20 frühe Warnhinweise, dass wir uns einem Weltwirtschafts-Zusammenbruch annähern

Michael Snyder, The Economic Collapse, 22.01.2014

Haben Sie mitbekommen, was sich gegenwärtig in Argentinien, Venezuela, Brasilien, der Ukraine, der Türkei und in China abspielt? Falls Sie so wie die meisten Amerikaner sind, haben Sie diesen Entwicklungen keine Aufmerksamkeit gezollt. Die meisten Menschen interessiert es überhaupt nicht, was im Rest der Welt passiert, das sollte es aber. In vielen weltweiten Großstädten sind aktuell Plünderungen, Gewalt, Verknappungen bei Grundnahrungsmitteln und Bank-Runs zu beobachten.

Nein, die Phase einer „globalen Krise“ haben wir bisher noch nicht erreicht, aber mit jedem Tag, der verstreicht, trübt sich die Lage weiter ein. Ich habe schon seit geraumer Zeit das Gefühl, dass 2014 zu einem entscheidenden „Wendepunkt“ für die Weltwirtschaft werden wird, und bisher sieht es in der Tat ganz danach aus.

Im Folgenden finden Sie 20 frühe Warnhinweise, dass wir uns nun immer schneller einem Weltwirtschafts-Zusammenbruch annähern:

1. Die Plünderung, die Gewalt und das wirtschaftliche Chaos, die aktuell in Argentinien zu beobachten sind, sind ein perfektes Beispiel dafür, was einem widerfahren kann, wenn man zu viel Geld druckt:

„Für Dominga Kanaza waren es nicht nur die stark steigende Inflation, die wochenlangen Stromausfälle oder gar die Plünderungen, die ihr zu schaffen machten. Es war alles zusammen. An einem Punkt im letzten Monat weigerte sich die 37-jährige Ladenbesitzerin, die Metallrollläden, die ihren Tante-Emma-Laden im Zentrum von Buenos Aires schützen, mehr als ein paar Zentimeter zu öffnen – gerade weit genug, um an einem drückend heißen Sommertag Wasser an Passanten zu verkaufen.“

2. Der Wert des Argentinischen Pesos bricht zurzeit in sich zusammen.

3. Weitflächige Verknappungen, Plünderungen und eine sich beschleunigende Inflation sorgen auch in Venezuela für riesige Probleme:

„Das wirtschaftliche Missmanagement in Venezuela hat ein Niveau erreicht, das droht, gewaltsame Reaktionen der Bevölkerung auszulösen. Venezuela leidet unter zurückgehenden Exporteinnahmen, einer sich beschleunigenden Inflation und weitflächigen Verknappungen bei grundlegenden Verbrauchsgütern. Zur selben Zeit hat die Maduro-Regierung den Venezolanern den Weg für friedliche Optionen, um die aktuelle Politik zu ändern, versperrt.

Präsident Maduro kam letzten April während einer hochumstrittenen Wahl an die Macht und hat auf die Wirtschaftskrise mit interventionistischen und zunehmend autoritäreren Maßnahmen reagiert. Zu seinen jüngsten Anordnungen gehörte, dass er Privatunternehmen Preisreduzierungen aufgezwungen hat, die zu einer Reihe von Plünderungen führten, was ein Hinweis auf das latente Gewaltpotential ist. Er hat bewaffnete Truppen auf den Straßen postiert, um seine wirtschaftlichen Dekrete zu erzwingen, und damit dafür gesorgt, dass sie der Unzufriedenheit der Bevölkerung ausgesetzt sind.“

4. In einer erstaunlichen Entscheidung hat die venezolanische Regierung den Bolivar nun abermals um über 40% abgewertet.

5. Brasilianische Aktien sind am Donnerstag drastisch zurückgegangen. Es gibt derzeit sehr große Befürchtungen, dass der sich gerade in Argentinien abspielende Wirtschaftszusammenbruch auf Brasilien überspringt.

