Euro-Krise: Bilderberger planen Rausschmiss Griechenlands & drakonische EU-Wirtschaftsregierung

Unter den Eliten herrscht Verzweiflung, wie der Investigativjournalist Daniel Estulin durch Teilnehmer der diesjährigen Bilderberg-Konferenz in Erfahrung bringen konnte. Die Krisenherde in der Europäischen Union sind einfach zu zahlreich, als dass sie allesamt gleichzeitig bewältigt werden könnten. Die Bilderberg-Eliten und die Eurokraten gehen davon aus, dass der Rauschmiss Griechenlands aus der Eurozone sowie die Implementierung einer drakonischen und zentralistischen EU-Wirtschaftsregierung die einzig noch verbliebenen Rettungsmaßnahmen sind, mit denen ihr Schneeballsystem weiter aufrechterhalten werden kann

Daniel Estulin, Daniel Estulin.com, 14.06.2011

[Im Folgenden finden Sie einen Auszug des Berichts über die auf Bilderberg-Konferenz 2011 besprochenen Themen:]

Irland

Die Diskussion über Irland wurde mit ernüchternden Statistiken eingeleitet, die eigentlich keiner der Teilnehmer der Bilderberg-Konferenz hören wollte. Genau wie Griechenland ist auch Irland ein wirtschaftlicher Albtraum und steht kurz davor, zu einem europäischen Wirtschaftsprotektorat zu werden.

Und obwohl die offizielle Arbeitslosigkeit in Irland auf 15% gestiegen ist, dürften die von den Bilderbergern intern verwendeten Zahlen, welche die irische Arbeitslosigkeit mit 21% veranschlagen, wohl näher an der Wahrheit sein. Die irischen Zinslasten verschlingen bereits heute die Hälfte aller Steuereinnahmen des Landes, während die Schulden weiter wachsen und die Gesamtverschuldung mittlerweile 100% des BIP erreicht hat.

Irlands ausstehende Bankenschulden in Höhe von rund EUR 125 Milliarden und die irischen Staatsschulden lasten schwer auf der irischen Wirtschaft und den irischen Steuerzahlern, eine Last, die in der Tat so groß ist, dass Irland überhaupt nicht in der Lage sein dürfte, sie zu bewältigen.

Die Bilderberg-Teilnehmer räumten ein, dass Irland genau wie Griechenland ebenfalls ein zweites Rettungspaket der EU und des IWF benötigen wird. Ein Bilderberger erklärte: „Die Europäische Union befindet sich in einer Überlebenskrise“.

Es scheint, als seien die Bilderberger über die mangelnde Standhaftigkeit und den fehlenden politischen Willen in der gesamten Europäischen Union besonders besorgt. Ein Finanzanalyst der Bilderberger erklärte:

„Die Märkte befinden sich in einer äußerst schwierigen Situation. Die Märkte kommen mit guten Meldungen klar und die Märkte kommen auch mit schlechten Meldungen klar. Was die Märkte jedoch nicht vertragen, ist Unschlüssigkeit. Und das ist das einzige, was überall anzutreffen ist. Niemand hat irgendeine Idee, wie man da wieder rauskommt.“

Ein anderer Bilderberger merkte gegenüber den Konferenzteilnehmern unverblümt an: „Wir haben es hier nicht mit einer, sondern mit drei Krisen zu tun: Einer Schuldenkrise, einer politisch –wirtschaftlichen Krise und einer politischen Krise.“

Die Bilderberger sind sich natürlich im Klaren darüber, dass es überhaupt nicht möglich ist, sich allen drei Krisen zu ein und derselben Zeit anzunehmen.

Die Bilderberger räumten ein, dass die irischen Banken Hals über Kopf in Schwierigkeiten stecken und massive Probleme dabei haben, an Gelder zu kommen, um sich zu refinanzieren, während zur selben Zeit die Einlagen abgezogen werden, da die Menschen das Vertrauen in das System verloren haben. Da die Ereignisse rund um Northern Rock in Großbritannien noch gut in Erinnerung sind, wollen die Iren nichts riskieren.

Bisher haben die Massenmedien all diese Informationen unter der Decke gehalten, aber ein Bilderberger räumte ein: „Es ist nur eine Frage der Zeit, bevor uns das um die Ohren fliegt.“ Ein irisches Bilderberg-Mitglied erklärte, dass den irischen Banken das Geld sogar noch eher ausgehen könnte als der irischen Regierung.

