Größte Depression: US-Bürger campen jetzt in Massen ohne Strom und Wasser in ihren Häusern

Infowars.com, 27.07.2010

Ich konnte keine Statistiken dazu finden, in welchem Umfang die Versorger ihre Dienste in meiner Gegend einstellten, aber mir war klar, dass wir immer mehr davon sehen würden.

Überall werden Häuser leer. Die Menschen sagen nicht Adieu, hinterlassen keine Telefonnummer, sie verschwinden einfach. Mit ihrem Verschwinden kommt ein weiteres leeres Haus in unserer Straße hinzu. Dass Familien nun jedoch damit anfangen ohne Wasser- und Stromversorgung in ihren Häusern zu leben, ist ein neuer Anblick für mich. Kürzlich sprach ich mit einer Vertreterin des Stromversorgers Southern California Edison, die während ihres ganzen Arbeitstages nichts anderes macht als Kontakt zu Anwohnern zu suchen, deren Strom aufgrund von ausstehenden Zahlungen abgeschaltet wurde. Sie setzt einen Vermittler ein und man arbeitet dann an reduzierten Zahlungen. Ich finde es unglaublich, dass es in Kalifornien nun hingenommen wird einfach in seinem Haus zu zelten.

Die Menschen verlieren ihre Häuser, ihre Autos und ihre Würde. Wie werden sie sich die Kleidung für ihre Kinder und den Schulbedarf für das nächste Jahr leisten können? Wie soll man davon ausgehen, dass die Familien für all diese zusätzlichen Kosten aufkommen werden, wo sich die Wirtschaft in diesem Zustand befindet? Das frage ich mich jeden Tag.

Anträge auf Zahlungsbeihilfen für Wasser- und Stromrechnungen explodieren

„Lichtschalter, Backöfen und Wasserhähne sind nicht die typischen Maßstäbe an denen man gewöhnlich die Gesundheit der Wirtschaft abliest, aber die kalifornische Wohlfahrtsorganisation ´Pikes Peak United Ways´ erzählt eine Geschichte über Menschen, die fortwährend damit zu kämpfen haben in diesem schwachen wirtschaftlichen Umfeld für ihre Rechnungen aufzukommen.

Laut einem am Montag veröffentlichten Bericht der 2-1-1-Informations- und Kontakthotline sind die Anfragen um Unterstützung bei der Bezahlung der Versorger für das am 30.06.2010 geendete Fiskaljahr um 20% hochgeschnellt und überflügeln die Anfragen um Nahrungsmittelhilfe und Mietunterstützung.

´Das ist mit Abstand der größte Anstieg, wenn wir uns die Jahresdaten ansehen.` so die Managerin des 2-1-1-Centers Jessica Johnson-Simmons. ´Ich würde meinen, dies hat etwas mit den jüngsten Anstiegen der Versorgungspreise zu tun, die wirksam wurden, aber es ist auch so, dass die Kunden mit der Bezahlung ihrer Rechnung einfach überfordert sind. Diese laufen Monat für Monat weiter auf.`“

NJ.com berichtet aus New Jersey über dieses neue Phänomen der Größten Depression, das sich von der Ost- bishin zur Westküste erstreckt:

„´Ich fühle mich schrecklich; Ich weiß meine Kinder müssen sich schrecklich fühlen.` so Maria Schultheis, die mit ihrem Mann und ihren zwei Zwillingen, beide Jungs im Teenager-Alter, zusammen in dem Haus lebt. ´Ich fühle mich gedemütigt, weil ich nie so leben musste`“

„Die städtischen Wasserwerke haben die Wasserversorgung von Familie Schultheis vor einem Monat abgeschaltet, nachdem sie einen Zahlungsrückstand von USD 1.700 erreichten. John Schultheis – ein seit drei Jahren arbeitsloser Computerprogrammierer – schaute ungläubig dabei zu, wie die städtischen Arbeiter das Wasserventil nahe des Bordsteins ihres einstöckigen Hauses mit drei Schlafzimmern in einer Mittelklasse-Nachbarschaft am See Hiawatha in der Gegend von Parsippany abdrehten.“

Die Versorgungsbetriebe von New Jersey gehen davon aus, dass in Zukunft immer mehr Menschen die Rechnung nicht mehr bezahlen können und eine anwachsende Zahl von ihnen in den kommenden Monaten vom Netz genommen wird.

Der Artikel berichtet darüber, wie eine „Flut von Notfinanzierungen“ der Bundesregierung und des Bundesstaates dafür sorgten, dass die Lichter die letzten Monate an blieben und das Wasser nicht abgestellt wurde. Der Bundesstaat von New Jersey hatte sogar ein Moratorium erlassen, mit dem es den Versorgern verboten wurde die Dienste über die Wintermonate einzustellen.

Der größte Versorger von New Jersey, PSE&G, teilte mit, dass die Zahl der Abschaltungen von Wasser und Strom im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10% explodiert ist. Laut Angaben der Firma seien darunter zahlreiche Haushalte, die in der Vergangenheit nie Zahlungsschwierigkeiten hatten.

Weitere Artikel zu diesem Thema