Goldpreisexplosion in 2012: Analysten rechnen mit über USD 3.000 pro Unze

Laut Lorimer Wilson, dem Herausgeber von Munknee.com, haben bisher 140 Finanzanalysten erklärt, dass der Goldpreis im Verlauf des aktuellen Edelmetallbullenmarkts auf mindestens USD 3.000 pro Unze klettern wird – aber nur acht von ihnen sind der Meinung, dass dies bereits in 2012 passiert. Diese Analysten werden Ihnen im Folgenden noch einmal vorgestellt

Lorimer Wilson, Munknee.com, 04.01.2012

Seit 2009 behalte ich die Finanzanalysten, Ökonomen, Akademiker und Kommentatoren im Auge, die der Meinung sind, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bevor es bei Gold zu einem parabolischen Preisausbruch kommen wird.

Im Laufe der Zeit wuchs die Liste dieser Analysten dramatisch auf 140 Personen an. Alle von ihnen erklärten, dass Gold auf wenigstens USD 3.000 pro Unze klettern wird – einige gehen sogar davon aus, dass der Goldpreis noch bis auf USD 20.000 schießen wird, bevor die Goldblase platzt.

Aktuell sind natürlich jene acht Analysten von besonderem Interesse, die der Meinung sind, dass der parabolische Goldpreisanstieg bereits innerhalb der kommenden zwölf Monate einsetzen könnte. Die Prognosen dieser Marktbeobachter werden wir uns folgenden noch einmal anschauen:

Arnold Bock: USD 10.000 pro Unze

Im Juni 2010 erklärte Bock in einem Artikel mit dem Titel „USD 10.000 Gold in 2012/2013! … “:

„Das hat nichts mit Wunschdenken zu tun. Meines Erachtens wird es bei Gold bis Ende 2012 zu einem parabolischen Preishoch kommen, und zwar aus einem sehr guten Grund: Staatspleiten, Bankrotte der ´systemrelevanten` Banken und anderer Finanzinstitutionen, Währungsinflation und Abwertungen – all das wird zu einer heftigen Preisinflation führen.“

In einem anderen Artikel mit dem Titel „Bereiten Sie sich für 2012 auf die Finanzkrise 2.0 vor … “ schrieb Bock im März des Jahres 2011 im Hinblick auf das wirtschaftliche Klima:

„Es zeichnet sich ab, dass 2012 zum maßgeblichen Ereignisjahr der anhaltenden Finanzkrise werden wird. Riesige Mengen an neuen Schulden, riesige Mengen an zusätzlichen digitalen Dollars und das Aufflammen höherer Zinssätze werden die 2. Phase des kreditgetriebenen Finanzzusammenbruchs einleiten.“

Porter Stansberry: USD 10.000 pro Unze

Im Dezember des Jahres 2009 schrieb Stansberry in einem Artikel mit dem Titel „Diese wenig bekannte Regel könnte Gold auf USD 10.000 pro Unze jagen“:

„1999 veröffentlichten zwei bekannte Ökonomen – Alan Greenspan und Pablo Guidotti – in einer wissenschaftlichen Abhandlung eine bis dahin geheime Formel. Die Formel nennt sich die Greenspan-Guidotti-Regel, und die Regel besagt: Will ein Land einen Staatsbankrott vermeiden, so muss es über Geldreserven verfügen, mit denen wenigstens die vom Ausland gehaltenen kurzlaufenden Schuldentitel zu 100% abgedeckt werden können.

Der weltgrößte Geldverwalter, PIMCO, erklärt die Regel so: ´Die minimale Benchmark an Reserven, die mindestens 100% der kurzfristigen Auslandsschulden entspricht, ist bekannt als Greenspan-Guidotti Regel. Greenspan-Guidotti ist vielleicht das einzige Konzept im Hinblick auf Reserveanforderungen, das die meisten Anhänger hat und empirisch gestützt wird.`

Das hinter dieser Regel stehende Prinzip ist einfach. Ist man nicht in der Lage, innerhalb der kommenden zwölf Monate all seine Auslandsschulden zurückzuzahlen, ist man enormen Risiken ausgesetzt. Spekulanten können und werden die Staatsanleihen sowie die Währung des Landes angreifen und eine Refinanzierung unmöglich machen. Ein Staatsbankrott ist so gut wie sicher…

