Die Klimagate-Untersuchung wird zur Farce: Schon das 3. Mitglied als Erwärmungsgläubiger enttarnt

Steve Watson, Infowars.net, 15.02.2010

Die sogenannte „unabhängige“ Untersuchung über den Klimagate-E-Mail-Skandal ist, kaum nachdem man sie ins Leben rief, zur Farce verkommen, da nun das dritte der insgesamt sechs Untersuchungsmitglieder entlarvt wurde fest an die durch den Menschen verursachte Klimaerwärmung zu glauben.

Die Unvoreingenommenheit des Glaziologen Geoffrey Boulton ist bezweifelt worden, nachdem er zugab, fest davon überzeugt zu sein, dass menschliche Aktivitäten die Ursache der Erderwärmung sind.

Professor Boulton, der durch den Staatsdiener Sir Muir Russell offiziell in den Untersuchungsausschuss bestellt wurde, schrieb ebenfalls zahlreiche Artikel, die darauf hindeuten, dass er fest an die anthropogene Erderwärmung glaubt.

In einer Abhandlung aus dem Jahre 2005, die Boulton für die Edinburgh University verfasste, schrieb er, dass die Diskussion bezüglich der Erderwärmung „zu Ende“ ist.

Auch wurde enthüllt, dass Boulton zu einer Gruppe von Wissenschaftlern und Meteorologen gehörte, die infolge des Klimagate-Skandals im Dezember eine Erklärung unterzeichneten, worin sie ihre anhaltende Unterstützung für den IPCC sowie ihre felsenfeste Überzeugung beteuerten, dass die Erderwärmung durch den Menschen verursacht sei.

In der Erklärung heißt es:

„Wir, die Mitglieder der Wissenschaftsgemeinde Großbritanniens, haben allerhöchstes Vertrauen in die empirischen Beweise der Erderwärmung und die wissenschaftlichen Grundlagen um die Schlussfolgerung zu ziehen, dass die Erderwärmung hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten verursacht wird. Die Beweise und die Wissenschaft sind tiefgründig und ausführlich. Sie setzen sich aus Jahrzehnten detaillierter und akribischer Forschung tausender Wissenschaftler aus allen Teilen der Erde zusammen, welche die höchste Integrität genießen. Die Forschung ist Kreuzgutachten unterzogen und veröffentlicht worden, was eine Nachverfolgbarkeit der Beweise möglich macht und die wissenschaftliche Methode unterstreicht.“

Boultons Ansichten stehen den Gründungsprinzipien der Untersuchung ganz eindeutig entgegen – Experten zu ernennen, die keine „vorher festgelegte Meinung über die Erderwärmung und über die Klimawissenschaft“ haben.

Boulton erklärte der Zeitung The London Times:

„Vielleicht bekomme ich von Sir Muir eins auf die Finger, wenn ich das sage, aber ich denke, dass diese Aussage klargestellt werden muss. Ich denke das Komitee benötigt jemanden wie mich, der dem Feld der Erderwärmung nahesteht und es würde mich ziemlich überraschen, wenn diese Person keine Meinung darüber, ob nun in die eine oder andere Richtung, hätte.“

Als wäre das nicht genug, arbeitete Boulton tatsächlich bis 1986, insgesamt 18 Jahre lang, für die School of Environmental Science der University of East Anglia, wo die Climate Research Unit (CRU) beheimatet ist. Auf der Internetseite der „unabhängigen“ Untersuchungskommission wird dies in seiner Biographie jedoch nicht erwähnt.

Die Kontroverse kommt wenige Stunden nach dem Rücktritt eines anderen Mitgliedes des sogenannten „unvoreingenommenen“ Ausschusses. Dr. Phillip Campbell, Chefredakteur der Zeitschrift Nature, trat am Donnerstag zurück, nachdem enthüllt wurde, dass er zuvor ein Interview gab, in welchem er die Aktionen der Forscher des CRU verteidigte.

Campbell ist nur sechs Stunden lang Mitglied des Ausschusses gewesen, als seine Erklärung vom Dezember 2009 zitiert wurde, worin er sagte:

„Die Wissenschaftler haben die Daten nicht versteckt. Wenn Sie sich die E-Mails anschauen, gibt es ein oder zwei Sprachschnipsel, Jargon, der unter Fachleuten verwendet wird und bei Außenstehenden den Eindruck erweckt, es würde etwas nicht stimmen. Das einzige Problem, das es tatsächlich gegeben hat, betrifft einige offizielle Beschränkungen bezüglich ihrer Möglichkeiten Daten weiterzuverbreiten. Ansonsten haben sie sich so verhalten, wie es Wissenschaftler tun sollten.“

Beide Fälle überraschen wenig, wenn man bedenkt, dass der Chef der „Untersuchung“, Muir Russel,  Mitglied einer der am vehementesten die menschlich verursachte Erderwärmung verteidigenden Organisationen Europas ist.

Während er sich absurderweise selbst als unvoreingenommen und mit der Klimawissenschaft nicht verbunden bezeichnet, ist Russell aufs Engste mit der The Royal Society of Edinburgh (RSE) verbunden.

RSE hat sich hinter die Erderwärmungsbewegung gestellt und die Gesetzgebung, die darauf abzielte CO2-Emissionen um 80% zu reduzieren – ein Vorgang, der verheerend für die Weltwertschaft und die Lebensstandards wäre – voll unterstützt.

Diese Organisation verteidigte die durch den Menschen verursachte Erderwärmung sogar noch heftiger als die Regierungen der einzelnen Länder und forderte nicht nur die gewöhnlichen Reduzierungen mit dem Zieldatum 2050, sondern wesentlich drastischere kurzfristige CO2-Reduktionen.

Als Reaktion auf den Gesetzesentwurf zum Klimawandel in Schottland verfasste die Organisation im Februar 2009 ein entschiedenes Plädoyer für die Hypothese der anthropogenen Erderwärmung.

Der Chef der Global Warming Policy Foundation Großbritanniens und frühere britische Schatzminister, Nigel Lawson, veröffentlichte bezüglich Mangels der Unvoreingenommenheit des Untersuchungsausschusses folgende Erklärung:

„Als die erste Person, die eine unabhängige Untersuchung über ´Klimagate` forderte, bedaure ich, dass das, was heute verkündet wurde, in mehrerlei Hinsicht mangelhaft ist. Mit den unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführten Anhörungen sowie der Zurückhaltung der Gesprächsprotokolle entbehrt die Untersuchung jeglicher Transparenz.

Während die Zielstellungen immerhin noch besser sind als überhaupt nichts, sind sie in vielerlei Hinsicht ungenügend, nicht zuletzt wegen dem Versagen die Bemühungen der Wissenschaftler der CRU zu hinterfragen, die Veröffentlichung von Dokumenten von Wissenschaftlern mit abweichender Meinung und Anderer zu verhindern, ganz im Gegensatz zu den Regeln wissenschaftlicher Integrität. Und die Objektivität und Unabhängigkeit der Untersuchung ist durch die Zusammensetzung von Sir Muir Russells Team ebenfalls ernsthaft zu bezweifeln, besonders wegen dem Chefredakteur von Nature, der bereits einen Leitartikel zu dem Thema veröffentlichte, worin er die CRU-Wissenschaftler massiv unterstützte und ihre Kritiker des ´Verfolgungswahns` beschuldigte.“

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