Währungskrise: Gold auf dem Weg zu neuem Euro-Allzeithoch

Propagandafront.de, 06.09.2012

Während der Goldpreis auf Dollarbasis immer noch weit unter seinem nominellen Allzeithoch des vergangenen Jahres liegt, zeigt der Euro-Goldpreis unmissverständlich, welch verheerende Schäden durch die Geld- und Schuldenpolitik der Euroländer angerichtet worden sind.

Seit Winter letzten Jahres hat die Europäische Zentralbank die europäischen Zombiebanken mit hunderten Milliarden an frisch gedruckten Euros versorgt und dafür auch suspekte Staatsanleihen von Pleiteländern als Kreditsicherheit akzeptiert. Aktuell denken die Währungsvernichter der EZB darüber nach, weitere Staatsanleihen der überschuldeten europäischen Länder zu kaufen oder diese Aufkäufe durch den Europäischen Stabilitätsmechanismus erledigen zu lassen.

Die staatsfrohen Massenmedien versuchen es unterdessen mit der üblichen Anti-Gold-Propaganda, die mittlerweile bereits so unverblümt und krass daherkommt, dass es selbst Leuten auffällt, die sich normalerweise überhaupt nicht für physischen Gold- und Silberbesitz interessieren!

Die staatsgläubigen Vertreter der Massenmedien, die über die „älteste Spekulationsblase der Welt“ schwadronieren, streichen heraus, dass der Goldpreis sehr stark schwankt. Wie unglaublich stark der Goldpreis auf- und abspringt, lässt sich beispielsweise an der nachfolgenden Grafik erkennen, die den Goldpreis seit Einführung der europäischen Einheitswährung ausweist:

(Netdania.com) Goldpreis auf Monatsbasis in Euro seit 2001. Zum Vergrößern anklicken.

Ja, das ist in der Tat eine Berg- und Talfahrt, die es in sich hat.

Am 12.09.2011 kletterte Gold auf Eurobasis auf sein Allzeithoch von EUR 1.374 pro Unze. Aktuell notiert das gelbe Metall bereits wieder bei rund EUR 1.350 pro Unze.

Wer im Januar 2010 bei einem Goldpreis von EUR 770 pro Unze in eines der – glaubt man den Massenmedien – gefährlichsten Investments des Planeten investiert hat, konnte bisher bereits Zugewinne von über 75% verbuchen – nicht schlecht für einen Zeitraum von knapp drei Jahren. Hätte man das Geld stattdessen einer wackeligen Pleitebank als „Tagesgeld“ geliehen, läge die Rendite vor Steuern heute vielleicht bei 5% bis 15%.

(Netdania.com) Goldpreis auf Tagesbasis in Euro seit 2010. Zum Vergrößern anklicken.

Aber Gold hat natürlich auch unglaubliche Nachteile. Extreme Risiken machen das Metall zu einem hochspekulativen Objekt, mit dem man enorme Verluste einfahren kann, und, schlimmer noch, über all dem thront die Gefahr des Goldverbots. Für Herrn Malte Heynen, dem Experten für Banken-Raubzüge, ist bereits die Aussicht auf ein Goldverbot „ein starkes Argument gegen Gold“.

Das ist natürlich lächerlich. Ein Goldverbot ist nichts weiter als eine Repressionsmaßnahme des Staats – und das ist ja genau der Grund, warum man physisches Gold und Silber kaufen sollte! Gold und Silber dienen unter anderem als Schutz vor staatlichen Repressionsmaßnahmen. Wenn ein Staat Gold verbietet, bedeutet das schlicht, dass der Goldpreis in diesem Land weit über dem Handelspreis des freien Markts liegt.

Vor dem Fall des Eisernen Vorhangs waren den Bürgern der sozialistischen Länder private Devisengeschäfte ebenfalls verboten – na und! Es gab eine enorme Nachfrage nach Devisen, jeder wollte welche haben, und selbst in diesen Mangelwirtschaften bekam man für konvertierbare Währungen einiges mehr als für nichtkonvertierbare Aluminiummünzen.

