Drogenkrieg eskaliert weiter: Mexikanische Drogenmafia besetzt zwei Viehfarmen in Texas

Kurt Nimmo, Infowars.com, 24.07.2010

Die Vereinigten Staaten befinden sich gerade unter dem Angriff von Drogenterroristen des gescheiterten mexikanischen Staates, während Obama und die Bundesregierung dabei zusehen.

Im Juni zwang die mexikanische Drogenmafia zur Schließung des Schutzgebietes „Buenos Aires National Wildlife Refuge“ im US-Bundesstaat Arizona. Die Behörden Arizonas räumten ein, dass die Kriminellen dort einen Schmuggelkorridor für Drogen- und Menschenhandel kontrollieren, der von der Grenze aus in die Metropole Phoenix verläuft. Der Scheriff der Gemeinde Pinal, Paul Babeu, erklärte im Juni, dass die mexikanische Drogenmafia mittlerweile drei Gemeinden in seinem Bundesstaat unter Kontrolle hat.

Jetzt wiederholen die Drogenschmuggler dasselbe in Texas. Am Samstag berichtete die Internetzeitung Cypress Times aus der texanischen Stadt Cypress, dass das mörderische Drogenkartell „Los Zetas“ die Grenze zu den Vereinigten Staaten überquert hat und im texanischen Laredo mindestens zwei Viehfarmen unter Kontrolle bringen konnte. Die Besitzer der Farmen wurden evakuiert und sind nicht verletzt worden.

„Ich kann persönlich dafür bürgen, dass diese Informationen letzte Nacht direkt von einer vertrauenswürdigen Quelle innerhalb der Polizeibehörde von Laredo hereinkamen.“ erklärte Jeff Schwilk, Gründer der Gruppe San Diego Minutemen, gegenüber der Internetzeitung und führte weiter aus: „Gegenwertig stehen sich auf zwei Viehfarmen auf unserer Seite des Rio Grande eine unbekannte Anzahl von Zetas mit US-Grenzbeamten sowie örtlichen Strafverfolgern gegenüber.“

Kimberly Dvorak, Autor für den Albuquerque Examiner, berichtet, dass zwei Quellen innerhalb der Polizeibehörde von Laredo den Vorfall bestätigten. „Wir betrachten das als Kriegshandlung.“ so ein Polizeibeamter vor Ort. Bis zum jetzigen Zeitpunkt schweigen sich die Medien über diesen Vorfall aus und die Quellen innerhalb der Polizeibehörde von Laredo sprachen nur unter Zusage der Wahrung ihrer Anonymität.

Am Samstag kontaktierte der Blog DBKP die Polizei von Laredo: „Wir wurden angewiesen nichts dazu zu sagen. Der Sheriff der Gemeinde Webb hat hier die Verantwortung und sie empfehlen hierzu ebenfalls nichts zu bestätigen.“ so ein Pressesprecher gegenüber dem Blog.

Am 30.05.2008 berichtete Dallas Morning News, dass die mexikanischen Drogenkartelle an mindestens sechs unterschiedlichen Orten im Norden der mexikanischen Bundesstaaten Tamaulipas und Nuevo León militärische Trainingslager betreiben. Diese befinden sich gerade einmal wenige Kilometer von der texanischen Grenze entfernt. Die entsprechenden Informationen entstammen schriftlicher Zeugenaussagen gegenüber US-amerikanischen und mexikanischen Behörden. Die 5 Zeugen wurden selbst in den Lagern trainiert und befinden sich in Zeugenschutzprogrammen.

Unter Wahrung der Anonymität erklärte ein leitender US-amerikanischer Beamter der Drogenbekämpf gegenüber der Zeitung:

„Die Drogenhändler unternehmen große Anstrengungen um sich für einen Kampf vorzubereiten. Teil dieser Vorbereitung sind Schießstände und Kampfübungsplätze…Und das ist keineswegs etwas, was wir bereits früher beobachten konnten.“

In Tamaulipas trainieren die Zetas gemeinsam mit anderen Söldnern wie den Kaibiles aus Guatemala, so die Beamten.

Im Mai erklärte Obama, er würde auf die Grenzverstöße reagieren:

In einem Rundschreiben warnte das US-Justizministerium die örtliche Polizei in Kalifornien vor der Gewalt der Zetas entlang der Grenze:

„Die Gewalt wird von der mexikanischen Grenze in die Vereinigten Staaten vordringen und die Strafverfolgungsbehörden in Texas, Arizona und dem südlichen Kalifornien können in den nächsten Monaten damit rechnen auf Los Zetas zu treffen.“

Das US-Justizministerium und die US-Heimatschutzbehörde (DHS) betrachten die mexikanischen Drogenkartelle nun als größte Bedrohung Organisierten Verbrechens für die USA.

