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US-Wirtschaftszusammenbruch beschleunigt sich: Meldungen über Erholung sind reine Propaganda

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24 Statistiken, die zeigen, dass es in den USA in Wirklichkeit keine Wirtschaftserholung gibt und auch in Zukunft nicht geben wird

Michael Snyder, The Economic Collapse, 12.01.2011

Man sollte sich stets vor trügerischen Hoffnungen und Illusionen in Acht nehmen. Aktuell wird in den USA viel darüber gesprochen, dass sich die Wirtschaft erholt – doch das sind nichts weiter als Lügen.

Die Massenmedien können in der Tat sehr vereinnahmend und trügerisch sein. Wenn man vorm Fernseher sitzt, neigt das Gehirn dazu, in einen außerordentlich entspannten Zustand zu verfallen. Befindet man sich erst einmal in einem solchen Zustand, können die Konzepte und Ideen der Massenmedien leicht die eigene Verteidigung durchbrechen, ohne dass man sich dessen gewahr wird. Manchmal, wenn ich vorm Fernseher sitze, bekomme ich mit, was die Medien gerade wieder treiben, und trotzdem falle ich selbst immer wieder darauf herein.

Schaut man sich aber die langfristigen Trends und Zahlen an, ergibt sich ein völlig anderes Bild von der US-Wirtschaft, als das seitens der Massenmedien kolportierte.

Jahr für Jahr nehmen die Beschäftigungszahlen weiter ab. Die Zahl der Amerikaner, die in Armut leben und auf Nahrungsmittelmarken angewiesen sind, steigt unaufhörlich. In den vergangenen paar Jahrzehnten haben zigtausende Unternehmen, Millionen Arbeitsplätze und Billionen US-Dollars das Land verlassen.

Die US-Staatsverschuldung ist gegenwärtig rund 15-mal höher als vor 30 Jahren, und die US-Verbraucherschulden explodierten in den vergangenen 40 Jahren um atemberaubende 1.700%. Jahr für Jahr fällt die Inflation stärker aus als die Gehaltszuwächse, was gerade für die Mittelschicht verheerende Folgen hat.

Jeder, der glaubt, dass die USA weitermachen können wie bisher und die Wirtschaftsaussichten sich aufhellen würden, macht sich etwas vor. Solange sich an den Langzeit-Trends, welche die US-Wirtschaft gerade in den Abgrund reißen, nichts ändert, ist all das Gerede über eine sich verbessernde US-Wirtschaft reiner Schwachsinn.

In den USA wird heutzutage nur noch auf kurzfristige Entwicklungen geachtet. Die US-Bürger sind in den aktuellen Ereignissen gefangen, während ihre Aufmerksamkeitsspanne Jahr für Jahr weiter zurückgeht. Mittlerweile ließe sich sogar behaupten, dass sich junge Kätzchen länger konzentrieren können als Amerikaner – und jeder, der mal ein kleines Kätzchen hatte, weiß, wie kurz deren Aufmerksamkeitsspanne sein kann.

Die Situation ist bereits so schlimm geworden, dass selbst High-School-Schüler nicht mehr in der Lage sind, auch nur die einfachsten Fragen zur Geschichte zu beantworten. Solange die Leute nicht auf Facebook oder Twitter über irgendetwas reden, kann es ja nur unwichtig sein.

Doch jeder Mensch, der sich ernsthaft mit der Geschichte auseinandersetzt, ist sich im Klaren darüber, dass es von entscheidender Bedeutung ist, sich gerade die langfristigen Trends im Detail anzuschauen. Und schaut man auf diese Trends, wird schnell deutlich, dass sich die US-Wirtschaft inmitten eines albtraumhaften langfristigen Niedergangs befindet.

Die nachfolgenden 24 Statistiken zeigen, dass es in den USA in Wirklichkeit keine Wirtschaftserholung gibt und auch in Zukunft nicht geben wird:

1. Die Inflation ist eine verdeckte Steuer, mit der uns allen Vermögen gestohlen wird. Für die wichtigsten Dinge des Lebens müssen wir ständig mehr Geld ausgeben, während unsere Gehälter mit diesen Preisanstiegen nicht mithalten können. Beispielsweise wies ein Blogger kürzlich darauf hin, dass der Benzinpreis in den USA bereits mehrere Jahre in Folge gestiegen ist:

2. Kaum zu glauben: Der amerikanische Durchschnittshaushalt hat in 2011 rund USD 4.155 alleine für Benzin ausgegeben.

3. Die Stromrechnungen in den Vereinigten Staaten sind das fünfte Jahr in Folge stärker gestiegen als die offizielle Inflationsrate.

4. Die Kosten für die medizinische Versorgung steigen mit alarmierender Rate. Laut der US-Statistikbehörde BEA beliefen sich die Kosten für die medizinische Versorgung im Jahre 1980 auf gerade einmal 9,5% des Einkommens der US-Bürger. Heute beläuft sich diese Zahl auf rund 16,3%.

5. Die Studiengebühren sind explodiert. Inflationsbereinigt nehmen US-Hochschulstudenten zurzeit doppelt so hohe Kredite auf als vor 10 Jahren.

