Goldinvestoren werden von historischen Goldpreisanstiegen profitieren; Anleihehalter werden vernichtet werden

King World News, 02.04.2014

Rick Rule, einer der vermögendsten Menschen der Finanzbranche, erklärte heute gegenüber King World News, dass die „Anti-Goldinvestoren“ noch vor dem Ende des aktuelle Zyklus ausgelöscht werden. Es ist ein unglaublich wichtiges Interview mit Rick Rule, dem Geschäftspartner von Eric Sprott, in welchem er eine historische und atemberaubende Goldrally voraussagt, die die Anti-Goldinvestoren buchstäblich vernichten wird.

Eric King: „Aktuell haben wir es mit diesem Goldpreisrückgang zu tun. Worauf konzentrieren Sie sich gegenwärtig?“

Rule: „Zu versuchen, in diesem Markt etwas Geld zu machen. Wir haben es offenkundig mit einem Markt zu tun, wo die Rohstoffe und (Goldminen-)Aktien von ihren Tiefs aus gestiegen sind, sich aber nun wieder ein wenig im Rückzug befinden und einen Teil ihrer Gewinne abgeben.

Dieser Rückzug ist genau das, was Sie uns ich vor einem Monat für möglich hielten. Aber wir befinden uns jetzt in einer Situation, wo die Menschen damit beginnen, sich Sorgen zu machen, weil sie persönlich zu stark in etwas investiert gewesen sind, was bisher lediglich eine kleine Rally war.

Es ist wichtig, dass die Menschen begreifen, dass sich Rohstoffe oder Aktien, bei denen es nicht zur Ausbildung eines Kapitulations-Tiefs kam, tassenförmig erholen, nicht v-förmig. Darauf hatte ich die Leser in den letzten paar Interviews hingewiesen. Und das ist es, was wir zurzeit sehen, einen Kursrückgang innerhalb dieser tassenförmigen Erholung.

Aber täuschen Sie sich nicht, meine Vermutung ist, dass wir uns in einem sukzessive ansteigenden Trendkanal befinden, der von höheren Hochs und tieferen Tiefs geprägt ist. Vor einem Monat sagten wir, dass es bei dieser Erholung zu 15%igen oder 20% Anstiegen und Rückgängen kommen könnte, ohne dass es dafür irgendwelche fundamentalen Gründe gibt.

Und die Leser sollten meines Erachtens auch an das Folgende denken: Umso stärker wir uns an die Gold-Investmentperipherie bewegen – also umso stärker wir uns von Gold wegbewegen und den Juniorminenaktien annähern –, desto stärker schießen die Kursbewegungen in diesen Märkten nach oben wie nach unten übers Ziel hinaus.

Interessant finde ich, dass die Anleger nach der Goldpreiskorrektur, die sich ausgehend von dem jüngsten Hoch gerade einmal auf rund 8% beläuft, so verzweifelt sind. Die Menschen sollten daran denken, das längerfristige Aufwärtspotenzial dem längerfristigen Abwärtspotenzial gegenüberzustellen.

Im Hinblick auf die Edelmetallmärkte glaube ich, dass wir uns noch einmal die Fundamentaldaten vor Augen führen sollten, die wir uns bereits letzten Sommer, letzten Juni und Juli, angeschaut haben, als die echten Tiefs ausgebildet wurden. Letzten Sommer sprachen wir einerseits über Edelmetalle und andererseits über 10-jährige US-Staatsanleihen. Die US-Staatsanleihen sind das ´Anti-Gold`, und zu jener Zeit warf das ´Anti-Gold` eine Rendite von 2,7% ab, und zwar in einer Welt, wo die Kaufkraft jährlich zwischen 5% und 6% zurückging.

Mit anderen Worten: Das ´Anti-Gold` garantierte einem einen jährlichen Kaufkraftverlust zwischen 3% und 4%, und das ist eine Tatsache. Und wenn wir das auf die heutige Zeit übertragen und die 10-jährigen US-Staatsanleihen mit Gold vergleichen, bereitet einem die Goldpreiskorrektur von 7% bis 8% auch weniger Sorgen. Die KWN-Leser sollten sich darüber im Klaren sein, dass die ´Anti-Goldinvestoren` in den 1970er Jahren buchstäblich ausgelöscht wurden, und dasselbe werden wir auch zum Ende dieses Zyklus erleben.“

Eric King: „Wir kennen uns nun bereits so viele Jahre, und ich muss schon sagen, dass die Worte, die Sie seit den Tiefs bei den Edelmetallen verwenden, anders sind als die, die man normalerweise von Ihnen hört. Obwohl Sie verstehen, dass es in der Tat einige Anleger gibt, die es wirklich leid sind, dass die bärische Phase so intensiv ausfällt, sind Sie immer noch unglaublich positiv und gehen davon aus, dass sich in diesem Markt einmalige Möglichkeiten bieten.“

Rule: „Zu Beginn meiner Karriere, also in den 70er Jahren, hatten wir eine wundervolle Kursbewegung bei Gold, bei der der Goldpreis von USD 35 auf USD 850 pro Unze stieg. Es dürfte für die meisten Leser – von denen ich annehme, dass sie jung genug sind, nicht an dieser Kursbewegung partizipiert zu haben – aufschlussreich sein, sich zu vergegenwärtigen, dass es in der Mitte dieses Bullenmarkts zu einem historischen Preiseinbruch kam. Der Goldpreis hatte sich zuvor von USD 35 auf USD 204 pro Unze fast versechsfacht und ist danach um fast 50% auf USD 108 pro Unze eingebrochen.

Ich kann mich daran erinnern, wie die Anleger in Panik aus dem Markt geflohen sind; einige wurden auch aus dem Markt herausgedrängt. Die Säuberung war unglaublich brutal und die Goldmarktkorrektur Mitte der 1970er Jahre machte keine Gefangenen und zerschmetterte die schwachen Hände. Doch die Anleger, die entweder in Panik gerieten oder aus dem Goldmarkt gedrängt wurden, mussten dann dabei zusehen, wie Gold innerhalb weniger Jahre von USD 104 auf USD 850 pro Unze um atemberaubende 850% stieg.

Das ist die Art von Reue, mit der kein Anleger für den Rest seines Lebens leben möchte, aber der brutale Bärenmarkt Mitte der 1970er Jahre legte für diesen historischen Goldpreisanstieg überhaupt erst den Grundstein.

Das soll nun nicht heißen, dass Gold ausgehend von den heutigen Preisniveaus abermals um 850% steigen wird, doch was ich sage, ist, dass ich aufgrund meiner Erfahrung weiß, dass der brutale Gold- und Silberbärenmarkt, den wir gerade erst erlebt haben, die Grundlage für einen historischen Anstieg ist. Noch einmal: Ich bin mir nicht sicher, in wie stark der Anstieg ausfallen wird, aber ich weiß, dass er historisch sein wird.

Die King World News Leser gehören mit zu den härtesten, schlachterprobtesten Anlegern überhaupt. Sie haben den Schmerz ertragen, weil sie Langzeitinvestoren sind, und wie ich bereits in meinem letzten Interview sagte, werden sie es jetzt wieder genießen. Ich freue mich auf diesen historischen Preisanstieg und bin mir sicher, dass Ihre Leser es auch tun werden.“

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