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Das US-Handelsdefizit ist ein Albtraum

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The Economic Collapse, 15.08.2010

Wenn sie das Wort Defizit hören, denken die meisten Amerikaner umgehend an das Haushaltsdefizit der US-Regierung, das gegenwärtig völlig außer Kontrolle gerät und sich rasch in die Höhe schraubt. Aber es ist nicht das einzige Defizit, das die US-Wirtschaft gerade in Stücke zerreißt, vielmehr sprechen viele Ökonomen oftmals auch von den „Zwillingsdefiziten“, die das US-Finanzsystem zerstören.

Worum handelt es sich also bei diesem „anderen Defizit“, auf das hier Bezug genommen wird? Es ist das Handelsdefizit. Jeden Monat kaufen wir viel mehr Dinge vom Rest der Welt, als von uns gekauft werden. Das bedeutet, dass wir jeden Monat einen massiven Vermögensabfluss aus den Vereinigten Staaten zu verzeichnen haben. Amerika wird so jeden Tag ein klein wenig Ärmer, während die Amerikaner weiterhin losstürmen und ihre Einkaufswagen mit billigen Plastikmüll aus China und dutzenden anderen aufstrebenden Wirtschaftsländen vollpacken.

Es ist ja nicht so, dass Handel eine schlechte Sache wäre, Handel kann sogar etwas sehr gutes sein. Die seit Jahren anhaltenden gigantischen Ungleichgewichte im US-Handel haben uns jedoch völlig ausgetrocknet. Unglücklicherweise stehen unsere Politiker nur untätig daneben und schauen dabei zu, wie wir weiterhin jeden Monaten riesige Vermögensbeträge ins Ausland transferieren.

Das US-Handelsministerium gab kürzlich bekannt, dass das Handelsdefizit im Juni dieses Jahres um 18,8% auf USD 49,9 Milliarden angestiegen ist. Die meisten Analysten hatten mit einer Zahl irgendwo zwischen 41 und 43 Milliarden gerechnet.

Im Juni stiegen die Importe auf rund USD 200 Milliarden an, während die Exporte auf rund USD 150 Milliarden fielen. Können wir es uns leisten, jeden Monat USD 50 Milliarden zu verlieren? Natürlich nicht.

Einst waren wir als Nation so vermögend, dass wir uns dies für eine Weile leisten konnten, sollten wir dies jedoch noch eine Weile so fortsetzen, wird uns die restliche Welt vollständig ausgesaugt haben.

Wie gefährlich ein Handelsdefizit tatsächlich ist, erklärte der weltberühmte Investor Warren Buffet einmal so:

„Das US-Handelsdefizit ist eine größere Bedrohung für die inländische Wirtschaft als das Haushaltsdefizit der Bundesregierung oder die Verbraucherschulden und könnte zu politischen Verwerfungen führen…Aktuell schulden wir der Welt USD 3 Billionen mehr, als sie uns schuldet.“

Nur sehr wenige Amerikaner sprechen jedoch über das Handelsdefizit und es stellt sich die Frage, warum dies so ist.

Erstens hängt das damit zusammen, dass uns unser Bildungssystem uns derart verblödet hat, dass die meisten Amerikaner (im Besonderen jüngere Generationen) noch nicht einmal eine Ahnung davon haben, was ein Handelsdefizit überhaupt ist.

Zweitens sind die meisten Amerikaner derart auf Albernheiten wie die TV-Sendungen American Idol, Dancing With The Stars und Stars wie Lady Gaga sowie ihre Lieblingssportteams versessen, dass sie sich überhaupt nicht um ernsthafte Themen scheren.

Doch sie sollten besser über den Auslandshandel nachdenken, da er buchstäblich das Land zerstört. Wir haben es den herrschenden gigantischen Raubtierkonzernen erlaubt langsam aber sicher ihre Geschäftsoperationen in Länder wie China und Indien zu verlagern, wo Arbeit weniger als ein Zehntel von dem kosten, was sie hier zu bezahlen hätten. Für diesen Vorgang erhalten die Geschäftsführer dieser Raubtierkonzerne riesige „Leistungsboni“, während Millionen hart arbeitender Amerikaner der Mittelklasse auf die Straße gesetzt werden.

