23 Warnsignale, dass wir für 2011 auf dem Weg in eine globale Depression sind

The Economic Collapse, 28.05.2010

Könnte es sein, dass sich die Welt für 2011 auf dem Weg in eine Depression befindet? So unvorstellbar wie das für viele Menschen auch sein mag, die Wahrheit ist, dass Top-Ökonomen und Regierungsbehörden auf der ganzen Welt sagen, die wirtschaftlichen Warnzeichen dafür wären da und man müsste damit beginnen diesen Aufmerksamkeit zu schenken. Die zwei Hautzutaten für eine Depression sind Schulden und Angst – und in Wirklichkeit finden wir heute in der Finanzwelt beides reichlich vor. Als Reaktion auf die Finanzkrise der Jahre 2007 und 2008 gaben die Regierungen auf der ganzen Welt zuvor noch nie dagewesene Geldmengen aus und machten Unmengen an Schulden. All diese Ausgaben halfen dabei das weltweite Bankensystem zu retten, aber jetzt, wo eine zunehmende Zahl an Regierungen auf der ganzen Welt selbst gerettet werden müssen, stellt sich die Frage, wie es weitergeht.

Wir sahen bereits die sich entwickelnde Angst, als ein kleines Land wie Griechenland lediglich darüber nachdachte die Erklärung des Staatsbankrotts in Erwägung zu ziehen. Wenn es offensichtlich wird, dass nur noch wenige Länder auf der Welt in der Lage sind ihre aktuellen Schuldenlasten zu tragen, welche Art von Schockwelle wird dann durch die Finanzmärkte ziehen?

In Wirklichkeit sehen wir uns der größten Staatsschuldenkrise der jüngeren Geschichte gegenüber. Es gibt keine Möglichkeit diesem finanziellen Schlamassel zu entrinnen, welche nicht auch ein bedeutendes Maß an wirtschaftlichen Verwerfungen mit sich brächte.

Wenn man Berge neuer Schulden einer lähmenden Angst vor strengen Austeritätsmaßnahmen hinzufügt, was bekommt man dann? Was man bekommt, ist ein Deflationsdruck und Finanzmärkte, die einen Infarkt bekommen. Einige der Top-Finanzexperten der Welt warnen uns davor, dass genau dies im Verlauf des Jahres 2010 bis in das Jahr 2011 hinein eintreten wird, außer es werden bedeutende Schritte eingeleitet um dies zu verhindern.

Natürlich könnten die Regierungen rund um die Welt versuchen diese Wirtschaftprobleme für eine Weile auszuschalten, indem sie sogar noch mehr Gelder drucken und leihen würden – aber spätestens jetzt sollten eigentlich Alle wissen, dass dies die Probleme dadurch langfristig nur noch weiter verschärft werden. Bis auf Weiteres scheint es so, als hätten sich die meisten Regierungen für die Austeritätsmaßnahmen entschieden, die der Internationale Währungsfonds jedem mit aller Entschlossenheit aufzwingen möchte. Was wird diese Austerität für die Weltwirtschaft bedeuten? Denken Sie einfach an ein umgekehrtes „Konjunkturpaket“. Ja genau, die Dinge werden richtig schön in Unordnung geraten.

Es sieht so aus, als würde es im Jahre 2011 und darüber hinaus eine riesige Menge an wirtschaftlichen Ängsten und wirtschaftlichen Verwerfungen geben. Sind wir für 2011 also auf dem Weg in eine Depression?

Schauen wir uns einfach an, was die Top-Finanzexperten und Regierungsgrößen aus der ganzen Welt dazu zu sagen haben:

1. Der Ökonom Nouriel Roubini:

„Wir befinden uns immer noch inmitten dieser Krise und es liegen noch mehr Schwierigkeiten vor uns, selbst dann, wenn es eine Erholung gibt. Während der Großen Depression nahm die Wirtschaft in den Jahren 1929 bis 1933 ab, es gab den Beginn einer Erholung, aber es folgte eine zweite Rezession von 1937 bis 1939. Wenn man nicht die Themen angeht, riskiert man in eine Rezession mit zwei Talsohlen zu gelangen, wobei die zweite mindestens solange dauert wie die erste.“

