Gold- und Silberpreismanipulation scheitert – Preisexplosionen bis März 2012

Die jüngsten Manipulationen am Edelmetallmarkt sind gescheitert. Gold dürfte angesichts der aktuellen Entwicklung bereits im März 2012 bei über USD 3.000 pro Unze liegen

Bob Chapman, The International Forecaster, 27.08.2011

Es ist mittlerweile fast drei Jahre her, seit die US-Notenbank Federal Reserve den Leitzins auf 1% und später sogar bis auf fast 0% absenkte. Den Mitgliedsbanken der FED ist es dadurch möglich, sich kostenlos Geld zu leihen. Die durch die FED an die Großbanken vergebenen Kredite unterlegen nur geringer bzw. keinerlei Kontrolle, so dass diese Banken, von denen einige zu den Eigentümern der FED gehören, mit den Geldern machen können, was sie wollen.

Teilweise ist es sogar so, dass die FED für 0% Kredite vergibt, nur um die Gelder dann von den Kreditnehmern zu höheren Zinsen wieder zurückzunehmen, was den Banken risikofreie Gewinne beschert – Gewinne, die ansonsten dem US-Finanzministerium und den US-Steuerzahlern gehören würden, Gewinne, die größtenteils auf die Schaffung von Geld und Kredit durch die US-Notenbank zurückzuführen sind.

Und die Banken sind angesichts all dieser Gelder so überglücklich, dass die FED bereits erklärte, die aktuelle Geldpolitik auch die nächsten zwei Jahre fortsetzen zu wollen. Auf diese Weise machen die Banken enorme spekulative Gewinne, um ihre gigantischen Verluste auszugleichen, während die Wirtschaft zu selben Zeit immer tiefer in die inflationäre Depression abrutscht. Das ist die Tyrannei unseres fast seit 100 Jahren bestehenden im Privatbesitz befindlichen Bankensystems.

Die uneingeschränkte Nutzung von Geld und Kredit hat die USA in ein geldpolitisches Labyrinth geführt, aus dem sie nicht so einfach wieder herauskommen. Das passiert nun einmal, wenn die FED in der Lage ist, nach eigenem Gutdünken Geld und Kredit zu schaffen, ohne dass sie durch eine Golddeckung in ihren Aktivitäten beschränkt wird.

Die Federal Reserve hat die US-Bürger ihres soliden Geldsystems beraubt und sie gleichzeitig um ihre Freiheiten gebracht, indem ihr Vermögen und ihre Ersparnisse mithilfe der Inflation vernichtet wurden, eine Entwicklung, die angesichts der Aktivitäten derjenigen, die sich für die Herren und Meister des Universums halten, zwangsläufig eintreten musste.

Als man am 15.08.1971 erst einmal die Golddeckung des US-Dollars abgeschafft hatte, waren die alten geldpolitischen Strategien Geschichte und eine neue Ära, die wir heute bewundern können, nahm ihren Anfang. Während der Interventionsphase stieg der Goldpreis von USD 35 pro Unze auf jüngst USD 1.900 pro Unze. Diese Zugewinne beim Goldpreis spiegeln den Wertverlust des Dollars über einen Zeitraum von 40 Jahren wider. Wir sagten diese Entwicklung bereits zu Beginn der 60er Jahre voraus, aber nur wenige wollten hören. Heute folgen unseren Ausführungen Millionen.

Die Federal Reserve, Wall Street und das Bankenwesen waren in der Lage, diese Situation aufrechtzuerhalten, weil sie auf die Unwissenheit der Massen, ja selbst der gut gebildeten Bürger, bezüglich des Geldsystems zählen konnten. Und es ist diese Gleichgültigkeit der Menschen, die auch den Untergang des aktuellen Systems bedeutet. Die Amerikaner weigern sich, ihre Ausgaben und die Kreditausweitung einzuschränken und glauben, dass System könnte auf immer und ewig so weitergehen. Jetzt fangen sie jedoch langsam an zu begreifen, dass dies nicht der Fall ist.

