Mexikanische Millionenstadt will flächendeckend biometrische Iris-Scanner einführen

„Jede Person, jeder Ort und jede Sache auf diesem Planeten wird innerhalb der nächsten 10 Jahre [an das Iris-System] angeschlossen sein.“

Steve Watson, Infowars.net, 19.08.2010

Aktuell bereitet sich ein biometrisches Forschungsunternehmen darauf vor in einer ganzen Stadt Iris-Erkennungstechnologie einzuführen – ein Schritt, von dem das Unternehmen behauptet dadurch eine Gesellschaft in der Art von Philip K. Dicks „Minderheiten-Bericht“ zu schaffen, wo von Jedem, ob er nun mit dem Zug fährt oder einkaufen geht, mithilfe von Iris-Scans die Identität festgestellt wird.

Das in New York ansässige Unternehmen Global Rainmakers Inc. (GRI) gab am 18.08.2010 bekannt, dass es diese Technologie einsetzen wird um damit anzufangen Leon, eine der größten Städte Mexikos, in die „sicherste Stadt der Welt“ zu verwandeln.

Bei dieser Maßnahme sollen die „EyeSwipe“-Geräte von GRI, die es in verschiedenen Formen und Größen gibt, an eine riesige Datenbank angeschlossen werden, welche die entsprechenden Irisdaten enthält und in Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden der Stadt Leon betrieben wird.

Der Chefentwickler von GRI, Jeff Carter, erklärte gegenüber der Technikseite Fastcompany.com:

„In der Zukunft wird alles – ob man nun sein Haus betritt, das Auto öffnet, die Arbeit betritt, sich neue Arzneimittel abholt oder medizinische Akten herangezogen werden – mit dem einzigartigen Schlüssel, mit ihrer Iris, arrangiert werden.“

Der Artikel führt weiter aus: „Kriminelle nehmen automatisch teil. Ihre Iris wird gescannt, wenn sie verurteilt wurden. Gesetzestreue Bürger haben die Möglichkeit daran teilzunehmen.“

Carter scheint sehr zuversichtlich, dass jeder, sei es nun ein Krimineller oder nicht, schon bald in der Datenbank registriert ist: „Jede Person, jeder Ort und jede Sache auf diesem Planeten wird innerhalb der nächsten 10 Jahre [an das Iris-System] angeschlossen sein.“

In Carters abscheulicher Kontrollfreak-Vision der Zukunft, muss Jeder, der an einem Geldautomaten Geld abhebt, in einem Geschäft für Waren bezahlt oder einfach nur den Bus nimmt direkt in das bestialische System starren, während „Polizeibeamte diese Scans überwachen und die Bewegungen von auf der Beobachtungsliste stehender Personen verfolgen.“

Carter spielt sogar auf Philip K. Dicks „Minderheiten-Bericht“ an und bemerkt dazu, dass das GRI-System sogar noch mehr Überwachung böte, als in dem dystopischen Kultklassiker beschrieben wurde:

„Nicht einmal die ´toten Augäpfel`, die man im Minderheiten-Bericht sah, könnten das System austricksen, erklärt er. ´Wenn man eines Verbrechens verurteilt wurde, dient dies im Grunde als deutliche Markierung [der Person]. Wenn man beispielsweise ein bekannter Ladendieb ist, wird man nicht in der Lage sein in ein Geschäft zu gehen ohne markiert zu sein. Anderen wird es nicht möglich sein ein Flugzeug zu besteigen.“

Im nachfolgenden Videoausschnitt sehen Sie einen der blinkenden Iris-Scanner, in diesem Falle ein Modell, durch das man hindurch läuft:

Dieser Scanner kann 50 Menschen pro Minute abarbeiten, während die kleineren Geräte zwischen 15 und 30 Iris-Scans pro Minute durchführen können.

Zur „Phase 1“ des Plans gehört die Einführung der Maschinen in allen Einrichtungen der Strafverfolgungsbehörden, an Sicherheitskontrollpunkten, in Polizeistationen und Haftanstalten. In „Phase 2“ wird die Technologie dann an öffentlichen Orten in der ganzen Stadt installiert. Das spricht Bände. Zuerst werden die Kriminellen und Gefängnisinsassen in das System integriert und dann wird das Gefängnismodell einfach auf die Gesellschaft übertragen. Phase 3 wird dann wahrscheinlich die weltweite Einführung dieses Systems sein.

Man gibt noch nicht einmal vor, dass hinter dieser Agenda irgendeine wohlmeinende Absicht stehen würde. Dieser Plan ist ein direktes Eingeständnis jeden Menschen in ein Big-Brother-System zu zwingen, indem man die wichtigen alltäglichen Besorgungen sowie die städtische Infrastruktur in dieses Kontrollnetz einbettet. Das erklärte Ziel ist es Jeden überall und jederzeit überwachen zu können – das perfekte technologisch durchkontrollierte Matrixsystem.

Dieses System stellt die ultimative Perversion der Menschheit dar – ein System, in dem einen alles genommen wird, was den Menschen einzigartig macht und in dem jeder von uns katalogisiert wird, als wäre er Schlachtvieh. Es ist der finale Todesstoß für die Freiheit.

Herr Carter und GRI scheren sich jedoch überhaupt nicht darum. Sie wollen Ihnen lediglich mitteilen, dass Ihre Freiheit nicht mehr existiert und jeglicher Widerstand zwecklos ist:

„Die Banken wissen bereits mehr über unser tägliches Leben – sie wissen, was wir essen, wohin wir gehen, was wir kaufen, unsere größten Geheimnisse. Wir sprechen hier von nichts anderem – lediglich von einem System, dass gut für uns alle ist.“

Carter hat auch eine Warnung für jedes Schaf, das meint es könnte sich von der Herde absetzen:

„Wenn Massen von Menschen teilnehmen, hilft es nicht sich auszuklinken. Sich auszuklinken kennzeichnet einen dann noch deutlicher, als einfach Teil des Systems zu sein. Wir glauben jeder wird mitmachen.“

Carter erklärt sogar, die Technologie würde so dann angepasst, dass sie „es Werbenden ermöglicht Verhalten und Gefühle zu verfolgen“, indem man die Augen der Menschen scannt, wenn sie auf ein Werbeplakat schauen oder einen Laden betreten um ein Produkt zu kaufen.

Das Buch der Minderheiten-Bericht wurde als eindringliche Warnung verfasst, was in der Zukunft geschehen könnte, sollte die Gesellschaft mit die Privatsphäre verletzender Technologie überflutet werden und damit anfangen den Schutz der Privatsphäre und Bürgerrechte als altmodisch zu erachten. Dennoch stellen derartige Technologien den Leitfaden für Diejenigen dar, die mit Freude miterleben würden, wie sich der Planet vollständig in ein gigantisches faschistisches Kontrollnetz verwandelt, wenn sie dadurch nur dreckige und bedeutungslose Profite einstreichen und sich an dem seelenlosen Machttrip ergötzen könnten, die sich aus diesem System ergeben.

Die Technologie ist jetzt da – es handelt sich hier nicht um die furchterregende Beschreibung einer fernen Zukunft durch ein paar paranoide Spinner. Es wird Zeit, dass Sie erwachsen werden, aufwachen und anerkennen, in was unsere Gesellschaft gerade verwandelt wird.

…Wir können nur beten, dass die Bürger von Leon gegenüber ihren gewählten Vertretern bezüglich dieses auf sie zukommenden Angriffs einen Riesenkrach schlagen werden und es nicht zulassen, dass ihre Stadt zum Testlabor für ein monströses weltweites Big-Brother-System wird.

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