse der US-Bürger konfiszieren. Wir sprechen hier von Geldern in Höhe von USD 12 Billionen, die von den Amerikanern in staatlichen oder privaten Rentenansparprogrammen zurückgelegt wurden. Natürlich wird der Zusammenbruch des Dollars durch derart verantwortungslose Maßnahmen lediglich hinausgezögert.

Großbritannien und Europa geht es aber auch nicht viel besser. Über viele Jahre hinweg haben sie mit denselben Lösungsansätzen gearbeitet. Wir müssen nun feststellen, dass mehr als 50% der Bevölkerung in den USA und all den europäischen Ländern im Grunde genommen ungebildet sind – und es ist genau diese Bevölkerungsgruppe, die nur wenig oder überhaupt keine Steuern zahlt, dafür jedoch Zuwendungen seitens des Staates erhält. Und wir sprechen hier nicht von den illegalen Einwanderern in diesen Ländern, die ebenfalls praktisch keine Steuern zahlen.

Wenn der Staat bedeutend mehr ausgibt, als er über Steuereinnahmen einnimmt, dann heißt das nichts weiter, als dass die Haushaltsdefizite das System vernichten werden. Das wiederum bedeutet, dass es zu einer erheblichen Absenkung des Lebensstandards kommen wird, was wir bereits in den Vereinigten Staaten, Großbritannien und Kontinentaleuropa beobachten können.

Diese Verschwendungssucht hat in den USA, Großbritannien und Europa dazu geführt, dass die US-Notenbank, die Bank of England und die europäischen Zentralbanken Geld und Kredit aus dem nichts schufen, um die Staatsschulden zu monetisieren und die lähmenden Schulden aus den Bilanzen des Bankensektors zu bekommen.

In Washington denkt die Regierung nun darüber nach, die Steuern auf Rohöl anzuheben, während die Amerikaner für Benzin heute bereits mehr als USD 4 pro Gallone (3,8 Liter) bezahlen müssen. In Deutschland sind es sogar USD 9 pro Gallone. Rechnen Sie mit noch mehr von diesen indirekten Steuern. Jede Steuererhöhung und jede weitere Streichung öffentlicher Dienstleistungen bringt eine weitere Kaufkraftabwertung mit sich, während gleichzeitig die Inflation grassiert.

Für die Regierungen der westlichen Industrieländer wird es Tag für Tag immer schwerer, ihre Anleihen zu verkaufen, mit denen sie ihre Schuldenlasten finanzieren und stützen, also müssen die Steuereinnahmen erhöht werden.

In den USA wird es am Ende so sein, dass 10% der Steuerzahler für 75% aller Steuereinnahmen aufkommen werden. Diese Entwicklung hat bereits zu einem Exodus an Gutverdienern geführt. Seit 15 Jahren verlassen diese Menschen die USA, und die Zahl wächst aktuell exponentiell an. Das führt wiederum dazu, dass die Steuerbelastung für die Mittelschicht weiter zunimmt.

Die Ursache all dieser Probleme, mit welchen die Länder zu kämpfen haben, sind die keynesianischen Lösungsansätze, die zur Grundlage des korporativistischen Faschismus wurden. Das weltweite Geld- und Kreditwachstum verlief exponentiell und setzt sich auch weiterhin mit hoher Geschwindigkeit fort, da sich die Länder weigern, ihre Ausgaben einzuschränken, und die Zentralbanken damit weitermachen, die Finanzbranche und die Regierung mit Geld und Kredit zu versorgen.

Das weltweite Finanzsystem versinkt gerade in Liquidität, was mit einer Niedrig- bzw. Nullzinspolitik einhergeht. Gäbe es höhere Zinsen und weniger Monetisierung, würde das System sofort zusammenbrechen – und das trotz all der Manipulationen, mit denen Märkte wie der Goldmarkt, der Silbermarkt oder andere Rohstoffmärkte nach unten gedrückt werden.

