Euro-Crash: Eurozonenländer bekommen ihre Nationalwährungen wieder

Die Eurozonenländer werden zu ihren nationalen Währungen zurückkehren. Es ist unrealistisch davon auszugehen, dass Deutschland auf immer und ewig den Zahlmeister Europas spielt. Das deutsche Volk wacht langsam auf und spricht sich mehrheitlich gegen weitere Rettungspakete aus. Bis Mitte September dürfte sich entscheiden, wie der zeitliche Ablauf des Zusammenbruchs der europäischen Einheitswährung aussehen wird

Bob Chapman, The International Forecaster, 03.09.2011

Wir fanden es recht amüsant, als Bernanke nach dem jüngsten Treffen des Offenmarktausschusses der US-Notenbank auf der Pressekonferenz erklärte, dass in den Bilanzen von US-amerikanischen Banken nur wenige griechische Risiken schlummern würden. Dabei scheint der die USD 16,1 Billionen an FED-Krediten sowie die USD 150 Milliarden an Kreditausfallversicherungen, die seitens New Yorker Banken ausgegeben wurden, ganz vergessen zu haben.

Wir gehen nicht davon aus, dass die USA und Großbritannien den Folgen eines europäischen Zusammenbruchs entkommen werden. Wir weisen seit anderthalb Jahren darauf hin, dass Griechenland die Zahlungsunfähigkeit erklären soll, da eine Pleite ohnehin unabwendbar ist. Die griechische Regierung hat dies natürlich nicht getan, sondern zieht es vielmehr vor, ihren illuministischen Freunden die Vermögenswerte des Landes – griechisches Privat- und Staatsvermögen – auf einem Silbertablett zu servieren.

Überall in Europa sind die Banken massiven Risiken ausgesetzt, selbst deutsche Sparkassen. Und einige US-amerikanische Geldmarkt- und Pensionsfonds halten bis zu 60% ihrer Gelder in Vermögenswerten, die mit den sechs schwächeren Eurozonenländern in Zusammenhang stehen. Das Risiko ist also bei weitem größer, als der Chef der US-Notenbank einräumen will.

Die große Frage ist, was das deutsche Bundesverfassungsgericht zu alldem sagen wird. Die Investoren sollten am besten mit ihren Vermögensberatern oder Banken in Kontakt treten, um in Erfahrung zu bringen, wie schlimm es sie erwischen könnte. Sollte das Gericht die Rettungspakete für rechtmäßig erklären, kommt es in Deutschland zu einer parlamentarischen Abstimmung. Das Gericht könnte die Rettungspakete aber auch ablehnen, was eine ganze Reihe neuer Probleme mit sich brächte.

Ehrlich gesagt, können wir es kaum abwarten, dass der Euro untergeht. Die nationalen Währungen werden wiederkommen und ein Großteil der Fehlinvestitionen wird dann Geschichte sein. Das ist das Beste, was Europa und der Welt passieren kann. Der Fehler namens Euro wird dann vorbei sein, und die Länder können aus der Eine-Welt-Philosophie wieder in die Realität zurückkehren.

Wir haben in der Vergangenheit mehrfach darauf hingewiesen, dass im Falle einer wie auch immer gearteten Zahlungsunfähigkeit der PIIGS-Länder zahlreiche Banken in die Pleite abrutschen würden. Darüberhinaus haben US-amerikanische Geldhäuser Kreditausfallversicherungen (CDSs) im Umfang von USD 90 bis USD 150 Milliarden an irische, portugiesische und griechische Banken verkauft. Sollten diese drei Länder die Zahlungsunfähigkeit erklären, könnte es also auch verschiedene US-Banken in den Abgrund reißen.

Es scheint, als würden wir gerade eine Wiederholung des Jahres 2008 erleben. Zwischen dem 07. September und dem 15. September dürften wir eine Vorstellung davon bekommen, wo die Reise hingeht. Und selbst wenn die Käufe von Staatsanleihen der schwächeren Eurozonenländer bewilligt werden und man weitere Rettungsgelder verabschiedet, sind die der Krise zugrunde liegenden Probleme dadurch immer noch nicht gelöst.

