Staatsschuldenkrise: Als nächstes werden die Renten beschlagnahmt!

Martin Armstrong, Armstrongeconomics.com, 19.04.2013

Wir arbeiten gerade an einem sehr wichtigen Bericht über die globale Renten-Krise und den Zinssatz-Albtraum – Krisen, mit denen wir es jetzt zu tun bekommen werden. Die Regierungen werden keine Reformen durchführen. Und es wird keine Hyperinflation geben, weil sie überhaupt nicht die Absicht haben, einfach bloß Geld zu drucken, um die Forderungen zu bedienen.

Aus historischer Sicht fanden Hyperinflationen immer bei Regierungen statt, bei denen es zu einer Revolution kam, so wie es in Deutschland bei der kommunistischen Revolution von 1918/19 der Fall war, wo die Weimarer Republik Hitler oder Zimbabwe die Bühne bereitete.

Wenn wir über etablierte Regierungen reden, ist es historisch gesehen aber immer so gewesen, dass sie sich gegen ihre eigene Bevölkerung gewendet und die Vermögenswerte beschlagnahmt haben. Sogar im Mittelalter waren Zwangsanleihen alltäglich.

Wir haben es hier also mit einer Renten-Krise zu tun, die sich an zwei Fronten abspielt:

Wie wird das Ganze ausgehen? Wie kann man sich auf Zwangsanleihen vorbereiten? Was passiert, während sich die Staatsschuldenkrise weiter zuspitzt, können die Zinssätze dann weiterhin auf ihren künstlich niedrigen Niveaus gehalten werden?

caligula-asWenn Regierungen, Königen, Herrschern und Ministern das Geld ausging, rangierten ihre gegen das Volk gerichteten Maßnahmen zur Generierung von Geldern vom Verkauf der Kinder in die Sklaverei bis hin zur berüchtigtsten Geldeintreibungs-Aktion aller Zeiten – der von Caligula (37 bis 41 n. Chr.).

Caligula führte neue und beispiellose Steuern ein. Zunächst wurden die Steuern durch gewöhnliche Steuereintreiber eingetrieben, aber dann nutze er dafür – weil die Beträge so riesig waren – die Zenturionen und Tribunen der Prätorianer. Ist das der Grund dafür, warum das US-Heimatschutzministerium derzeit Panzer kauft?

39 n. Chr. erlebte Rom einen massiven Wirtschaftseinbruch. Caligula sorgte durch seine massiven Staatsausgaben für eine Krise. Er leerte die Staatskasse, die Tiberius so mühevoll gefüllt hatte, und um die Säckel des Imperiums abermals zu füllen, beschlagnahmte Caligula das Eigentum der Reichen und brachte sie um. Na, kommt Ihnen das bekannt vor?

Bei der verzweifelten Suche nach Einkommen blieb keine Gruppe von Rohstoffen oder Personen verschont – für alles gab es irgendeine Art von Abgabe. Er führte eine fixe und spezielle Lebensmittelsteuer ein; und er belegte jeden Rechtsstreit oder jedes Rechtsgeschäft mit einer Steuer, und es gab Strafzahlungen für jeden, der einen Fall außergerichtlich schlichten ließ oder das Gerichtsverfahren abbrach.

Er schrieb die Testamente um, so dass die Reichen ihm ihr Vermögen stifteten. Und er beschlagnahmte sogar Eigentum, das sich das Römische Heer angeeignet hatte, was selbst für den Herrscher ein gefährliches Unterfangen war. Lastenträger mussten 12,5% ihres täglichen Lohns an ihn abtreten, und auch Prostituierte mussten einen Teil ihrer Einnahmen abgeben – letztere Steuer wurde sogar auf ehemalige Prostituierte und Zuhälter ausgeweitet, ja sogar Verheiratete waren nicht ausgenommen. Es gab eine Sexsteuer.

Es gab zahlreiche Verstöße, weil die Bürger die Steuergesetze überhaupt nicht kannten. Sie wurden zwar erlassen, öffentlich aber nicht bekanntgegeben. Nachdem sie kurz vorgestellt wurden, veröffentlichte sie Caligula letztlich irgendwo an versteckten Stellen in winzigen Briefen, so dass sie nur schwer kopiert oder gelesen werden konnten. Das erlaubte es ihm, die Menschen völlig willkürlich zu besteuern.

Und auch die USA können US-Bürgern jetzt einfach den Reisepass entziehen, wenn sie glauben, dass der Betreffende der Regierung noch Geld schuldet, oder sie stecken einen gleich ohne Gerichtsverfahren ins Gefängnis, während die Obama-Administration zurzeit die gesamte Munition aufkauft, um zu verhindern, dass sich die Bevölkerung bewaffnet.

Caligula versuchte, alle Quellen zu nutzen, um an Geld zu gelangen, und gestaltete sogar eine Reihe von Zimmern seines Palasts zu einem Bordell um und richtete sie entsprechend ein. Dort wurden dann die Ehefrauen der Senatoren und die freigeborene Jugend angeboten. Er sandte Laufburschen in die ganze Stadt, um das Bordell bei Männern jeden Alters zu bewerben. Stammkunden wurden Kredite angeboten und sie wurden als Unterstützer des Kaisers registriert.

Beim Würfelspiel fand er Gefallen daran, Gewinne einzustreichen, die er durch Lug und Trug anschwellen ließ. Einmal, als er beim Spiel eine Pause machte und auf den Vorhof ging, sah er, wie zwei reiche Ritter an ihm vorbeikamen. Er befahl, sie festzunehmen und ihr Eigentum zu beschlagnahmen. Als er wieder zurückkam prahlte er fröhlich damit, dass er noch nie so viel Glück gehabt habe.

Die Beschlagnahmung von Vermögenswerten ist bei Tyrannen Routine. Achten Sie darauf, was die Regierungen als nächstes tun werden!

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