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Warnung: Die EU-Krise ist zurück … und sie wird nur noch schlimmer werden

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Und das bedeutet … dass wir es hier mit dem Endspiel zu tun haben. Komme, was wolle – die Staatspleiten sind unvermeidlich und der Euro wird implodieren

Graham Summers, Gainspainscapital.com, 12.03.2013

Heute möchte ich eine Investorenwarnung ausgeben: Die EU-Krise wird sich in den kommenden Monaten weiter verschlimmern.

Ja ich weiß, dass die meisten Anleger und Analysten der Auffassung sind, die EU-Krise sei vorbei. Sie glauben, dass, nur weil der S&P 500 nahe seiner Allzeithochs notiert, sich das System bester Gesundheit erfreut. Damit liegen sie aber daneben.

Das Einzige, was Europa in 2012 zusammenhielt, war die Glaubwürdigkeit der EU-Politiker und des EZB-Präsidenten Mario Draghi. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass es beim EU-Finanzsystem keinerlei grundlegende Verbesserungen gegeben hat: Das EU-BSP ist seitdem auf ein Rezessionsniveau gesunken und die EU-Arbeitslosigkeit ist auf neue Rekordhochs geklettert.

Der einzige Grund, warum die Lage besser aussah, waren die massiven Interventionen der verschiedenen europäischen Länder. Spanien plünderte beispielsweise 90% der Rentenkasse, um spanische Staatsanleihen zu kaufen und so deren Zinssätze nach unten zu drücken.

Und wenn das gesamte Finanzsystem nur durch die Glaubwürdigkeit der politischen Klasse zusammengehalten wird … können Korruptionsskandale dafür sorgen, dass das System zusammenbricht. Die New York Times meldete am 21.01.2013:

„Die spanische Regierungspartei Partido Popular verstrickte sich letzte Woche immer stärker in einem Netz aus Korruptionsskandalen, nachdem schweizerische Behörden die spanische Justiz darüber informiert hatten, dass der ehemalige Schatzmeister der Partei auf Schweizer Bankkonten bis zu EUR 22 Millionen anhäufte.

Der Schatzmeister, Luis Bárcenas, trat 2009 von seinem Amt zurück, nachdem er bereits in der frühen Phase der Untersuchung angeklagt wurde. Die Ermittlungen halten immer noch an. Es geht um ein System aus Bestechungen und illegalen Zahlungen, an dem angeblich auch andere konservative Parteipolitiker beteiligt gewesen sein sollen …

Die Untersuchung hat für eine schnell wachsende Liste an weiteren Korruptionsermittlungen gesorgt, die sich über ganz Spanien erstrecken und nun auch die konservative Regierung von Premierminister Mariano Rajoy erreicht haben, der sich bisher in Schweigen hüllte. Seit Beginn der Finanzkrise sind im Rahmen der Korruptionsermittlungen rund 300 spanische Politiker aus dem gesamten Parteienspektrum angeklagt worden. Bisher haben die wenigsten von ihnen Strafen erhalten.“

Die oben aufgeführte Meldung verdeutlicht einige bedeutende Aspekte, über die sich alle Investoren im Klaren sein müssen:

1. Die EU-Politiker sind so korrupt, dass US-amerikanische Politiker dagegen richtig sauber wirken.
2. Nachdem die Korruptionsermittlungen jahrelang verschleppt wurden, haben sie jetzt einen Punkt erreicht, wo den Reichen und Mächtigen tatsächlich ernsthafte Konsequenzen drohen.

Bitte berücksichtigen Sie auch, dass in der Meldung stand, dass gegen den früheren Schatzmeister der Partido Popular, Luis Bárcenas, schon vor 2009 ermittelt wurde. Die Tatsache, dass der entscheidende Beweis – seine Bankkonten in der Schweiz mit über EUR 22 Millionen – erst jetzt ans Licht gekommen ist, dürfte Ihnen eine Vorstellung davon vermitteln, wie korrupt das System in Europa wirklich ist. (Es ist völlig unmöglich, dass man vier Jahre braucht, um an diese Informationen zu gelangen.)

Und dass diese Informationen nun an die Öffentlichkeit gelangen, ist ein klarer Hinweis darauf, dass die Lage in Spanien mittlerweile so schlimm ist, dass jetzt Köpfe rollen. Wir hatten ja in der Vergangenheit bereits darauf hingewiesen, dass Korruption immer nur solange funktioniert, bis die Konsequenzen schwerer wiegen als die Vorteile, „die Hand aufzuhalten“

Die Meldung ist ein Hinweis darauf, dass dieser Punkt in Spanien nun endgültig erreicht worden ist. Dafür hat es fünf Jahre gebraucht (die Krise begann in 2008). Aber das System hat nun endgültig den Punkt erreicht, wo die entscheidenden Akteure aufgrund ihrer Korruption mit echten Konsequenzen konfrontiert werden.