Das Spiel, die Wirtschaft und das Finanzwesen fortwährend künstlich zu beleben, wird nicht nur in den USA praktiziert, sondern findet auch in Europa und Großbritannien statt. Die G7-Finanzminister und Zentralbanker boten keinerlei Lösungsvorschläge an, genausowenig wie Sarkozy oder Merkel. Die Europäer und Briten werden bald aus ihrem Augusturlaub zurückkehren, ja und vielleicht bringen sie sogar ein paar neue Ideen mit, wie sie ihre Wirtschaften wiederbeleben können.

Seit März dieses Jahres ist es zu einer raschen Abschwächung der Weltwirtschaft gekommen, und das trotz massiver Ausgaben. Die Europäische Zentralbank intervenierte im EU-Anleihenmarkt, um die Dinge solange am Laufen zu halten, bis die Urlauber wieder daheim sind. In Europa ist man nun mit den schlimmsten Finanzproblemen der letzten 100 Jahre konfrontiert, aber hey, die Ferien gehen vor. Es handelt sich hierbei um Realitätsverlust oder das Leiden an einer Krankheit, die auch unter dem Namen Sozialismus bekannt ist.

In der Zwischenzeit haben die Schweiz und Japan alle Hände voll damit zu tun, ihre Währungen abzuschwächen, damit ihr Export weiter wettbewerbsfähig bleibt. Das ist der die Währungen betreffende Aspekt der Flucht in Richtung Qualität.

Die anderen sichern Häfen, Gold und Silber, wurden dank der US-Regierungen und weiterer mit der „Arbeitsgruppe des Präsidenten über Finanzmärkte“ zusammenarbeitender Kräfte massiv nach unten gedrückt. In gerade einmal drei Handelstagen wurden der Goldpreis von USD 1.900 pro Unze auf USD 1.700 pro Unze und der Silberpreis von USD 44 pro Unze auf USD 39 pro Unze in die Tiefe geschickt.

Da wir über 25 Jahre als professionelle Edelmetallhändler aktiv gewesen sind, wussten wir auch, dass eine Korrektur kommen musste, und die Entwicklung der vergangenen Tage ist die bestmögliche Art, wie diese Korrektur hätte eintreten können. Die Gold- und Silbermärkte haben bereits am Freitag eine neue Richtung eingeschlagen und dürften jetzt bereit sein, ihre Aufwärtsbewegung wieder fortzusetzen. Auf dem Weg nach oben gibt es von nun an nur noch wenig oder gar keinen Widerstand mehr.

Die Preisschwankungen bei Gold und Silber fallen gewaltig aus, und zwar in beide Richtungen. Scharfe Korrekturen einzuleiten, ist einfach nur sinnlos, da dadurch nicht weniger massive Gegenbewegungen erzwungen werden. Die besten und cleversten Marktkorrekturen sind all jene knirschenden Marktbewegungen, wo dasselbe Ergebnis über Wochen und Monate hinweg erzielt wird, anstatt wie jetzt in gerade einmal 3 Tagen.

Man kann Gold und Silber mit derartigen Manövern nicht den Gar ausmachen, da es sich bei den beiden Edelmetallen um die einzigen sicheren Häfen und brauchbaren Alternativen handelt, um sich vor Fiatwährungen und den verschwenderischen geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen der Regierungen zu schützen. Nach der dreitägigen Korrektur agierten wir bereits wieder als Käufer.

Die Marktmanipulationen können auch nicht von der Tatsache ablenken, dass Gold jetzt wieder den Status der Weltreservewährung erlangt hat, ein Status, der auch die verbrecherischen Machenschaften der Regierungen und Zentralbanken überleben wird. Wenn Sie entsprechend Geduld mitbringen, werden Sie verstehen, was wir damit meinen.

