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Al-Qaeda Chef im Irak: Gefangen genommen, getötet, existierte eigentlich garnicht, wieder festgenommen und jetzt erneut getötet

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Die lächerliche Geschichte eines Terroristen, bei dem US-Beamte einräumten, dass es eine „erfundene Person“ ist

Steve Watson, Infowars.net, 19.04.2010

Beamte der US-Regierung und des Irak erklärten heute, dass während eines US-Luftangriffs zwei Anführer von „Al-Qaeda“ im Irak getötet worden seien. Der Haken an der Geschichte, den man anscheinend übersehen hat, ist, dass die Festnahme und der Tod dieser Männer bereits mehrere Male berichtet wurde. Zuvor wurde einer von ihnen von US-Beamten sogar als „erfundene Person“ beschrieben!

Die Washington Post berichtet: „Beamte sagten, dass der Tod von Abu Ayyub al-Masri, dem Anführer von Al-Qaeda im Irak und Abu Ombar

al-Baghdadi, dem Chef einer Schirmorganisation, zu der auch der irakische Arm von Al-Qaeda im Irak gehört, den Anschlägen der Aufständischen im Land nun ein Ende bereiten sollte. Ihre Mordserie könnte Premierminister Nuri al-Maliki zu einem wichtigen Zeitpunkt auch einen entscheidenden politischen Schub bescheren.

`Der Tod dieser Terroristen ist wahrscheinlich der allerbedeutendste Schlag gegen Al-Qaeda seit dem Beginn der Aufstände im Irak.` so General Ray Odierno, oberster Kommandeur der US-Truppen im Irak, in einer Erklärung. ´Es gibt immer noch Arbeit zu erledigen, aber das ist ein bedeutender Schritt den Irak von Terroristen zu befreien.`“

Es ist berichtet worden, dass die beiden Anführer der Aufständischen Samstagnacht in einem Überraschungsangriff irakischer und amerikanischer Truppen getötet wurden.

Reuters berichtet: „Militärbeamte der Vereinigten Staaten bestätigten, dass irakische Sicherheitskräfte die zwei Männer getötet haben. ´Der Tod dieser zwei Terroristen ist wahrscheinlich der verheerendste Schlag gegen Al-Qaeda im Irak.` so die amerikanische Führung in einer Erklärung.

Er (der irakische Premierminister) erklärte, dass das Haus zerstört wurde und man die zwei Leichen in einer Senke im Boden fand, wo sie sich offensichtlich versteckt hatten.“

Es ist bizarr, dass der Premierminister, auf den man sich in dem Reuters-Artikel beruft, den Ort des Anschlags auf „ein Haus in Thar-Thar, eine ländliche Gegend 80 Kilometer westlich von Bagdad [verlegt], die als Hochburg der Aktivitäten Al-Qaedas angesehen wird“, wohingegen die Washington Post US-Beamte anführt, die sagen, der Überraschungsangriff habe „ein paar Kilometer südwestlich von Tikrit“ stattgefunden. Schaut man auf die Landkarte vom Irak, macht das ziemlich wenig Sinn, außer mit dem Begriff „ein paar Kilometer“ sind über 150 Kilometer gemeint.

Das scheint jedoch das geringste Problem zu sein, welches diese Geschichte umgibt.

Jeder der regelmäßig Nachrichten liest, sollte ein massives Déjà-vu-Erlebnis haben, da fast auf den Tag genau vor einem Jahr berichtet wurde, dass al-Baghdadi von irakischen Sicherheitskräften festgenommen wurde. Seine Verhaftung wurde von Premierminister Nouri al-Maliki bestätigt, demselben Mann, der nun behauptet, Baghdadi sei getötet worden.

Al-Baghdadi war der Ersatz für das Al-CIA-da Schreckgespenst Abu Musab al-Zarqawi, von dem zuvor ebenfalls berichtet wurde, er sei mehrere Male festgenommen und getötet worden, nachdem ihn der Public Relations Arm des Pentagons 2006 für immer beerdigte.

Die Erklärung von Baghdadis Gefangennahme vor einem Jahr, beißt sich mit zahlreichen vorangegangenen Berichten, wo über einen Zeitraum von zwei Jahren über seine Gefangennahme, seinen Tod und sogar die Fragestellung, ob er überhaupt existiert, geschrieben wurde.

März 2007 behauptete der irakische Innenminister, dass al-Baghdadi in Bagdad festgenommen worden sei. Dies wurde von AP berichtet und dann von Sendern wie CNN aufgegriffen, die berichteten, dass ein anderer Aufständischer die Identität al-Baghdadis bestätigen konnte.

Das US-Militär bestritt, dass sich Al-Baghdadi in ihrer Obhut befand und irakische Beamte zogen ihre Aussagen bezüglich der Gefangennahme einen Tag später wieder zurück.

Dieses hin und her bei den Erklärungen der Gefangennahme und die spätere Zurücknahme der Aussagen wiederholte sich insgesamt drei Mal innerhalb einer Woche.

Einen Monat später erklärte der irakische Innenminister dann am 03.05.2007, dass al-Baghdadi von amerikanischen und irakischen Truppen nördlich von Bagdad getötet worden sei.

Im Juli 2007 erklärte das US-Militär jedoch, dass es al-Baghdadi in Wirklichkeit niemals gegeben hatte und es sich bei ihm eigentlich um einen Mythos handelt.

