Krieg gegen Bargeld: Bargeld = Geldwäsche

Martin Armstrong, Armstrongeconomics.com, 21.01.2014

Es ist eine Tatsache, dass sich auf den USD-100-Noten – außer man hat sie während der Großen Depression der 1930er Jahren versteckt – in über 80% aller Fälle Drogenrückstände nachweisen lassen. Diese Gelder können vom Staat nun unter den Geldwäschegesetzen konfisziert werden, und die Beweislast liegt bei Ihnen. Sie müssen dann nachweisen, warum Sie Bargeld besitzen.

Einem Mann wurden jetzt USD 153.000 Bargeld weggenommen, weil er der Geldwäsche beschuldigt wird, und zwar einfach nur weil er es als Bargeld besaß. Es wird ihn mindestens den dreifachen Geldbetrag kosten, sich mit Anwälten dagegen zur Wehr zur setzen. Er wurde sogar noch weiter festgehalten.

Und genau das ist das Problem, wenn der Staat die Unschuldsvermutung ausmerzt. Im Folgenden sehen Sie eine Protestnote aus England, wo das Fälschen eines Geldscheins der Bank von England unter Todesstrafe gestellt wird. Das Problem war, dass man allein schon für den Besitz eines gefälschten Geldscheins gehängt wurde, da der Besitz mit der Fälschung gleichgesetzt wurde.
uk-bankrestrictionprotestnote
Und genau das ist es, was sie mit den Geldwäschegesetzen getan haben. Man ist schuldig und muss nachweisen, warum man das Geld besitzt. Und da glauben die Leute ernstlich, dass der Staat zu handfesten Goldmünzen oder einer goldgedeckten Währung zurückkehren wird? Also bitte – der Staat will alles Bargeld ausmerzen!

Die Meldung veranschaulicht aber noch einen anderen Punkt und zeigt die Gefahr, die von der NSA ausgeht. Die Beschlagnahmung des Geldes wird lediglich mit einer eidesstattlichen Erklärung eines Polizeibeamten gerechtfertigt, in der es heißt, dass das Geld auf eine Art eingepackt war, wie es Drogenhändler tun.

Das habe ich bei Mafia-Prozessen gesehen. Da sie wussten, dass das FBI ihre Telefone abhörte, sprachen sie nie am Telefon. Wenn das FBI dann eine Tonaufzeichnung hatte, wo die Zielperson sagte „Bring auf dem Weg nach Hause zwei Pizzas mit“, erklärte der FBI-Agent vor Gericht, dass „Pizza“ laut seiner langjährigen Erfahrung ein Codewort für „Kokain“ sei.

Das Problem ist, das sie auf diese Art immer behaupten können, dass irgendein Wort in Wirklichkeit etwas ganz anderes heißt und man ein Codewort benutzt hat, weil ja jeder weiß, dass die NSA jedes einzelne Telefongespräch abhört, jede Textnachricht liest, jede E-Mail einsammelt, jedes Skype-Telefonat aufzeichnet, alles nachverfolgt, was man über Google sucht und überdies auch noch mittels Facebook und anderer sozialer Netzwerke Kontaktprofile erstellt. Jeder, der wirklich irgendetwas anstellt, wäre komplett durchgeknallt, wenn er solche Kommunikationsmittel einsetzen würde.

Und mit den Drohnen und Hubschraubern können sie aus über anderthalb Kilometern ein Gespräch von zwei Menschen abhören, die an der Straßenecke stehen, und sie können Gesichtserkennungssoftware nutzen, um sie zu identifizieren. Gibt es überhaupt noch irgendeinen sicheren Ort? Und denken Sie auch an den Blackbox-Chip in Ihrem Auto, der ihnen verraten kann, wo Sie wie schnell hingefahren sind.

Aufgrund der NSA-Überwachung kann praktisch alles, was Sie sagen, mittels einer eidesstattlichen Aussage eines Ermittlers als Codewort für etwas anderes ausgelegt werden. Sie sind schuldig für was immer diese Leute dann behaupten und haben null Rechte, um sich zu schützen.

Die Verfassung ist nur so stark wie Ihr Geldbeutel, um die Rechtsanwälte für Ihre Verteidigung zu bezahlen, weil die Regierungsvertreter nach Gutdünken agieren und die Beweislast, dass Sie überhaupt über irgendwelche Rechte verfügen, immer bei Ihnen liegt. Willkommen im echten Amerika – dem Land der Freien (den staatlichen Ermittlern steht es „frei“, zu tun was sie wollen, woraufhin Sie dann beweisen müssen, dass sie falsch liegen) und der Heimat der Mutigen (wo sie die Gerichte auf ihrer Seite haben und mutig sind, weil die Ermittler für ihre Straftaten nie zur Rechenschaft gezogen werden)!

Das ist die echte Welt, in der Rechte in Wahrheit nicht existieren.

Als ich Ende der 70er Jahre im Goldgeschäft aktiv war, kam ein älterer Herr zu uns herein und beobachtete unseren Ticker, aus dem die Börsenpreise kamen. Er hielt eine braune Papiertüte im Arm und fragte mich: „Junge, wie viele Krügerrand könnte man mit einer halben Million kaufen?“. Ich tippte die Zahlen in den Taschenrechner und gab ihm die Antwort. Er sagte okay, er würde sie nehmen. Er gab mir die braune Einkaufstüte und sagte, er sei gleich zurück und wolle nur die anderen USD 250.000 aus seinem Auto holen. Ich öffnete die Tüte und sie war voller Bargeld. Es stank. Und als ich mir das Geld anschaute, sah ich, dass es alles aus der Großen Depression stammte.

Ich erzählte die Geschichte jemanden vor Ort und er sagte mir, wer er war. Seine Familie war der größte Landbesitzer an der Ostküste gewesen. Sie hatten bei den Banken Geld verloren, weshalb sie in ihrem Haus ihren eigenen Tresor bauten und die Banken nie wieder in Anspruch nahmen. Die Regierung würde heute davon ausgehen, dass es illegal sei, nur weil man den Banken nicht traut, und das obwohl man seine Steuern gezahlt hat.

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