Die Greenspan-Guidotti-Regel bedeutet, dass es in den USA innerhalb der nächsten zwei Jahre wahrscheinlich zu einer schweren Währungskrise kommen wird. Und wie stark wird der Goldpreis während dieser Krise steigen? Da wir eine derartige Situation so noch nicht erlebt haben, kann das niemand exakt vorhersagen – aber die Zahlen sind allesamt so gewaltig und gefährlich, dass es mich nicht überraschen würde, sollte Gold bis Ende 2012 auf USD 10.000 pro Unze steigen. Stellen Sie also besser sicher, dass Sie etwas davon besitzen.“

Taran Marwah: USD 6.000 pro Unze

„Seit Oktober 2010 liegt unser Preisziel für Gold für Dezember 2012 bei USD 6.000 pro Unze … Die exzessive Gelddruckerei wird zu einer Entwertung des US-Dollars führen. In diesem Hyperinflationsszenario, wo der … US-Dollar zusammenbricht, besteht die einzige Möglichkeit, sein Vermögen zu schützen im Besitz von ´physischem Gold` …

Physisches Gold ist der einzige Finanzvermögenswert der Welt ohne Ausfallrisiken. Das ist auch der Grund, warum wir seit 2009 jedem empfehlen, physisches Gold zu kaufen und die Barren außerhalb des Geschäftsbanken-Systems zu lagern, da die meisten US-amerikanischen und europäischen Banken bis Dezember 2012 pleite sein werden. Noch einmal: Physisches Gold ist der einzige Vermögenswert, der von 2009 bis 2012 die ´besten Zugewinne` realisieren wird.“

Goldrunner: USD 3.000 pro Unze

Bei Goldrunner werden Fraktal-Analysen des Goldbullenmarkts der 70er Jahre durchgeführt, um so zu Schlussfolgerungen zu gelangen, wo sich das gelbe Metall im aktuellen Bullenmarkt befindet. Im November 2011 hieß es diesbezüglich:

„Zu Beginn des Jahres 2011 sagten wir voraus, dass der Goldpreis einen 50%igen Preisanstieg auf USD 1.860 bis USD 1.920 pro Unze hinlegen würde. Jetzt gehen wir davon aus, dass der Gold-Tsunami einen Goldpreisanstieg von rund 100% zur Folge haben dürfte, wodurch das gelbe Metall bis Mitte 2012 auf über USD 3.000 pro Unze klettern wird.“

Bob Chapman: USD 2.500 – USD 3.000 pro Unze

Im August schrieb Bob Chapman in seinem Newsletter „The International Forecaster“ bezüglich des Goldpreises:

„Die Schuldenmonetisierung wird eine immer höhere Inflation mit sich bringen … was auch das Dilemma zahlreicher Länder erklärt, denen außer der Schaffung von Geld und Kredit keine andere Möglichkeit mehr zur Verfügung steht, um ihre Wirtschaften vorübergehend über Wasser zu halten …

Zusammengenommen führen diese Aspekte zu höheren Gold- und Silberpreisen … Wir würden mit einem Anstieg in Richtung USD 2.000 bis USD 2.200 pro Unze rechnen, einer Konsolidierung und dann bis Ende Februar 2012 mit einen Preissprung auf USD 2.500 bis USD 3.000 pro Unze, wie wir bereits zu einem früheren Zeitpunkt voraussagten.“

Ian McAvity: USD 2.500 bis USD 3.000 pro Unze

Ian McAvity, der Autor des Newsletters „Deliberations on World Markets“, erklärte im Juni des Jahres 2010 im Gespräch mit Mineweb.com, dass, obwohl er ein Goldbug ist, der Kauf von Gold im gegenwärtigen Umfeld eher so sei, als würde man sich eine Lebensversicherung mit Aussicht auf kurzfristige Kapitalzuwächse kaufen.

