Staatsschuldendebakel: Der Untergang des westlichen Finanzsystems beschleunigt sich

Die zweite Jahreshälfte 2011 könnte durchaus eine Wiederholung des Krisenjahres 2008 werden. Die Insider an Wall Street wissen bereits mehr als die Öffentlichkeit und nehmen Massenentlassungen vor. Sollte der US-Kongress die Schuldenobergrenze nicht in nächster Zeit anheben oder sich die PIIGS-Krise weiter zuspitzen, dürften die weltweiten Märkte auf Talfahrt gehen

Bob Chapman, The International Forecaster, 02.07.2011

Die weltweiten Finanzmärkte, speziell die US-amerikanischen Märkte befinden sich aktuell in einem sehr angespannten Zustand und es ist nur ein Frage der Zeit, bevor sie weiter nach unten gehen. Die entscheidende Frage ist daher: Wird bis Ende dieses Jahres alles zusammenbrechen? Die Antwort auf diese Frage ist zumindest teilweise zu bejahen, da dieser Vorgang bereits voll im Gange ist.

Normalerweise verfügt die „Arbeitsgruppe des Präsidenten über Finanzmärkte“ gemeinsam mit ihren elitistischen Insidern über die Fähigkeit, die Aktien- und Anleihemärkte stets in die gewünschte Richtung zu lenken. Zumindest kurzfristig hat dies in der Vergangenheit immer funktioniert.

Wir gehen davon aus, dass die Elitisten die US-Märkte absichtlich zu Fall bringen, um die Politiker auf diese Art zu erpressen. Sollten die Politiker die US-Schuldenobergrenze nicht anheben, dann würden sie die Märkte einfach noch stärker fallen lassen, was die Wahrscheinlichkeit, dass die Politiker bei den nächsten Wahlen wiedergewählt werden, erheblich verringern würde.

Falls Sie der Meinung sein sollten, dass so etwas garnicht möglich ist, dann haben Sie nicht die leiseste Ahnung von dem, was hier wirklich vor sich geht. Aktuell hat man noch rund 1 Monat zeit, da der nächste Stichtag im Bezug auf die Anhebung der Schuldenobergrenze der 02.08.2011 ist. Die beiden Parteien im US-Kongress konnten sich jedoch noch auf nichts einigen und sind weit von einer Vereinbarung entfernt. Und umso näher wir an den Stichtag heranrücken, desto besorgter werden die Investoren, was dem Markt einen Abwärtstrend versetzt.

Wir hatten ja vorausgesagt, dass all diese Probleme im zweiten Halbjahr 2011 wie ein böser Albtraum auf uns zukommen würden. Es ist durchaus möglich, dass es sich bei der aktuellen Entwicklung um die Wiederholung der Ereignisse des Jahres 2008 handelt, nur dass Auslöser dieses Mal andere sind. Wall Street weiß bereits mehr als andere – die Banken und Handelshäuser haben schon mit Massenentlassungen begonnen.

Und auch die Preise steigen mittlerweile bereits seit Monaten. Der offizielle US-Verbraucherpreisindex liegt bei 3,6%, obwohl er in Wirklichkeit schon auf über 10% geklettert ist. Die offizielle US-Arbeitslosigkeit U3 liegt bei 9,1%, in Wirklichkeit beläuft sie sich auf 22,6%.

Für die Probleme Griechenlands wurde immer noch keine Lösung gefunden, obwohl man jetzt eine Vereinbarung mit den Kreditgebern getroffen hat. Und wenn wir über Griechenland hinausschauen, so stellen wir fest, dass die Probleme des Euros, der Eurozone und der Europäischen Union wahrscheinlich überhaupt nicht lösbar sind.

Die Bonitätsnoten für Staatsanleihen der Eurozonenländer brechen reihenweise nach unten weg, eine Entwicklung, die wir mit gewisser Skepsis betrachten. Warum haben die Kreditratingagenturen die Bonitätsnoten nicht bereits viel früher heruntergestuft? Wir gehen in diesem Zusammenhang davon aus, dass die Kreditratingagenturen vollständig durch Wall Street kontrolliert werden, und halten es nicht für einen Zufall, dass all diese Herabstufungen nahezu gleichzeitig durchgeführt werden.