Die Weltwirtschaft schwächt sich zurzeit weiter ab und all jene, die der Meinung sind, dass die USA von dieser Entwicklung unberührt bleiben werden, haben keine Ahnung, was sich hier in Wirklichkeit abspielt.

Die Europäische Zentralbank wird kein einziges Problem lösen, indem sie die schlechten Vermögenswerte aus den Bankbilanzen verschwinden lässt und im Gegenzug neue Gelder bereitstellt, vielmehr wird sie sich dadurch in derselben Situation wie die US-Notenbank Federal Reserve wiederfinden, die von einer quantitativen Lockerungsmaßnahme zur nächsten springt, ohne jemals den Versuch zu wagen, das zugrunde liegende Chaos bei den Banken in Angriff zu nehmen. Die Krise weiter hinauszuzögern, ist jedenfalls nicht die Lösung.

Es wird niemals genügend Wirtschaftswachstum geben, das es den sechs schwächeren Eurozonenländern erlauben würde, ihren gegenwärtigen Kurs wieder rückgängig zu machen. Diese Länder sind pleite und das wird auch so bleiben. Es geht schlicht darum, es den Banken zu erlauben, am Leben zu bleiben, während die Öffentlichkeit die Kosten schultert.

Innerhalb der nächsten 12 Monate wird es in Europa, Großbritannien und den USA kein BIP-Wachstum geben. Es wird zwar vereinzelte Regionen geben, wo ein Plus vorm BIP steht, doch dürften die Zahlen viel zu gering ausfallen, als dass sie Relevanz hätten. Es sollte den 6 europäischen Pleiteländern erlaubt werden, den Staatsbankrott zu verkünden, genauso wie man die Banken pleite gehen lassen muss. Ja, die Öffentlichkeit, die Unternehmen, die Banken und die Regierung wären dann pleite – aber ganz egal, was passiert, dass System muss ohnehin bereinigt werden.

Wir haben ja bereits kleinere Beispiele von europäischen Bank-Runs beobachten können, speziell in Deutschland, wo die Bankkunden aus dem Euro in mit Gold und Silber in Zusammenhang stehende Vermögenswerte gehen. Vor fast zwei Jahren setzte der Ansturm auf griechische Banken ein, einer der Gründe, warum die Eurobank und Alpha Bank nun mit finanzieller Unterstützung Katars fusionieren.

Bereiten Sie sich darauf vor, dass es zu weiteren europäischen Bank-Runs kommt, sollten sich die Rahmenbedingungen innerhalb der nächsten Wochen nicht verbessern. Griechenland steht wieder einmal kurz davor, was sogar mit einer Militärregierung, wie wir sie im Jahre 1974 sahen, einhergehen könnte.

Nachdem wir viele Jahre in Europa gelebt haben, 4 Jahre davon in Deutschland, sind wir der Meinung, dass uns jetzt bedeutende Veränderungen bevorstehen. Die Besatzung der Nachkriegszeit wird bald zu Ende gehen – was bereits vor langem hätte passieren müssen. Deutschland hat bereits genug geblutet, die Zeit der Subventionierung von Resteuropa dürfte ebenfalls enden.

Die Wahlen in Hamburg und Nordrhein-Westfalen im März dieses Jahres haben uns gezeigt, dass sich die Einstellung der Deutschen verändert. Sie glauben nicht mehr länger, dass Deutschland die Verluste der anderen finanzieren sollte. Wenn Deutschland nicht in der Lage ist, sein eigenes Schicksal, das der EU und der Eurozone zu bestimmen, ist das Land dazu verdammt, Europa auf immer und ewig mit durchzuschleifen. Deutschland sollte die Führungsrolle übernehmen, da es über die wirtschaftliche Macht verfügt, dies zu tun.