Die aktuellen Ereignisse erinnern uns doch stark an den 19.10.1987, als wir in London Zeugen wurden, wie die US-Regierung illegal den Goldmarkt manipulierte und den Preis um USD 100 pro Unze drückte, und zwar aus denselben Gründen wie in den 3 Tagen der vergangenen Woche. Man kann immer darauf vertrauen, dass die Regierung und diejenigen, die die Regierung kontrollieren, ausschließlich in ihrem eigenen Interesse und nicht im Interesse des Volks agieren.

Ein Hinweis, dass die Bewegungen beim Gold- und Silberpreis rein manipulativer Humbug sind, ist die Tatsache, dass der Dollar eine entsetzliche Performance hinlegte, obwohl sein Wert während derartiger Korrekturen eigentlich explodieren müsste, so wie im Jahre 2008, als der US-Dollar um 25% zulegte. Vergangene Woche stand sich der Dollar jedoch selbst im Weg. Bis zu diesem Zeitpunkt waren Gold, Silber und US-Staatsanleihen die großen Gewinner, und die krassen Manipulationen durch die korporativistisch-faschistische US-Regierung wird daran auch in Zukunft nichts ändern.

Vor drei Jahren arbeiteten die Banken mit einem Kredithebeln von 70:1, bei den Hedge-Fonds lag der Kredithebel bei 100:1. Heute liegt der Faktor bei 10:1 bzw. 40:1. Das ist eine bedeutende Differenz. Wir können daher nicht davon ausgehen, dass es in Zukunft erneut zu einem derart massiven Fremdkapitalabbau kommen wird, wie er noch vor wenigen Jahren stattfand.

Die Banken halten immer noch Unmengen an Giftmüllpapieren, die sie vor Jahren selbst verbrieft haben, und betreiben immer noch doppelte Buchführung, doch die wilde und ungezügelte kreditgehebelte Spekulation ist erst einmal Geschichte. Diese Art der Spekulation wurde nun von einer moderateren Art der Spekulation abgelöst, was auch dazu führte, dass sich die Einstellung der US-amerikanischen Gesellschaft im Hinblick auf die Kreditaufnahme bereits ein klein wenig geändert hat.

Die Investoren sind sich über die Marktmanipulationen, ungedeckten Leerverkäufe und das Front-Running, das heutzutage auch als Hochfrequenzhandel oder Flash-Trading bezeichnet wird, im Klaren. Es handelt sich hierbei um Dinge, die von der US-Börsenaufsicht SEC einfach ignoriert und zugelassen werden. Dies führte dazu, dass zahlreiche Investoren aus den allgemeinen Anleihen- und Aktienmärkten in sichere Investments wie Gold- und Silbermünzen, Gold- und Silberbarren und Gold- und Silberminenaktien flüchteten.

Langsam wird jeder begreifen, dass sich alles nur um die Staatsschulden dreht. Das sieht man aktuell sehr schön an der deutschen Haltung im Hinblick auf die Ausgabe von Eurobonds zur Finanzierung der sechs Eurozonenpleiteländer. Die Deutschen haben völlig Recht, wenn sie die Subventionierung der Verlierer ablehnen. Sie wollen ihre Verluste eingrenzen und raus aus dem Euro. Die Deutschen sind es leid, Europa mit durchzuschleifen. Hier findet sich auch der Grund dafür, warum die Europäer aktuell so stark in physisches Gold und Silber und Edelmetallaktien gehen.