Unserer Auffassung nach sind die Herabstufungen der Staatsanleihen der europäischen Länder zeitlich so geplant, dass die Schuldnerländer gezwungen sind, sich den Forderungen der europäischen Banken zu beugen. So ist es beispielsweise völlig offenkundig, dass der schwarze Adel Europas, der diese Banken kontrolliert, beabsichtigt, Griechenland finanziell zu vergewaltigen und das griechische Volk über Jahre hinweg als finanzielle Geisel zu nehmen. Darüberhinaus plant man, die fünf anderen hoffnungslosen Eurozonenländer in dieselbe Position zu manövrieren.

Bezüglich der 2008 einsetzenden Kreditkrise wurde bisher so gut wie nichts unternommen. In den USA wurden der Finanzsektor und die Regierung vorübergehend vorm Untergang bewahrt, aber das war es dann auch schon. Die Situation in Europa und in Großbritannien ist auch nicht besser. Sollte man in den USA bei einer Anhebung der Schuldenobergrenze scheitern oder Griechenland in die Pleite abrutschen, könnte dies zum Zusammenbruch des Weltfinanzsystems führen.

Die bereits seit langer Zeit durch die US-Notenbank Federal Reserve, die Bank of England und viele andere Zentralbanken anhaltenden Plünderungen werden gegenüber der Öffentlichkeit mittlerweile tagtäglich mithilfe des Internets und des Talk Radios aufgedeckt, und die Elitisten haben keine Handhabe, um dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten. Wir haben immer schon gesagt, dass es nicht allzu lange dauern dürfte, bevor die ganze Welt weiß, welches Spiel diese Elitisten bereits seit viel zu langer Zeit treiben.

Die Aufdeckung all dieser Tatsachen hat zur Folge, dass das Vertrauen der Öffentlichkeit in diese elitistischen Einrichtungen bedeutend geschwächt wird, da sich nun immer mehr Menschen fragen, was als nächstes kommt. Die gesamte Finanzbranche in den USA, Großbritannien und Europa ist heute anfälliger als je zuvor, und schaut man sich die jüngsten Wirtschaftsberichte an, stellt man fest, dass sich die Situation immer weiter verschlechtert.

Das ist auch der Grund, warum die Entwicklungen im Hinblick auf die US-Schuldenobergrenze und Griechenland von so entscheidender Bedeutung sind. Sollte hier etwas schiefgehen, kann jederzeit eine Panik ausbrechen.

Im US-Kongress treten die Demokraten außerordentlich feige auf. Sollte politisch keine Vereinbarung erzielt werden können, wird es auch keine weitere Anhebung der Schuldenobergrenze geben.

In China schwächt sich die Wirtschaftsentwicklung ebenfalls ab. Das Land hat mit bedeutenden Inflationsproblemen und einer Immobilienblase zu kämpfen. Auch Japan ist schwer getroffen worden.

Wie wir vorhergesagt hatten, wird die FED im Rahmen der zweiten Runde der quantitativen Lockerung (QE2) am Ende USD 900 Milliarden ausgegeben haben. Seit September 2008 hat die US-Notenbank insgesamt über USD 2,3 Billionen ins Finanzsystem gepumpt. Die US-Bundesregierung hat hier noch einmal USD 1,7 Billionen an Konjunkturprogrammen obendrauf gepackt. Wir kommen also auf insgesamt USD 4 Billionen, ohne dass eine Wirtschaftserholung feststellbar wäre.

Innerhalb der nächsten 12 Monate werden im Besitz der FED befindliche US-Staatsanleihen im Wert von USD 112 Milliarden endfällig, und es ist geplant, dass diese Gelder wieder in neue US-Staatsanleihen reinvestiert werden.

Die FED hält aktuell über USD 914 Milliarden an hypothekarisch besicherten Wertpapieren, die auch unter dem Namen Giftmüll bekannt sind, und weitere USD 118 Milliarden an Pfandbriefen von Fannie Mae und Freddie Mac. Es ist geplant, dieses Bestandsniveau zumindest bis September dieses Jahres aufrechtzuerhalten.

