Wirtschaftskrise: Frankreich wird innerhalb der kommenden 18 Monate zusammenbrechen

Martin Armstrong, Armstrongeconomics.com, 06.04.2014

Frankreichs Wirtschaftswachstum lag im Schnitt bei gerade einmal 0,8%, das ist die Hälfte von Deutschlands Wirtschaftswachstum von 1,6%, was wiederum rund der Hälfte des US-amerikanischen Wirtschaftswachstums entspricht. Trotzdem erklären diese Leute den USA, dass es nicht fair sei und die USA die Steuern daher auf 70% erhöhen sollten, damit ihre eigene Wirtschaftspolitik nicht so schlecht aussieht. Und das Traurige daran ist, dass Obama dem auch noch zustimmt.

Frankreichs Wirtschaftserholung ist sogar hinter die einiger Länder am Rande der Eurozone wie Spanien zurückgefallen, und das hat wirklich Aussagekraft. Frankreich zieht rasch an Südeuropa vorbei und könnte nach Herbst 2015 schneller zusammenbrechen als Griechenland. Frankreich wird der nächste Dominostein sein, der zu Boden geht.

Und dann werden wir wieder mit der uralten Frage konfrontiert werden, ob es ein Geräusch gibt, wenn irgendwo ein Baum zu Boden geht und niemand in der Nähe ist, um es zu hören. Hollande wird dann mit Sicherheit aus Frankreich flüchten, da sich die Franzosen wieder gegen ihre Politiker erheben werden, so wie es bei ihnen gewöhnlich der Fall ist. Wenn Frankreich fällt, könnte es den Euro mit in die Tiefe reißen.

Die europäischen Länder haben gegenwärtig mit ihren hohen Steuern, den wenigen Unternehmensneugründungen und dem verrückten Sozialismus zu kämpfen, der ihre Wirtschaft wie ein Krebs auffrisst. Das Beste, worauf sie hoffen können, ist ein Einmarsch Russlands, dann könnten sie wenigstens behaupten, dass das der Grund für das wirtschaftliche Scheitern gewesen ist.

Rund 50% der französischen Jugendlichen wollen aus Frankreich weg. Das ist ein sehr trauriges Armutszeugnis bezüglich der Art, wie Frankreich regiert worden ist. Der Sozialismus ist tot. Man kann die Menschen, die produzieren, nicht immer stärker besteuern in der Hoffnung, das dann als „soziale Gerechtigkeit“ umzuverteilen.

Die Umfragen unter französischen Unternehmen und Verbrauchern zeigen, dass Frankreich seit Anfang dieses Jahres bestenfalls auf der Stelle tritt. Es ist höchst fraglich, ob die französische Wirtschaft über die Fähigkeit verfügt, sich wieder zu erholen.

Hollande behauptet, dass er die Botschaft des französischen Volks verstanden hat, aber er liest nur das hinein, was er hören will: Sie wollen mehr „soziale Gerechtigkeit“ im Stile Hollandes. Hollande würde die Reichen auch direkt ausrauben, wenn er damit davonkäme. Er dürfte gelinde gesagt der schlechteste Politiker der letzten 100 Jahre sein.

Die französische Inlandsnachfrage ist in eine bedeutende Abwärtsspirale eingetreten. Frankreichs Außenhandelsbilanz hat sich von einem 1%igen BIP-Überschuss im Jahr 1999 in ein 3%iges Defizit im Jahr 2013 verwandelt – und es besteht null Aussicht darauf, dass sich diese Entwicklung wieder umkehrt. Die ausländischen Unternehmen sind aus Frankreich vertrieben worden, und es besteht schlicht keine Hoffnung darauf, dass es in Frankreich zu einer wirtschaftlichen Trendwende kommen wird. Wenn das Economic Confindence Model ab Herbst 2015 in den Sinkflug übergeht, wird Frankreich stehend k.o. sein.

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