10 Anzeichen, dass sich die USA gerade in ein Dritte Welt Land verwandeln

Activist Post, 16.08.2010

Egal, welchen Maßstab man auch zu Grunde legt, der Erste Welt Status der Vereinigten Staaten hängt am seidenen Faden. Eine drückende Schuldenlast, Kriege an verschiedenen Fronten, ein anwachsender Polizeistaat im Landesinnern, der Rückgang der Wirtschaftsproduktion und wilde Währungsschwankungen bedrohen die Zukunft Amerikas.

Die allgemeine Definition, was ein Dritte Welt Land ist, geht auf ein Bewertungssystem aus den 50ern zurück, wo man die Länder nach ihren unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklungsstadien kategorisierte. Seit dem Kalten Krieg ist der Begriff einen Synonym für repressive Länder, wo eine reiche Klasse herrschender Eliten die Gesellschaft in arm und reich einteilt und oftmals aus den einer Wirtschaftskrise oder einem Krieg folgenden Rahmenbedingungen Profit schlägt.

Während ein Großteil der Welt in Armut versunken ist, gelangen zahlreiche Dritte Welt Länder nun aufgrund der sinkenden Kosten für innovative Dinge, wie Computer und technische Mittel der Vernetzung, an die vorderste Front einer neuen schlanken und schlagkräftigen Wirtschaft, die auf der Idee der Befähigung der Entrechteten basiert. Im Guten wie im Schlechten findet aktuell aufgrund des Globalismus weltweit eine Nivellierung statt.

Amerika und andere zu stark fremdfinanzierte Länder sehen dieser Neugewichtung jedoch ausgerechnet zu einer Zeit entgegen, wo ihre Ressourcen dahinschwinden. Wir können darüber spekulieren, wer und was für Amerikas atemberaubenden Absturz verantwortlich ist, der Zweck dieses Artikels ist es jedoch sich auf die offenkundigen Anzeichen zu konzentrieren, die darauf hindeuten, dass die Vereinigten Staaten nun immer mehr an ein Dritte Welt Land erinnern.

1. Steigende Arbeitslosigkeit und Armut

Die Arbeitslosenzahlen, auf Nahrungsmittelmarken angewiesene Menschen und die Zahl von Zwangsvollstreckungen von Häusern erreichen immer neue Rekordhöhen. Die hässliche Wirklichkeit hinter diesen Zahlen wurde jüngst wieder deutlich, als sich in East Point im US-Bundesstaat Georgia 30.000 Menschen einfanden um Anträge auf staatliche Wohnzuschüsse zu stellen und es eigentlich nur 455 Gutscheine zu verteilen gab. Kämpfe brachen aus, Menschen fielen aufgrund der Hitze in Ohnmacht und Polizei in Kampfausrüstung versuchte die wütenden Armen unter Kontrolle zu bringen.

2. Wirtschaftliche Abhängigkeit

Die Vereinigten Staaten beendeten das Jahr 2009 laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) mit einem Schulden/BSP-Verhältnis von 85%. Beim gegenwärtigen Trend wird vorhergesagt, dass die Vereinigten Staaten 2010 die Marke von 94% und 2011 98% erreichen werden.

Die 90% Marke ist für den IWF die entscheidende Größe um zu bestimmen, ob noch irgendeine Hoffnung besteht, dass sich ein Land wieder durch Wachstum aus den Schulden befreien kann. Wenn die Regierungsschulden auf über 90% des Bruttosozialprodukts anwachsen, verlangsamt sich das Wirtschaftswachstum so stark, dass eine Schuldenreduzierung alleine durch Wachstum nicht mehr möglich ist. Das ist dann der Zeitpunkt, wenn der IWF auf die Implementierung von Austeritätsmaßnahmen drängt.

Das Überschreiten dieser 90%-Schwelle war übrigens auch der Grund dafür, warum die führende Kreditbewertungsagentur Chinas das Kreditrating der Vereinigten Staaten herunterstufte.

3. Rückgang der Bürgerrechte

Wenn eine Gesellschaft zusammenbricht, fallen dem oftmals die alltäglichen Freiheiten zum Opfer. Da der Zorn der Massen als Reaktion auf den Niedergang der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die bestehende politische Korruption immer weiter zunimmt, reagiert die Regierung mit immer drakonischeren Maßnahmen, welche die politischen Rechte und bürgerlichen Freiheiten beschneiden.