Was viele Europäer nicht wissen und auch nur eine kleine Zahl Außenstehender weiß, ist, dass das europäische Finanzsystem korrupt ist und in der heutigen Form nicht überleben kann. Angesichts der Tatsache, dass jedwede Wiederbelebung hoffnungslos ist, stellt sich die Frage, wann es zu Ende geht.

Bezüglich des Timings werden wir Ende kommender Woche mehr wissen, nachdem das deutsche Bundesverfassungsgericht seine Entscheidung über die Rechtmäßigkeit der EU-Rettungspakete bekanntgegeben hat. Darüberhinaus stellt sich die Frage, ob das deutsche Parlament weitere Rettungspakete verabschieden wird. Niemand weiß, wie diese Sache ausgeht, Fakt ist aber, dass das System über keinerlei alternative Regelungen verfügt, sollten die geplanten Maßnahmen scheitern.

Bei dem Spiel, das hier getrieben wurde, hat man es den Finanzinstitutionen erlaubt, rücksichtslos Kredite zu vergeben, während alle davon ausgingen, dass die hoffnungslosen Deutschen und andere dann für den ganzen Giftmüll der europäischen Banken – die Kreditausfallsversicherungen (CDSs) und hypothekarisch besicherte Wertpapiere (MBS) – aufkommen würden. Das dürfte nicht nur Europa, sondern auch das angloamerikanische Establishment treffen.

Auf die Staatsschulden muss die Zahlungsunfähigkeit erklärt werden. Und es muss eine Systembereinigung stattfinden. Die kreditgebenden Länder werden die Verluste hinnehmen müssen, während es die Banken im großen Stil auslöschen wird. Wenn die Systembereinigung in Europa erst einmal stattgefunden hat, folgen Großbritannien und die USA. Die Illuministen werden feststellen, dass sie nicht so schlau sind, wie sie glauben. Die Nationen und Banken werden in den Bankrott abrutschen, was heißt, dass die Schulden für nichtig erklärt werden müssen.

Die gegenwärtigen Vereinbarungen zwischen der griechischen Regierung und den anderen Eurozonenländern wurden deshalb vorangetrieben, um das griechische Bankensystem über Wasser zu halten. Das griechische Volk hat überhaupt nichts davon. Hier werden dem griechischen Volk lediglich weitere Schulden aufgehalst. Bestehende Schulden überzurollen und die auslaufenden Endfälligkeiten zu verlängern, hat nichts mit der Lösung des Problems zu tun, sondern verlagert es lediglich in die Zukunft.

Griechenland war der Auslöser, und sollte das deutsche Verfassungsgericht tatsächlich gegen die Rechtmäßigkeit der EU-Rettungsmaschinerie urteilen, könnte dies enorme negative Auswirkungen mit sich bringen. Es heißt, dass im Bundestag aktuell 23 Abgeordnete der Regierungskoalition gegen die Rettungspläne sind. Wenn Merkel das neue Rettungspaket verabschieden will, könnte es sein, dass sie dafür auf die Stimmen der Grünen angewiesen ist, die alles dafür tun würden, ins Rampenlicht zu rücken.

Die CSU erklärte jüngst, dass die von Merkel und Sarkozy vor zwei Wochen vorgestellten Pläne zum Aufbau einer EU-Wirtschaftsregierung aus ihrer Sicht unakzeptabel sind. Es scheint, dass aktuell kein Kompromiss zustande kommen will.

Selbst wenn das deutsche Kabinett die neuen Befugnisse des EU-Rettungsfonds billigt, heißt das noch lange nicht, dass der Bundestag den Vorschlag auch verabschieden wird. Wenn die Abstimmung scheitert, kommt es zu vorgezogenen Wahlen, bei denen die CDU und CSU die Kontrolle über die Regierung verlieren werden. Sollte man der neuen Kreditvergabe zustimmen, werden die Schulden dadurch lediglich in die Zukunft auf noch nicht geborene Generationen verlagert.