6. Die Ukraine fällt immer schneller auseinander:

„Am fünften Tag der Gewalt wurde ein angespannter Waffenstillstand verkündet, bei dem die radikalen Demonstranten und die Einsatzkräfte der Polizei ihre Stellungen halten. Die Oppositionsführer verhandeln gegenwärtig mit der Regierung, doch bestehen weiter Zweifel daran, ob sie in der Lage sind, die Randalierer zu stoppen.“

7. Es sieht so aus, als hätte jetzt in China ein Bank-Run begonnen:

Chinas CNR meldet, dass die Bankkunden von einigen der größten Genossenschaftsbanken von Yancheng City in den letzten paar Wochen nicht in der Lage gewesen sind, ´hunderte von Millionen` an Einlagen abzuheben. ´Jeder will Kredit aufnehmen und niemand will sparen`, warnte ein Verkaufsmitarbeiter, ´und die Kreditrückzahlungen sind schwer wieder einzutreiben`. Es gibt ´kein Geld` und die Türen sind geschlossen.“

8. Art Cashin von der UBS warnt nun davor, dass die Kreditmärkte Chinas „zerrüttet sein könnten“. Mehr zu diesem Thema finden Sie in meinem aktuellen Artikel mit dem Titel „USD 23 Billionen: Wird die chinesische Kreditblase das Weltfinanzsystem in den Abgrund reißen?“

9. Die chinesische Fertigungsbranche hat die Finanzmärkte am Donnerstag aufgerüttelt:

„Wall Street wurde durch Chinas Fertigungsindikator aufgerüttelt, der im Januar unter die wichtige Marke von 50 Punkten fiel, so HSBC. Notiert der HSBC Einkaufsmangerindex unter 50 Punkten, legt dies einen wirtschaftlichen Rückgang nahe.“

10. Der japanische Aktienmarkt hat am Donnerstag den größten Rückgang der letzten sieben Monate verbucht.

11. Der Wert der Türkischen Lira bricht zusammen.

12. Die Arbeitslosenrate Frankreichs steigt nun bereits das neunte Quartal in Folge und liegt aktuell auf einem brandneuen 16-Jahreshoch.

13. Die Arbeitslosenrate Italiens ist auf ein brandneues Allzeithoch von 12,7% geschossen.

14. Die Arbeitslosenrate in Spanien verharrt auf einem Allzeithoch von 26,7%.

15. Der Baltic Dry Index hat in den letzten Wochen den größten Rückgang verzeichnet, der je in der Nachweihnachtszeit erfasst wurde.

16. Der Chiphersteller Intel gab jüngst bekannt, in den kommenden zwölf Monaten 5.000 Stellen zu streichen.

17. CNBC meldet, dass die US-amerikanischen Einzelhändler die „schlimmste Weihnachtssaison seit 2008“ erlebt haben.

18. In einem jüngst auf CNBC veröffentlichten Artikel heißt es, dass die US-Verbraucher mit einem „Tsunami“ an Ladenschließungen im Einzelhandel rechnen müssen:

„Stellen Sie sich auf die nächste Ära des Einzelhandels ein – eine Ära, die durch viel weniger und kleinere Läden gekennzeichnet sein wird.

Sears erklärte am Dienstag, dass es sein Flagship-Store im Zentrum Chicagos im April schließen wird. Das ist die jüngste der seit 2010 erfolgten 300 Ladenschließungen von Sears in den USA. Die Meldung folgt auf vorangegangene Verlautbarungen von Anfang Januar, wo bekanntgeben wurde, dass J.C. Penny und Macy´s eine Reihe großer Warenhäuser schließen werden.

Am Mittwoch gab es weitere Hinweise auf Einsparungen in der Branche: Target erklärte, dass es 475 weltweite Arbeitsplätze streichen wird – darunter auch einige an seinem Stammsitz in Minnesota – und 700 vakante Positionen nicht mehr besetzt werden.“

19. Der US-Kongress ist im Februar mit einer weiteren Deadline für die Schuldenobergrenze konfrontiert.

20. Der Dow Jones fiel am Donnerstag um über 170 Punkte. Es wird nun zunehmend wahrscheinlicher, dass das Hoch bereits hinter uns liegt.

Und dabei habe ich ja noch nicht einmal erwähnt, dass die extreme Dürre in Amerika dafür gesorgt hat, dass die Rinderzucht in den USA auf ein 61-Jahrestief gefallen ist, oder dass die radioaktive Strahlung aus Fukushima gegenwärtig an der Westküste angespült wird.

Gibt es noch jemanden, der im Lichte all dieser Entwicklungen behaupten will, dass sich bei der Weltwirtschaft alles wieder einrenken wird?

Es ist traurig, aber die Mehrzahl der Amerikaner ist sich dieser Entwicklung nicht einmal bewusst. Die zurzeit alles beherrschende Schlagzeile ist Justin Bieber. Die Massenmedien sind völlig besessen davon, über Skandale von Prominenten zu berichten, und weite Teile der Bevölkerung sind es auch.

Hier kommt gerade ein massiver Wirtschaftssturm auf uns zu, und die meisten Menschen scheinen die Sturmwolken, die sich am Horizont zusammenbrauen, noch nicht einmal zu sehen …

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