Amerika wird gerade in ein Land wie China verwandelt, das laut der Bürgerrechtsorganisation Freedom House eine der niedrigsten Bewertungen genießt. In Amerika werden Privatgespräche und Bewegungen von Privatpersonen überwacht, die Redefreiheit und Versammlungsfreiheit stehen immer mehr unter Druck und unabhängige Gedanken, die das politische System hinterfragen, werden zunehmend misstrauisch beäugt. Den letzten Hinweis erhält man dann, wenn die Regierung auf die Geheimhaltung ihrer eigenen Aktivitäten besteht, während sie gleichzeitig neue Gesetze und Systeme schafft, durch welche Privatpersonen einer fast vollständigen Überwachung ausgesetzt werden.

4. Zunehmende politische Korruption

Wenn politische Korruption zu einer akzeptierten Norm wird und nicht mehr die Ausnahme darstellt, hat man gute Chancen, dass das Land, in dem man gerade lebt, einem Dritte Welt Land gleicht. Der US-Kongress und alle großen Institutionen sehen sich einer anwachsenden Vertrauenskrise gegenüber. Aktuell sind gerade einmal 11% der US-Amerikaner der Meinung, dass der Kongress eine gute Arbeit abliefert. Es scheint nun für alle Beobachter offenkundig zu sein, dass die Agenda in Washington durch große Konzerne direkt kontrolliert wird – ganz so wie in typischen korrupten Dritte Welt Ländern.

5. Militär patrolliert auf den Straßen

Das Anwachsen eines militarisierten Polizeistaats ist eine der Besonderheiten, die man bei den allermeisten Dritte Welt Ländern antrifft, besonders in Zeiten eines schnellen wirtschaftlichen Zusammenbruchs. Durch die Ausrufung des Kriegs gegen den Terror schuf man in Amerika eine permanente Bedrohung der nationalen Sicherheit, die es dem Militär nun erlaubt auf amerikanischen Boden eingesetzt zu werden.

Aufbauend auf dem Krieg gegen Drogen kam es zu einer Verschmelzung des Militärs mit den örtlichen Polizeibehörden, die dazu führte, dass man jetzt in einer Unzahl von Fällen aufgrund geringer Verstöße Militärwaffen und militärische Taktiken in gewaltsamen Konfrontationen gegen amerikanische Bürger einsetzt.

Militärische Kontrollpunkte wurden weit in das Innere des Landes verlagert, fernab von Orten, wo sinnvoll Grenzkontrollen durchgeführt werden könnten und das U.S. Army War College hat eine umfassende Militärpräsenz in amerikanischen Städten geplant.

6. Zusammenbrechende Infrastruktur

Da 46 von 50 US-Bundesstaaten kurz vor dem Bankrott stehen, gehen in den Städten die Lichter aus, Asphaltstraßen werden in steinzeitliche Wege verwandelt und landesweit werden die Budgets zusammengestrichen, was dazu führt, dass Schüler ohne Lehrer oder Lehrmittel dastehen bzw. garnicht mehr jeden Tag zur Schule gehen können. Dies sind übliche Merkmale, denen man auch begegnet, wenn man durch die ärmsten Regionen von Dritte Welt Ländern reist.

7. Das Verschwinden der Mittelklasse

Während der Diskussionen im letzten Präsidentschaftswahlkampf wurde behauptet, dass eine Familie mit einem Jahreseinkommen von USD 250.000 zur Mittelklasse gehören würde. Nun ja, Zahlen des Zensusbüros zeigen, dass weniger als 15% der amerikanischen Familien überhaupt auf über USD 100.000 Jahresverdienst kommen und gerade einmal 1,5% der Familien ein Jahreseinkommen von über USD 250.000 zur Verfügung steht. Die Einkommenslücke zwischen den Armen und den Reichen hat mit atemberaubender Geschwindigkeit zugenommen und zahlreiche Leute der Mittelklasse stürzen nun in die Ränge der Armen ab. Riesige Einkommensunterschiede gehören zu den bekanntesten Merkmalen eines Dritte Welt Landes.

8. Geldentwertung

Der Wert der Federal Reserve Note, die auch unter dem Namen US-Dollar bekannt, ist seit der Gründung der Federal Reserve im Jahre 1913 um 96% eingebrochen. Der Wert des US-Dollars basiert auf der sich in Umlauf befindlichen Geldmenge und, in geringerem Maße, auf der Nachfrage nach dem Dollar.