McAvity sagte, dass der Goldpreis nach seinem Dafürhalten innerhalb der nächsten zwei Jahre in Richtung USD 3.000 pro Unze klettern würde, wobei sich nicht ausschließen ließe, dass „die Größe der Krise ihn noch höher hebt.“ Laut McAvity sind die negativen realen Zinssätze und die Hinwendung zu risikofreiem Kapital die wichtigsten Faktoren, die den Goldpreis in die Höhe treiben:

„Solange die Rendite für US-Staatsanleihen bei 40 bis 50 Basispunkten liegt, während die Inflation bei 200 bis 300 Basispunkten liegt, fährt man mit solchen Papieren im Grunde Verluste ein. Und einer der wichtigsten Aspekte, der den Goldmarkt antreibt, sind die Zentralbanker und deren quantitative Lockerungsmaßnahmen, und dass sie sagen, sie würden versuchen, die Zinssätze so stark als möglich nahe null zu halten – und zwar solange, bis sie sich durch Kreditaufnahme erfolgreich von den Schulden befreien konnten, was wohl eine neue Art von Mathematik sein muss, die ich noch nicht ganz nachvollziehen konnte.“

Kurtis Hemmerling: USD 2.500 bis USD 3.000 pro Unze

Im August 2011 veröffentlichte Hemmerling bei Seeking Alpha einen Artikel mit dem Titel: „Richtig Traden mit einem Goldpreisziel von USD 2.500 bis USD 8.000“:

„Obwohl ich das 12-Monats-Preisziel für Gold zwischen USD 2.500 und USD 3.000 pro Unze veranschlage, ist es natürlich schwer, diesbezüglich eine genaue Prognose abzugeben … dennoch bin ich der Meinung, dass es in den nächsten paar Monaten aufgrund weiterer ´Schock-Meldungen` – die im Rahmen der nächsten Rezession, der komplizierten Probleme der Eurozone und der inflationären Belebungsmaßnahmen kommen werden – zu einem bedeutend stärkeren Goldpreisanstieg kommen wird.

Mein Preisziel basiert vornehmlich auf dem jüngsten steilen Anstieg des Goldpreises, ein Anstieg, der gefährlich nahe in den Bereich eines parabolischen Preisausbruchs rückte. Angst ist der entscheidende Auslöser, und ich gehe davon aus, dass die Widerstandsmarke bei USD 2.000 pro Unze liegt, da es sich hierbei um eine runde und psychologisch wichtige Zahl handelt. Wird diese Marke gebrochen, dürfte es nach einigem Hin und Her zu einem weiteren großen Preisanstieg auf USD 2.500 bis USD 3.000 pro Unze kommen.“

Mary Anne Aden & Pamela Aden: USD 2.000 bis USD 3.000 pro Unze

Die Schwestern schrieben im „The Aden Forecast“ im April 2010:

„[In der nachfolgenden Grafik] sehen Sie ein interessantes Kursmuster, das bis 1969 zurückverfolgt werden kann. Jedem bedeutenden 8-Jahrestief folgte ein bedeutendes 11-Jahreshoch. Die einzige Ausnahme bildete das Tief des Jahres 1993, aber diese fiel sehr mild aus und fand in einem im Grunde recht ruhigen Markt statt.

Zum Vergrößern anklicken.

Sollte sich dieses 11-Jahresmuster weiter fortsetzen, könnte es sein, dass Gold innerhalb der nächsten zwei Jahre auf USD 2.000 bis USD 3.000 pro Unze schießt. Doch da die heutige Wirtschaftssituation, historisch gesehen, derart extrem ist, könnte es durchaus sein, dass wir über einen längeren Zeitraum hinweg, … der weit über 2012 hinausreicht und eher in Richtung 2017/2018 geht, noch bedeutend höhere Preise sehen werden.“

In ihrem jüngsten Bericht von November 2011 waren die Aden-Schwestern immer noch sehr optimistisch und erklärten, dass sich „Gold in der der Nähe eines hohen Preisniveaus innerhalb eines bedeutenden Aufwärtstrends befindet, wobei aber noch irgendeine Art von explosivem Ereignis aussteht.“

… Von den 140 Analysten, die erklärten, dass Gold schlussendlich einen Preissprung auf wenigstens USD 3.000 pro Unze machen wird, erklärten nur acht, dass dieses Preisniveau bereits in 2012 erreicht würde. Falls ich hier falsch liegen sollte, möchte ich Sie bitten, mir diesbezüglich eine E-Mail (editor@munknee.com) zu schreiben.

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