Gold & Silber: Inflationsschock und Staatspleiten werden Edelmetallpreise explodieren lassen

Marktbeobachter und Investoren gehen aufgrund der Gelddruckmaßnahmen der Zentralbanken und der steigenden Gefahr von Staatspleiten von massiven Preisexplosionen am Edelmetallmarkt aus

Propagandafront.de, 01.07.2011

Der angesehene Edelmetallinvestor James Turk, der die aktuelle Silberpreisentwicklung bereits zu Beginn dieses Jahres ziemlich genau vorhergesagt hatte, hält es für möglich, dass die Edelmetalle, besonders Gold, während der Sommermonate bedeutende Zugewinne verzeichnen werden.

Im Hinblick auf die aktuellen Austeritätsaufstände und Demonstrationen in der westlichen Welt und eine weitere Zuspitzung des Staatsschuldendebakels der Industrieländer erklärte Turk am 28.06.2011 gegenüber King World News:

„Ich weiß nicht, wie die Sache ausgehen wird…, aber man kann die immer stärker werdenden Spannungen, nun wo die heißen Sommermonate immer näher rücken, ja förmlich spüren. Es ist sehr vernünftig, von weiter anwachsenden Unruhen auszugehen. Es sind ja nicht nur Griechenland und Spanien, auch hier in Großbritannien ist für Donnerstag ein großer Streik geplant. Diese Art von Gewerkschaftsaktivitäten ist während Phasen bedeutender Inflation völlig normal.

Die Menschen müssen sich über die Tatsache im Klaren sein, dass den Regierungen gerade das Geld ausgeht, wo mir dann auch wieder mein Lieblingsspruch von Magret Thatcher einfällt: ´Das Problem beim Sozialismus ist, dass einem am Ende das Geld anderer Leute ausgeht.` Es gibt aktuell auch jede Menge Spannungen, die nicht mit Gewerkschaften in Zusammenhang stehen, da die steigenden Kosten zusehends den Lebensstandard vernichten…

Tatsache ist, dass die Regierungspleiten immer wahrscheinlicher werden, was den Grund, warum man Gold und Silber besitzen sollte, nur noch mehr unterstreicht. Der Sommer hat gerade erst begonnen und ich bin immer noch der Meinung, dass dieser Sommer wie 1982 wird und in die Geschichtsbücher eingeht.“

Die letzte Sommerrally am Goldmarkt gab es 1982. Damals brach aufgrund der Zahlungsunfähigkeit Mexikos eine Panik an den Märkten aus, was zur Folge hatte, dass sich der Goldpreis in den darauffolgenden 6 Monaten verdoppelte. Alleine von Mitte Juni bis Ende September verteuerte sich Gold um 50%.

Die westlichen Regierungen versuchen gerade mit aller Macht ihre Finanzhaushalte noch ein wenig länger zusammenzuhalten, während die Zentralbanken die Druckerpressen auf Hochtouren laufen lassen, um zur Rettung der insolventen Banken und maroden Staatsfinanzen immer größere Mengen an Geld und Kredit aus dem nichts zu schaffen.

Goldpreisentwicklung auf Dollarbasis in 2011 - Zum Vergrößern anklicken.

Der Investmentanalyst Chris Martenson wies am 29.06.2011 in einem Artikel über Edelmetalle darauf hin, dass die Geldmengenexplosion der letzten Jahre mit der Wirtschaftsentwicklung überhaupt nicht in Einklang steht, und erklärte, dass Gold und Silber in den kommenden Jahren seiner Auffassung nach „viele Male höher“ notieren werden als heute:

„Mit ´geldpolitischer Rücksichtslosigkeit` meine ich die Schaffung von Geld aus dem nichts und den Einsatz von mehr Liquidität, als eine produktive Wirtschaft in Wirklichkeit benötigen würde. Die Zentralbanken auf der ganzen Welt machen dies bereits seit Jahrzehnten und nicht erst seit Beginn der großen Finanzkrise. In Bezug auf Gold heißt das, dass die weltweiten Goldbestände seit 1980 jährlich um etwa 3% zulegten, während die Geldmengenversorgung in diesem Zeitraums jedoch mit einer fast dreimal so hohen Rate stieg.


Das ist zugegebenermaßen eine unfaire Perspektive, da die Wirtschaft ebenfalls gewachsen ist, aber das Geld- und Kreditwachstum hat selbst die nach oben hin völlig verzerrten BIP-Zahlen locker und mit bedeutendem Abstand schlagen können. Und da die Wirtschaft jetzt unter dieser viel zu großen Schuldenlast stagniert, während das Kreditsystem weiterhin aufrechterhalten wird, so als wäre dies auf ewig möglich, können Sie nun dabei zusehen, wie die daraus resultierenden zusätzlich geschaffenen Dollars zu höheren Preisen für Waren und Dienstleistungen führen.“

Und die Monetisierungsmaßnahmen gehen weiter. Die US-Notenbank Federal Reserve hat schon verlautbart, dass die Gewinne aus den auslaufenden bereits monetisierten US-Staatsanleihen wieder für den Kauf neuer US-Staatsanleihen verwendet werden, ein Programm, dass die Massenmedien bereits als „QE2.5“ bezeichnen. CNN kommentierte das mit den Worten:

„QE2 steht kurz vor dem Ende. Aber die Federal Reserve wird dennoch riesige Mengen an langfristigen US-Staatsanleihen aufkaufen. Fakt ist, dass die Käufe der FED innerhalb der kommenden 12 Monate bei mindestens USD 300 Milliarden liegen werden, also der Hälfte von QE2 – selbst wenn QE3 nie aufgelegt werden wird.“

USD 300 Milliarden sind natürlich nicht ausreichend, um das nordamerikanische Finanz-Armageddon aufzuhalten. Nach Auffassung von Bob Chapman vom The International Forecaster sind in den kommenden Monaten weit über USD 1,6 Billionen nötig, will man verhindern, dass die US-Wirtschaft sofort von einem massiven Abwärtssog erfasst wird und in eine deflationäre Depression abrutscht.