Ein angeblich hochrangiger Gefangener von „Al-Qaeda im Irak“, den man als Khaled al-Mashhadani identifizierte, behauptete, dass es sich bei al-Baghdadi um eine „erfundene Person“ handelte, geschaffen um den Anschein zu erwecken, der Irak stünde einer ausländisch geführten Terrororganisation gegenüber. Er räumte ebenfalls ein, dass es sich bei dem „Islamischen Staat Irak…buchstäblich um eine Organisation des Internets“ handelt, die vom Anführer der irakischen Al-Qaeda, Abu Ayub al Masri, erfunden wurde.

Die Person, die behauptete Baghdadi zu sein, veröffentlichte jedoch weiterhin Video- und Audioaufzeichnungen in denen die US-Besatzung des Irak angegriffen wurde. Er vermied es dabei jedoch sein Gesicht zu zeigen.

Die Behauptung des US-Militärs, Baghdadi sei eine erfundene Person, wurde im Mai 2008 erneut in Frage gestellt, nachdem ein Polizeichef in Haditha erklärte, dass es sich bei Baghdadi in Wirklichkeit um Hamed Dawood Mohammed Khalil al Zawi handelte. „Er war ein Beamter der Sicherheitsdienste und wurde aufgrund seines Extremismus aus der Armee entlassen.“ so der Polizeichef gegenüber dem Fernsehsender al Arabiya.

Ein Jahr später, nach seiner letzten Festnahme im April des Jahres 2009, zeigte die irakische Regierung zum ersten Mal ein Bild von Baghdadi und fügte hinzu, dass sie gerade versuchten Informationen aus ihm herauszuholen.

Die mit Al-Qaeda in Verbindung stehende Gruppe Islamischer Staat Irak bestritt Regierungsberichte, dass Al-Baghdadi gefangen genommen worden sei und veröffentlichte eine laut dem SITE-Institut „authentische“ Aufzeichnung von Baghdadi, in der er verkündet, dass er immer noch auf der Flucht ist.

Die irakischen Behörden veröffentlichten daraufhin jedoch ein Video von Baghdadis Verhör, in welchem er sich zu dem Bombenanschlag im Februar 2006 auf einen schiitischen Schrein in Samarra bekennt und beschrieb, wie seine terroristische Gruppe gegründet wurde.

Das gesamte Jahr 2009 wurden jedoch weiterhin Audio- und Videoaufzeichnungen im Namen Baghdadis veröffentlicht, in denen er behauptete, nicht gefangen genommen worden zu sein und mit denen er Militante im Irak anstachelte. Bis zum heutigen Tag werden derartige Botschaften von den Quellen der Massenmedien wie durch Associated Press berichtet, ohne, dass dabei irgendeine Erklärung geliefert würde, wie ein gefangen genommener Terrorist Material veröffentlichen kann.

Jetzt wurde erneut berichtet, dass Baghdadi getötet wurde!

Die Geschichte wird sogar noch verblüffender, angesichts der Berichte, dass es sich bei der zweiten getöteten Person, die man letzten Samstag in einem Loch fand, um Abu Ayub al Masri, den „Erfinder“ des fiktiven Charakters von al-Baghdadi , gehandelt hat.

Al Masri ist im Mai 2007 ebenfalls getötet gemeldet worden. Danach stieg er wieder von den Toten auf, damit er in Mai 2008 in einer gemeinsamen Operation der USA und der Iraker wieder festgenommen werden konnte.

Premierminister al-Malikis mutmaßlicher Gedächtnisverlust bezüglich der Tatsache, dass er die Gefangennahme von Baghdadi bereits knapp ein Jahr zuvor verkündete, wird sogar noch fragwürdiger, wenn man berücksichtigt, dass er gerade versucht Unterstützung für seine Rechtsstaats-Koalition zu gewinnen, nachdem diese nur als zweitgrößte Gruppierung aus den Parlamentswahlen hervorging.

Wir gehen davon aus, dass die lächerlichen offenen Fragen dieser Seifenoper nun begraben und dem Vergessen anheim gestellt werden – obwohl wir nicht ausschließen können, dass al Masri und sein imaginärer Freund nächstes Jahr wieder von den Toten auferstehen, besonders dann nicht, wenn man berücksichtigt, dass die irakische Regierung, das US-Militär und die Massenmedien die Person Baghdadi immer wieder zum Leben erwecken und bestätigen.

Joe Biden stolziert bereits herum und gibt die Nachricht aus, dass man Al-Qaeda einen „verheerenden Schlag“ versetzt hat.

Al-Qaeda im Irak, al Zarqawi, al Baghdadi und die Legionen anderer Al-Qaeda Agenten, die angeblich ein ums andere Mal gefangen genommen und getötet wurden, werden als auswechselbare Werkzeuge der Public Relations benutzt.

Sind oder waren sie jemals echt? Möglich. Gab es mehr als einen Baghdadi? Vielleicht. Doch spielen diese Tatsachen aktuell keine Rolle.

Zweifelsohne werden die Massenmedien wieder einmal zu 99% die jüngsten Tötungen als entscheidenden Sieg in dem anhaltenden Krieg gegen den Terror enthusiastisch feiern, während die Mehrheit der Amerikaner, wenn sie es überhaupt mitbekommt, keinen zweiten Blick auf die lächerliche Hintergrundgeschichte werfen wird.

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