Dent, Faber, Celente, Rogers und viele andere – die unheilvollsten Wirtschaftsprognosen für 2014

Michael Snyder, The Economic Collapse, 12.12.2013

Einige der angesehensten Prognostiker der Finanzwelt warnen davor, dass das, was uns in 2014 und in den darauffolgenden Jahren erwartet, Amerika bis ins Mark erschüttern wird. Viele der Zitate, die Sie im Folgenden lesen werden, stammen von Personen, die bereits die Subprime-Hypotheken-Kernschmelze und die Finanzkrise von 2008 lange im Voraus vorhergesagt hatten. Sie lagen also schon mit ihren früheren Prognosen richtig. Bedeutet das nun, dass sie auch mit ihren Prognosen für 2014 richtig liegen? Natürlich nicht.

Ja Sie werden sogar feststellen, dass sich nicht alle zu 100% darüber einig sind, was als nächstes kommen wird. Es steht jedoch außer Frage, dass all diese Prognosen ziemlich unheilvoll sind. Im Folgenden finden Sie Zitate von Harry Dent, Marc Faber, Gerald Celente, Mike Maloney und neun anderen angesehenen Wirtschaftsexperten bezüglich ihres Ausblicks für 2014 und die darauffolgenden Jahre:

Harry Dent, der Autor des Buchs The Great Depression Ahead:

„Unsere besten langfristigen und mittelfristigen Zyklen legen eine weitere Abschwächung und einen Aktienmarktcrash nahe, was sich zwischen Anfang 2014 und Anfang 2015 beschleunigen wird und wohlmöglich weit ins Jahr 2015 oder sogar 2016 hineinreichen könnte.

Die schlimmsten wirtschaftlichen Trends gehen auf die demographischen Daten zurück, die zwischen 2014 und 2019 zuschlagen werden. Die US-Wirtschaft wird wahrscheinlich bis Anfang 2015 einen kleineren oder einen großen Crash erleben und dann einen weiteren zwischen Ende 2017 und Ende 2019 oder spätestens Anfang 2020.“

Marc Faber, der Herausgeber des Gloom, Boom & Doom Report: „Man muss schon sagen, dass wir uns bei Anleihen, Aktien und anderen Vermögenspreisen – die dramatisch gestiegen sind – wieder in einer riesigen Finanzblase befinden.“

Gerald Celente:

„Jeder Erwachsene … der sich anhört, was McConnell, Reid, Boehner, Ryan und all die anderen [Kongressmitglieder] zu sagen haben, und diesen Schwachsinn schluckt … wird bekommen, was er verdient.

Und was die internationale Ebene anbelangt … bricht die ganze Veranstaltung gegenwärtig in sich zusammen. Das ist unsere Prognose.

Wir gehen davon aus, dass es bis zum zweiten Quartal 2014 zum Einbruch kommt … oder dass etwas stattfindet, um uns vom Einbruch abzulenken.“

Mike Maloney:

„Ich glaube, der Crash des Jahres 2008 war bloß eine Bodenschwelle auf dem Weg zum Hauptereignis … die Auswirkungen werden entsetzlich sein … der Rest des Jahrzehnts wird uns die größte Finanzkatastrophe der Geschichte bescheren.“

Jim Rogers:

„Sie haben ja gesehen, was 2008 und 2009 passiert ist. Das war ein noch schlimmerer wirtschaftlicher Rückgang als der vorangegangene, weil die Schulden viel höher waren. Nun, die Schulden sind heute abermals viel höher, atemberaubend hoch, daher wird das nächste Wirtschaftsproblem – wann auch immer es soweit ist – noch schlimmer ausfallen als in der Vergangenheit, weil wir überall auf der Welt diese unglaublichen Schulden- und Gelddruckniveaus haben. Machen Sie sich Gedanken und bereiten Sie sich vor. Es passiert vielleicht nicht vor 2016 oder so, ich habe keine Ahnung, wann es passieren wird, aber seien Sie vorsichtig, wenn es soweit ist.“

Lindsey Williams: „Es wird einen weltweiten Währungs-Neustart geben.“

Russell Napier von CLSA: „Wir stehen am Rande eines deflationären Schocks, der die Aktienbewertungen von sehr hohen Niveaus auf sehr niedrige Niveaus absenken dürfte.“

Howard Marks von Oaktree Capital:

„Es ist mit Sicherheit so, dass die Risikotoleranz in jüngster Zeit zugenommen hat; die hohen Renditen bei riskanten Vermögenswerten haben zu einem ´Weiter so!` ermutigt; und die Märkte heizen sich immer weiter auf. Unterm Strich ist es von Branche zu Branche unterschiedlich, aber für mich steht es außer Frage, dass die Märkte heute riskanter sind als zu irgendeiner Zeit seit dem Höhepunkt der Krise Ende 2008 (was Kredite anbelangt) oder Anfang 2009 (was Aktien anbelangt). Und dieses Risiko nimmt immer weiter zu.“

