Zweite Welle der Hypothekenausfälle und Zwangsversteigerungen schlägt dieses Jahr ein

TheInternationalForecaster.com, 06.02.2010

Die zweite Welle der Hypothekenausfälle und Zwangsversteigerungen wird die Wirtschaft dieses Jahr treffen. Es wird nicht nur zum Ausfall von erstklassig bewerteten Krediten und Hypotheken mit variabler Verzinsung kommen, sondern wir werden auch mit einem neuen Haufen zweitklassiger Kredite und ALT-A Kredite konfrontiert sein, der von Fannie Mae, Fredie Mac, Ginnie Mae und der US-Federal Housing Administration in Bewegung gebracht wurde.

Wie wir seit zwei Jahren prognostizierten, wird die zweite Welle von Hypothekenausfällen und Zwangsversteigerungen dieses Jahr auf die Wirtschaft treffen. Nicht nur, dass wir den Ausfall von als erstklassig bewerteten Krediten und Hypotheken mit variabler Verzinsung erleben werde, sondern wir werden auch mit einem neuen Haufen zweitklassiger Kredite und ALT-A Kredite konfrontiert sein, der von Fannie Mae, Freddi Mac, Ginnie Mae und der US-Federal Housing Administration (FHA) in Bewegung gebracht wurden. Darüberhinaus ändert die FHA gerade die Bestimmungen für den Erwerb von Häusern, was natürlich bedeutet, dass weniger Häuser gekauft werden.

Das Problem der Arbeitslosigkeit mag sich abschwächen, aber es wird nicht verschwinden. Jene von Ihnen, die weiter den Finger am Puls der Zeit haben, wissen, dass die wirkliche Arbeitslosigkeit bei 22,5% liegt. In Städten wie Detroit liegt sie um die 45% bis 50%. Das ist ein Ergebnis des Freihandels, der Globalisierung und der Verlagerung nach Übersee. Keine Stadt in Amerika ist ihrer Lebensgrundlage mehr beraubt worden als Detroit. Und trotzdem handelt es sich hier erst um den Anfang. Wenn dies weiterhin zugelassen wird, dann werden weitere 30% der Arbeitsplätze Amerika verlassen und unser Land wird sich innerhalb der nächsten 20 Jahre in einen wirtschaftlich hoffnungslosen Fall verwandeln. Die USD 25 Milliarden, welche unsere Regierung nun den Bundesstaaten leihen wird, wird dabei helfen, dass das Arbeitslosengeld weiterhin ausbezahlt werden kann und bewahrt rund 40 Bundesstaaten vor dem Bankrott. Das wird einige Amerikaner über Wasser halten, aber nicht lange.

Die Ausländer kaufen immer weniger und weniger in US-Dollar denominierte Anlagevermögen. Das gilt besonders US-Staats- und Behördenanleihen. Ein Beispiel ist Russland, das gerade in Kanadischem Dollar ausgewiesene Vermögenswerte kauft. Wir fragen uns, wie die USA ihre anwachsenden Schulden finanziert? Die Regierung plant eine Art des Austauschs von Pensionsfonds in durch die Regierung garantierte Annuitäten. Das machen sie, damit sie ihre enormen Schulden durch das Inland finanzieren können, so wie Japan es seit über 20 Jahren gemacht hat. Wer würde staatlich garantierte Annuitäten von einem bankrotten Land haben wollen? Es sollte ebenfalls angemerkt werden, dass diese Pensionspläne immer noch massiv unterfinanziert sind. Was wird geschehen, wenn der Dow Jones wieder die 6.600 Punktemarke besucht und die Fonds erneut um 40% fallen? Die Sicherheit hinter einer jeden Annuität würde fast um die Hälfte einbrechen. Wir werden abwarten müssen um herauszufinden, was die Regierung vorschlagen wird, aber jede Art von freiwilliger Regelung würde über die Zeit zu einer verbindlichen werden. Die Gelder könnten ebenso gut zu den Versicherungsfirmen geschleust werden, so dass sie bei der Aktion mitmachen, aber Sie können sich felsenfest darauf verlassen, dass sie damit dann Staats- und Behördenanleihen kaufen werden. Eines der herumschwirrenden Gerüchte besagt, dass den noch übrig gebliebenen amerikanischen Steuerzahlern eine neue 5%ige Steuer in Form eines Zwangsansparens von Annuitäten untergeschoben werden soll. Die Notwendigkeit dieser Gelder zur Aufrechterhaltung der Regierung steigt jedes Jahr um 10%, da die Regierung immer größer und größer wird. Bei dem Verlangen der Marxisten, Sozialisten oder Faschisten in der Regierung Gelder auszugeben und die Regierung noch größer zu machen, können wir keinen Rückgang ausmachen.

