Bürokraten vernichten die Weltwirtschaft

Martin Armstrong, Armstrongeconomics.com, 29.09.2013

Die Bürokraten sind diejenigen, die die wirtschaftlichen Entwicklungen hinter den Kulissen tatsächlich kontrollieren. Die Vorstellung, dass wir eine Demokratie hätten, ist nichts weiter als Propaganda. In einer Demokratie kann man über jedes einzelne Thema abstimmen. In vielen Bundesstaaten wie in Kalifornien gibt es Systeme, wo die Menschen wenigstens über einige Vorhaben abstimmen können.

Wir leben in einer Republik, wo die Menschen lügen, um gewählt zu werden, und dann genau das Gegenteil machen. Das ist ein systemisches Problem, ohne dass es irgendwelche Kontrollmechanismen gäbe. Schauen Sie nur, was sich derzeit in Deutschland abspielt – die Föderalisierung von Europa.

Bedauerlicherweise handelt es sich bei zu vielen Bürokraten um Leute, die in der Schulzeit in Spinde gesperrt wurden und nun das Gefühl haben, dass sie im Leben betrogen oder ungerecht behandelt wurden. Für diese Art von Mensch geht es darum, sich zu rächen. Es gibt auch Bürokraten, die einfach nur die Sicherheit eines Beamtenjobs haben wollen und sich um die Welt um sie herum überhaupt nicht scheren. Aber diejenigen, die die Macht genießen, um sich zu rächen, haben überhaupt gar keine Ahnung davon, wie die Wirtschaft funktioniert, was zur Folge hat, dass Gesetze ins Leben gerufen werden, die einfach nur völlig durchgeknallt sind.

Der „Foreign Accountant Tax Compliance Act“ stellt sicher, dass wir jetzt bei steigender Volatilität in eine massive deflationäre Phase eintreten, weil die Liquidität zusammengebrochen ist und das Kapital gehortet wird. In der Folge wird es ab Herbst 2015 auch überall abwärts gehen und die Krise wird weit schlimmer werden als beim letzten Mal. Die Liquidität liegt immer noch rund 50% unter dem Niveau des Jahres 2007. Die Menschen kehren nicht zurück, um zu investieren.

Ich hatte versucht, für eine Reise USD 15.000 nach Asien zu überweisen, um dort im Voraus für Apartments zu bezahlen. HSBC weigerte sich, die Geldüberweisung von einem Amerikaner zu akzeptieren. Am Ende musste ich mit Kreditkarte bezahlen. Die alten Zeiten, wo man sein Geld einfach irgendjemanden überwiesen hat, sind vorbei

[Der frühere Gouverneur von New York] Elliot Spitzer wurde mit der Prostituierten geschnappt, weil seine Bank seine Zahlung an sie als auffällig gemeldet hatte. Denjenigen, die glauben, dass das, was die NSA treibt, in Ordnung sei, weil sie nichts zu verbergen haben, sei gesagt, dass es mittlerweile sogar verboten ist, einem Familienmitglied eine Geburtstagskarte mit USD 20 zu schicken. Die Post hat das Recht, postalisch versandtes Bargeld zu beschlagnahmen.

Ein Freund von mir ließ sich scheiden und versuchte, von einem gemeinsamen Konto Geld auf das neue Konto seiner Frau zu überweisen, musste vorher aber erst beweisen, wo das Geld herkam, und darlegen, warum er es ihr gibt.

Wenn Sie erpresst werden, weil jemand ein Familienmitglied von Ihnen entführt hat, dann ist es heutzutage nicht mehr möglich, das Geld bar zu übergeben, ohne dass die Polizei involviert ist. Die guten alten Zeiten sind vorbei. Wir haben mittlerweile selbst die Freiheit verloren, einfach nur Geld zu überweisen.

Die Zahl der US-Bürger, die ihre Staatsbürgerschaft niederlegen, ist im zweiten Quartal dieses Jahres explodiert. Es wurden rund 1.131 Anträge gestellt – im Vorjahreszeitraum waren es 189.

Ein Freund in der Schweiz, der seit 20 Jahren mit einer Amerikanerin verheiratet ist, hat diesen ganzen Unsinn voll miterlebt. Die Familie seiner Frau verstarb und sie konnte ihr Erbe nicht in die Schweiz übertragen, um es dort verwalten zu lassen, da sie immer noch Amerikanerin ist. Dann wollte ihr 14-jähriger Sohn sein erstes Konto eröffnen. Obwohl er in der Schweiz geboren wurde, ist er wegen seiner Mutter immer noch Amerikaner. Die Bank erlaubte es ihm ebenfalls nicht, ein Konto zu eröffnen, weil er US-Bürger ist.

Leserkommentar: „Die schwindenden (nicht existenten?) Möglichkeiten für Amerikaner, außerhalb der USA zu investieren, betreffen nicht nur Europa. Ich lebe nicht in den USA, habe aber einen US-Reisepass, und nachdem ich jüngst Eigentum verkauft hatte, hatte ich geschaut, wie ich die Einnahmen mit Investments in verschiedenen Ländern auf der Welt diversifizieren könnte. Überall wies man mich ab – nicht nur in Europa. Alle Hedge-Fonds, Investmentberater und Privatbanken in Singapur wiesen mich ebenfalls aufgrund meines Reisepasses ab. Ich war geschockt.“

Das ist das Problem, das die Bürokraten in die Welt gesetzt haben, und bedauerlicherweise besteht überhaupt keine Hoffnung darauf, ihnen zu zeigen, was sie der Weltwirtschaft damit angetan haben. Es muss erst alles in Schutt und Asche gelegt werden, bevor es zu einer Reform kommt. Man kann ihnen nicht erklären, was gerade passiert – sie würden nie eingestehen, dass sie irgendetwas Falsches getan haben. Das ist der Grund, warum die Zukunft so trostlos aussieht.

Die Volatilität wird steigen, weil die Regierungen Jagd aufs Geld machen, die Menschen weniger Handel treiben und ihr Geld verstecken. Und während die Steuern steigen und die G20 Jagd auf jeden macht, werden sie vielleicht Verbrechen wie räuberische Erpressung und Drogen eliminieren und die Machenschaften solcher Menschen aufdecken wie nie zuvor – aber sie werden auch dafür sorgen, dass sich die Menschen einfach weigern, zu investieren.

Das sorgt für eine Schrumpfung der Weltwirtschaft, und die Banker, die jetzt davor warnen, dass die Verordnungen des Jahres 2007 ihren Eigenhandel behindern, werden die Volatilität noch anheizen, indem sie die Liquidität in Zeiten, wo sie am dringendsten gebraucht wird, weiter absenken.

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