Jeff Berwick, der Herausgeber von The Dollar Vigilante:

„Wenn sie es zulassen, dass die Zinssätze steigen, wird das im Grunde dazu führen, dass die US-Regierung bankrott und pleite ist, und es würde zum Zusammenbruch der US-Regierung führen … Sie bereiten sich gegenwärtig auf einen großen gesellschaftlichen Zusammenbruch vor. Es ist offenkundig, dass das passieren wird, und es wird sehr erschreckend und sehr gefährlich sein.“

Michael Pento, der Gründer von Pento Portfolio Strategies:

„Es ist leider wesentlich wahrscheinlicher, dass uns die Regierungen die Große Rezession nur deshalb beschert haben, um uns auf die Größere Depression vorzubereiten, die auf der anderen Seite der Zinssatznormalisierung auf uns wartet.“

Laurence Kotlikoff, Wirtschaftsprofessor an der Boston University: „Am Ende wird das jemand mitbekommen und damit anfangen, Anleihen abzuverkaufen, und dann werden die Zinssätze steigen und die Inflation abheben und schon sind wir raus aus dem Rennen.“

Der mexikanische Milliardär Hugo Salinas Price:

„Ich glaube, dass wir eine Reihe von Pleiten sehen werden. Ich denke, dass der Anstieg bei den Zinsen ein fatales Zeichen ist, das eine Derivate-Krise auslösen wird. Das wird das Derivate-System (und das Finanzsystem) zu Boden bringen.

Es gibt über USD 1 Billiarde an Derivaten und die meisten von ihnen sind Zinsderivate. Ein starker Anstieg bei den Zinssätzen in den USA könnte der Auslöser sein. Was mit der Welt passieren wird, ist, dass letztlich der Moment eintreten wird, wo es überall auf der Welt zu riesigen Pleiten kommt.“

Robert Schiller, einer der diesjährigen Gewinner des Wirtschaftsnobelpreises:

„Ich lasse hier noch nicht die Alarmglocken läuten. Aber die Aktienpreisniveaus sind in vielen Ländern hoch, und in vielen Immobilienmärkten sind die Preise drastisch gestiegen … das könnte böse enden.“

David Stockman, der ehemalige Direktor das Verwaltungs- und Haushaltsbüros unter Präsident Ronald Reagan:

„Wir haben überall riesige Blasen, von Japan über China und Europa bis hin nach Großbritannien. Im Ergebnis sind die weltweiten Finanzmärkte meines Erachtens extrem gefährlich und instabil, und es wird dort zu bedeutenden Schwierigkeiten und Verwerfungen kommen.“

Mit Sicherheit gibt es Hinweise darauf, dass sich die Wirtschaft nun zu Ende dieses Jahres weiter abschwächt. Beispielsweise wurde am 12.12. gemeldet, dass die Zahl der Arbeitslosenneuanmeldungen in der Vorwoche um 68.000 auf ein beunruhigendes neues Hoch von 368.000 gestiegen ist. Das war der größte Anstieg seit über einem Jahr.

Darüber hinaus habe ich jüngst erst darüber berichtet, dass der Güterverkehr rückläufig ist. Beispielsweise lag der Güterverkehr in der letzten Novemberwoche 16,3% unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Das ist ein sehr wichtiger Indikator, der darauf hindeutet, dass sich die Wirtschaftsaktivität abschwächt.

Und wir erhalten immer mehr Hinweise, dass die Mittelschicht langsam aber sicher vernichtet wird, während die Armut in den USA immer schneller zunimmt. Beispielsweise wurde jetzt erst eine neue Untersuchung veröffentlicht, bei der herauskam, dass die Anträge für Lebensmittelmarken und das Niveau der Obdachlosigkeit in den großen US-Städten in den letzten zwölf Monaten signifikant gestiegen sind:

„Eine Erhebung unter 25 amerikanischen Städten – darunter auch einige der größten Städte des Landes – zeigte, dass es bei den Nahrungsmittelhilfen und der Obdachlosigkeit zu Zuwächsen kam.

Bei den Städten, die sich in 18 US-Bundesstaaten befinden, kam es bei den Lebensmittelhilfen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu einem Zuwachs von durchschnittlich 7%, so die von der US Conference of Mayors am Mittwoch veröffentlichte Studie.

Bis auf vier Städte meldeten alle anderen für den Zeitraum von September 2012 bis Ende August 2013 eine Zunahme bei der Nachfrage nach Unterstützungsleistungen.“

Doch sofern die Wirtschaftsexperten hier richtig zitiert wurden, scheint dies bedauerlicherweise nur der Anfang unserer Probleme zu sein. Die nächste Welle des Wirtschaftszusammenbruchs rückt immer schneller näher, und die Lage wird noch bedeutend schlimmer werden …

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