Die Öffentlichkeit will Blut sehen, insbesondere vom Bankwesen und Wall Street und das zu Recht, aber der Hauptschuldige war die Fed und auf dem dritten Platz liegt unsere Regierung. In populistischer Manier will der Präsident Wall Street und das Bankenwesen für die Plünderung unserer Wirtschaft besteuern. Aus dem Oval Office sind auch Töne zu hören, dass die Banken zerschlagen würden, so dass das „zu groß zum Scheitern“-Problem gelöst wäre. Das ist das Ergebnis von Bankenrettungsgeldern in Billionenhöhe, die dann übergroße Megaprofite bescherten und dem Steuerzahler wenig bis überhaupt nicht halfen. Untersuchungen finden gerade statt um herauszufinden, was die Ursache für den Zusammenbruch des Systems war, aber die Amerikaner glauben, dass diese zu keinem Ergebnis führen werden. Die größten Brokerhäuser und Banken, die einen Großteil der Probleme verursachten, sind die Eigentümer der FED, der 12 regionalen Fed-Banken und der großen Geschäftsbanken in New York City. Wie weit müssen die Untersuchungen reichen, damit wir das herausfinden? Milliarden werden an Spitzenangestellte der Banken ausgezahlt, von Geldern, die sie mithilfe der Rettung durch den Steuerzahler machten. Die Öffentlichkeit glaubt zu Recht, dass dies nicht fair ist. Beispielsweise wird der Geschäftsführer von Goldman Sachs, Lloyd Blankfein, der sagte „er macht Gottes Werk“, USD 100 Millionen erhalten, während die Reihen der Arbeitslosen Tag für Tag immer länger werden. Der Präsident sagt, in seinem neuen Budget sind Ausgaben in Höhe von USD 100 Milliarden für die Schaffung von Arbeitsplätzen für Amerikaner vorgesehen und 40 Bundesstaaten erhalten USD 25 Milliarden an Kredit, so dass sie ihre Zuwendungen für Arbeitslose verlängern können. Die Lücke zwischen den Besitzern und Habenichtsen wird größer.

Als Ergebnis des Wechsel, wer nun in Wall Street und Washington herrscht und wacht, ist JP Morgan Chase gemeinsam mit dem früheren Vorsitzenden der Federal Reserve, Paul Volcker, wieder an die vorderste Front getreten. Dieses Mal wird seine Rolle diskreter sein, als in den frühen 80er Jahren. Er kann nicht mehr für die Säuberung des Systems plädieren, wie er es in den frühen 80er Jahren tat, da man es dem Finanzsystem erlaubte viel zu weit zu gehen. So eine Bereinigung würde das System zum Einsturz bringen; etwas dieser Art hätte vor drei Jahren gemacht werden müssen. Herr Volcker will, dass die Banken wieder Einlagen verwalten, Kredite vergeben und zu einer Kapitaldeckung von 8:10 zurückkehren und nicht 40:1 oder 70:1. Er glaubt, die Banken sollten keinen Eigenhandel betreiben und in nicht regulierte Hedge Fonds überführt werden. Damit wäre so gut wie nichts gelöst. Die Veränderung wäre kosmetischer Natur. Andererseits, ist es nicht das, worum es bei der Regierung, Wall Street und dem Bankwesen eigentlich geht – um Täuschung?

Die Regierung und der Kongress weigern sich mit dem immer weiter anwachsenden Schuldenproblem umzugehen, trotz seiner ruinösen Wirkung auf unsere Finanzstruktur, die Banken und viele andere Unternehmen, die doppelte Buchführung betreiben und sich dem Problem der toxischen Anlagen nicht stellen wollen. Die Fed erwarb USD 900 Milliarden dieser Giftpapiere und sie werden uns nicht verraten, was sie dafür bezahlt und von wem sie diese gekauft haben. Die Geldvermehrung nimmt weiterhin zu und ein Großteil der Gelder wurde von der Fed an die Banken verliehen und steckt nun in den Bilanzen der Banken. Vieles davon liegt dort herum und bringt Zinsen ein, die vom Steuerzahler bezahlt werden. Das sind Kosten die vom Gewinn, den die Fed dem Finanzministerium zurückzahlt, abgezogen werden. Außerdem gibt es nirgends Transparenz und das Glücksspiel der Wall Street und der Banken setzt sich unvermindert fort, genauso, wie in der Vergangenheit – dieselbe Art des Hochrisikos, das all diese Probleme überhaupt erst verursacht hat. Ein Großteil von dem, was sie tun, findet außerhalb der Bilanzen statt. In den nächsten drei Jahren werden die Kreditgeber unter dem zusammenbrechenden Gewerbeimmobilienmarkt begraben werden, so dass der Totentanz noch einige Zeit weitergehen wird.

Die Banken und Hybrid-Handelshäuser sind alle in Flash-Trading verwickelt, das unter dem angemesseneren Namen Front Running bekannt ist. Sie beteiligen sich weiterhin an nackten Leerverkäufen und die US-Börsenaufsicht, SEC, steht daneben und sieht zu. Diese Zockerei und kriminellen Aktivitäten werden durch die Fed über sehr billige Kredite finanziert. Dann sind da noch ihre Geschäfte und Verbindungen zu den komplett unregulierten Hedge Funds. Die Geschäftsbanken schrumpfen nicht, sondern wachsen weiter und kontrollieren mittlerweile 70% aller weltweiten Bankvermögen. Wenn man das alles zusammennimmt, stellt man fest, dass die Finanzoligarchie an Überlegenheit gewinnt und diese nicht zurückgeht, wie uns Wall Street glauben lassen will. Während das durchsickert, wurde das Defizit der Bundesregierung durch unseren Präsidenten und den Kongres verdoppelt. Die zwei vorangegangenen Regierungen und die aktuelle Regierung haben die Schulden praktisch von 0 bis auf USD 12,3 Billionen getrieben, die sich bis Dezember auf USD 14,3 Billionen erhöhen werden. Selbst die Schulden der Fed haben sich auf USD 2,2 Billionen erhöht, da sie sich an Behördenanleihen, Staatsanleihen und Giftmüll überfressen hat. Die Fed lügt bezüglich ihrer Beteiligungen; sie kaufte im letzten Jahr 80% der Staatsanleihen. Was sie taten, war Investoren mit Milliarden vollzustopfen, was lachhaft ist.

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