2. Der Gouverneur der Bank of England, Mervyn King:

„Sich mit der Bankenkrise zu beschäftigen war schwer genug, aber wenigstens verfügte man über die Bilanzen des öffentlichen Bereichs, wo man die Probleme hinschieben konnte. Wenn man erst einmal bei den Staatsschulden angelangt ist, dann gibt es keine Antwort, kein Auffangnetz mehr.“

3. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel:

„Die gegenwärtige Krise, welcher sich der Euro entgegensieht, ist der größte Test für Europa seit Jahrzehnten, ja sogar seit Unterzeichnung der Römischen Verträge im Jahre 1957.“

4. Paul Donovan, leitender Ökonom bei UBS:

„Die Menschen fragen sich jetzt, ob der Euro in drei Jahren überhaupt noch existieren wird.“

5. Michael Pento, Chefökonom bei Delta Global Advisors:

“Die Krise in Griechenland wird auf Spanien übergreifen und es wird sehr schwierig werden das in den Griff zu bekommen. Sie retten die Schulden mit noch mehr Schulden und das ist nicht nachhaltig. Es ist ein fantastisches Szenario für Gold.“

6. LEAP/E2020:

„LEAP/E2020 geht davon aus, dass die weltweite systemische Krise von Frühling 2010 an einen neuen Wendepunkt erfahren wird. In der Tat ist es so, dass die öffentlichen Finanzen der großen westlichen Länder zu diesem Zeitpunkt nicht mehr handhabbar sein werden, da gleichzeitig deutlich werden wird, dass aufgrund des Scheiterns der verschiedenen Konjunkturmaßnahmen im Jahre 2009 weitere neue Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft notwendig werden und der Umfang der Haushaltsdefizite jegliche neuen Ausgaben von bedeutender Natur von vornherein ausschließt.“

7. Der Kolumnist Edmund Conway von der britischen Zeitung Telegraph:

„Was für einen Maßstab man auch immer anlegen möchte – die Bewegung der Aktienpreise, die Rate mit denen sich Banken untereinander Geld leihen, Anzeichen der Marktvolatilität – wir befinden uns jetzt in einer ähnlichen Situation wie 2008.“

8. Peter Morici, Wirtschaftsprofessor an der University of Maryland:

„Der nächste Finanztsunami entsteht gerade und wird Amerika erschüttern.“

9. Bob Chapman vom International Forecaster:

“Die zarten Pflänzchen der Erholung haben sich nun in Giftpflanzen verwandelt. Der Abgrund wurde erneut mit weiteren Schulden und noch mehr Fiat-Geldern aufgefüllt. Mit diesen Maßnahmen haben die FED und die EZB all ihre Glaubwürdigkeit eingebüßt.“

10. Der Kolumnist Ambrose Evans-Pritchard von der britischen Zeitung Telegraph:

„Die M3 Geldversorgung in den Vereinigten Staaten geht aktuell mit sich beschleunigender Rate zurück und entspricht jetzt dem durchschnittlichen Rückgang der Jahre von 1929 bis 1933 und das trotz der Zinssätze, die fast an der 0% Marke liegen und dem größten fiskalischen Blitzschlag der Geschichte.“

11. Tim Congdon, der Gründer von International Monetary Research:

“Den [jetzigen] Einbruch [der Geldmenge] M3 hat es seit der Großen Depression nicht mehr gegeben. Der vorherrschende Grund dafür ist, dass die Regulierer auf der ganzen Welt Druck auf die Banken machen die Rate ihrer Kapitaleinlagen zu erhöhen und ihre Risikoanlagen zu verringern. Darum erholt sich die USA auch nicht richtig.“

12. Die Reuters-Kolumnistin Iliana Jonas:

„Die Rate der Insolvenzen bei von Banken gehaltenen gewerblichen Hypotheken stieg im ersten Quartal auf das höchste Niveau seit wenigstens 1992 und man geht davon aus, dass dies bis Jahresende noch übertroffen wird und in 2011 den Höhepunkt erreicht, so eine Studie von Real Capital Analytics.“

13. Paul Krugman, Ökonom und Nobelpreisgewinner:

„Es ist nicht schwer eine Deflation im Stile Japans heraufziehen zu sehen, wenn die Wirtschaft weiter schwach bleibt.“

14. Stan Humphries, Chefökonom von Zillow.com:

„Jeder, der von einer Erholung des Häusermarkts ausgeht…wird heftig enttäuscht werden.“

