Landesweite Umfrage zur US-Präsidentschaftswahl 2012: Ron Paul liegt 1 Prozentpunkt hinter Obama

Werden die Siege bei den Probeumfragen den Kongressabgeordneten dazu bewegen für das Amt zu kandidieren?

Steve Watson, Prisonplanet.com, 14.04.2010

Eine große Umfrage stellte fest, dass es sich bei einer hypothetischen Präsidentschaftswahl im Jahre 2012 zwischen Präsident Obama und dem texanischen Kongressabgeordneten Ron Paul praktisch um ein totes Rennen handeln würde.

Die Rasmussen-Umfrage fand heraus, dass die Gruppe wahrscheinlicher Wähler Obama zu 42% und Paul zu 41% unterstützen würde. 11% sagten, sie würden andere Kandidaten vorziehen, während 6% sagten, sie seien unentschlossen.

Im Gegensatz zu den Republikanern, bei denen es gemischte Gefühle gegenüber dem Kongressabgeordneten Paul gibt, gaben unabhängige Wähler, also Wähler, die weder mit den Demokraten noch den Republikanern verbunden sind, Ron Paul einen 47% zu 28% Vorsprung gegenüber dem Präsidenten.

Laut Rasmussen haben 39% aller Wähler eine positive Meinung von Ron Paul, während ihn 30% ungünstig beurteilen. Darunter fallen auch 10% mit einer ausgesprochen positiven und 12% mit einer ausgesprochen ungünstigen Meinung über ihn.

26% der republikanischen Wähler sind der Meinung, dass Paul die Werte des überwiegenden Teils der Republikaner im Land teilt, während 25% nicht dieser Meinung sind. 49% sind sich nicht sicher.

34% aller landesweiten Wähler halten den Kongressabgeordneten für eine neue Richtung, welche die Republikanische Partei einschlagen würde, so die Umfrage.

In einer Probeumfrage der Republikaner, die letzes Wochenende auf der Southern Republican Leadership Conference (SRLC) durchgeführt wurde, befand sich der Kongressabgeordnete Paul praktisch gleichauf mit Mitt Romney.

Romney erhielt 439 Stimmen und Paul 438. Sarah Palin und Newt Gingrich wurden von Paul vernichtend geschlagen, die 330 bzw. 321 Stimmen erhielten. Trotz dieser Tatsachen stürmten die Massenmedien mit Schlagzeilen in der Art von „Romney schlägt Palin in Probeumfrage“ davon, wobei sie Ron Paul und seine Unterstützer völlig ignoriert wurden.

Bereits vor der SRLC-Umfrage zog Paul im Februar mit der größten Unterstützung bei einer Präsidentschaft 2012 Probeumfrage auf der Conservative Political Action Conference davon und konnte 31% der Stimmen für sich gewinnen.

Die Umfrageergebnisse und Probeabstimmungen werden die Ron Paul Unterstützer mit Sicherheit antreiben ihre Forderungen zu erneuern, dass der Kongressabgeordnete eine Präsidentschaftskandidatur 2012 auf die Beine stellen soll.

In den letzten Monaten sagte Paul, dass er nicht plane seine Kandidatur des Jahres 2008 zu wiederholen, die von seine Unterstützer die „Ron Paul Revolution“ getauft hatten.

Ende 2007 schlug der Kongressabgeordnete auf den Höhepunkt der Kampagne den Allzeitrekord für an einem einzigen Tag eingesammelte politische Spenden und überholte den zuvor von John Kerry gehaltenen Rekord mit über USD 6 Millionen, die er während eines 24 Stunden Zeitraums einsammelte, der sich mit dem 234. Jubiläum der Boston Tea Party überschnitt.

Wie wir zuvor beleuchtet hatten, ist die Tea Party Bewegung in Wirklichkeit libertären Ursprungs und erwuchs aus dem Trend das Jubiläum der Boston Tea Party zu ehren. Eine im Jahre 2006 abgehaltene Veranstaltung, die gemeinsam mit der Ron Paul Geldbomben-Aktion im Jahre 2007 wiederholt wurde, führte innerhalb der darauffolgenden drei Jahre zu der Entwicklung der Bewegung.

Ob die neokonservativen oder Konzern-Republikaner es nun mögen oder nicht, Ron Paul hat fortwährend einen weitreichenden Einfluss auf die Richtung der Partei gehabt. Jeden intelligenten Ausspruch den Sarah Palin bezüglich einer begrenzten Regierung und Fiskalpolitik sowie der Wiederherstellung der Freiheit machte, hat sie direkt aus Ron Pauls Leitfaden.

Der Hauptunterschied zwischen Paul und Palin besteht darin, dass der Kongressabgeordnete echte Basisunterstützung in der Bevölkerung aufgebaute und diese Unterstützer ihn im Laufe von Jahrzehnten folgten. Paul ist das einzig Wahre. Palin, Romney und Gingrich hingegen sind im Kern allesamt Neokonservative, welche die Invasion und Besetzung souveräner Länder bei gleichzeitigem Ausbau eines extrem ausufernden Imperiums durch den militärisch industriellen Komplex unterstützen. Ron Paul hat sich niemals dem Geschmack der Massen unterworfen und mit diesem entscheidenden Unterschied ein ums andere Mal Erfolge erzielt, erneut letzte Woche auf dem SRLC.

Bei der gegenwärtigen Auswahl an möglichen Präsidentschaftskandidaten der Republikaner für 2012 ist Ron Paul wieder einmal der einzige, der sich wirklich auf Linie der Mehrheit mit ihrer Antikriegsstimmung und ihren Vorbehalten gegenüber einer ausufernden und überbordenden Regierung befindet.

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