Russell: Dollarschwäche wird den Ölpreis auf USD 150 treiben

Richard Russell, King World News, 02.07.2014

Meine größte Sorge gilt dem US-Dollar. Es ist mittlerweile klar, dass Russland und China darauf aus sind, der Zukunft der derzeitigen Weltreservewährung ein Ende zu bereiten. Um das zu erreichen, müsste der internationale Handel in Nicht-Dollar-Währungen abgewickelt werden. Die bevorzugten Währungen wären der Chinesische Yuan und der Russische Rubel.

Im unten stehenden Chart sehen Sie, dass der US-Dollar eingebrochen ist und ein „Verkaufssignal“ abgegeben hat. Das legt einen Rückgang des US-Dollar-Indexes auf 73 Punkte nahe.

KWN Russell II 7 2 2014_01

Der P&F-Chart für Gold ist unterdessen bullisch geworden. Ein noch stärkeres bullisches Signal wäre, wenn Gold das Kästchen von USD 1.340 pro Unze erreichen könnte. Der Chart weist aktuell ein Preisziel von USD 1.470 pro Unze aus.

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Der Juniorminenindex GDXJ erreichte einen überkauften Zustand, weshalb ein leichter Rückgang und eine Ruhepause fällig war, und das ist auch genau das, was passiert ist, wie man anhand der drei Kästchen am rechten Rand des Charts sehen kann. Der nächste bullische Kursausbruch würde den Index auf 47 Punkte tragen.

KWN Russell III 7 2 2014_03

Im Folgenden möchte ich ihnen noch einen weiteren Chart zeigen, und zwar den des Ölpreises. Ein steigender Ölpreis ist inflationär, was für Gold bullisch ist. Ich gehe davon aus, dass Öl irgendwann in diesem Jahr auf über USD 150 pro Barrel steigen wird, was den Benzinpreis auf USD 1,80 pro Liter treiben würde.

KWN Russell IV 7 2 2014_04

Das Untenstehende ist von dem weithin bekannten Ökonomen John Williams von Shadowstats.com:

„Da die US-Bundesregierung und die US-Notenbank in ihren jeweiligen Systemen destruktiver Fiskal- und Geldpolitik gefangen sind und der damit einhergehende inländische wie auch ausländische Vertrauensverlust gegenüber dem US-Dollar weiter anhält, dürfte die US-Währung an den weltweiten Märkten über Bord geworfen werden, wodurch der Anfangsphase einer hyperinflationären Depression der Boden bereitet wird. Das Timing für die Hyperinflation, deren Beginn wir für Ende 2014 prognostizieren, hat weiterhin bestand und wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 90% veranschlagt.“

Mein eigener Instinkt sagt mir, dass man physisches Silber und physisches Gold sowie Positionen beim SLV [weltgrößter börsennotierter physischer Silberfonds] und SPPP [Sprott Physical Platinum and Palladium Trust] halten sollte. Eines der Probleme ist, dass Silber wie auch Gold schwere Metalle sind und man Platz braucht, um sie zu lagern. Wenn man physische Edelmetalle hält, kann man sie also nicht so leicht von einem Ort zum anderen transportieren.

Ein weiterer erstklassiger Bereich, was transportable handfeste Vermögenswerte angeht, sind Diamanten. Man kann USD 10 Millionen an Diamanten in seinem Hosenaufschlag verstecken.

In Zeiten extremer Gefahr macht meines Erachtens auch eine autarke, fernab von Städten liegende Farm Sinn. Viele vermögende Menschen haben sich Grundstücke in anderen Ländern wie beispielsweise Argentinien oder Costa Rica gekauft. Doch wie will man in einem extremen Notfall in seine ausländischen Zufluchtsstätten gelangen? Die Flughäfen werden völlig ausgebucht oder geschlossen sein. Daher macht, was unmittelbare Notsituationen angeht, eine autarke im Inland liegende Farm weit weg von großen Bevölkerungsansammlungen meines Erachtens immer noch am meisten Sinn.

Es wird nach wie vor darüber berichtet, dass die USA versuchen, ihre unglaublichen Schulden in den Griff zu bekommen. Ich frage mich immer noch, wie wir diese Schulden eigentlich angehen wollen. Eine Idee ist, die Schulden für nichtig zu erklären, eine andere, sie mit von uns geschaffenen neuen Dollars zu bezahlen. Sollten die USA jemals versuchen, die Schulden mit neu geschaffenen Dollars zu begleichen, dürfte das dem Dollar-Index den Garaus machen.

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