15. Fox News:

„Während die Schuldenuhr des Landes in den Nachtstunden die entwürdigende USD 13 Billionen Marke überschritt, macht der Kongress Druck auf die Verabschiedung einer Reihe ergänzender Ausgabengesetze.“

16. Bloomberg:

„Das AAA-Anleiherating der US-Regierung wird in der Zukunft unter Druck geraten, außer es werden zusätzliche Maßnahmen ergriffen um die geplanten Rekordhaushaltsdefizite abzusenken, so Moody´s Investors Service Inc.“

17. Peter Schiff:

„Wenn die Kreditoren schlussendlich damit anfangen sich zu entscheiden die Kredite an Amerika zurückzufahren, werden die US-Zinsen schließlich ansteigen und wir werden vor noch schwierigeren Entscheidungen stehen, als die, denen sich jetzt Griechenland gegenübersieht. Angesichts der kurzen Laufzeiten unserer Staatsschulden würde ein Anstieg der Zinssätze für kurzfristige Kredite entweder zur Insolvenz oder drastischer Austerität führen. Wenn wir uns für keines von beiden entscheiden und stattdessen Geld drucken, wird es zu einer galoppierenden Inflation kommen, dem dann eine noch größere Austerität folgen wird, als jene, für deren Einführung unseren Führern der Mut fehlte. Diejenigen, die der Meinung sind, dass die Zinssätze niemals steigen werden, solange die FED hier vorsorgende Maßnahmen ergreift oder dass die Inflation nicht angefeuert wird, solange die Arbeitslosigkeit hoch bleibt, sind genau närrisch wie die Menschen, die uns versicherten, der Hypothekenmarkt sei robust, da die landesweiten Immobilienpreise niemals sinken könnten.“

18. The National League of Cities:

„Die Rückgänge der städtischen Haushaltsbudgets werden in den nächsten zwei Jahren noch gravierender sein, da die Steuereinnahmen von der wirtschaftlichen Situation eingeholt werden. Dies wird unweigerlich zu einer neuen Welle von Entlassungen, Einsparungen bei Dienstleistungen und der Beendigung von Projekten und Verträgen führen.“

19. Der Geschäftsführer der American Association of School Administrations, Dan Domenech:

„Angesichts der anhaltenden Budgeteinschränkungen sind die Schuldirektoren im ganzen Land gezwungen über Entlassungen beispiellosen Umfangs nachzudenken, welche negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Erholung hätten und der öffentlichen Bildung einen verheerenden Schlag versetzen würden.“

20. Mike Whitney:

„Ohne einen weiteren Auftrieb durch Konjunkturmaßnahmen wird die Wirtschaft irgendwann bis Ende 2010 wieder in die Rezession zurückfallen.“

21. Kevin Giddis, Geschäftsführer bei Morgan Keegan:

„Es gibt die großen Investoren, die gerade massive Wetten darauf abschließen, dass wir mindestens eine Rezession, wenn nicht sogar eine Depression erleben werden, die Jahre anhalten könnte.“

22. Dr. John P. Hussman:

„Meiner Einschätzung nach gibt es immer noch eine 80 Prozentige Wahrscheinlichkeit (Bayes-Regel), dass während des kommenden Jahres ein zweiter Markteinbruch und wirtschaftlicher Rückgang eintreten wird. Das ist nicht sicher, aber die Anzeichen, die wir beim Aktienmarkt, Arbeitsmarkt und an den Kreditmärkten bis zum heutigen Tage beobachten konnten, stehen ganz einfach im Einklang mit der Annahme, dass die jüngsten Verbesserungen Teil eines stärker in die Länge gezogenen und schmerzhaften Entschuldungszyklus sind.“

23. Richard Russel, der berühmte Autor der Dow Theory Rundschreiben:

„Tun Sie Ihren Freunden einen Gefallen. Sagen Sie ihnen ´macht die Schotten dicht`, weil ein HEFTIGER STURM heraufzieht. Sagen Sie ihnen, sie sollen aus den Schulden raus und alles abstoßen, was sie verkaufen können (und nicht brauchen) um flüssig zu werden. Sagen Sie ihnen Richard Russell sagt, dass sie das Land bis Ende des Jahres nicht wiedererkennen werden. Sie werden entgegen: ´Wie zum Teufel will Russell das wissen – wer hat ihm das gesagt?“ Sagen Sie ihnen, dass der Aktienmarkt es ihm gesagt hat.“

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