Die Bemühungen der Regierungen sind langfristig jedoch zum Scheitern verurteilt. Das ist auch der Grund dafür, warum Gold, Silber und Rohstoffe langfristig weiter steigen werden, während die Investoren zur selben Zeit immer stärker aus den Aktien und den Anleihemärkten fliehen, da diese Märkte die Auswirkungen der Inflation nicht richtig abbilden. Und es ist der Grund dafür, warum sich die Inflation weiter verschlimmern wird, während die Zentralbanken mit ihrer Gelddruckerei weitermachen, was heutzutage euphemistisch „quantitative Lockerung“ genannt wird.

Zu Beginn sahen wir, wie es in den Entwicklungsländern wegen einer Vielzahl von Gründen zu einem Inflationsanstieg kam, was sich seitdem jedoch wieder ein wenig beruhigt hat. Die realen Inflationszahlen liegen weltweit im Schnitt bei 4% bis 6%. Ein richtiges Problem haben jedoch die Industrieländer, wo die Inflation real zwischen 8% und 20% liegt.

Länder wie die Vereinigten Staaten, Großbritannien, China, Indien und Brasilien leiden nicht nur unter der hohen Inflation, sondern exportieren diese auch in den Rest der Welt. Diese Länder sind nicht in der Lage, die Inflation im Inland unter Kontrolle zu bekommen und sorgen darüberhinaus auch noch dafür, dass andere Länder dieser Entwicklung zum Opfer fallen.

Nehmen wir beispielsweise die Nachbarn der USA, Mexiko und Kanada. Normalerweise hätten diese beiden Länder in 2011 eine natürliche Inflation von 3,5% gehabt. Dank den USA wird die Inflation in Kanada und Mexiko dieses Jahr jedoch bei 4% bis 4,5% liegen.

Wir hatten vor 12 Monaten vorausgesagt, dass es zur dritten Runde der quantitativen Lockerung (QE3) kommen würde – obwohl man es dieses Mal wohl eher anders nennen dürfte. Und das wird nicht nur in den USA der Fall sein, sondern auch für Großbritannien, Europa und andere Länder zutreffen.

Würden diese Länder die Schaffung neuen Geldes und neuer Kredite aussetzen und den Leitzins erhöhen, würde die Welt in eine deflationäre Depression abrutschen. Das Spiel muss daher weitergehen. Früher oder später wird das Ganze dann abrupt zu Ende sein, und wenn das passiert, haut es der Weltwirtschaft und dem Weltfinanzsystem den Boden unter den Füßen weg.

Durch das von der Federal Reserve aktuell aus dem nichts geschaffene Geld steigen die Preise weiter an, eine Entwicklung, die wenigstens noch die nächsten 18 Monate anhalten wird. Sollten wir dann noch etwas bekommen, was der dritten Runde der quantitativen Lockerung entspricht, so kommen noch einmal weitere 18 Monate an Inflation hinzu.

Abhängig davon, wie stark QE3 ausfallen wird, könnten uns also zwei bis drei Jahre Inflation bevorstehen, also eine Teuerung, die sich am Ende auf 25% bis 55% belaufen könnte. Da dies natürlich die US-Wirtschaft maßgeblich beeinflussen wird, dürfte auch das Bankenwesen weiter darniederliegen und nahe der Insolvenz vor sich hindümpeln. Während die Inflation in den Entwicklungs- und Schwellenländern nur moderat steigen wird, wird es in den Industrieländern zu einer rasch ansteigenden Inflation kommen.

Aktuell können wir beobachten, wie die Rendite für die 10-jährige US-Staatsanleihe von 3,6% auf 3,22% fällt, was mit Manipulationen seitens der FED zusammenhängt. Man bereitet sich damit auf einen Anstieg der Realzinsen vor, der aufgrund von QE3 zum Tragen kommen wird. Die Maßnahmen der FED werden auch weiterhin für einen Abwärtsdruck beim Dollar und einen Aufwärtsdruck bei Gold, Silber und Rohstoffen sorgen.