Im Juli und August dieses Jahres werden wieder neue Pläne geschmiedet werden, um dem US-Finanzministerium und den staatlichen Immobilienfinanzieren beizustehen. Darüberhinaus wird die FED zusätzlich noch für Konjunkturhilfen in Höhe von USD 850 Milliarden einspringen müssen, da der US-Kongress mit Sicherheit erst einmal kein weiteres Konjunkturpaket auflegen wird.

Die reale US-Arbeitslosigkeit beläuft sich auf 22,6%. Diese Zahl dürfte bis Ende dieses Jahres auf 23% ansteigen.

Die zwei Parteien im US-Kongress treffen sich bereits seit Monaten, haben sich jedoch bezüglich der Anhebung der Schuldenobergrenze bisher kaum auf etwas einigen können. Sollte hier kein Kompromiss zustande kommen, werden die US-Kreditratingagenturen wahrscheinlich eine Abwertung der Bonitätsnoten für die US-Staatsanleihen vornehmen, was einen Zinsanstieg zur Folge haben wird. Aktuell gibt es ja immer noch die Nullzinspolitik. Das Bild, das sich aus all dem ergibt, ist entsetzlich.

Wir sagten ja bereits im Mai 2010 voraus, dass die zweite Jahreshälfte 2011 Unmengen an Problemen mit sich bringen wird.

Wall Street rechnet mit demselben, womit auch wir rechnen, nur mit dem Unterschied, dass Wall Street es Ihnen nicht verraten wird. Man muss daher die Ausrichtung und die Gedankenwelt an Wall Street genau im Blick haben. Warum sonst sollten das Bankenwesen und die Handelshäuser denn Massenentlassungen planen und Gehaltskürzungen vornehmen?

Es ist völlig offenkundig, dass sich Wall Street darüber im Klaren ist, dass die Märkte wieder fallen werden, und sie dürften für die Zukunft mit jeder Menge Probleme rechnen. Die Vertreter von Wall Street sind pessimistisch, und das sollten sie auch sein, denn sie sehen dasselbe, was wir sehen. Außer Gold und Silber sowie Gold- und Silberminenaktien sollten Sie gar nichts mehr halten.

Die Nahrungsmittelpreise dürften sich im Verlaufe der nächsten 12 Monate noch einmal verdoppeln. Darüberhinaus erklärte OPEC bereits, dass die Ölförderung nicht ausgedehnt wird. Das bedeutet, dass Öl im nächsten Jahr zwischen USD 85 und USD 120 pro Barrel gehandelt werden dürfte, sollte nichts Unvorhergesehenes eintreten. In 2013 dürfte die Inflation daher aufgrund der zweiten Runde der quantitativen Lockerung auf 25% bis 30% klettern.

Und trotz all der aktuellen Finanzprobleme in Großbritannien und Europa ist der Dollar dennoch nicht in der Lage, daraus substantiell Gewinn schlagen zu können. Das ist absolut nachvollziehbar, wenn man berücksichtigt, dass eine Abwertung der US-Schulden durch die Kreditratingagenturen jederzeit möglich ist.

Moody´s erklärte jüngst, dass man nun darüber nachdenken würde, die Schulden von Wells Fargo, Citigroup und Bank of America herunterzustufen. Diese Aktien hat es in jüngster Zeit schwer erwischt, was ein unheilvolles Zeichen ist. Im Krisenjahr 2008 waren die Bankenaktien die ersten Papiere, die die Talfahrt einleiteten.

Der US-Wohnimmobilienmarkt ist im Jahresvergleich um weitere 5% gefallen, da sich die Eigenheimverkäufe weiter abschwächen und die Bestände der zum Verkauf stehenden Häuser nicht abgebaut werden können. Wir rechnen damit, dass die Eigenheimpreise in 2011 und 2012 um weitere 10% bis 20% nach unten gehen werden. Selbst wenn hier eine Bodenbildung einsetzen sollte, so stellt sich immer noch die Frage, wie lange es dauern wird, bis wieder eine Erholung einsetzt. 10 Jahre, 20 Jahre?