Und: Die Eurozonenführer können ja gerne eine Erhöhung der Rettungsgelder auf USD 635 Milliarden beschließen, doch wer beschließt die Bankenrettung, namentlich ihre Rekapitalisierung? Die Banken haben all die Probleme ja überhaupt erst ins Leben gerufen.

Die gesamte Entwicklung hat jedenfalls dazu geführt, dass der Anteil der Deutschen, die sich gegen den Euro aussprechen, immer weiter zunimmt. 76% aller Deutschen erklärten, dass sie kein oder nur wenig Vertrauen in den Euro haben. Vor zwei Monaten lag diese Zahl noch bei 71%. Das erzählen wir bereits seit Jahren. 69% – 71% aller Deutschen haben den Euro nie gewollt. Und auch die jüngsten Umfragen sind keineswegs erstaunlich. Das deutsche Volk erklärt, dass es genug vom Euro und der Eurozone hat und jetzt raus will.

Und als wären all diese Probleme nicht bereits schlimm genug, bricht nun auch noch das Wirtschaftswachstum Europas ein, was die Schuldenkrise zusätzlich verlängern könnte. Der Euro-Rettungsschirm EFSF und die Europäische Zentralbank dürften garnicht über die Macht verfügen, im Anleihenmarkt zu intervenieren. Das ist nichts weiter als eine faschistische Subventionierung, die lediglich in die nächste Krise führt.

Da brauchen wir uns nur anzusehen, was die „Arbeitsgruppe des US-Präsidenten über die Finanzmärkte“ im US-Anleihenmarkt angerichtet hat. Aktuell fährt man garantierte jährliche Verluste in Höhe von 10% ein, wenn man US-Staatsanleihen hält. Wer will derartige Anleihen haben? Man muss schon ein echter Vollidiot sein, um derartige Investments zu tätigen. Begreifen die Käufer von US-Staatsanleihen nicht, dass die reale Inflation aktuell bei 11,2% liegt?

Und genau dasselbe wird auch passieren, wenn die EZB und der EFSF in Europa im Anleihenmarkt intervenieren. Ebenso wie in Amerika werden die Freunde der Banken auch in Europa die Parlamente umgehen.

Das deutsche Bundesverfassungsgericht könnte genauso gut sagen, dass die Rettungsmaßnahmen richtig gewesen seien, das Parlament jedoch mehr Mitspracherecht haben sollte – doch reichen die Probleme in Wirklichkeit viel weiter. Das deutsche Volk will raus aus dem Euro und hat keine Lust auf weitere Rettungspakete. Sollte der EFSF ratifiziert werden, könnte es in Deutschland durchaus zu Demonstrationen und Unruhen kommen. In Deutschland und Europa könnte dies das Fass zum Überlaufen bringen.

In den ganz alten Ausgaben des International Forecaster hatten wir bereits über den Maastricht-Vertrag geschrieben und darüber, dass er nie funktionieren würde. Die Grundlage des Ganzen war eine jährliche Schuldengrenze von 3% des BIP – eine Hürde, die für eine Reihe von Eurozonenländern ein Ding der Unmöglichkeit darstellte. Und mittlerweile hat sich ja gezeigt, dass wir richtig lagen, die meisten Mitgliedsländer der Währungsgemeinschaft konnten diese Vorgaben nie einhalten.

Die Grundidee war, dass Deutschland den Euro uneingeschränkt stützen würde. Wir glauben, dass diese uneingeschränkten Stützungsmaßnahmen bald Geschichte sind. Die Subventionen, die die stärkeren Wirtschaften den schwächeren Eurozonenländern zukommen ließen, haben sich als nicht zielführend erwiesen, da die sechs schwachen Länder das Vertrauen der Nettozahler missbrauchten.

