Untergang der EU: Internet macht den Eliten schwer zu schaffen

Jetzt, wo Sarkozy weg ist, die Austerität aus dem Weg geschafft wurde, sich die EU im Süden im Niedergang befindet und selbst die Franzosen damit beginnen, das „große Experiment“ zu hinterfragen, kann man sich nur schwer vorstellen, dass die EU und der Euro in der heutigen Form überleben werden

The Daily Bell, 07.05.2012

„In Frankreich und Griechenland hat der Widerstand gegen die Austeritätsmaßnahmen dieses Wochenende einen Zweifachsieg erfahren und uns dem Punkt, wo der Euro auseinanderbricht, ein Stück näher gebracht. Die anhaltende deutsche Unterstützung der europäischen Einheitswährung hängt von der Akzeptanz der durch den Fiskalpakt auferlegten Austerität ab. Frankreich und Griechenland haben sich nun lautstark gegen diesen politischen Konsens ausgesprochen, wodurch die Zukunft der Einheitswährung nun unsicherer denn je ist.

In den letzten paar Tagen hat die Europäische Union, anscheinend in Erwartung der Wahlergebnisse, ihre Austeritäts-Rhetorik bereits entschärft. Olli Rehn, der europäische Wirtschaftskommissar, forderte eine wachstumsfreundliche Austerität und beteuerte: ´Der Stabilitäts- und Wachstumspakt ist nicht dumm … der Pakt beinhaltet einen beträchtlichen Ermessensspielraum, wenn es um seine Anwendung geht.`“ – UK Telegraph

Vorherrschendes gesellschaftliches Thema: Bei der EU wird sich alles wieder einrenken …

Freimarkt-Analyse: Eines der Dinge, wofür wir hier bei Daily Bell (relativ) bekannt sind, ist unsere Auffassung, dass das Internet und die dadurch verbreiteten Informationen einen enormen Einfluss auf die westlichen Regierungen und die Verschwörung der Elite zur Schaffung einer Eine-Welt-Regierung haben, die in der Vergangenheit im Verborgenen agieren konnten.

Wir nennen dieses Phänomen die Internet-Reformation, und wir haben das Konzept in Anlehnung an die Auswirkungen entwickelt, die die Gutenberg-Presse seinerzeit auf die Gesellschaft hatte. Und wir weisen immer wieder gerne darauf hin, dass es sich beim Internet um einen Prozess und nicht bloß um eine Episode handelt.

Und auch heute sind wir immer noch der Auffassung, dass dem so ist. Die vergangenen zehn Jahre haben wir eine Vielzahl von Prognosen abgegeben, die auf dem Internet-Paradigma und der Art, wie das Internet die Welt verändern würde, beruhen …

Wir sagten voraus, dass, sollten wir bezüglich des Internets richtig liegen, die vorherrschenden gesellschaftlichen Themen der Eliten immer instabiler und am Ende scheitern würden.

Bei diesen vorherrschenden gesellschaftlichen Themen handelt es sich um angstbasierte Propaganda-Kampagnen der Machteliten, die damit die Weltregierung bewerben. Die Lösung für ihre angstbasierten Themen sind stets Einrichtungen, die seitens der Eliten bereitgestellt werden, vornehmlich die Vereinten Nationen, die NATO und der Internationale Währungsfonds.

Wir haben aber auch argumentiert, dass es die Internet-Enthüllungen über die Verschwörung der Globalisten und das Wissen, wie die Welt wirklich funktioniert, für die Top-Eliten zunehmend schwerer machen würden, ihre weichen Machtmittel einzusetzen.

Wir sagten voraus, dass sie sich in ihrer Hoffnungslosigkeit zunehmend härteren Herrschaftsmitteln, Krieg, repressiven Gesetzen und dem Betreiben des ökonomischen Ruins verschreiben würden. Alles von dem ist unserer Auffassung nach eingetreten.

Und all das ist sehr schlecht für die Top-Eliten, die zurzeit mit Hochdruck daran arbeiten, ihre Macht zu erhalten und ihre weltumspannenden Pläne weiter voranzutreiben.

Es ist deshalb schlecht, weil es sich bei ihnen nur um ein paar wenige dynastische Familien und ihre die Zentralbanken kontrollierenden Helfershelfer handelt. Sie verfügen zwar über ein gigantisches Vermögen, haben aber keine Gefolgschaft.

Wenn man sechs Milliarden Menschen überzeugen kann mitzumachen, ist ja alles in Ordnung. Doch wenn man in einer feindlichen Position ist – also sechstausend Leute gegen sechs Milliarden Menschen antreten – … nun ja, dann wird es zum Problem.

Und es ist ein Problem. Ein Propaganda-Thema nach dem anderen bricht in sich zusammen. Die Erderwärmung zieht bei der Öffentlichkeit nicht besonders. Der Krieg gegen den Terror kommt nicht gerade gut an. Die verschiedenen auf Versorgungsknappheit beruhenden Themen sind im Internet ebenfalls bereits komplett zerlegt und endlos auseinandergenommen worden.