Sollte die Regierung eine geldpolitische Straffung durchführen oder Austeritätsmaßnahmen implementieren, um das Haushaltsdefizit zu verringern, hätte dies desaströse Konsequenzen. Das soll natürlich vermieden werden, da man das Spiel auf dem heutigen Niveau aufrechterhalten will. Mit einer wirklichen Problemlösung hat dies jedoch nichts gemein.

Wenn wir auf den Nahen Osten schauen, dann sehen wir, dass sich dort gerade jede Menge Ärger zusammenbraut. Tatsache ist, dass hier wohlmöglich die Grundlage für den Dritten Weltkrieg geschaffen wird, also ein Ereignis ins Leben gerufen wird, das aus historischer Perspektive notwendig ist, um einen neuen Weltkrieg zu beginnen, mit dem der nun einsetzende wirtschaftliche und finanzielle Zusammenbruch vertuscht werden kann.

Aus welchem anderen Grund würden die USA und Großbritannien denn sonst in Syrien eine Rebellion anzetteln – also dort, wo die Russen eine Marinebasis haben? Warum sonst würden sie in Libyen eine Rebellion vom Zaum reißen – in einem Land, wo die Chinesen aufgrund der Aktivitäten Großbritanniens und der USA jüngst 29.000 Arbeiter abziehen mussten? Libyen liefert große Mengen relativ billigen jedoch hochwertigen Rohöls nach China.

Während die waghalsigen Unternehmungen der westlichen Industrieländer im Nahen Osten und in Nordafrika fortgesetzt werden, zeichnet sich immer deutlicher ab, dass man hier einen neuen Krieg anzetteln will. Und wir haben ja bereits festgestellt, dass China als Reaktion auf all diese Ereignisse nun plant, zwei Drittel oder USD 2 Billionen seiner Devisenreserven aufzulösen. Die USA werden das nicht verhindern können, also wird China in Zukunft als ein bedeutender Dollar-Verkäufer auftreten – und ein Teil dieser Gelder wird in Gold und Silber fließen.

Obwohl man kaum noch Leute antreffen wird, die bezüglich der Entwicklung des Dollars positiv gestimmt sind, bezweifeln wir, dass sich diejenigen, welche den Ausblick für den Dollar nicht so positiv bewerten, darüber im Klaren sind, dass hier gerade ein Dritter Weltkrieg in Arbeit ist. Dafür dürfte es der letzteren Gruppe natürlich nicht entgangen sein, dass sich Amerika gerade in einen diktatorischen Polizeistaat verwandelt.

Und die US-Regierung will auch ganz genau wissen, wie es um die einzelnen Vermögenswerte aller Amerikaner bestellt ist. So führt man gerade neue Regelungen für ausländische Banken und Finanzinstitutionen ein, welche die Möglichkeiten, mit US-Bürgern Geschäfte zu machen, stark einschränken.

Ab dem 01.01.2013 sollen andere Nationen der US-Regierung den Auslandsimmobilienbesitz der Amerikaner melden und ein Drittel des gesamten im Ausland befindlichen Bankvermögens von US-Bürgern an die US-Steuerbehörde IRS abführen, angeblich, weil damit Steuern bezahlt werden sollen, welche jedoch in den meisten Fällen bereits entrichtet worden sind. Es handelt sich hierbei also um eine Enteignung der Amerikaner, die es wagen, in einem anderen Land zu leben.

Das führt dazu, dass der US-Regierung im Ausland nur noch Verachtung entgegengebracht wird. Die USA ist nun ein Paria und macht sich im Rest der zivilisierten Welt lächerlich.

Darüberhinaus stellt sich die Frage, welche Menschen – außer den Amerikanern natürlich – solch famose Märchengeschichten wie die über die offenkundig gefälschte „Geburtsurkunde“ von Barack Obama oder den Tod eines Mannes, der bereits seit fast 10 Jahren tot ist, jemals glauben würden? Im Ausland herrscht unter den Menschen die Auffassung vor, dass die Amerikaner Schafe sind, die das alles auch verdient haben.

