Der Silbergehalt bei den 10-Eurosondermünzen wird bald reduziert!

Gerhard Spannbauer, Krisenvorsorge.com, 22.07.2010

Laut unseren Informationen gibt es bereits einen konkreten Beschluss des Bundesfinanzministeriums, dass der Silbergehalt der 10-Euro-Sondermünzen spätestens zur Jahreswende reduziert wird, wenn der Silberpreis bis dahin stabil bleibt.

Sollte der Silberpreis jedoch in den nächsten Monaten weiter steigen, wäre die Ausgabe der 10-Euromünzen für die Bundesrepublik ein Minusgeschäft und somit könnte die Reduzierung des Silbergehalts schon früher erfolgen.

Die Süddeutsche Zeitung zitierte am 18.07.2010 in ihrem Artikel mit dem Titel „Der Silberzehner ist bald weniger wertvoll“ eine Sprecherin des Bundesministeriums der Finanzen wie folgt:

„Das Herausgeben der Münzen bei einem hohen Silberpreis ist schon aus haushaltsrechtlichen Gründen nicht möglich. Deshalb prüft das Ministerium derzeit verschiedene Handlungsoptionen, auch die Möglichkeit einer Reduzierung des Silbergehaltes.“

– Aber wie gesagt, wir wissen aus zuverlässiger Quelle, dass diese Reduzierung schon beschlossen ist.

Dies könnte eine geringere Legierung sein, also bspw. nur 625er Silber statt bisher 925er. Oder die künftigen Münzen werden dünner, leichter oder der Durchmesser wird kleiner. Die 10-Euromünze wiegt derzeit knapp 18 g und enthält somit ca. 16 g Feinsilber.

Bereits bei früheren Gedenkmünzen wurde der Silbergehalt reduziert

Auch schon in der Vergangenheit wurde der Silbergehalt dieser Gedenkmünzen reduziert, wenn der Silberpreis anstieg. Viele Münzen bestanden nur aus 625-Silber; zwischen 1980 und 1986 wurde sogar eine reine Kupfer-Nickel-Legierung (Magnimat®) als Fünf-DM-Gedenkmünze verkauft.

Magnimat® ist keine Legierung im klassischen Sinne, sondern ein spezieller Werkstoff mit drei unterschiedlichen Metallschichten, der von einer heutigen Tochtergesellschaft der ThyssenKrupp AG in den sechziger Jahren für die Münzproduktion entwickelt wurde.

Eine Ausgabe wurde sogar wieder eingezogen

Sollte der Silberpreis plötzlich deutlich anziehen – was in der jetzigen Krisenzeit jederzeit möglich ist – kann die Bundesbank Ausgabetermine sogar gänzlich streichen, wie es in der Vergangenheit bereits der Fall war. Im Jahre 1979, als der Silberpreis unter anderem durch die Spekulation der Hunt-Brüder auf 50 US-Dollar pro Unze anstieg, wurden bereits geprägte Münzen nicht herausgegeben. Ich zitiere hierzu den Spiegel (Ausgabe 44/1979):

„Zwei Tage vor dem vorgesehenen Ausgabetermin, am Montag vergangener Woche, hatte das Bundesfinanzministerium beschlossen, die neue Silber-Gedenkmünze nicht auszuliefern. Die Fünfmarkstücke zu Ehren des Atomforschers Otto Hahn bleiben vorerst in den Filialen der Deutschen Bundesbank liegen.

Die Bonner konnten wohl nicht anders. Denn die neue Münze ist – wegen der Preisexplosion am Silbermarkt – längst mehr wert als fünf Mark. Sie zum Nennwert abzugeben, hieße Geld verschenken“.

Diese 5-DM-Münze wurde dann ebenfalls statt in 925 Sterlingsilber in der wesentlich preiswerteren Magnimat®-Version herausgegeben.

Die 10-Euromünzen sind ideal für die Krisenvorsorge

Diese 10-Euro-Silbermünzen gehören aus mehreren Gründen zur Krisenvorsorge. Folgende Argumente sprechen dafür:

Allerdings werden diese Münzen bereits in wenigen Monaten weniger Silber enthalten

Besorgen Sie sich die Silbermünzen noch, solange sie den hohen Silbergehalt von 925 aufweisen. Aufgrund der mittlerweile sehr hohen Nachfrage bekommt man sie bei Banken und Sparkassen meist nur in sehr in geringer Anzahl. Größere Mengen sind ohne erhöhten Aufwand oder einem Aufpreis kaum zu bekommen. Jedoch schmerzt dieser Aufschlag von zwei bis drei Euro Aufschlag beim jetzigen und zu erwartenden Silberpreis nicht sehr.

Herr Spannbauer betreibt die Seite Gerhard Spannbauer, Krisenvorsorge.com, 03.02.2011 und weist auf eine umfassende Krisenvorsorge hin, die auf fünf Säulen basiert: 1. Sicherung der Einkommensquelle(n) 2. Schutz der Ersparnisse 3. Persönliche Vorräte, 4. Maßnahmen für die eigene Sicherheit und 5. Verbesserung der persönlichen Fähigkeiten.

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