6. Um auf die Kaufkraft zu kommen, die USD 20 im Jahre 1970 besaßen, benötigt man heute mehr als USD 116.

7. Um auf dieselbe Kaufkraft zu kommen, die USD 20 im Jahre 1913 hatten, bräuchte man heute über USD 457.

8. In den USA gibt es zurzeit weniger reguläre Beschäftigungsverhältnisse als im Jahre 2000 – und das obwohl die US-Bevölkerung während der letzten 11 Jahre um 30 Millionen Menschen angewachsen ist.

9. Die US-Wirtschaft verliert Millionen guter Arbeitsplätze. Sie werden von gierigen Konzernchefs systematisch ins Ausland verlagert, während unsere Politiker dumm herumstehen und dabei zuschauen. Das findet nun bereits seit vielen Jahren statt. Der Ökonom Paul Craig Roberts schrieb diesbezüglich vor kurzem:

„Im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts hat Amerika im Fertigungsbereich 5.500.000 Arbeitsplätze verloren. Die US-Beschäftigung im Produktionsbereich der Computer- und Elektronikbranche fiel um 40%; bei den Maschinenherstellern um 30%; bei den Kraftfahrzeugherstellern und Zulieferbetrieben um 44%; und bei Textilherstellern um 66%.“

10. Die US-Wirtschaft verfällt vor unser aller Augen. In 2010 wurden jeden Tag im Schnitt 23 Fertigungsbetriebe geschlossen. Seit 2001 sind in den USA über 56.000 Fertigungsbetriebe verschwunden.

Die US-Regierung hat es den großen Konzernen erlaubt, Millionen Arbeitsplätze ins Ausland zu verlagern – an Orte, wo es rechtens ist, Sklavenlöhne zu zahlen, wo die Steuerlast bedeutend geringer ist und es so gut wie keine Vorschriften gibt. Der nachfolgende Auszug stammt aus einem Artikel, der vor kurzem bei Economy in Crisis veröffentlicht wurde:

„Damals in den 80er Jahren, rief ich meinen Freund Walter in Kalifornien an und sagte ´Bei unserer nächsten Expansion brauchen wie eine Anlage in South-Carolina.`

Walter antwortete: ´ Also wir produzieren nichts in den Vereinigten Staaten. Das passiert alles in China. China stellt uns die Fabrik zur Verfügung. Sollte sich das Investment rechnen, muss man keine Körperschaftssteuer zahlen – man reinvestiert einfach in eine andere Anlage mit noch mehr Gewinn. Und wenn sich das nicht rechnet, zieht man sich aus dem Geschäft einfach zurück, ohne irgendwelche Zusatzkosten befürchten zu müssen. Ich schicke einen Qualitätsmanager hin, um die Produktion im Auge zu behalten, was ich täglich prüfe. Über Arbeits-, Gesundheits-, Sicherheits- oder Umweltfragen brauche ich mir keine Sorgen zu machen, und ich habe Zeit, eine runde Golf zu spielen.`

Der Arbeitsplatz-Aderlass begann in den 80er Jahren und intensivierte sich dann später unter Bush und Obama. Darauf zu warten, dass sich die US-Wirtschaft erholt und das Ganze dann auch noch als ´die schlimmste Rezession` zu bezeichnen, ist komplett verkehrt. Der Grund dafür, warum sich die Wirtschaft seit 2008 nicht wieder erholt hat, ist, weil sie bereits in Ausland verlagert wurde.“

11. Infolge der völlig irren Wirtschaftspolitik der US-Regierung ist das Handelsdefizit explodiert. Beispielsweise war das US-Handelsdefizit mit China im Jahre 2010 27-mal höher als 1990.

12. Während Sie diese Zeilen lesen, fragen sich Millionen Amerikaner, warum sie keine Arbeit finden. Laut Reuters sind zurzeit 23,7 Millionen Amerikaner arbeitslos oder unterbeschäftigt.

13. Die Zahl der guten Arbeitsplätze geht fortwährend zurück. Seit dem Jahr 2000 haben die USA 10% aller Arbeitsplätze der Mittelschicht verloren. Vor elf Jahren gab es noch rund 72 Millionen Mittelschicht-Arbeitsplätze in den USA, heute sind es aber nur noch 65 Millionen.

14. Innerhalb der vergangen drei Jahrzehnte ist der Anteil der Niedriglohnbeschäftigungsverhältnisse fortwährend gestiegen. 1980 waren weniger als 30% aller Arbeitsplätze in den USA Niedriglohnjobs, heute sind es bereits über 40%.

15. Die Zahl der Wohnviertel der Mittelschicht geht kontinuierlich zurück. 1970 lebten 65% aller Amerikaner in einer „Mittelschicht-Gegend“, 2007 waren es nur noch 44%.

16. Vor einem Jahrzehnt waren die USA das Land mit dem höchsten Pro-Kopf-Vermögen. Bis 2010 sind die Amerikaner auf Rang 7 abgerutscht.

17. Die US-Einkommen sinken. Seit Dezember 2007 ist das durchschnittliche Haushaltseinkommen in den Vereinigten Staaten inflationsbereinigt um 6,8% gefallen.