Ach ja, falls Sie es noch nicht mitbekommen haben sollten, das US-Verbrauchervertrauen ist nun auch wieder unter das Niveau von Ende 2008 abgesunken.

Bei der Griechenland-Krise gelang es den Griechen zwar, ein zweites Rettungspaket auszuhandeln, doch dürfte dieses gerade einmal für 12 Monate ausreichend sein. Diese Art der Rettungsmaßnahmen ist daher äußerst dürftig. Am Ende wird Griechenland die Insolvenz anmelden müssen, was auch für die anderen 5 Problemländer der Eurozone zutrifft.

Die Pleite der PIIGS-Länder bedeutet den Todesstoß für den Euro und das Bankensystem in Europa, Großbritannien sowie den USA. Nur sehr Wenige, auch unter den Experten, sind sich über den Ernst der Lage im Klaren.

Was die ganze Problematik zusätzlich verkompliziert, ist der Umstand, dass Moody´s den Ausblick für 13 italienische Banken gesenkt hat und andeutete, dass 16 weitere italienische Finanzinstitute ebenfalls heruntergestuft werden könnten.

Die deutsche Bankenvereinigung erklärte vergangene Woche, dass man die Kreditratings von Moody´s, S&P und Fitch nicht mehr länger akzeptieren würde, da diese erfunden seien und von Wall Street und dem US-Bankenwesen politisch instrumentalisiert würden. Vor geraumer Zeit war dasselbe bereits aus China zu vernehmen.

Unterdessen warnt die Europäische Zentralbank eindringlich vor den Entwicklungen in Spanien und Italien. Hier sind also neue Probleme unterwegs. Es ist völlig logisch, dass die Renditen für die Anleihen der Problemländer weiter steigen werden, genauso wie die Kosten für die entsprechenden Kreditausfallversicherungen. Die Ansteckung wird früher oder später um sich greifen und auch die kreditgebenden Länder erfassen. Diese Situation wird zu einer Liquiditätsverknappung führen.

Die Staatsverschuldung Griechenlands beläuft sich auf 143% des BIP. Italien ist von diesem Verschuldungsniveau mit aktuell 119% des BIP ebenfalls nicht weit entfernt. Während die Ansteckung weiter um sich greift, bleiben die Kreditaufnahmekosten für Griechenland hoch. Zur selben Zeit müssen Länder wie Italien, Spanien, Irland und Portugal ihre Schulden überrollen.

Und mit der Ansteckung geht auch ein Stimmungsumschwung einher, was wiederum zu einer Abschwächung der Wirtschaft führt und weltweite Auswirkungen haben könnte, da die Liquidität in diesem Falle in Richtung Gold, Silber und Rohstoffe fließt.

Alle Länder sind aktuell dazu gezwungen, ihr Wirtschaftswachstum aufrechtzuerhalten, damit die Steuereinnahmen generiert werden können, die zur Bedienung ihrer bestehenden und neuen Schulden notwendig sind. Das hat in der Vergangenheit jedoch nicht funktioniert und wird angesichts der politischen Maßnahmen, die eingeführt wurden, in Zukunft ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt sein.

Die Politiker und Zentralbanken sind ausschließlich daran interessiert, die korrupten Regierungen, Finanzinstitutionen und transnationalen Konglomerate mit Geldern auszustatten und am Leben zu halten. Diese selektiven Rettungsmaßnahmen gehen mit immer mehr Kriegsgetrommel einher – Spannungen, die absichtlich vom Zaum gerissen werden, um die Weltöffentlichkeit von der Finanz- und Wirtschaftssituation abzulenken.

Wer macht sich schon um die Zahlungsfähigkeit von Regierungen und Banken Gedanken, wenn man am nächsten Tag aufgrund von Kriegswirren bereits tot sein könnte? Ohne eine solche Ablenkung würden die Wirtschafts- und Finanzprobleme sofort auf den Titelseiten der Massenmedien landen, und das ist das Allerletzte, was die Elitisten gebrauchen könnten. Die Öffentlichkeit muss dumm gehalten werden, ansonsten wären die Elitisten garnicht in der Lage, sie um ihre Lebensersparnisse zu bringen.