Es ist an der Zeit aufzuwachen. Haben Sie sich jemals gefragt, warum es aktuell so schwer ist einen vernünftigen Arbeitsplatz zu finden? Dafür gibt es einen guten Grund. Die gigantischen Raubtierkonzerne haben entschieden, dass wir eigentlich garnicht mehr benötigt werden. Es gab einmal eine Zeit, als die großartigen amerikanischen Firmen großartige amerikanische Arbeitsplätze für großartige amerikanische Arbeiter bereithielten. Die USA schufen die größte Mittelklasse in der Geschichte der Menschheit, während der Rest der Welt auf große Industriestädte wie Detroit neidisch war.

Waren Sie kürzlich in Detroit? Eine der großartigsten Städte der Vereinigten Staaten ist zu einem Dreckloch verkommen. Der Bürgermeister sagt, dass fast die Hälfte der Menschen dort arbeitslos ist. Was passierte in Detroit? Haben die gigantischen Unternehmen, die früher in Detroit produzierten, ihre Produktion eingestellt? Nein, diese Firmen stellen immer noch eine ganze Menge her, sie tun es bloß nicht mehr in Detroit.

Es ist einfach auf Detroit herumzuhacken, einer Stadt, die seit Jahrzehnten heruntergewirtschaftet wurde, aber Detroit ist bei Weitem nicht das einzige Beispiel. Überall im „Rust Belt“ (Rostgürtel, älteste Industrieregion der USA) finden sich andere Detroits. Jetzt mögen Sie vielleicht denken, dass die Menschen, die an solchen Orten leben, einfach umziehen sollten. Das könnte in der Tat ein guter Ratschlag sein, die Wahrheit ist jedoch, dass das, was in Detroit passiert, gerade überall im Land stattfindet. Es wird definitiv früh genug auch ihre Nachbarschaft erreichen. Die gigantischen Raubtierkonzerne werden auch in Zukunft so viele Arbeitsplätze ins Ausland verlagern, wie ihnen möglich ist.

Ihr Arbeitsplatz könnte der nächste sein.

Vielleicht sollten Sie damit anfangen, etwas über das Handelsdefizit in Erfahrung zu bringen. Vielleicht sollten sie damit anfagen, ihren Abgeordneten dazu ein paar Fragen zu stellen. In der nachfolgenden Statistik können Sie sich ansehen, was der „Freihandel“ und „Globalismus“ mit unserer Handelsbilanz zwischen 1991 und 2005 angestellt hat.

Zum Vergrößern anklicken.

Sind Sie beunruhigt, wenn Sie dieses Diagramm sehen? Sie sollten es sein. Die US-Wirtschaft ist am Ende und die Spitzenpolitiker beider Parteien handeln so, als ginge es sie überhaupt nichts an. Was glauben Sie, wird passieren, wenn zig Milliarden US-Dollar Monat für Monat aus den Vereinigten Staaten abfließen. Es gibt keine Garantie dafür, dass das wirtschaftliche Wohlergehen, von dem wir alle profitiert haben, für immer anhält.

Das System des Welthandels, das sich innerhalb der letzten Jahrzehnte entwickelt hat, bescherte uns gigantische Berge billigen Plastikmülls, ist jedoch kein gutes System für Amerika oder für den amerikanischen Arbeiter der Mittelklasse.

Eines Tages werden wir entsetzt zurückblicken, wie unglaublich dumm wir waren unseren Produktionsstandort, unsere Arbeitsplätze und unseren Reichtum nach China zu verschiffen. Aber das amerikanische Volk hat seine Entscheidung getroffen. Sie ließen sich von den Politikern einreden, dass das Nordamerikanisches Freihandelsabkommen (NAFTA), das Allgemeines Zoll- und Handelsabkommen (GATT) und die Welthandelsorganisation für die Amerikaner ganz wundervoll sein würden.

Sie haben nicht auf die Warnungen gehört, was schlussendlich mit ihren Arbeitsplätzen und unserer Wirtschaft passieren würde. Sie haben sich nicht die Zeit genommen, sich bezüglich des Außenhandels und der explodierenden Handelsdefizite schlau zu machen. Jetzt werden wir alle dafür den Preis zu zahlen haben.

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