Und, wie wird sich der Goldpreis in Europa nun weiterentwickeln? Sollte der Euro noch eine Weile überleben und es den politischen Führern Europas tatsächlich gelingen, ein Auseinanderbrechen der Eurozone zu verhindern, werden die Europäische Zentralbank und die Zentralbanken der einzelnen Euroländer natürlich weiterhin Unmengen an frisch gedruckten Geldern ins System pumpen, um damit die defizitären Staatshaushalte zu finanzieren.

Die Zentralbanker sind keine Währungshüter, sondern Währungsvernichter. Es liegt überhaupt nicht in ihrem Interesse, irgendeine Geldwertstabilität zu sichern oder dem Wohle der Bürger zu dienen. Ihr Hauptinteresse ist es, den Staat am Leben zu halten. Der Erhalt des Staats – im Falle der EZB der Erhalt der EU-Krake und im Falle der einzelnen Zentralbanken der Euroländer der Erhalt ihrer jeweiligen Staaten – ist das oberste Ziel, dem alle anderen Dinge untergeordnet werden.

Kurzum: Umso länger die Pleiteländer und die Wirtschaften der Eurozone künstlich am Leben erhalten werden, desto mehr Euros werden gedruckt. Und das spiegelt sich dann natürlich auch im Wert des Euros und somit im Goldpreis wider.

Es deutet daher einiges darauf hin, dass Gold auf Eurobasis in Zukunft noch kräftig steigen und das Allzeithoch von EUR 1.374 pro Unze schon bald geknackt werden wird.

Für Sparer, denen Gold heute bereits zu teuer ist, bietet sich vielleicht physisches Silber an. Silber kostete in 2011 in der Spitze über EUR 34 pro Unze und liegt mit einem aktuellen Preis von EUR 26 pro Unze rund 30% unter dem Preishoch des vergangenen Jahres.

(Netdania.com) Silberpreis auf Monatsbasis in Euro seit 2001. Zum Vergrößern anklicken.

Wer im Januar 2010 in physisches Silber investiert hat, konnte seinen Einsatz bisher mehr als verdoppeln – ein Ergebnis, von dem die Tagesgeldkunden, die jeden Tag darum bangen müssen, dass ihre Bank „systemrelevant“ ist und im Notfall mit frisch gedruckten, fortwährend entwertenden Papierfetzten auf Kosten der Steuerzahler gerettet wird, nur träumen können.

Der Silberexperte David Morgan geht davon aus, dass Silber bis Ende dieses Jahres auf USD 35 bis USD 40 pro Unze klettern könnte, was beim aktuellen EUR/USD-Kurs einen Preis von bis zu EUR 33 pro Unze nahelegen würde.

Die Kursentwicklung von Gold und Silber verläuft immer sehr ähnlich, da beide Metalle einen monetären Charakter haben. Silber ist „der kleine Bruder von Gold“ und wird aufgrund des Gold/Silber-Verhältnisses, das das weiße Metall bedeutend billiger macht als Gold, auch als „Gold des kleinen Mannes“ bezeichnet.

Prozentuale Wertentwicklung auf Dollarbasis seit 2006: Gold (rot), Silber (blau), Rohöl der Marke Brent (grün). Zum Vergrößern anklicken.

Und selbst wenn die beiden ältesten Währungen der Welt dieses Jahr noch einmal um 20% oder 30% einbrechen würden – bei Gold und Silber kann man sich sicher sein, dass man keinen Totalverlust erleidet, so wie es bisher bei noch jeder Papierwährung der Fall gewesen ist.

Der Goldpreis in Euro deutet jedenfalls darauf hin, dass sich die monetären und wirtschaftlichen Leiden der Eurozone weiter verschärfen werden. Sparer und Anleger dürften gut beraten sein, nicht auf die Heilsversprechungen der Etatisten zu vertrauen und ihr Vermögen vor den verbrecherischen Machenschaften des globalen Zentralbankwesens in Sicherheit zu bringen, solange die physischen Metalle noch zu den aktuellen Preisniveaus erhältlich sind.

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