Crash-Warnung: Der Euro betritt die Todeszone – Preisziel USD 0,80!

Das renommierte Analysehaus Armstrong Economics hat für den Euro zwei unheilvolle Crash-Warnungen ausgegeben. Sollte der Euro Ende dieses Monats unter USD 1,0765 aus dem Handel gehen, dürfte er innerhalb kürzester Zeit direkt auf USD 0,98 einbrechen. Unabhängig davon gibt es auch noch eine düstere Langzeitprognose für das europäische Währungsdebakel, denn das mittel- bis langfristige Preisziel des Euros liegt jetzt bei atemberaubenden USD 0,80!

Martin Armstrong, Armstrongeconomics.com, 07.03.2015

Frage: „Sie haben völlig Recht, was die politisch korrekten Analysen anbelangt. Außer Ihnen gab es niemanden da draußen, der sagte, dass sich der Euro wieder in Richtung Dollarparität aufmachen würde. Trotzdem wagt es kein einziges Mainstream-Medium, einen Artikel über Sie oder das, was Sie vorhersagen, zu schreiben. Genauso wie die Bank von England den Bankern zu nahe steht, genauso verhält es sich auch mit der Presse. Wird der Euro unter die Dollarparität fallen? Ich glaube, Sie sagten das während Ihrer Berlin-Konferenz oder war es auf der Cocktail-Party?“

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Antwort: Ja, der Euro wird neue historische Tiefs unterhalb der Marke von USD 0,82 – dem Intraday-Tief von 2000 – ausbilden. Der niedrigste Jahresschlusskurs des Euros wurde 2001 erzielt. Meine Sorge ist zweifacher Natur: (1.) Die Ausbruchslinie reicht bei der nächsten 8,6-Jahreswelle bis zur Marke von USD 0,80 und (2.) unser Computermodell weist für 4 Jahre eine unglaubliche Serie an Richtungswechseln aus – und zwar während der gesamten Abwärtswelle des Economic Confidence Model. Dann haben wir in 2021 einen Panikzyklus. Es wird nicht leicht werden, diese Phase richtig einzuordnen. Uns wird hier eine unglaublich wilde Periode mit wilden Schwüngen bevorstehen.

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Aus kurzfristiger Sicht kommt am 14.03.2015 „der“ Pi-Tag ins Spiel (3,14159265359). Und obschon es sich dabei in Wahrheit um einen Samstag handelt, kommt es in dieser Woche zu einem Richtungswechsel. Ab nächster Woche wird es zu einem neuen drastischen Anstieg bei der Volatilität kommen.

Und was die Mainstream-Medien anbelangt – ja, da haben Sie Recht, diese stecken ebenfalls mit den Banken unter einer Decke. Ich sah das an meinem eigenen Fall. Selbst die New York Times wurde urplötzlich zum Schweigen gebracht. Einer der Top 5 Verantwortlichen der NY Post erklärte mir persönlich, dass sie alle wussten, dass irgendetwas nicht stimmen konnte, nachdem Associated Press von Richter Owen bei meiner Verhandlung aus dem Gerichtssaal geworfen wurde.

Andrew Ross Sorkin, der Autor von „Too Big to Fail“, besuchte mich im New Yorker Gefängnis MCC, um mich zu den Änderungen des Gerichtsprotokolls durch den Richter zu befragen. Er sagte mir, dass Owen das auch bei Frank Quatrone getan hat und in einer Entscheidung des Berufungsgerichts wurde Sorkin sogar dafür kritisiert, dass er die Ereignisse im Gericht falsch wiedergeben hätte. Sorkin sagte mir, dass er detaillierte Aufzeichnungen von dem gemacht hätte, was im Gericht stattfand, und Owen das Gerichtsprotokoll geändert hatte.

Sorkin schrieb für die New York Times. Warum sollte man ihm nicht erlauben, über die geänderten Protokolle zu berichten? Er konnte Too Big to Fail als Buch schreiben, aber warum schützte die New York Times Richter Owen?

Wir haben jede Menge Probleme, und die Medien tragen massiv zu unserem Untergang bei. Es sind nicht die Journalisten, es sind die Redakteure, die für die Konzerne arbeiten und daher auch politisch korrekt sein müssen. Sie haben auch Brüssel unterstützt und werden die Tatsache, dass das System gerade zusammenbricht, nicht enthüllen. Es hätte aber gerettet werden können, wenn sie ihren Job gemacht und Brüssel für das kritisiert hätten, was sie dort treiben.

Die Zentralbanken und die Presse stecken mit all den falschen Leuten unter einer Decke – und diese Typen vernichten uns und die Zukunft unserer Kinder. Aber was werden wir ihnen für eine Welt hinterlassen?

Der Euro – eine zum Scheitern verdammte Währung?

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Beim Euro haben wir es mit einem perfekten bärischen Doppel-Monatsumkehrmarke zu tun, die bei USD 1,0765 verläuft. Die nächste Umkehrmarke liegt dann schon bei USD 0,98. Unsere Langzeit-Klienten wissen, was das heißt und wie selten diese Art von Indikator bei uns vorkommt.

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Hier sehen Sie die berüchtigte Kurslücke bei den Umkehrmarken, die bei den Crashs von 1987 und 1989 zu beobachten waren. 1987 traf der S&P 500 eine perfekte bärische Doppel-Wochenumkehrmarke.

07Das war ziemlich spektakulär, da wir am selben Wochenende die World Economic Conference in Princeton abhielten. Am Freitag, zu Beginn der Konferenz, hatten wir die bärischen Umkehrmarken mit 286,10 Punkten getroffen. Die Array-Maske gab uns dann noch ein zeitliches Ziel von 2 Tagen, genauso wie das ECM (1987,8 = 19.10.1987). Ich erinnere mich noch, wie ich damals verzweifelt versuchte, irgendwelche Stützungen zwischen dem Bereich von 286 Punkten und 180 Punkten auszumachen, aber ich konnte nichts finden, nicht einmal technische Stützungen.

Also: Diese Art von Muster ist bei unserem Modell extrem selten. Es ist etwas, das sich der menschlichen Interpretation entzieht. Es ist ein physikalisches Model, das über eine außerordentlich hohe Zuverlässigkeit verfügt. Allein schon die Tatsache, dass wir solch eine perfekte Konstellation auf Monatsbasis haben, ist eine unheilvolle Warnung für das, was passieren wird, sollte der Euro unterhalb der Marke von USD 1,0765 aus dem Monatshandel gehen. Die Tatsache, dass diese Zahlen computergeneriert sind, ist extrem wichtig. Es wird über die künftige Entwicklung entscheiden.

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