Und als kleine Draufgabe wird die US-Regierung die US-Truppen nun auch über 2011 hinaus im Irak belassen. Die Iraker müssen dem noch zustimmen. Nun ja, wir werden ja sehen, was da passiert. Es ist völlig offenkundig, dass die USA überhaupt nicht vorhaben, ihre Truppen aus dem Irak abzuziehen. Als Ausrede dafür dienen jetzt die Aufstände der Schiiten und die massive Intervention der Saudis in Bahrein sowie die Ereignisse im Jemen, wo der Diktator zustimmte, sein Amt aufzugeben.

Unterdessen gehen die Iraker davon aus, dass die einzige Möglichkeit eines friedlichen Zusammenlebens darin besteht, mit den Iranern übereinzukommen. Die Iraker sehen den Iran als die wirkliche Macht in der Region an. Sie erkennen an, dass es sich beim Iran um eine aufstrebende regionale Macht handelt. Der Iran ist also der Grund dafür, warum die USA 20.000 Soldaten im Irak belassen.

Und während der Iran versucht, im Irak mehr Einfluss zu gewinnen, tut Saudi-Arabien dasselbe. Beide Länder schleusen Gelder in den Irak. Der Iran befindet sich im Fadenkreuz der USA, Israels und Saudi-Arabiens, wobei die Saudis aktuell an ihren Grenzen zu Bahrain und zum Jemen mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen haben.

Für die Saudis ist es daher im Moment recht schwierig, ihren Einfluss im Irak auszuweiten. Die einzige wirkliche Waffe, über welche Saudi-Arabien verfügt, ist Geld, und davon haben sie jede Menge. Aufgrund der Tatsache, dass Saudi-Arabien nur eine Militärmacht von geringer Bedeutung ist, sind die Möglichkeiten der Saudis jedoch stark eingeschränkt. Darüberhinaus waren die USA den Saudis in jüngster Zeit kaum eine Hilfe.

Da es dem saudischen Militär an Marinetechnik und Flugzeugen fehlt, sind sie nicht der Lage, die Rolle des Irans als Zentrum der Region in Frage zu stellen. Die Einmischungen in iranische Angelegenheiten waren bisher bereits gefährlich genug, und den USA fehlen die Bodentruppen. Bei einer Invasion muss man an jedem Ort, den man besetzt, auch Truppen zurücklassen – und genau diese fehlen dann beim weiteren Vorstoß. Die USA verfügen also schlichtweg nicht über die Truppen, um die riesigen iranischen Streitkräfte anzugreifen und das Land zu besetzen.

Darüberhinaus würde ein Krieg gegen den Iran wohlmöglich tatsächlich zum DrittenWeltkrieg ausarten, was die USA Billionen, die sie garnicht haben, kosten würde. Im Gegensatz zu früher haben die sich außerhalb des Nahen Ostens befindlichen Alliierten der USA jedoch überhaupt keine Lust mehr auf Krieg, bzw. verfügen sie nicht über die Ressourcen, sich an kriegerischen Konflikten zu beteiligen. Das Militär dieser Länder ist nur noch ein Abklatsch von dem, was es einst war.

Die aggressiven Aktionen, die wir jüngst im Nahen Osten und Nordafrika beobachten konnten, gingen von den USA aus und waren von langer Hand geplant. Die USA sind vielleicht in der Lage Chaos zu stiften und in Libyen einen Bürgerkrieg anzuzetteln, wo eine Gruppe amerikanischer Diktatoren durch eine andere ersetzt wird, großartig ändern wird dies jedoch nichts. Im Endeffekt hat es sich hierbei nur um Maßnahmen gehandelt, mit denen die Hindernisse für einen Angriff gegen den Iran aus dem Weg geräumt werden sollten.

Durch die angebliche Tötung von Osama bin Laden hat sich die Situation in der Region mit Sicherheit noch weiter verschlimmert – und alles nur, damit Obama so dasteht, als hätte er irgendwas erreicht. Es handelt sich hierbei um eine der schlimmsten Vorgehensweisen in der Außenpolitik, die man sich überhaupt vorstellen kann.

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