18. Die traurige Wahrheit ist, dass das Einkommen der Mittelschicht bereits seit langem kontinuierlich fällt. Laut einer Studie ist das durchschnittliche Einkommen amerikanischer Männer im Alter von 30 bis 50 Jahren von 1969 bis 2009 inflationsbereinigt um 27% eingebrochen.

19. Seit 1971 sind die Verbraucherschulden in den USA um gigantische 1.700% explodiert. Bedauerlicherweise hat der US-Verbraucher immer noch nicht begriffen, wie er sich die Schulden vom Hals hält. Laut einem jüngst auf Financial Armageddon veröffentlichten Artikel bricht die US-Sparquote zurzeit rapide ein, während die Gesamthöhe der Verbraucherschulden mit derselben Geschwindigkeit durch die Decke schießt.

20. Die Zahl der in den USA in Armut lebenden Kinder steigt unaufhörlich. Der Prozentsatz an Kindern, die in den USA in Armut leben, stieg von 16,9% im Jahre 2006 auf fast 22% in 2010.

21. Die Zahl der Amerikaner, die auf staatliche Lebensmittelmarken angewiesen sind, bricht weiterhin einen Rekord nach dem anderen:

22. Das Problem der US-Staatsverschuldung ist völlig außer Kontrolle geraten. Die Schulden der Bundesregierung haben vor kurzem bereits die Marke von 100% des BSP überschritten.

23. Die Obama-Administration hat mehr Schulden angehäuft als alle US-Präsidenten von George Washington bis George Bush der Ältere zusammengenommen.

24. Barack Obamas aktuelle Vorschläge für Haushaltseinsparungen würden die US-Staatsverschuldung innerhalb der nächsten zehn Jahre auf USD 26 Billionen anschwellen lassen. Überdies sind die den Planungen zu Grunde liegenden Zahlen hoffnungslos optimistisch.

So sieht´s aus. All die langfristigen Wirtschaftsdaten verschlechtern sich zusehends.

Und während die US-Wirtschaft in sich zusammenbricht, verlieren immer größere Teile der US-Bevölkerung die Hoffnung. Beispielsweise berichtete Mother Jones jüngst im Detail darüber, dass eine große Zahl einstiger Vertreter der amerikanischen Mittelschicht mittlerweile Cannabis anbaut, um über die Runden zu kommen.

Und umso stärker sich die Situation verschlechtert, desto desperater werden die Menschen. Es gibt zurzeit Millionen US-Bürger, die sich nicht in der Lage dazu sehen, ihre Hypothekenraten zu bedienen oder für ihre Familien das Essen auf den Tisch zu bekommen. Und wenn sich Menschen in derart hoffnungslosen Situationen wiederfinden, tun sie oftmals Dinge, die sie selbst nie für möglich gehalten hätten.

Unterdessen werden die großen Wall Street Banken immer mächtiger. Die Amerikaner haben es zugelassen, dass die „systemrelevanten“ Banken so groß wurden wie nie zu zuvor. Das von den sechs größten US-Banken gehaltene Gesamtvermögen ist alleine vom 30.09.2006 bis zum 30.09.2011 um 39% gestiegen. Die Vermögenskonzentration setzt sich immer weiter fort, während die US-Wirtschaft als Ganzes abnimmt.

Unsere Wirtschaftsprobleme werden immer schlimmer, und immer mehr Amerikaner suchen nach Möglichkeiten, dieser Entwicklung zu entfliehen. Beispielsweise wurde in einem neuen Regierungsbericht erklärt, dass jeder 6. erwachsene Amerikaner Koma-Säufer ist. Andere Amerikaner „schalten ab“, indem sie unzählige Stunden vorm Fernseher sitzen, Videogames spielen oder sich unzählige Stunden anderen Formen der Unterhaltung hingeben.

Es gibt sogar einige Amerikaner, die komplett das Handtuch werfen. So hat ein älterer Herr jüngst eine Bank überfallen, nur damit er gefangen genommen und ins Gefängnis gebracht wird, da er dort eine kostenlose medizinische Versorgung erhält.

Ich habe aber bereits in früheren Artikeln darauf hingewiesen, dass jetzt nicht die Zeit ist, um aufzugeben. Stattdessen ist es an der Zeit, sich auf die uns bevorstehenden Herausforderungen vorzubereiten. Fast jede Generation in der Geschichte sah sich an irgendeinem Punkt großen Herausforderungen und Entbehrungen gegenüber.

Ja, uns stehen unglaublich harte Zeiten bevor, aber das bedeutet auch, dass jede Menge echter Helden gebraucht werden. Und nur weil die US-Wirtschaft in sich zusammenbricht, heißt das ja noch lange nicht, dass das Leben deswegen vorbei ist.

Wir erleben gerade eine der aufregendsten und spannendsten Phasen der Menschheitsgeschichte. Anstatt dass wir uns ängstlich verkriechen, sollten wir uns darüber freuen und uns darauf konzentrieren, unsere eigenen Potenziale bestmöglich auszuschöpfen.

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