Diese Ära neigt sich nun aber auch ihrem Ende, da die Menschen gerade die Wahrheit darüber erfahren, wer ihnen hier was antut und warum. Dies geschieht vor allem über das Talk Radio und das Internet, wodurch die Menschen auf dem gesamten Planeten erreicht werden.

Das kann man zurzeit sehr schön in Griechenland beobachten. Es werden jedoch noch viele andere Länder folgen, auch die USA. Am Ende werden sich die Menschen die Tyrannei der Banker nicht mehr länger gefallen lassen, ganz einfach aus dem Grund, weil sie nun besser über die Situation informiert sind und die Wahrheit kennen. Das Mantra „zu groß zum Scheitern“ wird im Mülleimer der Geschichte landen.

Die Antithese der Zentralbanken und der Fiatwährungen sind Gold und Silber. Beide Metalle waren in den vergangenen 6.000 Jahren das einzig wahre Geld. Innerhalb der letzten 11 Jahre ist diese Tatsache immer augenscheinlicher geworden.

Nachdem wir den Aktienmarkt in der zweiten Aprilwoche des Jahres 2000 verlassen hatten, empfahlen wir unseren Abonnenten im Juni desselben Jahres, Gold- und Silbermünzen, Edelmetallbarren sowie Gold- und Silberminenaktien zu kaufen.

Seit diesem Zeitpunkt haben die neun wichtigsten Währungen der Welt jedes Jahr gegenüber Gold und Silber um mehr als 20% an Wert verloren. Der Aktienmarkt hat gegenüber Gold und Silber während dieses Zeitraums ebenfalls substantiell an Wert verloren.

Die konzentrierten Goldverkäufe der Zentralbanken, die im Jahre 1988 ihren Anfang nahmen, waren in der Tat atemberaubend, doch gab es andererseits auch jede Menge Käufer, die bereit waren, diese Bestände zu erwerben, während der Goldpreis von USD 260 pro Unze auf USD 1.550 pro Unze und der Silberpreis von USD 3,50 pro Unze auf USD 50 pro Unze nach oben schoss.

Die Elitisten setzten alles daran, die Aufwärtsbewegung dieser Metalle zu unterdrücken und zu verhindern, dass Gold und Silber tatsächlich angemessene Preise erzielen, und dennoch entwickelten sie sich bisher prächtig.

Während dieses Zeitraums begannen viele andere Länder damit, systematisch Gold aufzukaufen, eine Strategie, die bis heute anhält. Der aktuelle Inflationsanstieg nahm in Wirklichkeit bereits vor 11 Jahren seinen Anfang, als die US-Notenbank und andere Zentralbanken sich gezwungen sahen, die deflationären Wirkungen der Einbrüche an den Aktienmärkten und später dann auch noch das Platzen der Immobilienblase zu bekämpfen – beides Blasen, die die FED absichtsvoll ins Leben gerufen hatte, um die Wirtschaft weiter am Leben zu halten.

Die Schaffung von Geld und Kredit ist die Antithese zur Deflation. Das ist auch der Grund, warum wir heute in dieser Situation stecken. QE1, QE2 sowie die US-Konjunkturpakete 1 und 2 sind nur die jüngsten Erscheinungen dieser wilden Geldschaffung, die schon bald im Rahmen der dritten Runde der quantitativen Lockerung voll in Fahrt kommen wird.

Der Währungskrieg ist bereits in vollem Gange, während die Fiatwährungen gegenüber Gold und Silber auf breiter Front verlieren, was auch in Zukunft weiter anhalten wird. All die Versuche, Gold und Silber zu diskreditieren, haben die Investoren nicht davon abhalten können, diese Edelmetalle zu kaufen. Im Ergebnis wurden die offiziellen Lagerbestände mittlerweile so stark abgebaut, dass nur noch sehr wenig Metall übrig ist, um weitere Aufwärtsbewegungen einzudämmen. Besonders bei Silber ist das der Fall.

Die Nachfrage nach Gold und Silber hält weiter unvermindert an, während die Edelmetallproduktion ins Stocken gerät, da es zunehmend schwerer wird, größere Lagerstätten ausfindig zu machen und die Produktionskosten der Minen aufgrund der durch die Zentralbanken geschaffenen Inflation immer weiter steigen.