Die fortwährenden Monetisierungsmaßnahmen und deren Auswirkungen auf die Edelmetallpreise kommentierte der Investmentexperte Peter Schiff heute mit den Worten:

„Nun ja, ich bin überrascht, dass Gold so billig ist, angesichts all des Geldes, das wir bereits gedruckt haben, und dem Geld, das wir zu drucken drohen. Gold könnte auf über USD 10.000 klettern – der Dollar hat keinen Boden unter den Füßen, und für Gold gibt es keine Decke nach oben…Ich weiß nicht, wie rücksichts- und verantwortungslos die Federal Reserve und der Kongress am Ende sein werden, sie könnten aber mit Sicherheit rücksichtlos genug sein, um den Goldpreis über USD 10.000 zu jagen.“

Die Aussichten für Silber sind aus Sicht vieler Marktbeobachter, also jener, die sich bereits in der Vergangenheit durch wirklichkeitsnahe Prognosen auszeichneten, ebenfalls sehr positiv. Eric Sprott, der mit seiner Firma Sprott Asset Management als einer der größten Investoren im Silbermarkt agiert, schrieb in seinem jüngsten Artikel:

„Für uns sind die negativen Meinungen bezüglich der Silberpreisentwicklung nur schwer nachvollziehbar. Wir schauen uns den realen Silbermarkt an, und basierend auf den Daten zur Angebots- und Nachfragesituation, die von den realen, physischen Silbermärkten kommen, werden die Fundamentaldaten zusehends stärker.

Nichtsdestotrotz gibt es auch noch einen anderen Silbermarkt…welcher mit dem realen physischen Silbermarkt praktisch überhaupt nichts zu tun hat. Und obwohl die Silberinvestoren im Hinblick auf die Preisfindung bei Silber seit Jahrzehnten unter der Tyrannei eines betrügerischen Papiermonopols zu leiden hatten, scheint es uns, als würde sich das Blatt nun wenden.

In einer Zeit, wo die quantitativen Lockerungsmaßnahmen ins Endlose getrieben werden, agieren auch die Investoren mit ihrem Kapital zunehmend ängstlicher und verlangen daher in großer Zahl nach physischem Silber.“

Eric Sprott bezeichnet Silber, als das Investment dieses Jahrzehnts. James Turk und Peter Schiff rechnen damit, dass Silber innerhalb der nächsten Jahre auf über USD 200 pro Feinunze klettert, während der Edelmetallanalyst Mike Maloney gar davon ausgeht, dass das weiße Metall am Ende des säkularen Edelmetallbullenmarkts bis in den vierstelligen Preisbereich explodieren könnte.

Silberpreisentwicklung auf Dollarbasis in 2011 - Zum Vergrößern anklicken.

Silber fiel am heutigen Handelstag zwischenzeitlich auf unter USD 33,50 pro Feinunze und liegt damit nur noch USD 2 über seinem 200-Tage-Schnitt, während es nun bereits deutlich unter seinem 50-Tage-Schnitt in Höhe von USD 37,75 pro Feinunze liegt.

Beim Kauf von Gold und Silber ist es empfehlenswert, auch deren Saisonalität nicht außer Acht zu lassen. Beide Metalle sind aufgrund der jährlichen Nachfragezyklen, die sich unter anderem durch Festivitäten im asiatischen Raum, die Weihnachtssaison und ähnliches mehr begründen, während der Sommermonate meist günstiger zu haben als im Herbst und Winter.

Laut einigen Marktbeobachtern hat die Bodenbildung nach der extremen Silberkorrektur, die Anfang Mai dieses Jahres ihren Lauf nahm, zu weiten Teilen bereits stattgefunden. Robin Griffiths, der bereits seit über 40 Jahren die Edelmetallmärkte beobachtet, erklärte dazu am 28.06.2011 gegenüber King Word News:

„Im Hinblick auf Silber – das natürlich einen Riesensatz nach oben machte, um Gold einzuholen, und danach einige [Marktteilnehmer] abschüttelte, nachdem es zu schnell gestiegen war – glaube ich, dass das Tief dieser Korrekturphase bereits erreicht wurde und wir nur Tage vor dem richtigen Kaufzeitpunkt stehen, um erneut in Silber zu gehen.“

Gold und Silber sind die sichersten Währungen auf dem Planeten. Im Gegensatz zu den Papiergeldwährungen konnten Gold und Silber ihren inneren Wert über Jahrtausende hinweg erhalten. Nachdem wir nun bereits seit fast 30 Jahren einen globalen Papiergeldstandard haben, bröckelt es jetzt zusehends an den Rändern des Geldsystems der westlichen Welt und bei den Regierungsfinanzen der Industrieländer.

Papiergeldsparer sollten sich ernsthaft überlegen, ob sie auf die Fähigkeit der westlichen Regierungen vertrauen, sich aus diesem Schuldendesaster befreien zu können, oder ihre hart erarbeiteten Ersparnisse nicht besser in Gold und Silber umschichten, bevor es zu spät ist. Nach Auffassung der Edelmetallexperten scheint der säkulare Edelmetallbullenmarkt jedenfalls weiterhin voll intakt zu sein.

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