Was den Bilderbergern jedoch besondere Sorge bereitet, sind die Reaktionen seitens der irischen Bürger. Ein Bilderberger stellte die Frage: „Wird Irland gewillt sein, Geld aufzunehmen, um es den Anleihehalter und den europäischen Banken zurückzuzahlen, also jenen, die auf den irischen Boom gewettet haben?“

Um die weiter anwachsende Krise zu lösen, schlägt die EU-Regierung nun als Teil eines weitreichenden Planes zur Rettung der Union eine gigantische Machtergreifung vor. Sollte diesem Plan zugestimmt werden, wird die EU-Regierung in Zukunft die Regeln festlegen und die einzelnen Nationen abstrafen, welche die Regeln brechen oder sich gegen die drakonischen Maßnahmen aussprechen, die seitens der EU eingeführt werden. Dies erfolgt dann zum Beispiel, indem man ihnen das Stimmrecht entzieht. Ein europäischer Bilderberger erklärte dazu: „Wir sind auf dem Weg in eine echte Wirtschaftsregierung.“

Griechenland

Griechenland ist tot. Die Botschaft, die vom diesjährigen Bilderberg-Treffen ausgeht, ist diesbezüglich unmissverständlich. Die Schwierigkeiten rund um Griechenland haben nicht nur die strukturellen Fehler der europäischen Währungsunion offengelegt, sondern auch die strukturellen Probleme der Weltwirtschaft aufgedeckt.

Auf der ganzen Welt haben die Regierungsvertreter auf das Schuldenproblem reagiert, indem sie noch mehr Schulden gemacht haben. Bedauerlicherweise lässt sich das Problem jedoch nicht lösen, indem man bereits bestehenden Schulden noch mehr Schulden hinzufügt. Das ist nichts weiter als ein Schneeballsystem oder ein Finanzcasino im Stile von Las Vegas.

Und um diese pyramidenartige Struktur vor dem akuten Wirtschaftszusammenbruch zu bewahren, wird seitens derer, die wollen, dass die Spekulationsgeschäfte weiter anhalten, immer mehr Geld herbeigeschafft.

Die Maßnahmen, mit denen man auf die Krise reagierte, haben lediglich dafür gesorgt, dass sich die Dynamik der Krise noch mehr verschärfte: Leichter Kredit heißt noch mehr Schulden. Und historisch gesehen führen Finanzkrisen typischerweise zu einer Staatsschuldenkrise. Und eine Staatsschuldenkrise führt typischerweise zu einer Währungskrise, was mit extrem schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen einhergeht.

Aktuell ist die Staatsschuldenkrise immer noch voll im Gang. Vergangenes Jahr versuchte Europa händeringend die Krise der schwächeren Länder innerhalb der Eurozone unter Kontrolle zu bekommen, den Euro abzuwerten und die Schulden wegzuinflationieren, um so die Abwärtsspirale zu stoppen.

Hier gibt es aber drei Probleme. Zunächst einmal können die Mitgliedsstaaten ihre Währungen nicht abwerten. Sie sind daher nicht in der Lage, ihren Export wettbewerbsfähig zu machen. Zweitens können die Eurozonenländer keine expansiven geldpolitischen Maßnahmen durchführen. Und drittens ist es ihnen nicht möglich, eine entsprechend expansive Fiskalpolitik zu betreiben, da der Wachstums- und Stabilitätspakt der EU dies verbietet.

Die Eurozonenländer haben somit überhaupt keine Kontrolle über ihre Geldpolitik, weshalb die Schuldenabwertung die einzig noch verbliebene Option darstellt. Die EU ist buchstäblich in die Ecke gedrängt wurden.

Hinter den verschlossenen Türen der Bilderberg-Konferenz räumen die Delegierten ein, dass Griechenland die Schulden, die es dem Markt schuldet, niemals wird zurückzahlen können. Niemals. Und die Griechen sind nicht die einzigen. Der frühere niederländische Finanzminister Willem Vermeend schrieb in der Zeitung De Telegraaf: „Angesichts der Tatsache, dass Griechenland seine Schulden nie wird zurückzahlen können, sollte es den Euro verlassen.“ Die Bilderberg-Elite ist sich darüber natürlich völlig im Klaren.

