Wirtschaftsdepression in den USA: Realeinkommen im freien Fall, Verbraucherstimmung im Keller

Die USA befinden sich einer Wirtschaftsdepression und zehren vom Wohlstand, der die vergangenen 100 Jahre aufgebaut wurde – alle anderslautenden Meldungen sind Propaganda der Massenmedien und der US-Regierung. Die Realeinkommen in den Vereinigten Staaten liegen mittlerweile bereits 50% unter dem Höchststand des Jahres 1972, während die Verbraucherstimmung der Amerikaner im Keller ist. Eine Trendwende ist nicht in Sicht

King World News, 16.04.2012

John Williams von Shadowstats.com hat in seinem jüngsten Bericht davor gewarnt, dass die Realeinkommen in den USA weiterhin zusammenbrechen. Bitte berücksichtigen Sie auch die nachfolgende Grafik, aus der hervorgeht, dass die Verbraucherstimmung in den USA immer noch unter dem Markt-Crash-Niveau des Jahres 2003 liegt.

Die Grafiken von Williams veranschaulichen auf herausragende Art und Weise, wie ein echter Wirtschafts-Kollaps aussieht. Überdies zeigen sie, warum die Mittelklasse in der westlichen Welt nach wie vor vernichtet wird. Williams schockte auch mit einer Grafik, aus der hervorgeht, dass die US-Realeinkommen massiv einbrechen und aktuell bereits fast 50% unter ihrem Höchststand des Jahres 1972 liegen. Williams schreibt:

„Die jüngsten Kredit- und Einkommenszahlen der Verbraucher zeigen eine anhaltende strukturelle Verschlechterung bei der Liquidität der Konsumenten. Angesichts dieses Mangels an realen (also inflationsbereinigten) Einkommenszuwächsen kann es beim privaten Konsum (der in den USA 71% des Bruttosozialprodukts ausmacht) kein nachhaltiges und reales Wachstum geben …

Durch eine Schuldenausdehnung ließen sich vorübergehende Zuwächse beim Konsum anheizen  – doch steht diese Möglichkeit den meisten US-Verbrauchern nicht mehr offen. Angesichts der geringen Aussichten auf baldige Einkommenszuwächse und Schuldenausdehnung ist davon auszugehen, dass die allgemeine Wirtschaftsaktivität auf absehbare Zeit auf dem Niveau ihrer Bodenbildung verharren wird, während gesunde und nachhaltige Zuwächse bei den Einzelhandelsumsätzen weiterhin unwahrscheinlich bleiben.

Wie aus der vorstehenden Grafik hervorgeht, erreichten die realen durchschnittlichen wöchentlichen Gehälter in den USA im Oktober 1972 ihren Höhepunkt. Selbst die offizielle staatliche Berechnung für März 2012 liegt – fast 40 Jahre später – immer noch 14,8% unter dem Hoch, das vor der Rezession des Jahres 1973 erzielt wurde.

Die Anstiege des Realeinkommens ab Mitte der 90er Jahre sind auf Veränderungen des staatlichen Verbraucherpreisindexes (CPI-W und CPI-U) zurückzuführen, durch die die offiziellen Inflationsdaten abgesenkt wurden. Die blaue Linie zeigt grob, wie diese Zahlen heute aussehen würden, wenn diese Veränderungen nicht vorgenommen worden wären und man die staatliche Inflationsberechnungsmethode der 80er Jahre (SGS-Alternate CPI Inflation) beibehalten hätte.

Die strukturellen Liquiditätsprobleme trüben die wirtschaftlichen Aussichten weiterhin ein: Das Einkommen der Verbraucher geht zurzeit weiter zurück, während bei den Verbraucherkrediten in Bereichen, wo man sich über den Konsum von Verbrauchsgütern eine kurzlebige Ausweitung erkaufen könnte, kein Nettowachstum zu verzeichnen ist. Diese Aspekte stehen mit langfristigen strukturellen Problemen beim Einkommen sowie einer anhaltenden systemischen Solvenzkrise in Zusammenhang.

Angesichts der Tatsache, dass die Liquidität der Verbraucher so stark angeschlagen ist und das Verbrauchervertrauen und die Stimmungsindizes immer noch auf so niedrigen Niveaus liegen, wie sie eigentlich nur aus den tiefsten Rezessionen nach Ende des Zweiten Weltkriegs bekannt sind, stehen die Chancen für eine kurzfristige und nachhaltige Wirtschaftserholung bei null.“

Ich möchte die weltweiten Leser bitten, sich speziell die letzte Grafik noch einmal ganz genau anzuschauen. Nicht nur, dass Shadowstats.com die US-Arbeitslosigkeit aktuell mit 22% veranschlagt – ein Niveau, das nur mit der Großen Depression vergleichbar ist – nein, selbst die Realeinkommen der noch arbeitenden US-Bürger brechen seit einem Jahrzehnt buchstäblich in sich zusammen. Die Realeinkommen liegen zurzeit fast 50% unter ihrem Höchststand des Jahres 1972.

Diese Grafik ist für die weltweiten Leser von entscheidender Bedeutung, wenn sie die systematische Vernichtung der Mittelschicht in den Vereinigten Staaten verstehen wollen. So sieht eine Depression aus! Hören Sie nicht auf die Massenmedien! Es wird in den Vereinigten Staaten auf absehbare Zeit keine Erholung geben.

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