Dick Morris: Obama wird keine großen Gesetzesvorhaben mehr durchbekommen

Aber der Sieg Browns könnte ein weiteres Ablassventil für den Volkszorn sein

Paul Joseph Watson, Prisonplanet.com, 21.01.2010

Der frühere Berater von Clinton, Dick Morris, sagte dem Sender Fox News gestern, dass die Wahl von Scott Brown ein solch bedeutsames Ereignis war, dass es alle Aussichten von Präsident Obama während seiner Amtszeit jemals wieder ein großes Gesetzesvorhaben durchzubringen zerstört hat.

Obwohl Morris sagte, dass eine verwässerte Version des Gesetzes zur Gesundheitsreform wahrscheinlich durchgehen würde, beschrieb er das Ergebnis als „absolut unglaublich“ und fügte hinzu: „Nichts wird mehr so sein, wie es war.“

„Lassen Sie uns eine Sekunde innehalten um das Ausmaß des Erdbebens zu verstehen, das Massachusetts traf…letztendlich ist dies das Ende von Obamas Aufstieg, er wird nie wieder ein weiteres großes Gesetzesvorhaben durchbekommen.“ sagte Morris.

Alex Jones warnte jedoch, dass wir auch ähnliche Töne hörten, als die Demokraten 2006 die Kontrolle des Kongresses und Senats an sich rissen und die Kriege, die Vergrößerung des Staatsapparates und der Angriff auf die Freiheit trotzdem immer mehr an Fahrt zunahmen.

Trotz des Umstandes, dass Browns Sieg als schwerer Schlag für die Regierung gefeiert wird und es keinen Zweifel daran gibt, dass dieser Sieg eine massive Ablehnung der Obama-Agenda zum Ausdruck bringt, verfügen die Demokraten dennoch über eine erhebliche Mehrheit im Senat, größer als jene, die George W. Bush während seiner zweiten Amtszeit genoss.

Daher ist es auch etwas rätselhaft, warum sich die vorgefertigten Gesprächsthemen der Demokraten auf die Feststellung konzentrieren, dass „es für die Demokraten mathematisch unmöglich ist eigenständig Gesetze zu verabschieden.“

Könnten wir mit der Wahl von Brown Zeugen einer weiteren Lockvogeltaktik sein? Wird das Zweiparteienmonopol, welches letztendlich aus demselben Manuskript vorliest, Brown lediglich als Ablassventil für den Zorn des Volks benutzen, das verärgert ist über den Vorstoß der Obama-Regierung hin zu einem noch größeren sozialistischen Staatsapparat, während sie einfach ihre eigene Agenda energisch weiterverfolgen?

Die konservative John Birch Society warnt uns davor, in die Wahl von Brown allzu viel hineinzuinterpretieren.

„Browns Sieg deutet wahrscheinlich nicht auf irgendeine grundlegende Veränderung amerikanischer Politik hin.“ schreibt Beverly K. Eakman. „Genauso, wie Präsident Barack Obamas Wahlkampagne ein neues Zeitalter der Transparenz, der Beendigung von interessengeleiteten Lieblingsprojekten und keine Steuererhöhung für Diejenigen, die unter USD 250.000 verdienen, versprach und sich diese Versprechungen als die Art von Propaganda herausstellten, die als solche Jedem mit einem funktionierenden Gehirn auch klar war, wird auch Scott Browns Sieg in Massachusetts keine umfassende Rückkehr zu Verfassungsprinzipien darstellen.“

Letztendlich wird die Bedeutung von dem, was sich diese Woche in Massachusetts abspielte, auf Jenen ruhen, die das Steuerrad übernehmen. Entweder treten die Unabhängigen und die Graswurzelpopulisten, die beim Rausschmiss von Martha Coakley eine entscheidende Rolle spielten, auf die Bühne und nutzen dies als Sprungbrett wirkliche Konstitutionelle, wie Ron Paul, in Ämter zu bekommen oder die gesamte Bewegung wird wieder einmal von den unechten Neocons, wie Glenn Beck und Fox News, entführt und vereinnahmt werden, die routinemäßig echte politische Bewegungen, die sich für Veränderung einsetzen, aufsaugen und sie in unwirksame Nebenspielplätze verwandeln, wie sie es auch mit den Tea-Party-Gruppen taten.

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