Die Los Zetas wurden von einer desertierten Eliteeinheit aus Profikillern der mexikanischen Armee gegründet und sind jetzt fester Bestandteil eines Netzes ehemaliger Bundesbeamter und korrupter örtlicher Polizeibeamter. Zu Beginn wurden die Zetas vom mexikanischen Golfkartell als Söldner angeheuert, seit Februar dieses Jahres agieren sie jedoch unabhängig und bekämpfen ihre ehemaligen Partner nun als Feinde.

In den ersten elf Monaten des Jahres 2008 waren Los Zetas Killer direkt für den Tot von 5.300 Menschen verantwortlich, zu denen auch Soldaten, ihre eigenen Leute, Zivilisten, Journalisten und rivalisierende Drogenschmuggler zählten.

2006 erklärte der mexikanische Präsident Felipe Calderon den Drogenkartellen angeblich den Krieg. Seit Calderons Erklärung sind in Mexiko im Zusammenhang mit Drogengewalt über 25.000 Menschen ums Leben gekommen. Alleine im Juni dieses Jahres kamen in Mexiko hunderte von Menschen aufgrund mit Drogen in Zusammenhang stehender Gewalt ums Leben.

Vergangene Woche merkte CBS News an, die mexikanische Drogenmafia habe jetzt „Al-Qaeda“-Taktiken übernommen, nachdem gegenüber der texanischen Stadt El-Paso eine Autobombe explodierte bei der in Ciudad Juárez zwei mexikanische Bundesbeamte und ein Musiker ums Leben kamen und 11 weitere Menschen, darunter auch Passanten, verletzt wurden. Ende Juni wurde auch das Rathaus von El-Paso angeschossen, als Drogenterroristen auf der anderen Seite der Grenze in Juárez einen tödlichen Anschlag verübten.

Obama verkündete im Mai dieses Jahres, dass er 1.200 Soldaten an die Grenze entsenden würde um gegen die Gewalt des Schmuggel- und Drogenkartells vorzugehen. Kritiker nannten es eine politische Show im Vorfeld der Kongresswahlen im November und eine Reaktion auf das jüngst in Arizona verabschiedete Einwanderungsgesetz.

Dieses Video vermittelt einen kleinen Eindruck von den Zuständen an der amerikanisch-mexikanischen Grenze:

Die Stationierung von 250 Soldaten in Texas wird seitens der Republikaner als Affront aufgefasst. „Die Truppen der Nationalgarde sind keine entsprechende oder langfristige Lösung – sie sind nur eine Notlösung.“ so eine Sprecherin des demokratischen Gouverneursanwärters Bill White gegenüber der Zeitung Star-Telegram. „Vielleicht sollte Texas die Bundesregierung verklagen, weil sie ihre Arbeit nicht tut.“ fügte der republikanische Kongressabgebordnete für Lewisville, Michael Burgess, hinzu.

Jon Kyl, US-Senator aus Arizona, erklärte im Juni, dass Obama es ablehnt die Grenze zu sichern, bis der Kongress den sogenannten Einwanderungs-Gesetzentwurf verabschiedet hat. „Das Problem ist, sagte er [Obama], dass wenn wir die Grenze sichern, dann werden sie alle überhaupt keinen Grund mehr dafür haben die umfassende Einwanderungsreform zu unterstützten.“ so Kyle auf einem von Tea Party Mitgliedern in Arizona organisierten Treffen.

Im Juni gestanden die Bankster ein die mexikanische Drogenmafia zu finanzieren. Wachovia und Bank of Amerika hatten für die mexikanischen Drogenschmuggler Gelder bewegt.

Bloomberg berichtete dazu: „Das Eingeständnis kam in eine Vereinbarung, die im März zwischen der in Charlotte in North-Carolina ansässigen Wachovia und Bundestaatsanwälten erzielt wurde und Licht auf die größtenteils undokumentierte Rolle von US-Banken bezüglich ihres Beitrags am gewalttätigen Drogenhandel wirft, der Mexiko seit den vergangenen vier Jahren erschüttert.“

Der diesen Fall bearbeitende Bundesstaatsanwalt Jeffrey Sloman erklärte dazu: „Mit Wachovias unverfrorener Verachtung unserer Bankengesetze gaben sie den internationalen Kokainkartellen praktisch einen Blankoscheck um ihre Operationen zu finanzieren.“

Hier noch ein Video der American Border Patrol, einer US-amerikanischen Privatorganisation die sich im Gegensatz zur US-Regierung die Mühe macht aufzuzeigen, wie leicht die Drogen- und Menschenschmuggler über die amerikanisch-mexikanische Grenze gelangen:

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