US-Vizepräsident Biden verschwört sich mit Israel den Iran in die Steinzeit zurückzubomben

Kurt Nimmo, Prisonplanet.com, 11.03.2010

Joe Biden reiste nicht um des Friedens willen nach Israel oder gar um das Land für seine Pläne abzumahnen 1.600 illegale Siedlungshäuser im Osten Jerusalems zu bauen. Biden reiste nach Israel um darüber zu sprechen den Iran in die Steinzeit zurückzubomben.

Gabriela Shalev, die israelische Botschafterin bei den Vereinten Nationen, teilte Associated Press zu Beginn dieser Woche mit, dass es bei Bidens Besuch in Israel und einem Treffen mit israelischen Beamten in Washington um eine Abstimmung hinsichtlich des weiteren Vorgehens gegenüber dem Iran ging: „Shalev sagte, dass sich gegenwärtig hochrangige israelische und US-amerikanische Regierungsvertreter und Militärführer in Washington und Jerusalem treffen um zu besprechen, ob ein militärischer Angriff das Nuklearprogramm des Iran unterbinden könnte.“

Frau Shalev sagte, sie „war sehr ermutigt, dass Biden sagte, der Iran stellt eine Bedrohung für die Vereinigten Staaten dar.“

Sozusagen dieselbe Art von Bedrohung, wie der Irak ihn für die Vereinigten Saaten darstellte, bevor die USA einmarschierten, die bereits geschädigte zivile Infrastruktur des Landes vernichteten und über eine Millionen Iraker ermordeten.

Der Irak stellte absolut keine Bedrohung für die Vereinigten Staaten dar – das Land konnte kaum seine nächsten Nachbarn bedrohen – aber das hielt die Araber-hassenden Neokonservativen nicht davon ab groteske Lügen zu erfinden, die sie der New York Times und dem Rest der Konzernmedien fütterten um Einmarsch und Massemord die Bühne zu bereiten.

Shalev erweiterte die angebliche Bedrohung durch den Iran: „Ich gehe noch weiter – der Iran ist eine Bedrohung für die gesamte Welt“ Übersetzung: Der Iran ist eine Bedrohung für Israels Vorherrschaft im Nahen Osten.

Israel ist im Libanon eimarschiert und besetzte das Land, bombardierte einen Nuklearreaktor im Irak, stahl sich Land von Syrien und beteiligte sich an zahlreichen Grenzprovokationen – und all dies entweder mit stillschweigender oder direkter Unterstützung durch die Vereinigten Staaten.

„Israel bereitet sich ganz eindeutig darauf vor verdeckt nach der Vorherrschaft über den gesamten Nahen Osten zu streben“ schrieb der Israeli Israel Shahak 1997 und führte weiter aus: „ohne zu zögern für diesen Zweck alle zur Verfügung stehenden Mittel, auch atomare, einzusetzen“.

Israel hat rund 400 Nuklearwaffen wohingegen der Iran überhaupt keine hat. Israel benutzte die „Samson-Option“ um seine arabischen und muslimischen Nachbarn zu bedrohen und einzuschüchtern. Mitte der 60er Jahre schufen israelische Führer diese Bezeichnung, inspiriert durch die biblische Figur Samson, die den Tempel der Philister zerstörte und dabei selbst mit tausenden Feinden ums Leben kam. Israel gibt zu, dass es die Bedrohung der atomaren Vernichtung für „zwingende Ziele“ einsetzte, was heißt Andere zu zwingen die politischen Forderungen des Landes zu akzeptieren.

Im Gegensatz zu Israel hat der Iran der Überwachung seines Atomprogramms im Rahmen des Atomwaffensperrvertrages zugestimmt.

„Israel bekämpft jede Anfechtung seiner nuklearen Vorherrschaft, nicht nur, weil es dadurch nicht mehr so stark in der Lage wäre seine Nuklearbedrohung zu nutzen um besetzte Gebiete einzubehalten, sondern weil es fürchtet, dass der Iran Grund für Bürger sein könnte Israel zu verlassen und für Investitionen auszutrocknen.“ schreibt Carol Moore.

Laut Shalev bringt Israel keine Geduld mehr für diplomatische Spielchen auf und glaubt, dass Sanktionen sinnlos sind. Israel möchte, dass der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen „lähmende“ Sanktionen erlässt – was den Iranern ebenso schaden würde, wie den Irakern, die von den Sanktionen schwer getroffen wurden (und letztendlich 500.000 Kinder starben) – aber, so kommt Shalev zu dem Schluss, „die Chancen [dafür] sehen jetzt trostlos aus“.