Die wirkliche Arbeitslosigkeit liegt in Griechenland bei rund 19%. Laut einem IWF-Vertreter auf der Bilderberg-Konferenz geht man davon aus, dass die griechische Arbeitslosigkeit in 2012 bis auf 25% ansteigen wird. Die Bilderberger können nur beten, dass diese Information nie auf den Titelseiten der führenden Tageszeitungen landen.

Auf dem diesjährigen Treffen besprach man auch diverse Möglichkeiten, wie die griechischen Schulden restrukturiert werden könnten – aber nicht zum Wohle der Griechen, sondern vielmehr zum Wohle der Finanzeliten, die ihr letztes Hemd verlieren würden, sollte Griechenland stürzen.

Andererseits würde ein griechischer Staatsbankrott die Märkte destabilisieren und am Ende zu weiteren Bonitätsabwertungen anderer schwacher Eurozonenländer wie Spanien, Italien, Irland und Portugal führen. Die Vertreter der Europäischen Zentralbank haben, um ihre ablehnende Haltung bezüglich einer Schuldenumstrukturierung Griechenlands zur begründen, ja fortwährend angeführt, dass die Risiken viel zu groß seien und es zu enormen Verwerfungen an den Märkten kommen könnte.

Eine gesichtswahrende Lösung wäre eine Umschuldung, bei der die Halter griechischer Anleihen ihre Papiere gegen Anleihen mit längeren Laufzeiten eintauschen würden. Dies würde Griechenland ein paar Jahre Luft verschaffen, um die Schulden in Höhe von EUR 340 Milliarden zurückzuzahlen. Doch diese Möglichkeit funktioniert nur, wenn die Privatinvestoren davon überzeugt werden können, ihren Anteil zur Rettung Griechenlands beizusteuern.

Laut Quellen, die an der diesjährigen Bilderberg-Konferenz teilnahmen, wurde darüber nachgedacht, inwiefern Frankreich für die Umschuldung bürgen könnte, sollten sich die Privatinvestoren nicht überzeugen lassen.

Zur selben Zeit bereiten sich die Europäische Union und der IWF gerade darauf vor, ein zweites Rettungspaket für Griechenland bekanntzugeben, womit sie praktisch eingestehen, dass die erste im Mai 2010 eingeleitete Rettung in Höhe von EUR 110 Milliarden ein spektakulärer Reinfall gewesen ist, da Athen die fiskalischen Reformziele nicht einmal im Ansatz erfüllt hat.

Bei der freiwilligen Umschuldung gibt es aber auch noch ein anderes Problem: Wie will man die Investoren, die sich an den Papieren ja bereits die Finger verbrannt haben, denn davon überzeugen, sich an einer freiwilligen Umschuldung zu beteiligen?

Am Ende werden sich die Bilderberger durchsetzen: Die Last wird dem Steuerzahler aufgebrummt werden, der zu weiten Teilen für die Rettung von schlechten Spekulationsgeschäften und Regierungsschulden wird aufkommen müssen.

Das zweite Rettungspaket für Griechenland wird darüberhinaus mit einer beispiellosen externen Kontrolle der griechischen Wirtschaft einhergehen – und zwar der öffentlichen wie auch privaten Wirtschaftsbereiche – was den Bilderbergern angesichts der massiven landesweiten Proteste, die bereits in 2010 beobachtet werden konnten, ziemliche Sorgen bereitet.

Das Szenario, dass Griechenland aus dem Euro austritt, ist nun offiziell auf dem Tisch genauso wie unterschiedliche Möglichkeiten, wie dies zu realisieren sei. Wie in Island, sollen die griechischen Austeritätsmaßnahmen einem nationalen Referendum unterworfen werden. Umfragen deuten darauf hin, dass 85% der Griechen den Banken-Rettungs-Austeritätsplan ablehnen.

Die griechische Gewerkschaftsbewegung war schon immer stark gewesen und die Schuldenkrise hat sie noch stärker radikalisiert. Die Frage, die sich die Bilderberg-Elite daher stellt, ist: Wie wird man Griechenland los, während man es zur selben Zeit so aussehen lässt, als würde man ihnen dabei helfen, sich aus der Depression zu befreien?

Indem die EZB damit droht, den Banken in Ländern wie Griechenland die Unterstützung bei der Restrukturierung ihrer Schulden zu entziehen, entfacht sie praktisch einen Ansturm auf die Banken und zwingt das Mitgliedsland aus der Union.

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