Und jeder, der sich mit Ökonomie beschäftigt, weiß auch, dass ein einheitlicher Leitzins für alle Eurozonenländer niemals funktionieren kann. Europa ist in einem unrealisierbaren Traum gefangen, der sich nun schlicht als das herausstellt, was er ist: Ein Traum, der nichts mit der Realität zu tun hat.

Als die sechs schwachen Eurozonenländer die niedrigen Zinssätze sahen, nutzten sie diese nicht nur, sondern missbrauchten sie richtiggehend. Diese niedrigen Zinssätze sorgten in Griechenland, Irland, Portugal, Spanien, Italien und Belgien für einen Wirtschaftsboom, dem im Anschluss die Verwerfungen folgten, welche letztendlich zu den heutigen Problemen führten.

Die Deutschen haben jetzt eine Phase erreicht, wo sie begreifen, dass die EU und das Eurozonensystem nicht funktionieren. Und obwohl sie im Vergleich zu anderen Ländern dadurch auch größere Vorteile hatten, sind die Deutschen jetzt der Meinung, dass der Sache ein Ende bereitet werden muss.

Man kann den Deutschen bezüglich dieser Einstellung keine Vorwürfe machen. Deutschland hat die EU ein ums andere Mal großzügig subventioniert. Darüberhinaus wurden sie von den Franzosen, den Briten und den US-Amerikanern gezwungen, die gesamten Kriegskosten zu tragen. Sie akzeptierten den Wegfall der Reichsmark, welche durch die Deutsche Mark ersetzt wurde. Aufgrund des nachteiligen Umtauschkurses, dem Währungsschnitt, ging dies mit heftigen Verlusten einher. Und sie trugen die Kosten der Wiedervereinigung, ein Prozess, der immer noch nicht abgeschlossen ist.

Vor anderthalb Jahren stimmte die deutsche Führung dem ersten griechischen Rettungspaket zu, Rettungsmaßnahmen, von denen wir heute wissen, dass sie ein Fehler waren. In Wirklichkeit wusste zu jener Zeit jedoch bereits jeder klardenkende Fachmann, dass Griechenland finanziell am Ende ist.

Die ganze Veranstaltung namens Euro-Rettungsschirm EFSF ist nichts weiter als eine Behelfsmaßnahme, die jetzt auch wieder als Vehikel für das zweite Rettungspaket genutzt werden soll. Die Mehrheit der deutschen Wähler spricht sich mittlerweile jedoch gegen weitere Rettungspakete aus, was die deutsche Führung natürlich ganz anders sieht.

Genauso wie in den anderen Ländern wurden auch die deutschen Wähler verraten und verkauft – und zwar an die Banker und die Eine-Welt-Regierung. Wird das noch einmal passieren? Wir wissen es nicht, aber wir werden recht bald herausfinden.

Die Anleihen-Garantien und die Aufstockungen der Rettungspakete – die im Gegenzug für Austeritätsprogramme erfolgten und erfolgen werden – sind allesamt zum Scheitern verdammt. Wie soll es zu Wirtschaftswachstum und erhöhten Steuereinnahmen kommen (um die Zinszahlungen an die Banker zu entrichten), wenn man Ausgaben kürzt und Entlassungen vornimmt? Es ist das altbekannt Allheilmittel des Internationalen Währungsfonds, das bereits seit dem Zweiten Weltkrieg eingesetzt wird, um Nationen in die finanzielle Knechtschaft zu führen. Mit derartigen Programmen, wird es den Ländern unmöglich gemacht, aus ihren Problemen herauszuwachsen.

Bisher hat man bereits USD 400 Milliarden versschwendet, und nun will man weiteres gutes Geld schlechtem hinterherwerfen. Das Rettungspaket wird dringend benötigt, und zwar so dringend, dass man sich bereits auf eine Verlängerung der Laufzeit der Staatsanleihen von 7,5 Jahren auf 40 Jahre verständigt hat und die Anleihezinsen senkte. Der Grund dafür ist einfach: Die Kreditnehmer sind nicht in der Lage, ihre Schulden zurückzuzahlen.