Israel ist von der Zwecklosigkeit der Sanktionen derart überzeugt, dass es plant an die Öffentlichkeit Gasmasken zu verteilen um sich auf einen Vergeltungsschlag der Iraner vorzubereiten.

Währenddessen beteiligt sich das Überbleibsel der Bush-Ära, der US-Verteidigungsminister Robert Gates, an Kriegsratsgesprächen mit Saudi-Arabiens König Abdullah ibn Abd al-Aziz Al Sa`ud und plant Gespräche mit Abu Dhabis Kronprinzen Scheich Mohammed bin-Zayed al Nahyan über „US-Bemühungen die Vereinten Nationen zu Sanktionen gegen den Iran zu drängen“, so Reuters.

„Zu Beginn des Tages sagte Gates auf einer US-Militärbasis in Südwestasien, dass der Iran danach strebe die US-Bemühungen in Afghanistan zu untergraben und ´uns das Leben schwerer´ macht, indem es die Taliban unterstützt.“ – also die streng religiösen Fanatiker, die von den Vereinigten Staaten eingesetzt wurden. In seinen Memoiren mit dem Titel „From the Shadows“ merkt Gates an, dass die CIA sechs Monate vor der Intervention der Sowjets mit der Unterstützung der Mudschaheddin begannen. Eine große Zahl der Mudschaheddin sollte dann später mit reichlicher Unterstützung und Finanzierung der USA, Großbritanniens und der Saudis zu Taliban werden.

Es scheint sicher, dass die USA sich auf eine Zusammenarbeit mit Israel vorbereiten und schließlich den Iran angreifen oder einen israelischen Angriff auf das Land aktiv unterstützen werden. Ein vom Saban Center for Middle East Policy, Teil der in Washington ansässigen Brookings Institution, durchgespieltes Kriegsszenario deutet jedoch stark darauf hin, dass die Angelegenheit mächtig schief gehen wird.

„Während die Diplomatie scheitert und gerade wertvolle nachrichtendienstliche Informationen über zwei geheime iranische Nuklearanlagen eingehen, startet Israel einen präventiven Angriff auf Teherans Atomanlagen. Der Angriff ist erfolgreich und es werden sechs iranische Hauptanlagen zerstört, was das mutmaßliche Streben des Landes nach einer Bombe um Jahre zurückwirft.“ berichtete McClatchy im Februar. „Aber was danach passiert ist nicht so schön…Iran greift Israel an, zum Einen direkt und auch über seine Stellvertreter in Libanon und dem Gazastreifen. Es schätzt die Aktionen der USA fälschlich als Schwäche ein und vermint die Straße von Hormus, der Öl-Hauptarterie des Planeten. Das entfacht einen Zusammenstoß und eine massive US-militärische Truppenverstärkung im Persischen Golf.“

Der amerikanische Politikanalyst George Friedmann erklärte Press TV im Jahre 2008,

„dass ein Krieg gegen den Iran wahrscheinlich das Ergebnis eines Vergeltungsschlages Teherans auf Öltanker in der Straße von Hormus sein würde, einer strategischen Passage für den Öltransport aus den Golfstaaten…Die Rohölpreise könnten anschließend auf ´mehr als USD 300 pro Barrel´ steigen, was ´für die Weltwirtschaft und die Aktienmärkte`, selbst für nur kurze Zeit, katastrophal sein würde.“

Mit anderen Worten, wenn Sie der Meinung sind der Wirtschaft geht es gerade schlecht, so wird es ihr noch wesentlich schlechter gehen, wenn die Vereinigten Staaten ihrem „Freund“ Israel bei einem Angriff auf den Iran helfen.

Iran nimmt die jüngste Runde der Vorkriegsgespräche Israels, der Vereinigten Staaten und der Golfstaaten nicht auf die leichte Schulter. Middle East Newsline berichtete am 09.03.2010:

„Es wird gesagt, der Iran stationiert eine Reihe von Marinegerät für einen massiven Angriff auf seine Nachbarstaaten in der Golfregion. Ein Bericht behauptet, dass der Iran sich eine Reihe von Raketen- und Marinebeständen erwarb um Schiffs- und Energieanlagen seiner arabischen Nachbarländer in der Golfregion anzugreifen. Der Report des Center for Strategic and Budgetary Assessment sagt, der Iran wolle die Vereinigten Staaten einschüchtern um sie von Operationen im Golf abzuhalten.“

Wahrscheinlicher ist es, dass sie sich vorbereiten um sich zu verteidigen. Die Chancen einen großen Krieg zu verhindern scheinen sich von Tag zu Tag zu verschlechtern.

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