Edelmetalle, Schulden & Steuern: Die richtige Goldpreis-Blase kommt erst noch!

Gary Christenson, The Deviant Investor, 23.09.2014

Ich bin überzeugt davon, dass niemand den Schulden und Steuern entrinnen kann. Im Grunde werden alle Währungen in Form von Schulden in die Welt gesetzt, und unser Finanzsystem schafft Tag für Tag weitere Schulden und noch mehr Währung, die in Umlauf gebracht werden.

Die Steuern reichen nicht aus, um die riesigen Kostenpositionen zu begleichen, die unsere Politiker für unabdingbar erachten, und das bedeutet, dass unsere Bundesregierung, die einzelnen Bundesstaaten und die Gemeinden Jahr für Jahr stärker in den Schulden versinken. Ich glaube, darauf können wir uns alle einigen: Es ist mit noch mehr Schulden und noch mehr Steuern zu rechnen.

Was ist mit Gold & Silber?

Die US-Staatsverschuldung ist von USD 3 Milliarden im Jahr 1913 bis 1971 auf USD 398 Milliarden angestiegen, und dann ist die Staatsverschuldung noch einmal auf rund USD 17.700 Milliarden (USD 17,7 Billionen) explodiert. Schulden und Steuern – viel zu viele Schulden – erwarten uns in der Zukunft. Stellen Sie sich darauf ein.

Die US-Bevölkerung nimmt langsam und stetig weiter zu. 1970 gab es rund 204 Millionen US-Bürger und heute sind es rund 322 Millionen. Wenn wir die Staatsverschuldung nehmen und sie durch die Zahl der US-Amerikaner teilen, kommen wir auf die Pro-Kopf-Staatsverschuldung in den USA. Und wenn wir den jährlichen Goldpreis (der jährliche Goldpreis ist der Durchschnitt aller täglichen Goldpreise während eines Kalenderjahres) durch die Pro-Kopf-Staatsverschuldung der US-Bevölkerung teilen, ergibt sich folgendes Chartbild:

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Das Gold/Pro-Kopf-Verschuldungs-Verhältnis ist in den letzten 25 Jahren gestiegen. Ferner sind auf dem Chart der Goldbärenmarkt (1981 – 2000), der Goldbullenmarkt (2001 – 2011) und die seit 2011 anhaltende Korrektur (die von einigen als Bärenmarkt bezeichnet wird) zu erkennen.

Der entscheidende Punkt ist:

Zusammenfassung:

Die Pro-Kopf-Staatsverschuldung nimmt immer weiter zu – eine Entwicklung, die nicht aufzuhalten ist. Das Gold/Pro-Kopf-Verschuldungs-Verhältnis geht nur zurück, wenn Gold schneller fällt, als die Staatsverschuldung wächst.

Wird dieses Verhältnis zurückgehen? Es würde eines weiteren großen Rückgangs des Goldpreises bedürfen, um einen Rückgang des Verhältnisses herbeizuführen. Aber wird der Goldpreis noch stärker einbrechen?

Schauen wir uns den nachfolgenden Chart an, wo das Gold/Pro-Kopf-Verschuldungs-Verhältnis bis zum Jahr 1971 zurückberechnet wurde. Sieht die Blase von 1980 genauso aus wie der Kursverlauf in 2011? Ganz eindeutig nicht! Der Goldpreis blähte sich von 1976 bis 1980, also innerhalb von rund dreieinhalb Jahren, von USD 100 pro Unze auf über USD 800 pro Unze auf.

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Die Goldpreis-Rally vom Oktober-Tief in 2008 bis zum Goldpreishoch von August 2011 war zwar ziemlich beeindruckend, ist mit der Rally von 1980 aber nicht zu vergleichen. Wie Sie anhand des Charts sehen, sorgte das Goldpreishoch von 2011 im Vergleich zu dem explosiven Anstieg Ende der 1980er Jahre kaum für Bewegung:

Schlussfolgerung:

Alternativ dazu könnte der US-Kongress aber auch einen Haushalt verabschieden, bei dem die Ausgaben radikal zusammengestrichen werden. So könnte der US-Kongress das Militär verkleinern und die Sozialausgaben und Leistungen bei der Gesundheitsversorgung kürzen. Bei den Golf-Ausflügen des Präsidenten, dem Stab des Weißen Hauses, dem Stab des US-Kongresses, bei der CIA und unzähligen weiteren staatlichen Ausgabenpositionen könnten Kürzungen vorgenommen werden.

Falls Sie das jedoch für unwahrscheinlich halten, sollten Sie vielleicht darüber nachdenken, Gold und Silber zu kaufen, solange die Edelmetalle von unseren Hochfrequenz-Tradern noch unten gehalten werden.

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