OTTO Gutscheine

Was macht Gold in 2013?

Goldmünzen kaufen

Jeff Clark, Casey Research, 15.01.2013

Nun, wo das neue Jahr eingeläutet wurde, dürfte es wohl zwei beherrschende Fragen geben, die die meisten Edelmetallanleger beschäftigen: Werden sich Gold und Silber besser entwickeln als in den letzten zwei Jahren? Und werden die Goldminenaktien endlich aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen?

2012 war für das gelbe Metall ein sehr interessantes Jahr. Einerseits konnte Gold das zweite Jahre in Folge lediglich einen Zugewinn im einstelligen Prozentbereich verbuchen (8,3% in 2012, nachdem es in 2011 nur um 9,1% zulegen konnte) und wurde dann auch noch vom S&P 500 Index ausgestochen (das erste Mal seit 2004 und lediglich das dritte Mal seit 1999), anderseits ist der Goldpreis jetzt schon das 12. Jahr in Folge gestiegen, wodurch es die meisten anderen Bullenmärkte der jüngeren Geschichte in den Schatten stellen konnte.

Die Goldminenaktien haben nun das zweite Jahr in Folge Verluste verbucht. Der börsennotierte Minenfonds Gold Miners ETF (GDX) fiel um 9,8%, nachdem er schon 2011 mit 16,3% im Minus lag. Der Junior Gold Miners ETF (GDXJ) ging in 2012 um 19,9% zurück, nachdem er in 2011 bereits um 38% gesunken war.

Im Folgenden wird die Performance der Goldbranche in 2012 der Wertentwicklung einer Reihe anderer Vermögenswerte gegenübergestellt:

2012Returns_1

Vielleicht macht es aber mehr Sinn, sich das Ganze noch einmal aus einer längerfristigen Perspektive heraus anzuschauen. Wie haben dieselben Finanzsektoren seit der Finanzkrise in 2008 performt?

2009to2012ReturnsSilverandGoldLeadAllComers_0

Innerhalb der letzten vier Jahre haben Gold und Silber im Vergleich zu allen anderen bedeutenden Vermögensklassen die höchsten Zugewinne erzielen können. Die Goldproduzenten konnten mit der Performance der Edelmetalle aber nicht mithalten, während die Juniorminentitel sogar Verluste einfuhren.

Einige behaupten, dass sich Gold in einer Blase befände, weil der Goldpreis schon so stark gestiegen ist. „Gold ist ja bereits sehr stark gestiegen“, heißt es. In Wirklichkeit ist der jetzige Goldbullenmarkt immer noch winzig, wenn man ihn mit anderen Bullenmärkten der jüngeren Geschichte vergleicht:

Stellt man den aktuellen Goldbullenmarkt den großen Bullenmärkten der letzten 40 Jahre gegenüber – so wie es in der oben stehenden Grafik getan wird –, kommt man zu dem Ergebnis, dass er, was seine prozentualen Zugewinne anbelangt, immer noch zu den kleinsten gehört.

ReturnsofHistoricalBullMarkets_0

Der aktuelle Goldbullenmarkt hat bisher gerade einmal 25% der Zugewinne des Goldbullenmarkts der 70er Jahre erzielen können. Es gab auch eine ganze Reihe von Bullenmärkten, die länger anhielten als der jetzige Goldbullenmarkt. Allein schon aufgrund dieser Prozentzahlen würde ich mal darauf wetten, dass der aktuelle Goldbullenmarkt noch nicht vorbei ist.

Darüber hinaus zeigt ein Blick in die Geschichte, dass Bullenmärkte dazu neigen, in einem ekstatischen Höhepunkt zu enden. Beispielsweise schoss Gold 1979 um 120% in die Höhe. Unser bestes Jahr war 2007, wo Gold um 32% zulegen konnte. Da kann man kaum von einem raketenhaften Aufstieg sprechen, und für einen Bullenmarkt wäre es auch ein völlig untypisches Ende.

Und all die Fundamentaldaten, die dafür sprechen, dass man nach wie vor Gold kaufen sollte, wurden ja hier noch gar nicht mitberücksichtigt.

Also, wie wird sich der Goldpreis in 2013 entwickeln?

Ich glaube, das ist die falsche Frage. Da Gold die beste und historisch bewährteste Methode ist, um Vermögen zu bewahren, und es sich bei dem gelben Metall technisch gesehen auch nicht um ein Investment handelt, sollte die Frage richtigerweise lauten: Wird Gold auch künftig in der Lage sein, meine Kaufkraft zu bewahren?

Stellt man die Frage so, sieht man Gold nämlich auf einmal auch in dem richtigen Licht– als echtes Geld. Und wenn man Gold als Geld hält, lautet die Frage: Um wie viel Prozent wird unsere Kaufkraft in US-Dollars oder anderen Alternativen zu Gold dieses Jahr – und in künftigen Jahren – aller Vorausschau nach zurückgehen?

Wenn eines sicher ist, dann dass der aktuelle Pfad der Schuldenanhäufung, der defizitären Ausgaben und des Gelddruckens dazu führen wird, dass die Entwertung des US-Dollars und anderer ungedeckter Fiatwährungen künftig weiter anhalten und sich wohlmöglich in nicht allzu ferner Zukunft sogar noch beschleunigen wird. Diese Tatsache macht Gold zu einem Vermögenswert, den man ganz einfach besitzen muss, ungeachtet der Tatsache, dass sich das Metall seit 2001 um über 500% verteuert hat.

Ich habe einige Berichte gelesen, wo die Analysten behaupten, dass all diese Aspekte bei Gold schon mit eingepreist seien. Darüber lässt sich streiten – aber selbst wenn sie damit Recht haben sollten, sind die zeitverzögerten und indirekten Auswirkungen, die sich aus all dem ergeben, mit Sicherheit noch nicht eingepreist worden …

Das Problem mit der Überschuldung, den überbordenden Staatsausgaben und der Gelddruckerei sollte aber nicht einfach auf die leichte Schulter genommen und beschönigt werden. Natürlich werden all diese Dinge negative Auswirkungen haben. Wir werden die vollumfänglichen Auswirkungen dieser die Währung aushöhlenden Maßnahmen ja erst noch zu spüren bekommen. Und das wird weder lustig sein, noch schmerzfrei vonstattengehen …

Also, wie wird sich Gold in 2013 und den darauffolgenden Jahren entwickeln? Ganz egal, welche verrückten und nicht vorhersagbaren Irrwege die Geschichte künftig noch nehmen mag – Gold wird immer Gold bleiben, und das ist nun einmal die beste Methode, um seine Ersparnisse zu schützen.

Die entscheidende Frage lautet daher: Welchen Lebensstandard möchten Sie künftig aufrecht erhalten?

Die meisten Menschen würden darauf antworten: „Ich möchte natürlich, dass mein Lebensstandard so hoch wie möglich ist.“ Und das ist auch genau der Grund, warum wir weiterhin Gold kaufen. Und basierend auf unseren Untersuchungen, den Lehren aus der Geschichte und den Auffassungen einiger der erfolgreichsten Investoren in diesem Sektor hat der aktuelle Goldbullenmarkt immer noch einen weiten Weg vor sich.

Weitere Artikel zu diesem Thema