Warnung: Warum der Zusammenbruch der Weltwirtschaft nicht mehr aufzuhalten ist

Rechnen Sie mit dem Schlimmsten: In den kommenden 24 Monaten werden Europa & Japan kollabieren. Ab Winter 2015 beginnt dann der Zusammenbruch der Kernwirtschaft

Martin Armstrong, Armstrongeconomics.com, 12./22.06.2013

Als die Gründungsväter der USA zur Feder griffen, erklärten sie die direkte Besteuerung für illegal, um die Freiheit zu bewahren. Das Motto der Amerikanischen Revolution war: „Keine Besteuerung ohne [gewählte politische] Vertretung.“

Wie die G20-Staaten am Samstag erklärten, unterstützen sie nun einen Steuer-Transparenz-Plan, der der Weltwirtschaft einen tödlichen Schlag versetzen wird. Der neue Steuerreform-Maßnahmenkatalog wird jetzt von den G20-Staaten unterstützt, zu denen auch China, Indien und Brasilien gehören.

Zypern wurde in den wirtschaftlichen Selbstmord getrieben. Die dort derzeit herrschenden Politiker erklärten sich bereit, alle historischen Informationen über jede Person auszuhändigen, die ein Bankkonto in Zypern hatte. Das Bankwesen war die wichtigste Branche in Zypern und die Arbeitslosenrate des Landes wird von nun an nur noch eine Richtung kennen: Nach oben.

Die zypriotischen Politiker sind eingeknickt und haben den Forderungen Europas zugestimmt, nur um irgendwelche Kredite zu bekommen, und die EU wollte diese Informationen haben. Zypern war ein absichtsvoller Wirtschaftsanschlag der Europäischen Union zum Zwecke der Steuereintreibung.

Luxemburg, die Niederlande und Irland sind die nächsten. Es ist unwahrscheinlich, dass Luxemburg und Liechtenstein als Steuerparadiese überleben werden. Der neue weltweite Transparenz-Standard wurde von den Finanzministern der G20-Staaten am Samstag verabschiedet, was dem harten internationalen Vorgehen gegen Steuerhinterzieher neuen Schwung verleihen wird.

Die neuen Regeln zielen darauf ab, den Austausch von Steuerinformationen unter den Ländern zu automatisieren. Sie begreifen einfach nicht, dass das, was sie hier tun, für den Zusammenbruch der Weltwirtschaft sorgen wird.

Die Liquidität liegt zurzeit immer noch 50% unter den Niveaus des Jahres 2007. Und wenn die Wirtschaft [Kernwirtschaft USA] ab Winter 2015 zurückgeht, können wir davon ausgehen, dass es aufgrund dieses Zusammenbruchs bei der Liquidität zu einer noch bedeutend größeren Volatilität bei allen Vermögenswerten kommen wird.

Während sich die G20-Finanzminister und Zentralbanker in Moskau trafen, konzentrierten sich all jene, die behaupten, dass uns eine Hyperinflation bevorsteht, auf die geldpolitischen Belebungsmaßnahmen – obwohl es in Wirklichkeit der Zusammenbruch des Marxismus ist, der jetzt durch die Deflation alles zu vernichten droht und bei dem alles Kapital, mit dem die Wirtschaft überhaupt erst geschaffen wird, konfisziert wird. Das lässt sich daran ablesen, dass Steuern der wichtigste Punkt auf der Agenda sind.

Die G20-Gruppe unterstützt einen Plan, der darauf abzielt, die Steuerschlupflöcher zu schließen, die es multinationalen Konzernen wie Apple und Google erlauben, Steuerzahlungen in Milliardenhöhe zu vermeiden.

Die Wirtschaft muss ganz einfach zusammenbrechen, da wir es hier mit einer Einschränkung der Kapitalflüsse zu tun haben. Der neue Eiserne Steuer-Vorhang senkt sich nun immer schneller, und dadurch hält der Kommunismus in Zeitlupe Einzug. Die wirtschaftlichen Theorien von Marx haben weit mehr Menschen das Leben gekostet als irgendeine andere Theorie in der Menschheitsgeschichte, ja sogar noch mehr als die Religionen.

Der Zukunftsausblick ist bestenfalls trostlos, und wir werden den Zusammenbruch der Wirtschaft erleben, bei dem es zu steigenden Kosten (Steuern) bei einem gleichzeitigen Rückgang des Wirtschaftswachstums (steigende Arbeitslosigkeit) kommen wird. Wenn es bei uns [in den USA] ab Winter 2015 abwärts geht, wird der Rückgang der Liquidität dafür sorgen, dass die Ausschläge und Kursbewegungen vom Umfang her doppelt so hoch sein werden wie bei der Trendwende zu Beginn des Jahres 2007.

Wo wird das Kapital nach 2015 hingehen?

Frage: „Wenn die Kapitalflüsse ab Winter 2015 ihre Richtung ändern … Also wenn das Kapital in die USA strömt, nachdem Japan und Europa implodiert sind, wo wird das Kapital dann ab Ende 2015 hingehen?“

Antwort: Während sich die Krise in Europa und Japan in den kommenden zwei Jahren vor unser aller Augen abspielen wird, wird es in den USA zur traditionellen Phasentransformation kommen, so wie wir es auch 1989 in Japan oder 1929 in den USA beobachten konnten. Danach kehrt das Kapital wieder an die Orte zurück, wo es hergekommen ist.

