Große Proteste und umfassende Medienberichterstattung: Bilderberg-Agenda rückt in den Fokus der Öffentlichkeit

Fotografen werden von spanischen Polizisten belästigt, verfolgt und festgehalten

Steve Watson, Prisonplanet.com, 04.06.2010

Große Proteste und eine weitreichende Medienberichterstattung des diesjährigen Bilderberg-Treffens in Spanien deuten darauf hin, dass die Welt endlich auf die geheime Agenda dieser elitären Gruppe aufmerksam wird.

Zu der heute beginnenden Konferenz fanden sich vor dem Hotel Dolce in der malerischen Stadt Sitges hunderte von Demonstranten mit Plakaten und Kameras ein. Die Polizei hat damit zu kämpfen den skandierenden und mit Megaphonen bewaffneten Demonstranten Einhalt zu gebieten, während die Delegierten der Konferenz eintrafen, zu denen auch Dominique Strauss-Kahn vom Internationalen Währungsfonds und der Microsoft-Gründer Bill Gates gehören.

Hier finden Sie eine Reihe von Videos, welche die Demonstranten schnell auf YouTube hochgeladen haben.

Es scheint so, dass einige Demonstranten bewusst auf die Polizisten einwirkten und versuchten ihnen die Botschaft zu vermitteln, dass sie von der elitären Agenda des Treffens ebenso bedroht sind wie jeder andere auch. Berichte legen jedoch auch nahe, dass die Polizei Fotografen und Journalisten belästigte und sogar festnahm.

Der Reporter der Londoner Zeitung Guardian, Charlie Skelton, lieferte auf seiner unechten PR-Internetseite der Bilderberger, Trilever.com, ein paar Details zu dem, was sich vor Ort abspielt:

„Fotografen werden belästigt, sie werden in den Bergen um das Hotel Dolce in Sitges von Hubschraubern und Motorrädern der Polizei verfolgt.

Polizisten auf Motorrädern beschlagnahmten die Rucksäcke von zwei Fotografen in den Bergen, deren Position durch Hubschrauber übermittelt wurde. Zwei weitere Fotografen wurden stundenlang festgehalten. Einer weiteren Person wurde erklärt, sie solle die Bilder löschen oder würde für 32 Stunden festgehalten.

Über 300 Polizisten sind auf Kosten der spanischen Steuerzahler abgestellt worden.

Auslegerboote des Militärs bewachen das Meer vor der Stadt Sitges. Es sind Hubschrauber in der Luft und der Luftraum wurde geschlossen, was die örtlichen Drachenflieger vom Himmel zwang.“

In seinem jüngsten Blogeintrag erklärte Skelton, dass mehr Filmteams und Medienmitarbeiter als jemals zuvor anwesend sind.

„Wir hatten hier Filmteams vom spanischen Fernsehen und spanische Zeitungen da, örtliche wie auch nationale (Javier von El Mundo sitzt gerade mit der Kamera auf einem Baum). Französische Journalisten, portugiesische Dokumentarfilmer und al-Jazeera haben die Geschichte aufgegriffen. Russia Today hat ein Filmteam vor Ort.“

YouTube wird gerade mit spanischen Nachrichtenbeiträgen über das Treffen geflutet, was darauf hindeutet, dass die Fernsehnetzwerke der Berichterstattung über das Ereignis eine Menge Zeit einräumen.

In spanischen Zeitungen gibt es bereits hunderte von Artikeln über das Treffen der Bilderberger, die britischen Zeitungen London Times, London Independent und die deutsche Nachrichtenagentur DPA haben ebenfalls darüber berichtet.

Die Zahl der Demonstranten und Nachrichtenmeldungen überflügeln die vorangegangenen Bilderberg-Veranstaltungen bei Weitem, was darauf hindeutet, dass der einst undurchdringliche Schleier der Geheimhaltung der Gruppe endgültig dahinschwindet.

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