Ron Paul warnt vor kommendem „sozialen und politischen Chaos“

Der Kongressabgeordnete hält eine zeitgemäße Ansprache zur Lage der Republik

Steve Watson, Infowars.net, 22.01.2010

Der texanische Kongressabgeordnete Ron Paul veröffentlichte auf seiner Campaign for Liberty Webseite eine fesselnde Ansprache zur „Lage der Republik“, in der er seine Gedanken zum Ausdruck bringt, wo die USA stehen und was die Zukunft bereit hält.

Paul warnt, sollte das Land den bisherigen Kurs beibehalten, wir Zeugen eines dreistufigen Abstiegs in das soziale und politische Chaos werden würden, beginnend mit der gegenwärtigen Finanzkrise, der kommenden Dollarkrise und den sich daraus ergebenden Massenunruhen.

„Die Realität stellt sich ein.“ mahnt der Kongressabgeordnete und fügt hinzu, dass der einzige Weg einen sozialen Zusammenbruch zu verhindern darin besteht, Freiheit und Eigenständigkeit anzunehmen und den überfürsorglichen Staat sowie die Abhängigkeit von der Regierung abzulehnen.

„Wir bewegen uns schnell auf eine gefährliche Zeit in unserer Geschichte zu. Die Gesellschaft, wie wir sie kennen, ist verletzlich gegenüber politischen und sozialen Unruhen. Die bevorstehende Krise ist Ergebnis unserer mangelhaften Wirtschaftspolitik im In- und Ausland, einer einfältigen Auffassung über Geld, der Ignoranz gegenüber dem Zentralbanksystem, des Ignorierens der lästigen Macht und des Übermuts unserer außer Kontrolle geratenen Geheimdienste, unseres nicht nachhaltigen Sozialistaats und einer Bereitschaft Privatsphäre und Bürgerrechte in dem Versuch aufzugeben, dadurch Sicherheit und Schutz von einer unfähigen Regierung zu erhalten.“

„Es sind in der Tat gefährliche Zeiten.“ betont der Kongressabgeordnete im Hinblick darauf, dass ein Straßenkampf zur Wiederherstellung der Freiheit keine gute Wahl ist.

„Der einzige Weg, wie wir ein Blutvergießen auf den Straßen verhindern können, ist das Angebot einer besseren Idee von einer angemessenen Rolle der Regierung in der Gesellschaft, die sich in erster Linie Freiheit wünscht.“

„Die sozialen Unruhen werden zu illegalen Forderungen führen, die Regierung möge durch außergewöhnliche Gewaltanwendung einen vollständigen Zusammenbruch von Gesetz und Ordnung abwenden. Das wird die ultimative Falle für ein Regierungssystem sein, dass behauptet eine freie Gesellschaft zu schützen.“ so Paul.

„Wenn der Bundesregierung nicht mehr Macht und polizeiliche Gewalt gegeben wird, so wird man behaupten, kann das nur Anarchie zur Folge haben. Wenn der Regierung mehr polizeiliche Macht gegeben wird, dann wird dies eine tödliche Bedrohung für die Bürgerrechte darstellen.“

Der Kongressabgeordnete warnte auch davor, dass es naiv ist anzunehmen, das amerikanische Volk würde letzen Endes nicht Zielscheibe drakonischer Gesetze und Beschränkungen, wie sie bereits in der Folge von 9/11 eingeführt wurden.

„Unsere politischen Führer werden nicht zögern diese Macht zu nutzen, um die Ordnung aufrecht zu erhalten und tragischerweise könnte das Volk dies sogar von ihnen verlangen.“

Elegant legt der Kongressabgeordnete die Komplikationen der Finanzkrise und ihre Hintergründe dar und weist die Schuld im Besonderen Ben Bernanke zu, als er sich auf sein „sehr riskantes Experiment mit der Gesundheit unseres Landes und dem Wohlstand unserer Wirtschaft“ bezieht.

„Das weltweite auf Grundlage von Papieren aufgebaute Finanzsystem hat die Schockwellen eines herannahenden Zusammenbruchs abbekommen. Die wilden Spekulationen im Derivatemarkt, die Aktienmarktblase, die unüberwindbaren öffentlichen und privaten Schulden und die massiven Fehlinvestitionen sind zerrüttet worden.“

Paul betont, dass eine Verdopplung der Geldmenge kaum die Lösung eines Problems sein kann, das von der Schaffung exzessiven Kredits herrührt.

„Es würde für einen Arzt nicht viel Sinn machen sich um einen Patienten mit einer schweren Infektion zu kümmern, indem man ihm absichtlich eine weitere Infektion gibt – und dennoch wird durch die promovierten Doktoren genau das mit unserer kranken Wirtschaft getan.“

„Die einzige Lösung, die bisher angeboten wurde, ist das schnellere Drucken von mehr Geld, das Niedrighalten der Zinssätze, praktisch bei 0%, und die Beseitigung aller Maßnahmen zur Kontrolle des Defizits. Das sind genau die Strategien, die zu dem Ungleichgewicht führten, und mehr von demselben zu tun, kann unserer Wirtschaft kaum helfen.“ kommentiert Paul.

„Wenn ans Tageslicht kommt, dass die Insiderfreunde der Fed und des Kongresses durch Rettungsaktionen Milliarden an Dollar auf Kosten der Mittelklasse erhalten, dann braucht man sich nicht wundern, dass die Menschen auf die Straße gegen und ihre Feindseligkeiten auf die Republikaner und Demokraten in Washington richten.“

Teil 2, Teil 3

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