In derselben Meldung findet sich auch noch weiteres Schmankerl:

„Am Mittwoch offenbarte der Präsident von Madrids Regionalregierung, Ignacio González, im Rahmen einer anderen Immobilien-Ermittlung, dass er und seine Frau vergangenen Monat für EUR 770.000 ein Penthouse im Urlaubsresort Marbella gekauft haben. Herr González, der ein Monatsgehalt von EUR 4.800 bekommt, bestreitet jegliches Fehlverhalten und jeglichen Zusammenhang zwischen seinem Kauf und der Ermittlung eines Richters vor Ort.“

Der Präsident eines Regionalparlaments mit einem Jahresgehalt von weniger als USD 80.000 pro Jahr kauft sich einfach ein USD 1 Millionen Penthouse in einem Land, wo die Jugendarbeitslosigkeit bei über 50% liegt, die Arbeiter seit sechs Monaten kein Gehalt mehr bekommen und den Apotheken langsam die Medikamente ausgehen, weil die Regierung ihnen noch Rechnungen in Höhe von EUR 500 Millionen zu zahlen hat.

Aber warum ist all das so wichtig? Weil sich in Europa alles um die Politik dreht, nicht etwa um die Wirtschaft. Das EU-Bankensystem wurde letzten Sommer vor dem Abgrund gerettet, indem Mario Draghi und andere EU-Vertreter versprachen, alles Notwendige zu tun, um die Krise zu beenden.

Seit diesem Zeitpunkt hat sich die Wirtschaft aber nur noch weiter verschlechtert. Die Arbeitslosigkeit ist auf neue Rekordhochs geklettert und die meisten EU-Länder sind abermals in eine Rezession abgetaucht. Es ist also allein die Glaubwürdigkeit der verschiedenen politischen Vertreter Europas gewesen, die dafür sorgte, dass das System funktionierte, nicht etwa irgendwelche fundamentalen Verbesserungen.

Jetzt, wo bei wichtigen EU-Schlüsselfiguren massive Korruptionsskandale ausbrechen, wird es für die politische Klasse der EU zunehmend schwieriger werden, die Märkte davon zu überzeugen, dass „alles in Ordnung“ ist.

Es ist jetzt an der Zeit, dass wir der Wahrheit ins Auge blicken: Europa ist am Ende.

Den Strippenziehern entgleitet die Kontrolle jetzt immer schneller, und Spaniens Bankensystem kollabiert in einer Rate, die schlimmer ist, als die der asiatischen Länder während der Asienkrise Ende der 90er Jahre. Italiens Anleihen brechen ein. Deutschland stellt gerade fest, dass seine Wirtschaft am Abgrund wankt. Und in Frankreich sind die Auto- und Eigenheimverkäufe in einer Rate eingebrochen, die so schlimm ist wie in 2008.

Und das ist nur die Spitze des Eisbergs.

Die Schuldenansteckung ist jetzt auf Spanien, Italien und sogar Frankreich übergesprungen: Und jedes dieser drei Länder ist zu groß, um zu gerettet zu werden.

Und das bedeutet … dass wir es hier mit dem Endspiel zu tun haben. Komme, was wolle – die Staatspleiten sind unvermeidlich und der Euro wird implodieren.

Das ist die Realität in Europa. Das ganze System wird zusammenbrechen, es ist nur noch eine Frage der Zeit. Und wenn es kollabiert, wird Lehman Brothers wie ein Witz anmuten.

Ich weiß, dass die Märkte das erst noch vollumfänglich verinnerlichen müssen … der S&P 500 nähert sich gegenwärtig seinen Allzeithochs. Aber Ende 2007, das letzte Mal, als die Märkte in diesen Höhen notierten … ja hatten die Aktien da auch antizipiert, was bevorstand? Nein. Und als die Aktienmärkte dann begriffen hatten, was los war, ging alles sehr schnell.

Wer bisher noch keine Maßnahmen ergriffen hat, um sich auf einen Systemcrash vorzubereiten, sollte das besser jetzt tun. Wir befinden uns nur noch Monate davon entfernt, und wahrscheinlich sind es nur noch Wochen, bis die europäischen Banken implodieren und dabei wohlmöglich das Finanzsystem mit in den Abgrund reißen. Sie denken, ich mache Witze? Die US-Notenbank pumpt zurzeit Milliarden an Dollars in die EU-Banken, um genau das zu verhindern.

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