Studie: Verbraucher wollen mit Kauf von Öko-Produkten ihre soziale Stellung verbessern

Dass sie unfreundlich sind und klauen wussten wir schon, jetzt erfahren wir, dass sie in der Gesellschaft auch noch Ansehen genießen möchten

Propagandafront.de, 18.04.2010

Nachdem eine Studie erst vor kurzem feststellte, dass Käufer von Ökoprodukten mit höherer Wahrscheinlichkeit unfreundlich sind und klauen, wurde am 29.03.2010 eine Studie veröffentlicht, in der nachgewiesen werden konnte, dass der Antrieb seine soziale Stellung zu verbessern, ein wesentlicher Faktor für Verbraucher ist sich für Öko-Produkte zu entscheiden.

Adam Corner, ein „Psychologie-Experte zur Vermittlung des Klimawandels“ kommentierte die Ergebnisse der Studie unter Anderem so:

„Es ist nicht überraschend, dass die Menschen sich dafür entscheiden könnten zu versuchen ihre soziale Stellung durch den demonstrativen Konsum von ´Öko-Produkten` zu signalisieren. Selbst, wenn die Menschen nicht über den Klimawandel besorgt sind, sorgen sie sich darüber, was Andere von ihnen halten.“

berichtete die britische Zeitung Guardian und führt weiter aus, dass die Macht der sozialen Stellung laut Corner

„ein wichtiges Werkzeug sein könnte, um es für die Förderung größerer Veränderungen bei umweltfreundlichen Verhalten, wie dem Wählen der ökologischsten Partei oder dem Engagement bei Umweltschutzaktivismus“ auszunutzen.

Die Untersuchung US-amerikanischer und niederländischer Forscher kam zu dem Ergebnis, dass der Kauf eines Hybridfahrzeugs wesentlich dadurch begünstigt werden könne, indem man Probanden einfach vorher eine Geschichte zu lesen gibt, welche dazu „geschaffen wurde ´Statusmotive zu aktivieren`“.

Während sich in der Kontrollgruppe 37,2% für ein Öko-Auto entschieden, obwohl sie sich für denselben Preis für einen leistungsstärkeren Benziner mit luxuriöser Ausstattung hätten entscheiden können, entschied sich die Gruppe, die zuvor den Text zur Statusmotivation gelesen hatte, zu 54,5% für ein Öko-Auto.

„Das fahren eines Hybridfahrzeugs, wie eines Prius, trägt nicht nur den Reichtum einer Person zur Schau, da er um viele tausend Dollar teurer ist als ein herkömmlicher aber hocheffizienter Benziner, sondern es signalisiert auch, dass der Besitzer sich um Andere und die Umwelt sorgt.“

so einer der an der Untersuchung beteiligten Wissenschaftler, Professor Van den Berg der Rotterdam School of Management.

Bei einem weiteren Test derselben Forschergruppe kam heraus, dass die Probanden in der Öffentlichkeit wesentlich stärker umweltfreundliche Produkte kaufen als beim privaten Onlineshopping Zuhause, im Besonderen dann, wenn die Studenten zuvor eine ähnliche Geschichte zur Statusmotivation gelesen hatten, wie dies bereits beim ersten Test der Fall war.

Ein Dritter Test zeigte, dass die Käufer von Ökoprodukten, die hauptsächlich durch den sozialen Status getrieben wurden, dann den Kauf bevorzugten, wenn die Produkte teurer waren als ihre herkömmlichen Alternativen.

In einer zuvor veröffentlichten Studie waren die Ökos bereits durch modernes Raubrittertum aufgefallen. Iain Hollingshead vom Telegraph fasst zusammen:

„Bei Jenen, die, wie die Autoren es nennen, einen ´Nimbus des Öko-Verbraucherbewusstseins` mit sicher herführen, ist es weniger wahrscheinlich, dass sie nett zu Anderen sind und wahrscheinlicher, dass sie betrügen und stehlen. Konfrontiert mit verschiedenen moralischen Entscheidungsmöglichkeiten – beispielsweise, ob sie sich an die Spielregeln halten oder sich selbst eine angemessene Entlohnung zahlen – verhielten sich die Öko-Teilnehmer in den Experimenten viel schlimmer als ihre konventionellen Gegenüber. Die Kurzformel auf die Frage der Studie ist: Nein. Die Ökos sind gemein.“

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