Das Ölfördermaximum ist generell gesprochen unglaubwürdig. Die Nahrungsmittel- und Wasserknappheits-Propaganda wird in zunehmendem Maße hinterfragt. Ja selbst die Grundlagen der modernen Medizin – speziell die Wirksamkeit von Impfungen – werden immer argwöhnischer beäugt.

Und jetzt bricht auch noch die Europäische Union gemeinsam mit dem Konzept der „Austerität“ und der Präsidentschaft von Nikolas Sarkozy in sich zusammen. Wenn nun noch Barack Obama die Präsidentschaftswahlen verliert, wäre dies ein massiver Rückschlag für die Machthaber.

Doch das Hauptgeschehen konzentriert sich zurzeit auf die Europäische Union. Es steht außer Frage, dass ein zusammenbrechender Euro oder gar eine zusammenbrechende EU für die Eliten ein Rückschlag wäre.

Und obwohl die Eurokraten in Brüssel gegenwärtig eine mächtigere Präsidentschaft planen, die per Dekret regieren würde, steigt die allgemeine Öffentlichkeit immer weniger darauf ein. Das diktatorische Experiment – das ein Bestandteil der Bemühungen zur Schaffung einer Eine-Welt-Regierung ist – dürfte gegenwärtig mit Gewalt zurückgehalten werden … aber dieser Widerstand stellt für die Verschwörung der Eliten bereits eine Niederlage dar.

Die Eliten streben nach Vereinnahmung. Sie wollen Ihren Geist kontrollieren. Wenn Sie nicht in der Lage sind, Ihren Geist zu kontrollieren … nun ja, das ist dann der Punkt, wo die echten Probleme anfangen. Es sind viel zu viele Menschen, die sie kontrollieren müssten. Dafür sind sie selbst viel zu wenige.

Es ist nicht möglich, die moderne Welt mithilfe von Machtpolitik und Wirtschaftschaos zu regieren. Ja es ist wahr, dass sich die Bevölkerung mit einem Nuklearkrieg vielleicht reduzieren ließe – doch es gibt keine Garantie dafür, dass die Eliten (in ihrer heutigen Konstellation) auch wieder als Eliten daraus hervorgehen würden.

Und natürlich werden nun einige argumentieren (und haben das bereits), dass die Eliten die EU mithilfe eines chaotischen wirtschaftlichen Abschwungs stärken wollen (so dass die Macht in Richtung Zentrum wandert) und ein Wegbrechen der EU-Peripherie die Pläne der Elite ebenfalls stärken würde, da das Chaos in diesem Fall vorteilhaft wäre. Ordnung aus dem Chaos sozusagen.

Wir schließen uns diesem Argument jedoch nicht an. Während die Eliten sich in der Tat auf Chaos, Krieg und Autoritarismus zurückziehen, wenn sie dazu gezwungen sind, handelt es sich dabei nicht um die von ihnen bevorzugten Werkzeuge. Ihr Grundwerkzeug sind vorherrschende gesellschaftliche Meinungsbilder.

Es scheint jedoch so, dass sie dieses Werkzeug aufgrund der Internet-Reformation so gut wie aufgegeben haben. Die Informationen des Internets haben ihre Manipulationen auf bestechende Art offenlegen können. Es ist schwer, im Geheimen in Richtung Weltregierung zu arbeiten, wenn jeder dabei zusieht und alle darüber schreiben.

Jetzt, wo Sarkozy weg ist, die Austerität aus dem Weg geschafft wurde, sich die EU im Süden im Niedergang befindet und selbst die Franzosen damit beginnen, das „große Experiment“ zu hinterfragen, kann man sich nur schwer vorstellen, dass die EU und der Euro in der heutigen Form überleben werden.

Es ist schon richtig, dass die hinter den Kulissen der EU agierenden Strippenzieher auf eine Politik beharren können, die darauf abzielt, den Status Quo aufrecht zu erhalten. Doch es besteht durchaus die Möglichkeit, dass Europa dadurch in Flammen aufgeht – und die Situation bei den Bürgern vor Ort wird sich so oder so ändern.

Wir haben es wirklich mit einer durch und durch polarisierten Welt zu tun, und die Internet-Reformation – ein Prozess, keine Episode – fordert nun ihren Tribut. Wer kann voraussagen, wo das alles enden wird? Die Veränderungen, die gerade stattfinden, sind so tiefgreifend wie jene, die aufgrund der Gutenberg-Presse Einzug hielten.

Schlussfolgerung: Wir sehen keinen Grund, unsere Annahmen zu revidieren. Dieses Paradigma (diese Art, die Welt zu sehen) scheint zu funktionieren – worüber die Eliten wahrscheinlich ziemlich bestürzt sein dürften.

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