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Innerhalb der letzten drei Jahre ist die Geldmenge förmlich explodiert und befindet sich nun buchstäblich jenseits von Gut und Böse. Man kann zwar behaupten, dass der US-Dollar als Weltreservewährung zum Spitzenexportartikel wurde, sollte der schwankende Dollar jedoch über Bord geworfen werden, was die Vereinten Nationen und der IWF nun vorschlagen, wird die einbrechende Nachfrage die Währung vernichten.

9. Kontrollierte Medien

Regierungsbeeinflusste Medien, die Informationen zensieren, sind ein entscheidender Bestandteil von Dritte Welt Ländern. In einigen Ländern gehören die Medien ganz unverhüllt dem Staat. In Amerika sind die im Privatbesitz befindlichen großen Medienanbieter nicht so ausgewogen oder vielfältig, wie es den Eindruck erwecken könnte; die Eigentumskonzentration hat zur Zensur geführt, besonders dort, wo sich staatliche Interessen und Konzerninteressen überschneiden.

Die Verfolgung hochrangiger Investigativjournalisten, wie WikiLeaks, spielt sich vor dem Hintergrund der Bestrebungen der Regierung ab Blogger zu zensieren, die es vorziehen anonym zu bleiben. Das Ende der Netzneutralität schafft ein Bezahlsystem, dass dazu führen kann, dass die Kontrolle von Informationen und Meinungen durch die Konzerne und Regierung noch weiter vorangetrieben wird.

Initiativen zur Internetsicherheit sind der finale Sargnagel, da der freie Informationsfluss durch ein „Identitätsmanagement“-System im Stile Chinas im Detail kontrolliert werden könnte. Auf den Straßen hat die Verschmelzung von Polizeistaat und Medienkontrolle nun zu einem Anstieg bei Festnahmen von Personen geführt, welche die Polizei bei ihrer Arbeit filmten. Die stellt einen massiven Angriff auf den Ersten Verfassungszusatz und die Rolle der Fotojournalisten dar, denen daran gelegen ist das Verhalten der Polizei zu dokumentieren.

10. Kapitalkontrollen

Zahlreiche Länder haben Kapitalkontrollen eingeführt, als sich ihre Wirtschaft im Zusammenbruch befand. Die jüngsten Fälle waren Argentinien und Venezuela, die versuchten die letzten Vermögensreste im Land zu halten. Die US-Börsenaufsicht, SEC, hat nun bereits Regelungen übernommen, die es den Geldmarktfonds erlaubt Auszahlungen während einer Finanzkrise auszusetzen, während das im Mai verabschiedete HIRE-Gesetz (H.R. 2487) den Amerikanern Kapitalbeschränkungen auferlegt, welche Transaktionen ins Ausland erschweren. Einige Ökonomen sind der Meinung, die Staatsverschuldung sei mittlerweile so stark angestiegen, dass die Regierung nun die Privatinvestoren dazu zwingen muss in US-Staatsanleihen zu gehen.

Die wichtigsten ökonomischen Kennzahlen deuten auf eine Situation, die wohlmöglich noch schlimmer ist als die Große Depression.

Das Land der Möglichkeiten hat sich für Viele in ein System der Regierungskorruption, der Plünderung durch die Konzerne und des Militärrechts verwandelt, das droht den amerikanischen Traum auszulöschen.

Die Kapitalflucht aus Amerika hat dafür gesorgt, dass die dahinschwindende Mittelklasse nun mit leeren Händen dasteht. Diese Art der Unterinvestition in die Grundfeste der Gesellschaft entspricht genau den Vorgängen, die bereits zur Abwanderung aus dem ländlichen Mittwesten der USA führten. Jetzt gibt es unheilvolle Zeichen eines stillen Exodus junger, intelligenter Fachkräfte, die versuchen ihre Träume außerhalb von Amerika zu verwirklichen; diese Menschen werden gerade unter dem Begriff „Generation Xpat“ bekannt. Und zu guter Letzt ist es auch so, dass bereits zahlreiche gut ausgebildete Zuwanderer in der Hoffnung auf ein besseres Leben wieder in ihre Heimatländer zurückgekehrten – vielleicht das erschreckendste Anzeichen von allen.

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