Und die Erhöhungen der Hinterlegungspflichten am Papiermarkt werden den Aufwärtstrend von Gold und Silber langfristig ebenfalls nicht behindern können. Durch den Einsatz von Papierderivaten ist der langfristige Aufstieg von Gold und Silber nicht zu stoppen…

Die physischen Gold- und Silberbestände gehen immer mehr zur Neige und die Elitisten versuchen gerade, die Spekulanten aus diesen Märkten fernzuhalten, die Preise zu drücken und den Wunsch nach physischer Auslieferung einzudämmen.

Sie werden jedoch noch feststellen, dass ihre Bemühungen zum Scheitern verurteilt sind. Ihre konzentrierten Short-Positionen an der COMEX, die von der US-Börsenaufsicht CFTC und der US-Regierung einfach zugelassen werden – da die US-Regierung ja für diese Manipulation verantwortlich ist – werden am Ende ebenfalls nicht funktionieren.

Es ist offenkundig, dass am Edelmetall-Papiermarkt aktuell immer noch große Akteure bei ihren Manipulationen völlig ungehindert schalten und walten können, wofür sie auch die exzessiven Hinterlegungspflichten manipulieren und einsetzen. Am Ende wird sich der Gold- und Silbermarkt von diesen Manipulationen befreien und die freien Märkte werden wiederkehren.

In 4 Monaten wird der Chef der US-Notenbank Ben Bernanke erneut vor die Presse treten, um den Amerikanern zu erklären, was bis dahin alles geschehen ist. Die FED kann tun und lassen, was sie will, und die Öffentlichkeit erfährt so gut wie nichts über ihre Operationen, die darauf abzielen, ihre gefälschte Bilanz zu retten.

Die Ereignisse beschleunigen sich jedenfalls zusehends. Zum einen werden die Berichte der US-Bundessstaaten und Gemeinden bezüglich ihrer Finanzsituation erwartet und zum anderen stellt sich die Frage, ob die FED nach September eine dritte Runde der quantitativen Lockerung auflegen wird, nachdem die USD 900 Milliarden aus QE2 aufgebraucht worden sind. Auch bleibt abzuwarten, ob der US-Kongress am 02.08.2011 die Schuldenobergrenze anheben wird. Das sind alles außerordentlich wichtige Ereignisse, die man genauestens im Blick haben sollte.

Das Griechenland-Problem konnte zumindest für weitere 12 Monate neutralisiert werden, gelöst worden ist es nicht. Die Krise kann natürlich jederzeit wieder hochkochen, sollte es in Griechenland aufgrund der jüngsten Abstimmung zu einer Revolution kommen. Durch das Talk Radio und das Internet ist sich das griechische Volk im Klaren darüber, dass die Banken Finanzterroristen sind und es die Absicht der Banker ist, so viel als möglich aus Griechenland herauszuholen.

Zumindest kurzfristig dürfte eine griechische Staatspleite jedoch abgewendet worden sein. Die gravierenden Verluste europäischer, britischer und US-amerikanischer Banken sind so noch ein wenig länger hinausgezögert worden, vielleicht sogar für ein ganzes Jahr. Es dürfte interessant werden zu beobachten, was man versuchen wird – falls überhaupt noch irgendetwas versucht werden wird – um der Abschwächung der Weltwirtschaft zu begegnen.

Europa steht aktuell im Scheinwerferlicht der Medien, selbst nachdem nun eine neue Regelung mit Griechenland getroffen wurde und das griechische Parlament weitere Austeritätsmaßnahmen abgenickt hat. Die europäischen Staatsschuldenprobleme sind dadurch jedoch nicht verschwunden und werden es auch nicht.

Und es sind ja nicht nur die Staaten, bei denen sich Situation zusehends verschlechtert hat. Die Banken befinden sich in derselben Situation. Die Banker beteiligten sich in keinster Weise an den Rettungspaketen, da sie alle europäischen Politiker in der Tasche haben. So wird das Problem jedoch nicht gelöst werden.