Was Marx und die Sozialisten nicht begreifen ist, dass sich das Kapital international wie auch unter Privatpersonen konzentriert. Die Konzentration von Kapital ist der Schlüssel zum Fortschritt. Andrew Mellon lieh dem Erfinder von Aluminium sein eigenes Geld und gründete ALCOA. Banken geben keine Kredite für Ideen. Mellon hatte das Geld und glaubte an ihn.

Beim Kommunismus/Sozialismus zielt man darauf ab, aus Gründen der „Fairness“ alle gleichzumachen und die Reichen auszumerzen. Dadurch, dass sie das tun, reduzieren sie das Wirtschaftswachstum.

Wenn sich das Kapital konzentriert, expandiert die Wirtschaft, weil es investiert wird und Arbeitsplätze schafft. Wird das Kapital überall umherverteilt, geht die Wirtschaft zurück, da es entweder (a) einfach gehortet wird oder (b) sich eine Gruppe von Menschen nicht darauf einigen kann, in was eigentlich investiert werden soll. Ja schauen Sie sich doch nur den US-Kongress an – ohne Krise wird da überhaupt keine Einigung erzielt. Das ist nun einmal die menschliche Natur. Wie heißt es so schön: Zu viele Häuptlinge und keine Indianer.

Und daher ist die Rückkehr des Kapitals zu seinem Ursprungsort auch Bestandteil des wirtschaftlichen Rückgangs. Schauen Sie sich die Kapitalströme vor, während und nach der Großen Depression an. Als die Gelder wieder zurückflossen, ging die Wirtschaft zurück. Warum? Das Kapital wird von da an gehortet und ist nicht mehr länger produktiv.

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Das ist auch der tödliche Fehler vom Kommunismus/Sozialismus. Es geht überhaupt nicht darum, was nach unserem Dafürhalten jeder an gleichem Vermögen zu besitzen hat. Es ist auch nicht fair, wenn eine Gruppe von Löwen ein lebendes Tier frisst. Aber die Natur ist nun einmal so aufgebaut.

Entweder wir akzeptieren, wie die Dinge funktionieren, oder wir pfuschen weiter an allem herum, um zu versuchen, ein Utopia zu schaffen, das gar nicht existieren kann. Man muss die Interventionen sein lassen und akzeptieren, was wir sind. Wie heißt es in der Bibel: „Du sollst nicht nach dem Haus deines Nächsten verlangen … oder nach irgendetwas, das deinem Nächsten gehört.“

Solange die Menschen nicht illegalen Aktivitäten nachgehen wie die Investmentbanker, die versuchen, sich den perfekten Trade zu schaffen, ist alles in bester Ordnung. Ja, wir brauchen Gesetze, an die sich der New Yorker Club nicht halten will. Sie haben die Politik und Recht und Gesetz korrumpiert. Das ist falsch. Traden – wenn es das ist, was man will, in Ordnung, aber dann mit dem eigenen verdammten Geld, und nicht nur die Gewinne einstreichen, sondern auch für die Verluste haften.

Einfach nur Vermögen zu besitzen, ist nichts böses, genauso wenig wie ein Mensch verrückt ist, nur weil er eine Waffe besitzt. Und aus diesem Grund brauchen wir auch Regeln, und es darf weder Richter noch Politiker auf Lebenszeit geben, damit sichergestellt ist, dass Recht und Gesetz vollumfänglich durchgesetzt werden und so wenige Bürokraten als möglich bestochen werden können.

Ausblick für den Dow Jones [v. 13.07.2013]

Die Dow Jones Industrials nähern sich gerade dem bedeutenden Hoch des Aufwärtstrendkanals an, der für das 3. Quartal 2013 im Bereich von 16.000 Punkten liegt. Im September haben wir einen Umkehrpunkt.

Die entscheidende Frage ist, ob wir es mit einer bis Ende 2015 anhaltenden Phasentransformation zu tun haben werden. Das hängt vollumfänglich davon ab, wie der Kurs mit dem prognostizierten technischen Widerstand interagiert. Es kann sein, dass der Widerstand nach oben hin durchbrochen wird, der Kurs dann erneut fällt und ein abermaliger Test von oben her stattfindet. Hält der prognostizierte Widerstand, verwandelt er sich in das Sprungbrett für die Phasentransformation, den Ausbruch nach oben.

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Das zweite Kursmuster wäre, dass der Dow Jones im September bei seinem Widerstand ein Hoch ausbildet und wieder zurückfällt, um die durch dieses Hoch geschaffene wöchentliche bärische Umkehrmarke zu testen und dann seinen Aufwärtstrend wieder fortzusetzen, um in 2014 nach oben hin auszubrechen. […]

Das maximale Kursziel für den Dow Jones liegt in Wirklichkeit sogar bei 43.390 Punkten. Das kann zu einem realen Kursziel werden; es hängt von allen anderen Märkten ab, davon, wie sie sich nach dem mittleren Umkehrpunkt des Economic Confidence Model (07.08.2013) bis in den September hinein entwickeln werden.

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