In den USA bricht die Angst vor der Erderwärmung nach den Klimagate-Skandalen drastisch ein

Steve Watson, Prisonplanet.com, 11.03.2010

Die letzte Erhebung des Umfrageinstituts Gallup deutet darauf hin, dass die Ängste der Amerikaner vor der Erderwärmung drastisch zurückgehen und immer mehr Menschen das Gefühl haben, der Klimawandel würde aufgebauscht.

Diese Zahlen spiegeln die negativen Auswirkungen verschiedener neuer Skandale wider, die Viele dazu brachten die Wissenschaft hinter der Theorie der menschlich verursachten Erderwärmung und die Motivation einiger der Wissenschaftler, welche diese vorantreiben, zu hinterfragen.

„Gallups jährliche Aktualisierung zu den Einstellungen der Amerikaner im Hinblick auf den Umweltschutz zeigt eine Öffentlichkeit, die sich innerhalb der letzten zwei Jahre über die Bedrohung der Erderwärmung weniger besorgt zeigte und weniger davon überzeugt ist, dass ihre Folgen bereits stattfinden und vielmehr davon ausgeht, dass die Wissenschaftler sich selber nicht über das Vorhandensein der Erderwärmung sicher sind.“ so die Seite des Umfrageinstituts.

48% der von Gallup befragten Amerikaner sagten, sie wären nun der Meinung, dass die Bedeutung der Erderwärmung allgemein aufgebauscht wird. Das ist ein Anstieg von 7% gegenüber den Vorjahreszahlen und ein gigantischer 17%iger Anstieg im Vergleich zu den Zahlen von 1997, als Gallup die Umfrage erstmalig zu diesem Thema durchführte.

Im Vergleich zu 2004, als man einen damaligen Höhepunkt von 38% der Bevölkerung verzeichnete, welche die Erderwärmungsängste für aufgeblasen hielten, handelt es sich aktuell um einen Anstieg von 10%.

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„Der durchschnittliche Amerikaner ist nun weniger, als jemals zuvor seit 1997, davon überzeugt, dass die Wirkungen der Erderwärmung bereits eingesetzt haben oder in Kürze einsetzen werden.“ merkt Frank Newport von Gallup an.

Zweidrittel der Amerikaner glauben nicht, dass die Erderwärmung sie während ihrer Lebensspanne betreffen wird, so die Umfrage. Diese Zahl stellt gegenüber dem Vorjahr einen scharfen Anstieg von 6% dar.

Gerade einmal 50% glauben, dass die Temperaturanstiege durch menschliche Aktivitäten verursacht sind. 2003 lag diese Zahl auf einem Rekordhoch von 61%.

Newport merkt an, dass die Berichterstattung über den Klimagate-Skandal und andere jüngere Skandale zu Datennachbesserungen, um Behauptungen über die Erwärmung aufzubauschen, die Umfrage beeinflussten:

„Diese Nachrichtenberichte können durchaus einige Amerikaner dazu veranlasst haben den wissenschaftlichen Konsens zur Erderwärmung neuzubewerten. Von 65% in vergangenen Jahren, sagen nun ungefähr die Hälfte der Amerikaner ´die meisten Wissenschaftler glauben, dass die Erderwärmung stattfindet`. Die vorherrschende Gegenthese, die von 36% der Amerikaner gehalten wird, ist, dass sich die Wissenschaftler über die Erderwärmung nicht sicher sind. Weitere 10% sagen, die meisten Wissenschaftler sind der Meinung die Erderwärmung findet nicht statt.“

Es kann kein Zweifel daran bestehen, dass die erfolgreiche Enthüllung des Klimagate-Betrugs – die hauptsächlich durch alternative Medienquellen und Blogs zustande gebracht wurde – die öffentliche Meinung über die Erderwärmung beeinflusst hat.

„Der Trend der öffentlichen Meinung kehrte sich 2009 um, als verschiedene Gallup Messungen einen leichten Rückgang in der Sorge um die Erderwärmung zeigten. In diesem Jahr ist die Abwärtsbewegung sogar noch ausgeprägter.“ teilt Gallup mit.

Das Klimamagazin „Nature“ bestätigte heute, dass das öffentliche Vertrauen in die Klimawissenschaft in bedeutendem Maße eingebrochen ist und fügte hinzu, dass sich die Klimawissenschaftler „in einem Straßenkampf“ befinden.

Weiter sagt das Magazin:

„Der Ökologe Paul Ehrlich von der Stanford University in Kalifornien sagt, seine Klimakollegen wissen nicht mehr ein noch aus, wie den Angriffen zu begegnen sei. ´Jeder scheißt sich vor Angst in die Hosen, aber sie wissen nicht, was sie tun sollen.` sagt er.“

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