Es steht völlig außer Frage, dass das alternative Talk-Radio und die alternativen Internetmedien weltweit einen enormen Einfluss haben. Die Amerikaner begreifen endlich, dass bei unserem Finanz- und Wirtschaftssystem etwas verdammt falsch läuft. In den USA werden die Investoren auch in Zukunft in Massen aus den Aktien- und Anleihenmärkten flüchten, mit Ausnahme von Gold- und Silberaktien, die sie behalten werden. Jeden Tag kommen der Gruppe, die bereits in mit Gold und Silber in Zusammenhang stehenden Vermögenswerten investiert ist, neue Anleger hinzu…

Das amerikanische Wirtschafts- und Finanzsystem befindet sich gerade im Niedergang. Es muss durch ein neues System ersetzt werden, das nicht von Wall Street, dem Bankenwesen und den transnationalen Konglomeraten – also den Eignern der US-Notenbank – kontrolliert wird. Die Leute an der Spitze sind nicht in der Lage, den Menschen eine Lösung zu offerieren, sie sind ausschließlich daran interessiert, ihre Macht und Kontrolle über das amerikanische Volk aufrechtzuerhalten.

Nur 1% der US-Bürger ist sich dieses Problems bewusst. Weitere 15% verstehen einen bedeutenden Teil des Problems und 35% haben schon einmal davon gehört, halten es jedoch für eine Verschwörungstheorie. Die anderen 50% sind hoffnungslose Fälle, die es erst verstehen werden, wenn es bereits zu spät ist.

Die Menschen sollten sich auf alle Eventualitäten vorbereiten, doch die meisten tun es nicht. Diejenigen, die Langzeitnahrung einlagern – also genau das tun, was die Regierung rein zufällig ebenfalls seit geraumer Zeit praktiziert – Wasserfilter kaufen und sich um Methoden kümmern, wie sie ihre Familie schützen können, sind auf dem richtigen Weg, ihr physisches Überleben zu sichern. Für diese Gruppe gibt auch nur ein Investment: Physisches Gold und Silber und Gold- und Silberminenaktien. Das ist die einzige Möglichkeit, wie man sein Vermögen schützen kann.

Gold befindet sich auf dem Weg in Richtung USD 3.000 bis USD 3.200 pro Unze, ein Preis, den das gelbe Metall Anfang März nächsten Jahres erreicht haben dürfte. Silber sollte dann bei USD 100 pro Unze liegen. Diese Gelegenheit sollte man sich nicht entgehen lassen.

Es nennt sich Insolvenz. Die US-Bundesregierung ist pleite und die geschaffenen Schulden sind nicht rückzahlbar. Unter derartigen Umständen ist es auch nicht verwunderlich, dass die Regierung nur noch auf eine passende Gelegenheit wartet, um an die privaten Rentensparplänen in Höhe von USD 6 Billionen zu gelangen, wofür sie den Amerikanern dann im Gegenzug jährliche Annuitäten garantiert. Doch wie kann ein Pleitestaat irgendetwas garantieren?

Genauso wie die US-Regierung im Rahmen des kürzlich verabschiedeten Haushaltskontrollgesetzes 2011 nach den staatlichen Rentenzahlungen und staatlichen Krankenkassenleistungen langte – also Leistungen, für welche die US-Bürger zuvor eingezahlt haben – wird sie nun auch versuchen, sich die privaten Rentensparpläne einzuverleiben. Diejenigen, die die Regierung kontrollieren, interessieren die Belange der Amerikaner überhaupt nicht. Aus ihrer Sicht handelt es sich bei den Amerikanern schlichtweg um nutzlose Esser.

Die Arbeitsplätze sind weg, sie wurden in Schwellenländer und die Dritte Welt Länder verlagert, eine Entwicklung, die seit Beginn der 80er Jahre anhält. Man nennt es Freihandel, Globalisierung und Auslagerung. Die gutbezahlten Arbeitsplätze werden nie wieder in die USA zurückkehren, außer der US-Kongress erhebt Schutzzölle auf Waren und Dienstleistungen und die US-Bürger setzen maßgebliche gesellschaftliche Veränderungen durch. Sie sollten eingehend über all dies nachdenken, denn tun Sie dies nicht, könnte es sein, dass es für Sie kein Happy End geben wird und Sie am Ende unter der Brücke landen werden.

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