Es könnte 50 Jahre dauern, bis all die Schulden abgeschrieben oder ausgeglichen sind, und so ist es auch keine Überraschung, dass sich die Medien gezwungen sehen, über das europäische Problem ausführlich zu berichten.

Doch während sich die Situation in Europa immer weiter verschärft, werden auch die Probleme Amerikas langsam wieder auf den Titelseiten landen, besonders wenn die Öffentlichkeit und Wall Street erst einmal erfahren, dass die US-Regierung Pensionsfonds der Bundesangestellten um USD 275 Milliarden ausplündern musste, um den Staatsbetrieb bis zum 02.08.2011 am Leben zu halten, ohne dass sie jedoch in der Lage wäre, die Gelder später wieder zurückzuzahlen.

Und was wird passieren, sollte der Kongress die Schuldenobergrenze nicht anheben? Wird die Regierung die Plünderung der Pensionsfonds fortsetzen oder eine Gesetzgebung verabschieden, um die privaten Rentensparpläne zu verstaatlichen? Für ein bankrottes Land sind USD 6 Billionen ein wahrer Leckerbissen. Derartige Gesetze zu verabschieden, dürfte ein Leichtes sein, da unsere Herren und Meister an Wall Street und im Bankenwesen 95% des Kongresses gekauft haben. Der durchschnittliche Amerikaner hat bei Regierungsfragen überhaupt nichts mehr zu melden.

Ja, so sieht´s aus. Ein langer heißer Sommer. Nichts hat sich geändert, außer dass auf dem Deck der Titanic ein paar Stühle verrückt worden sind. Das Schiff sinkt immer noch.

Weitere Artikel zu diesem Thema


  • Zusammenbruch des Euros: Washington und Wall Street schießen sich ein
  • Washington, Wall Street und den Ratingagenturen kommt der Zusammenbruch des Euros sehr gelegen. Die rasch steigenden Zinsen auf die Staatsanleihen der Eurozonen-Pleiteländer könnten sogar die kreditgebenden Länder und den Internationalen Währungsfonds mit in den Abgrund reißen. Die Abwertungen der PIIGS-Länder durch die Kreditratingagenturen, die bereits vor Jahren hätten erfolgen müssen, sind ein Witz. Die Probleme
  • Finanzkrise 2.0: Schlechte Stimmung macht sich breit
  • Die Stimmung ist mies und die Wahrscheinlichkeit, dass es die weltweiten Investoren mit der Angst zu tun bekommen und den Panikknopf drücken, wächst zusehends. Sollte sich die Situation in den USA und Europa in nächster Zeit nicht wieder abkühlen, dürften wir es recht bald mit einer neuen vollumfänglichen Finanzkrise zu tun bekommen
  • Finanzpanik an Wall Street kann jederzeit ausbrechen
  • Geplante Massenentlassungen bei den Großbanken, explodierende Energiepreise, katastrophale Wirtschaftsmeldungen und das sinkende Verbrauchervertrauen – die Parallelen zwischen den bisherigen Entwicklungen des Jahres 2011 und dem Krisenjahr 2008 sind frappierend. Die Hinweise mehren sich, dass an Wall Street jetzt jederzeit eine vollumfängliche Finanzpanik ausbrechen kann
  • Aktien-Rally: Der Bullenmarkt, den niemand auf dem Radar hat!
  • Der Aktienmarkt schraubt sich unterdessen ironischerweise immer weiter in die Höhe, weil die Menschen den Markt nach wie vor shorten und auf diesen Unsinn hören. Diese fortwährenden Short-Positionen sind genau der Treibstoff, der für den sukzessiven Marktanstieg sorgt.
  • Wall Street Banken schütten 2010 USD 144 Milliarden an Mitarbeiter aus
  • Die Einschätzungen des Trendforschers Gerald Celente und des Finanzmarktexperten Peter Schiff bezüglich des aktuellen Zustands der US-Wirtschaft sind deckungsgleich: In den USA gibt es keine freie Marktwirtschaft, sondern Faschismus – ein sozialistisches Subventions- und Korruptionssystem, in welchem die Washingtoner Gesetzgeber im Auftrag ihrer Herren und Meister, den Wall Street Bankern, agieren