Das USD 640 Milliarden Rettungsprogramm kommt bei den Deutschen überhaupt nicht gut an, und wir wissen ja auch, dass selbst diese Gelder noch nicht einmal im Ansatz ausreichen werden. Das ist einer der Gründe, warum die Deutschen die umgehende Einstellung weiterer Hilfszahlungen wünschen – ungeachtet der Tatsache, dass dieses Finanzierungsprogramm von Deutschland gesteuert wird.

Diese zusätzlichen Opfer haben Deutschland nun in die europäische Führungsrolle manövriert und das geopolitische Potenzial des Landes vergrößert. Es hat 66 Jahre gebraucht, doch heute ist Deutschland wieder die führende Macht in Europa.

In Deutschland wird man in den nächsten Wochen über das neue Rettungspaket abstimmen. Sollten die Parlamentarier das Paket verabschieden, signalisiert Deutschland, dass man den Rest Europas auf immer und ewig retten wird. Das ist keine Art, Probleme zu beseitigen, sondern nichts weiter als eine Subventionierung bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag.

Die Deutschen sind bezüglich dieses Verrats an ihrem Land – alles zum Wohle der Finanzierung der Anleihen und Kredite der Banker – zutiefst besorgt. Fakt ist, dass eine Verabschiedung weiterer großzügiger Rettungsaktionen ohne Weiteres zu Demonstrationen und Bürgerunruhen führen könnte. Die deutsche Öffentlichkeit weigert sich, für die finanzielle Verschwendungssucht anderer Länder, darunter auch Frankreich, abgestraft zu werden.

Sollte man eine derartige Gesetzgebung verabschieden, werden CDU und CSU die nächsten 20 Jahre nicht mehr an die Macht kommen. Wenn es Merkel und den anderen Bürokraten und Politiken, die sich im Besitz der Banker befinden, nicht gelingt, das neue Rettungspaket durchs Parlament zu bekommen, bricht das gesamte westliche Finanzsystem zusammen.

Die Deutschen wissen, dass die Überreste der Finanzstruktur vernichtet würden, sollte sie nicht für die Kosten aufkommen, aber sie sind offensichtlich bereit dazu, dies in Kauf zu nehmen. Die Deutschen haben ihr Land innerhalb der vergangenen 66 Jahre wieder aufgebaut und gehen davon aus, dass sie es auch noch einmal schaffen würden.

Sollten die Rettungsgelder in Höhe von USD 4 Billionen bis USD 6 Billionen ausbleiben, würde dies automatisch zu einer Systembereinigung führen – also genau zu dem, was bereits vor 3 Jahren hätte erfolgen müssen, als die Kreditkrise ihren Anfang nahm.

Die westliche Welt hatte ihre Chancen. Im Jahre 1990 und dann erneut im Jahre 2000 wäre es ein Leichtes gewesen, das System zu bereinigen, doch machten die Banker, Wall Street und die City of London mit der Plünderung der Öffentlichkeit viel zu hohe Gewinne, als dass man sich dafür entschieden hätte. Die Reflation, die in den USA, Großbritannien und Europa vollzogen wurde, wird nicht funktionieren und in einem finanziellen und wirtschaftlichen Kollaps enden.

Und genau das ist es auch, was uns Gold und Silber berichten. Das Spiel ist aus, es ist nur noch eine Frage des Wann. Der Betrug wurde aufgedeckt, es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis auch die Mehrheit der Bevölkerung dahintersteigt. Selbst die Mehrheit der Experten hat nicht begriffen, dass jedes Land seit nunmehr 66 Jahren fortwährend seine Währung vernichtet.

Jetzt verstehen Sie auch, warum die Intelligenten mit Gold und Silber in Zusammenhang stehende Vermögenswerte kaufen. Und auch Sie sollten besser darauf hören, oder Sie werden den Großteil Ihrer Habseligkeiten verlieren.

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